<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr.<B>158011.</B> Verfahren zur Vorbereitung von Netallwerkstücken für eine in Stufen auszuführende mechanische Bearbeitung. Die vorliegende Erfindung des Herrn Ing. Nikolaus Bregger in Wien betrifft eine weitere Ausbildung des vom gleichen Erfin der stammenden Verfahrens nach dem Haupt patent, welches sich auf die Vorbereitung von Metallwerkstücken für eine in Stufen auszuführende mechanische Bearbeitung, wie zum Beispiel durch Ziehen, Walzen, Tief ziehen und dergleichen bezieht.
Diese Be arbeitung erfolgt durch Deformierung ohne Zwischenglühungen zwischen den einzelnen Bearbeitungsstufen und unter Auftragung eines weichen Metallüberzuges auf das ge reinigte Werkstück, und zwar wird vor dem Aufbringen des Überzuges die Werkstück oberfläche so weitgehend aufgerauht, dass in derselben Vertiefungen entstehen.
Nun gibt es Erzeugnisse aus Eisen, Stahl oder andern Metallen geringer Duktilität, die sich in Form und Abmessungen nur ver hältnismässig wenig von den Ausgangswerk stücken unterscheiden und deshalb aus die- sen in nur wenigen Arbeitsstufen erhalten werden sollten. Dies gilt zum Beispiel für Siederohre von Lokomotivkesseln, die aus den Ausgangsrohrstücken in 3-4 Zieh stufen mit gewünschter Querschnitts- und Längenabmessung gewonnen werden können.
Es wäre aber vorteilhaft, sie in nur 1-2 Arbeitsstufen fertigzustellen. Dies wäre tat sächlich auch mit dem Verfahren nach dem Hauptpatent ohne Zwischenglühungen mög lich, doch lohnt es sich nicht, den immer hin kostspieligen Metallüberzug, zum Bei spiel aus Blei oder Bleilegierung, auf die Werkstücke \aufzubringen, der hier nicht vollkommen ausgenützt würde, da er ja für viel zahlreichere Arbeitsstufen ausreicht.
Es wurde nun gefunden, da.ss für solche Fälle auf die gereinigte und aufgerauhte Werkstückoberfläche ein Überzug anderer Art aufgebracht werden kann, der das Ge samtverfahren erheblich vereinfacht und ver billigt, und diese weitere Ausbildung des eingangs geschilderten Verfahrens nach dem Hauptpatente ist Gegenstand vorliegender Erfindung.
Gemäss dieser Erfindung werden die Werkstücke nach dem Reinigen und Auf rauhen ihrer Oberflächen nicht mit einem metallischen, sondern mit einem nichtmetal lischen reibungsvermindernden Überzug über zogen, der zweckmässigerweise einen Gehalt an fett- oder ölartigen Stoffen, Talkum, Federweiss, Speckstein, Graphit, Bleiglätte oder dergleichen, einzeln oder in Mischungen. aufweist. Der Überzug soll zweckmässig dünn und so beschaffen sein, dass er nach dem Aufbringen auf die Werkstücke es er möglicht, die Werkstücke ohne jede andere Behandlung in 1-4 verhältnismässig groben Stufen kalt mechanisch zu bearbeiten, ins besondere zu ziehen oder zu walzen.
Sollen zum Beispiel Stahlrohre in etwa drei bis vier Stufen gezogen werden, so kann ein Bad folgender Zusammensetzung benutzt werden: In ein gut verrührtes Bad, bestehend aus 2 Gewichtsteilen Leinöl, 1 Gewichtsteil Terpentin und l Gewichtsteil Bleiglätte, wer den die Ausgangswerkstücke getaucht und kurze Zeit darin gelassen. Nach dem Aus tauchen trocknen sie in ungefähr i/4 :Stunde und tragen dann an ihrer Oberfläche einen starren dünnen Überzug und können in die sem Zustande auf kaltem Wege und ohne jede Zwischenglühung 3-4 grob abgestuften Ziehoperationen unterworfen werden.
Bei Rohrwerkstücken dringt die Badflüssigkeit auch ins Innere ein und bildet hier einen Überzug, zufolge dessen die gezogenen Rohre auch an ihrer Innenfläche vollkommen glatt werden.
Auf diese Weise konnten zum Beispiel Stahlrohre von 56 mm lichter Weite und 4 mm Wandstärke in 4 Stufen auf 25 mm lichte Weite und 1,8 mm Wandstärke auf kaltem Wege ohne Zwischenbehandlungen gezogen werden.
Soll aber zum Beispiel ein Rohrwerk stück von 38 mm lichter Weite und 4 mm Wandstärke in 2 Arbeitsstufen zu einem Rohr von 26 mm lichter Weite und 2 mm Wandstärke gezogen werden, bewährt sich ein aus 58 Gewichtsteilen Wasser, 10 Ge wichtsteilen ,Seife, 2 Gewichtsteilen Rizinus öl, 15 Gewichtsteilen Wollfett und 15 Ge wichtsteilen Federweiss zusammengesetztes Bad, welches zwecks Erreichung möglichster Homogenität auf 70 bis 80 C erwärmt wird.
