CH169574A - Verfahren zur Vorbereitung von Metallwerkstücken für eine in Stufen auszuführende mechanische Bearbeitung. - Google Patents

Verfahren zur Vorbereitung von Metallwerkstücken für eine in Stufen auszuführende mechanische Bearbeitung.

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CH169574A
CH169574A CH169574DA CH169574A CH 169574 A CH169574 A CH 169574A CH 169574D A CH169574D A CH 169574DA CH 169574 A CH169574 A CH 169574A
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metal workpieces
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Co C T Petzold
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C T Petzold & Co
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  <B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr.<B>158011.</B>    Verfahren zur Vorbereitung von     Netallwerkstücken        für    eine in Stufen  auszuführende mechanische Bearbeitung.    Die vorliegende Erfindung des Herrn       Ing.    Nikolaus     Bregger    in Wien betrifft eine  weitere Ausbildung des vom gleichen Erfin  der stammenden Verfahrens nach dem Haupt  patent, welches sich auf die Vorbereitung  von Metallwerkstücken für eine in Stufen  auszuführende mechanische Bearbeitung, wie  zum Beispiel durch Ziehen, Walzen, Tief  ziehen und dergleichen bezieht.

   Diese Be  arbeitung erfolgt durch Deformierung ohne       Zwischenglühungen    zwischen den einzelnen       Bearbeitungsstufen    und unter     Auftragung     eines weichen Metallüberzuges auf das ge  reinigte Werkstück, und zwar wird vor dem  Aufbringen des Überzuges die Werkstück  oberfläche so weitgehend     aufgerauht,    dass in  derselben Vertiefungen entstehen.  



  Nun gibt es Erzeugnisse aus Eisen, Stahl  oder andern Metallen geringer     Duktilität,    die  sich in Form und Abmessungen nur ver  hältnismässig wenig von den Ausgangswerk  stücken unterscheiden und deshalb aus die-    sen in nur wenigen Arbeitsstufen erhalten  werden sollten. Dies gilt zum Beispiel für  Siederohre von Lokomotivkesseln, die aus  den     Ausgangsrohrstücken    in 3-4 Zieh  stufen mit gewünschter     Querschnitts-    und  Längenabmessung gewonnen werden können.

    Es wäre aber vorteilhaft, sie in nur 1-2  Arbeitsstufen     fertigzustellen.    Dies wäre tat  sächlich auch mit dem Verfahren nach dem  Hauptpatent ohne     Zwischenglühungen    mög  lich, doch lohnt es sich nicht, den immer  hin     kostspieligen    Metallüberzug, zum Bei  spiel aus Blei oder Bleilegierung, auf die  Werkstücke \aufzubringen, der hier nicht  vollkommen ausgenützt     würde,    da er ja für  viel zahlreichere Arbeitsstufen ausreicht.  



  Es wurde nun gefunden,     da.ss    für solche  Fälle auf die gereinigte und     aufgerauhte          Werkstückoberfläche    ein Überzug anderer  Art aufgebracht werden kann, der das Ge  samtverfahren erheblich vereinfacht und ver  billigt, und diese weitere Ausbildung des      eingangs geschilderten Verfahrens nach dem  Hauptpatente ist Gegenstand vorliegender       Erfindung.     



  Gemäss dieser Erfindung werden die  Werkstücke nach dem     Reinigen    und Auf  rauhen ihrer Oberflächen nicht mit einem  metallischen, sondern mit einem nichtmetal  lischen reibungsvermindernden Überzug über  zogen, der     zweckmässigerweise    einen Gehalt  an fett- oder ölartigen Stoffen, Talkum,  Federweiss, Speckstein, Graphit, Bleiglätte  oder dergleichen, einzeln oder in Mischungen.  aufweist. Der Überzug soll zweckmässig       dünn    und so beschaffen sein, dass er nach  dem Aufbringen auf die     Werkstücke    es er  möglicht, die Werkstücke ohne jede andere  Behandlung in     1-4    verhältnismässig groben  Stufen kalt mechanisch zu bearbeiten, ins  besondere zu ziehen oder zu walzen.  



  Sollen zum Beispiel Stahlrohre in etwa  drei bis vier Stufen gezogen werden, so kann  ein Bad folgender Zusammensetzung benutzt  werden: In ein gut verrührtes Bad, bestehend  aus 2 Gewichtsteilen Leinöl, 1 Gewichtsteil       Terpentin    und l Gewichtsteil     Bleiglätte,    wer  den die Ausgangswerkstücke getaucht und  kurze Zeit darin gelassen. Nach dem Aus  tauchen trocknen sie in ungefähr     i/4    :Stunde  und tragen dann an ihrer Oberfläche einen  starren dünnen Überzug und können in die  sem Zustande auf kaltem Wege und ohne  jede     Zwischenglühung    3-4 grob     abgestuften          Ziehoperationen        unterworfen    werden.

