CH169345A - Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun.

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  Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun.    Die Erfindung bezieht sich auf die     He.-r-          stellung    von basischem Alaun mit Hilfe eines  an sich     bekannten    Prozesses, bei dem eine  wässerige     Löµung    aus einem normalen Alaun  bei einem entsprechenden Druck einer Tem  peratur von über 140   C     unterworfen    wird,  um einen     basisehenAlaun,        insbesondere    in fein       verteiltem    Zustand, zu bilden und auszufäl  len, wobei man eine Lösung aus Schwefel  säure und Alkali- oder     Ammoniumsulfat    oder  beiden erhält, die aus dem normalen Alaun  freigemacht worden sind.  



  Unter basischem Alaun ist eine     hydra-          tische    Verbindung aus einem Alkali- oder       Ammoniumsulfa.toder    beiden und basischem  Aluminiumsulfat zu     verstehen.     



  Der Prozess wird vorteilhaft bei einer  Temperatur von     etwa    200   C durchgeführt;  bei Temperaturen unter 140   C kann .er prak  tisch nicht mit     Vorteil    angewendet werden. Es  ist auch bekannt, dass wenn die     behandelten          Lösungen    nur aus einer Lösung von nor  malem Alaun bestehen, nur etwa 80 % der in    dem normalen Alaun vorhandenen Tonerde in  dem aus basischem Alaun     bestehenden     Niederschlag zu finden sind, und dass, wenn       .der    Lösung     A.lkalisulfat    in einer     Menge    zu  gesetzt wird, die gleich der in dem nor  malen Alaun vorhandenen     blenge    an Alkali  sulfat ist,

   ein basischer Alaun     gebildet    wer  den kann, ,der etwa 9815 der in der nor  malen     Alaunlösung    vorhandenen Tonerde  enthält. Soweit festgestellt werden kann, hat  der     vorstehend    genannte Prozess keine Be  deutung für die technische     Herstellung    eines  basischen Alauns erlangt, wahrscheinlich aus  dem Grund, dass kein technisches Verfahren  vorgeschlagen war, um den Prozess in der  Praxis anzuwenden.

   Wegen des hohen  Drucks, der in Verbindung mit der hohen  Temperatur     angewendet    wird, auf     welche     die Lösung gebracht werden soll, ist es na  türlich notwendig, dass der     Behälter,    in dem  die     Alaunlösung        behandelt    wird, derartigen  Drücken standhalten kann, und wegen des  Vorhandenseins der Schwefelsäure, die in      dem Prozess freigemacht wird und in     ,der          Mutterlauge    enthalten ist, aus welcher der       basisehe    Alaun ausgefällt wird, ist es not  wendig,     dass    der Behälter solcher Art ist, dass  er     von,

  der        ,Säure    nicht angegriffen     wird.    Das  würde praktisch     ergeben"dass    ein Stahlbehäl  ter     verwendet    wird, der mit einem Stoff aus  gekleidet ist, der mit der     iSäure    in der Lösung  nicht in Reaktion tritt.

   Es hat sich     ergeben,          daZ    die beste praktische     Ausführungsform     eines solchen Behälters :diejenige ist, bei -der       ein.    äusserer Stahlkörper mit Blei     ausgekleidet          ist;    dabei ist aber auch gefunden worden,  .dass, wenn der Behälter von aussen     her    erhitzt       wird,    ein Teildes aus .der Lösung ausgefäll  ten     basischen    Alauns die Neigung hat, an !der       Auskleidung    hängen zu bleiben, und zwar in  Form einer fest anhaftenden Kruste, welche  ,die Leitfähigkeit der Behälterwand     beträch(;

  -          lich    herabsetzt. Hierdurch kann die     TerilIie-          ratur    so weit erhöht werden, dass sogar der  Schmelzpunkt erreicht wird. Die Leitfähig  keit des zusammengesetzten Behälters ist  selbst unter normalen Bedingungen gering  und     würde    durch den zusätzlichen Wider  stand, der von der abgesetzten Kruste hervor  gerufen wird, noch viel niedriger werden; un  ter diesen Umständer wird natürlich die rich  tige Erhitzung der Lösung     bi;einträchtigt    und  ausserdem eine Erhöhung der     Temperatur    -des  stählernen Aussenteils des     Behälters    herbei  geführt, die .gefährlich werdet kann.  