Die Werkstücke werden in dieses Bad ungefähr 2-3 Minuten lang eingetaucht, nach dem Ausheben in ungefähr i/4 Stünde getrocknet, wonach sie einen starren Über zug aufweisen, der das Kaltziehen in 1-2 Stufen ermöglicht.
Die hier als Beispiele angeführten Bäder können sowohl in bezug auf die Natur, als auch das Mengenverhältnis ihrer Bestandteile geändert werden. Wichtig ist bloss, dass die in den Bädern enthaltenen Stoffe einen Über zug bilden, der auch die Vertiefungen und Kanälchen der aufgerauhten Metalloberfläche ausfüllt und sich dadurch an der Oberfläche so verankert, dass er von den Werkzeugen nicht sofort abgestreift wird.
Die Aufrauhung der gereinigten Werk stückoberfläche kann entweder durch ein Ätzmittel oder mechanisch bewirkt werden.
<B> Additional patent </B> to main patent no. <B> 158011. </B> Process for preparing metal workpieces for mechanical processing to be carried out in stages. The present invention of Ing. Nikolaus Bregger in Vienna relates to a further development of the method according to the main patent, which originates from the same inventor, and which relates to the preparation of metal workpieces for mechanical processing to be carried out in stages, such as drawing, rolling, Deep draw and the like.
This processing is done by deforming without intermediate annealing between the individual processing stages and with the application of a soft metal coating on the cleaned workpiece, and before the coating is applied, the workpiece surface is roughened to such an extent that indentations are created in the same.
Now there are products made of iron, steel or other metals of low ductility, which differ only relatively little in shape and dimensions from the original workpieces and should therefore be obtained from them in just a few work steps. This applies, for example, to boiler pipes from locomotive boilers, which can be obtained from the initial pipe sections in 3-4 drawing stages with the desired cross-sectional and length dimensions.
However, it would be advantageous to complete them in just 1-2 working stages. This would actually also be possible with the process according to the main patent without intermediate annealing, but it is not worthwhile to apply the always expensive metal coating, for example made of lead or lead alloy, to the workpieces, which would not be fully utilized here it is sufficient for many more work stages.
It has now been found that, for such cases, a different type of coating can be applied to the cleaned and roughened workpiece surface, which considerably simplifies and simplifies the overall process, and this further development of the process described above according to the main patent is the subject of the present invention .
According to this invention, after cleaning and roughening their surfaces, the workpieces are not covered with a metallic but with a non-metallic friction-reducing coating, which expediently contains grease or oil-like substances, talc, feather white, soapstone, graphite, black lead or the like, individually or in mixtures. having. The coating should be suitably thin and made in such a way that, after being applied to the workpieces, it enables the workpieces to be mechanically cold processed in 1-4 relatively coarse stages without any other treatment, in particular to draw or roll them.
If, for example, steel pipes are to be drawn in about three to four stages, a bath with the following composition can be used: In a well-stirred bath, consisting of 2 parts by weight of linseed oil, 1 part by weight of turpentine and 1 part by weight of black lead, immerse the starting workpieces for a short time left in it. After dipping, they dry in about 1/4 hour and then have a rigid, thin coating on their surface and in this state can be subjected to 3-4 roughly graded drawing operations in this state by cold means and without any intermediate annealing.
In the case of pipe workpieces, the bath liquid also penetrates into the interior and forms a coating here, as a result of which the drawn pipes are also completely smooth on their inner surface.
In this way, for example, steel pipes with a clear width of 56 mm and a wall thickness of 4 mm could be drawn in 4 stages to a clear width of 25 mm and a wall thickness of 1.8 mm by cold means without intermediate treatments.
However, if, for example, a pipe workpiece with a clear width of 38 mm and a wall thickness of 4 mm is to be drawn in 2 work stages to a pipe with a clear width of 26 mm and a wall thickness of 2 mm, a pipe made from 58 parts by weight of water, 10 parts by weight, soap, 2 parts by weight is best Castor oil, 15 parts by weight of wool fat and 15 parts by weight of Federweiss composite bath, which is heated to 70 to 80 C to achieve the greatest possible homogeneity.
The workpieces are immersed in this bath for about 2-3 minutes, after excavation dried in about 1/4 hour, after which they have a rigid coating that allows cold drawing in 1-2 stages.
The baths given here as examples can be changed both in terms of nature and the proportions of their components. It is only important that the substances contained in the baths form a coating that also fills the depressions and channels of the roughened metal surface and thus anchors itself to the surface in such a way that it is not immediately stripped off by the tools.
The cleaned work piece surface can be roughened either by an etchant or mechanically.