   Bei  Rohrwerkstücken dringt die     Badflüssigkeit     auch ins Innere     ein    und bildet hier einen  Überzug, zufolge dessen die gezogenen Rohre  auch an ihrer Innenfläche vollkommen glatt  werden.  



  Auf diese Weise konnten zum Beispiel  Stahlrohre von 56 mm lichter Weite und  4 mm Wandstärke in 4 Stufen auf 25 mm  lichte Weite und 1,8 mm Wandstärke auf  kaltem Wege ohne     Zwischenbehandlungen     gezogen werden.  



  Soll aber zum Beispiel ein Rohrwerk  stück von 38 mm lichter Weite und 4 mm  Wandstärke in 2 Arbeitsstufen zu einem  Rohr von 26 mm lichter Weite und 2 mm    Wandstärke gezogen werden, bewährt sich  ein aus 58 Gewichtsteilen Wasser, 10 Ge  wichtsteilen     ,Seife,    2 Gewichtsteilen Rizinus  öl, 15 Gewichtsteilen Wollfett und 15 Ge  wichtsteilen Federweiss zusammengesetztes  Bad, welches zwecks Erreichung     möglichster     Homogenität auf 70 bis 80   C erwärmt wird.  



  Die Werkstücke werden in dieses Bad  ungefähr 2-3 Minuten lang eingetaucht,  nach dem Ausheben in ungefähr     i/4    Stünde  getrocknet, wonach sie einen starren Über  zug aufweisen, der das Kaltziehen in 1-2       Stufen    ermöglicht.  



  Die hier als Beispiele angeführten Bäder  können sowohl in bezug auf die Natur, als  auch das Mengenverhältnis ihrer Bestandteile  geändert werden. Wichtig ist bloss, dass die  in den Bädern enthaltenen Stoffe einen Über  zug bilden, der auch die Vertiefungen und       Kanälchen    der     aufgerauhten    Metalloberfläche  ausfüllt und sich dadurch an der Oberfläche  so verankert, dass er von den Werkzeugen  nicht sofort abgestreift wird.  



  Die     Aufrauhung    der gereinigten Werk  stückoberfläche kann entweder durch ein  Ätzmittel oder mechanisch bewirkt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vorbereitung von Metall werkstücken für eine in Stufen auszufüh rende mechanische Bearbeitung durch Defor mierung ohne Zwischenglühungen zwischen den einzelnen Bearbeitungsstufen und unter Auftragung eines Überzuges auf das gerei nigte Werkstück, dadurch gekennzeichnet, dass die gereinigte -#Verkstückoberfläche bis zur Bildung von Vertiefungen aufgerauht und dann mit einem nichtmetallischen rei bungsvermindernden Überzug versehen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des Überzuges fettige oder fettartige Stoffe verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrauhung durch ein Ätzmittel bewirkt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrauhung mechanisch bewirkt wird. -1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug auf das Werkstück durch dessen Eintauchen in ein Schmelzbad des Überzugmaterials auf gebracht wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzbad des Überzugmaterials während des Tauchens über seine Schmelz temperatur erhitzt ist.
CH169574D 1931-12-31 1932-12-29 Verfahren zur Vorbereitung von Metallwerkstücken für eine in Stufen auszuführende mechanische Bearbeitung. CH169574A (de)

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CH158011T 1932-12-29

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CH169574D CH169574A (de) 1931-12-31 1932-12-29 Verfahren zur Vorbereitung von Metallwerkstücken für eine in Stufen auszuführende mechanische Bearbeitung.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741217C (de) * 1940-04-21 1943-11-06 Goetzewerke Verfahren zur Vorbehandlung von Metallwerkstuecken zur Verbesserung der spanlosen Verformung
DE1042352B (de) * 1957-02-19 1958-10-30 Bauer & Schaurte Schmierverfahren beim Kalteinpressen eines Stempels in die Stirnflaeche von Pressteilen aus Metall

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741217C (de) * 1940-04-21 1943-11-06 Goetzewerke Verfahren zur Vorbehandlung von Metallwerkstuecken zur Verbesserung der spanlosen Verformung
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