  Zweck der Erfindung ist, ein Verfahren  anzugeben, bei dem die     Alaunlösung    schnell  auf die für eine rasche und     wirksame    Aus  fällung des basischen Alauns erforderliche  Temperatur erhitzt und die     Erhitzung    der  Lösung derart geregelt wird, dass die Aus  fällung des basischen Alauns. mit einer ge  wünschten Teilchengrösse erfolgt.

       Zwech-          mässigerweise    findet die Erhitzung der       Alaunlösung    in einem ununterbrochenen Pro  zess     statt,    durch den der basische     Alaun    aus  ,der     Lösung    ausgefällt wird, während diese in  einem     ununterbrochenenStrom    durch den Be  hälter hindurchgeht  Die Erfindung     besteht    nun darin,     dass    die  in einem     Hochdruckbehälter    eingeschlossene         Alaunlösungdadurch    rasch auf eine Tem  peratur über 140'     C        gebracht    wird,

   dass in  die im Behälter befindliche Lösung unter  hohem Druck stehender Wasserdampf in  einer     Menge    eingeführt wird, die genügt, um  eine solche rasche Temperaturerhöhung her  beizuführen. Es ist gefunden worden,     dass    es  unter .diesen Umständen möglich ist, die Tem  peratur der Lösung auf den notwendigen oder  gewünschten Wert zu erhöhen, mit .dem Er  gebnis, dass der basische Alaun, ohne ein  schädliches Haften an den Wänden des Be  hälters zu zeigen, aus der Lösung ausgefällt  wird, obgleich bei der gemäss der Erfindung  erfolgenden Erhitzung der Lösung, die durch  .die Einführung von unter hohem     Druck     stehendem Dampf herbeigeführt wird, eine  anhaftende Kruste von geringer Dicke nicht  schädlich sein würde.

       Eine    solche Kruste  könnte sogar von einem gewissen Vorteil sein,  indem sie den Wert .der     Wärmeleitung    durch  .die Behälterwände hindurch herabsetzen  würde und durch     Regelung    der Erhitzung  der Lösung mit Hilfe eines geregelten Dampf  zutritts es möglich ist, die Grösse der Teilchen  innerhalb gewisser Grenzen zu beherrschen.  Allgemein gesprochen wird die Grösse der  Teilchen des Niederschlages umso grösser  sein, je allmählicher die Temperatur der Lö  sung erhöht wird, während es mit einer       schnelleren    Erhitzung möglich und praktisch  ist, den basischen Alaun in der Form eines  ausserordentlich feinen Niederschlags her  zustellen.  



  Während das Verfahren gemäss     4er    Er  findung so ausgeführt werden kann,     :dass    die  zu behandelnde Lösung als     einzelne    Teil  menge in den Behälter zugelassen und darin  gehalten wird, wobei der     Behälter    ab  wechselnd gefüllt und entleert wird, ist ge  funden worden, dass es sehr     vorteilhaft    ist,  das Verfahren mit einem Behälter auszu  führen, dessen Länge mehrmals grösser als  sein Durchmesser ist;

   dabei wird die Alaun  lösung in den     Behälter    an dem einen Ende  eingeführt und bei ihrem Durchgang durch  den     Behälter    auf den gewünschten Grad er  hitzt, während dann die     erzeugte    Mutter-           lauge-,    welche den basischen     Alaunnied-er-          s        -hla(r    in Suspension enthält, aus dem andern  Ende des Behälters entnommen wird.

   Wird       dass    Verfahren nach der Erfindung in dieser  Weise ausgeführt, dann ist es sehr erwünscht  und wichtig, dass der Dampf so zugeführt  wird, dass er mit der strömenden Lösung an  verschiedenen .Stellen längs des Behälters in       Berührung    kommt. Vorzugsweise sind zwei  oder mehrere Dampfeinlässe vorgesehen, die  in den Lösungsstrom an verschiedenen Punk  ten     seiner    Länge einmünden. Es ist vor  zuziehen, den Dampf     erst    in einigem Abstand  von dem obersten Teil des Flüssigkeits  stromes einzuführen, so dass der Teil .des  Stromes, der vor dem     Dampfeinlass    liegt,  unter Bildung     kleiner    Kristalle aus basischem  Alaun eine allmähliche Erhitzung erfährt.

    Die Grösse dieser kleinen Kristalle wächst,  da die Wärme des     ,Stromes    bei der Annähe  rung an den     Dampfeinlass    und beim     Vorbei-          strömen    an' diesem ansteigt. Wenn     6kleine     Teilchen gewünscht werden, ist es ratsam,  .dass der Dampf näher nach dem     obern    Teil  des fliessenden Stromes hin zugelassen wird,  so dass mehr Kristalle von geringerer Grösse  gebildet werden.

   Die Verwendung einer  Mehrzahl von in Zwischenräumen angeord  neten Dampfeinlässen ist wichtig,     weil    die       Bildurig    des basischen Alauns durch eine     en.do-          thermische    Reaktion erfolgt und :die not  wendige hohe Temperatur auf die beschrie  bene Weise in der ganzen fliessenden Masse  der Lösung schnell erreicht und auf ihrem  Wert     gehalten    wird.  



  Beim     Arbeiten    mit dem als vorteilhaft be  schriebenen ununterbrochenen Prozess ist ge  funden worden, dass, wenn der     Leitungsbehäl-          ter,    durch welchen die Lösung hindurch  strömt, vollkommen mit der     Lösung    angefüllt  ist, Stockungen in der Stetigkeit des Lösungs  flusses auftreten können, die soweit festge  stellt werden konnte, ihre Ursache in .der Bil  dung von grossen Dampfblasen haben, welche  nicht zur Kondensation kommen.

   Diese  Schwierigkeit ist dadurch überwunden wor  den, dass in dem     obern    Teil des I.eitungs-         behälters,    und zwar     oberhalb,des    Spiegels der  Säule -der eingeschlossenen Lösung, eine  Masse von     inertem    Gas, vorzugsweise Luft,  aufrechterhalten wird, deren Anwesenheit  wirksam die Stockungen verhindert, welche,  wie bereits erwähnt, auftreten können, wenn  in .dem Behälter eine solche Gasmasse nicht  vorhanden ist.  



  In der Zeichnung ist eine     besonders    wirk  same Ausführungsform einer Vorrichtung  zur Ausführung des Verfahrens beispiels  weise dargestellt.  



       Fig.    1 ist ein Längsschnitt durch die  Mitte des Behälters, und zwar in einer Ebene,  in welcher -die den Dampf zulassenden Rohre  liegen.  



       Fig.    2 ist ein Querschnitt nach der Linie  2     #2        der        Fig.1.     



  A     bezeichnet,die    Aussenhülle des Behälters  oder     Autoklaven,    die vorzugsweise aus     .Stahl     besteht und eine genügende Stärke besitzt,  um dem Druck zu widerstehen, .dem sie aus  gesetzt wird.

   A' ist der obere und     AZ    der  untere Deckel des     Autoklaven.        B    bezeichnet  eine Auskleidung aus nicht reaktionsfähigem  Metall, vorzugsweise Blei, und C ein Innen  futter aus nicht reaktionsfähigem,     inertem     und feuerfestem     Stoff,    wie zum     Beispiel     säurefesten Ziegeln.<B>D</B> bedeutet die     Einlass-          leitung,    durch welche die     Alaunlösung    un  unterbrochen in den Behälter gedrückt wird,  und zwar unter einem Druck .der     etwas.    .grösser  als der in dem     Autoklaven    herrschende Druck  ist.

       D'    bezeichnet eine Pumpe, durch welche  die Lösung in den Behälter gedrückt wird,  und     Dz    ein Ventil zur Regelung des Lösungs  flusses nach dem Behälter. E ist eine Auslass  leitung, die vom Boden des     Autoklaven    ab  geht, und F ein Ventil zur     Regelung    der  Öffnung, durch welche die Flüssigkeit aus  dem Leitungsbehälter     abgegeben    wird.

   G be  zeichnet einen     Behälter,    in welchem die Lö  sung und der aus ihr gebildete Niederschlag  aus .der     Auslassöffnung    des     Autoklaven    ein  strömt und aus welchem Dampf     unter    vor  zugsweise geregelten Bedingungen entwei-           elfen    kann, um eine rasche     Verminderung    der  Temperatur der Lösung     herbeizuführen.     



  H ist ein Dampferhitzer, der mit einem       Dampferzeuger    verbunden     ist;,der    Druckdes       erzeugten    Dampfes ist ,dabei grösser als der in  dem     Autoklaven    herrschende Druck.     H1,        H2,          H3,        H4    bezeichnen     Abzweigrohre,    die von dem  Erhitzer H abgehen und im Innern des Lei  tungsbehälters vorzugsweise zu Ringen     HL     gebogen sind. Diese Ringe weisen nach unten  gehende     Offnungen    auf, die vorzugsweise mit  kurzen Röhrchen H  versehen sind.

   Jedes der  Rohre     H1,        H2,        H3,        H4    ist mit einem Regel  ventil J ausgestattet, während in der nach  dem Erhitzer führenden Leitung ein Druck  regelventil     K    vorgesehen ist. L bezeichnet ein  Ventil am Boden des Erhitzers, das vorge  sehen ist, um das in dem Erhitzer konden  sierte Wasser abzulassen. M ist ein Kom  pressor,     von,dem    ein     Rohr    1111 in den obern  Teil des     Leitungsbehälter    führt das mit       einem    Ventil     M2    ausgerüstet ist.

   N bedeutet  .die Flüssigkeitssäule, die in     .dem    Behälter       aufrechterhalten    wird, und 0 die Masse von       inertem.    Gas, vorzugsweise Luft, :die in dem       obern    Teil des Behälters     aufrechterhalten     wird. Der dargestellte Leitungsbehälter hat  eine Höhe von etwa 6 m und einen     innern     Durchmesser von etwa 120 cm.  



  Beim     Inbetriebsetzen    der Vorrichtung       wird        sowohl    das     Auslassventil    F, als auch die       Dampfzuführungsleitung    geschlossen. Der       Leitungsbehälter    wird dann mit Flüssigkeit,  vorzugsweise Wasser, bis etwa an die Ein  lassleitung D für die Lösung gefüllt. Darauf  wird Luft in den     obern    Teil des Behälters  gedrückt, bis der Druck einen Wert von<B>11,3</B>  bis 12,7     kg/om2    (160 bis 180     engl.        Pfund)     erreicht.

   Dann wird durch die Rohre     H',        H2,          H3,        H4    Dampf zugelassen,     bis    die Tempera  tur der in dem Behälter     eingeschlossenen     Flüssigkeit an ihrem'     obern    Spiegel<B>130'</B>       bis    170   C beträgt.

   Darauf werden das Aus  lassventil F und das     Lösung:seinlassventil        D=     
EMI0004.0051     
  
    <B>..oft.</B> <SEP> , <SEP> <B>i</B> <SEP> ,. <SEP> <B>n <SEP> i <SEP> n..nn</B>       selben Mass erfolgt, wie der     Zufluss    der in den       Behälter    gedrückten Lösung, vermehrt um  ,den Betrag des Wassers, das     aus,dem    Dampf  kondensiert wird, welcher zur     Erhitzung,der          Lösung    bei- ihrem Durchgang durch den  Leitungsbehälter dient.

   Die Dampfzufuhr  wird derart     geregelt,,dass    .die     dureh    den Lei  tungsbehälter strömende Lösung auf die     .ge-          wünsohte,    Temperatur .gebracht und auf  dieser Temperatur gehalten wird. Dabei muss       diese    Temperatur für alle praktischen Fälle  140' C überschreiten, und es ist gefunden  worden,     dass    zum Erzielen der     besten:    Ergeb  nisse die Temperatur auf etwa<B>185,'</B> bis  200,' C zu halten ist.

   Beim Arbeiten mit dem  zuletzt genannten     Temperaturwerten    sollte       ,die    Geschwindigkeit     des    Flüssigkeitsstromes  durch den Leitungsbehälter derart sein,     dass     .die Lösung und ihre     Produkte    während     eines     Zeitraumes von S bis 10 Minuten indem Be  hälter gehalten werden.

   Bei diesen Tempera  turen     wird    aus einer Lösung eines normalen       Kaliumalauns    ein     fein:        verteilter        basischer          galiumalaunniederschlag    ausgefällt,     welcher     nahezu 80 bis     85/o    der in dem normalen  Alaun vorhandenen Tonerde und etwa 28  des in dem normalen Alaun vorhandenen       Kaliumsulfats    enthält, während die Schwefel  säurekomponente des basischen Alauns un  gefähr     38.%    derjenigen des.

   normalen Alauns       beträgt.    Die     Mutterlauge    enthält in Lösung  Schwefelsäure und     Kaliumsulfat,    zusammen  mit dem zurückbleibenden normalen. Alaun,  der während der Reaktion eingeführt wird.  



  Es ist zu verstehen, dass eine höhere Aus  beute an basischem Alaun und eine nahezu  vollständige Austreibung des     Tonerdegehalts     des normalen     Alauns    erhalten werden kann,  wenn man zu der Lösung     Kaliumsulfat    zu  fügt, und zwar in einer Menge, .die der in  dem normalen Alaun vorhandenen Menge an       Kaliumsulfat    äquivalent ist.  



  Das Verfahren nach der Erfindung kann  natürlich in irgend einem     Leitungsbehälter     
EMI0004.0088     
  
           Vorteile mit einer nicht kontinuierlichen Be  handlung einer normalen Lösung eines nor  malen Alauns erhalten werden können, um       aus    der Lösung einen basischen Alaun aus  zufällen, wobei die Hitze unter hohem     Druck     stehendem Dampf entnommen.     wird,    der in  die in einem     druckbestä-ndigen    Behälter     be-          findliehe    Lösung eingeführt wird.  



  Es ist ausserdem zu beachten, dass bei der  kontinuierlichen Arbeitsweise die Einfüh  rung von Dampf in die     durch    den Leitungs  behälter strömende     Lösung    in verschiedenen  Höhen oder an verschiedenen     Stellen    auf dem  Wege der Lösung höchst vorteilhaft ist, da  dies dazu     beiträgt,    die notwendige     endo-          thermische    Reaktionswärme auf der ganzen  Länge des Behälters bestehen zu lassen.  



  Es ist gefunden worden,     dass    es in der  Praxis vorteilhaft ist, die Hitze des.     obern     Teils der Flüssigkeitsmasse auf etwa 130   C  zu halten und die Dampfzufuhr derart zu  regeln, dass eine Temperatur von etwa  198   C an einer Stelle, die etwa 60 cm un  terhalb des Spiegels der Flüssigkeitsmasse  liegt, erhalten wird. Unter .diesen Bedingun  gen weist der Niederschlag eine     derartige     Teilchengrösse auf, dass 99.% des Nieder  schlages durch -ein     300-Maschensieb        (engl.)     hindurchgehen. Eine raschere Erhitzung der  Lösung lässt eine geringere Teilchengrösse in  dem Niederschlag entstehen, während eine  allmähliche Erhitzung zur Bildung grösserer  Teilchen in dem Niederschlag führt.

   Das       bezüglich    der Teilchengrösse und Tempera  turen Gesagte gilt insbesondere für die Be  handlung von Kalium- und     Natriumalaun.     Im Fall eines     Ammoniumalauns    werden die       Teilchen    unter denselben Bedingungen grösser  sein.  



  Es ist zu bemerken, dass das Verfahren  von der Nutzbarmachung der     latenten    Wärme  des Hochdruckdampfes abhängig ist, der zum  Erhitzen der     Alaunlösung    verwendet wird,  und dass bei einem gemessenen     Druck.    von  14     kg/em2    (200     engl.    Pfund) die Dampf  menge, welche zur Ausfällung von 454     gr     (1     engl.    Pfund) Tonerde aus einer 80 , ö     igen          Alaunlösung    bei einer Anfangstemperatur    von<B>100'</B> C erfordert wird, 1,9 kg (4,2     engl.     Pfund) beträgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines gefäll ten basischen Alauns durch Erhitzen einer wässerigen Lösung von normalem Alaun auf eine Temperatur über 140' C unter er höhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, eass die in einem Hochdruckbehälter eingeschlos sene Lösung dadurch rasch auf eine Tem peratur über 140 C gebracht wird, dass in die Lösung unter hohem Druck stehender Wasser dampf in einer Menge eingeführt wird, die genügt, um eine .solche rasche Temperatur erhöhung herbeizuführen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1..
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge und die Temperatur .des zugelassenen Dampfes von hohem Druck .derart sind, dass die Tem peratur der Alaunlösung auf einen zwi schen 185 und 200 C liegenden Wert gebracht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnde Lösung auf ,die Reaktionstemperatur, bei welcher basischer Alaun gebildet und aus gefällt wird, dadurch erhitzt wird, dass. in ,die Lösung unter hohem Druck stehender Dampf eingeführt wird, während die Lö sung in einem nahezu kontinuierlichen Strom durch den Hochdruckbehälter hin durchgeht. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, .dass der unter hohem Druck stehende Dampf in den Lösungs strom an zwei oder mehreren über die Länge des Lösungsstroms verteilten Stel len eingeführt wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, .dadurch gekennzeichnet, dass in .dem Leitungsbehäl ter oberhalb der Lösung eine Masse von inertem Gas aufrechterhalten wird, das in Berührung mit, dem Lösungsstrom ist.
CH169345D 1932-04-22 1933-04-19 Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun. CH169345A (de)

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