CH169656A - Verfahren zur Beseitigung von Spannungen in fertigen Seilen. - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Spannungen in fertigen Seilen.

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CH169656A
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CH
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rope
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Felten Guil Aktiengesellschaft
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Felten & Guilleaume Carlswerk
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  Verfahren zur Beseitigung von Spannungen in fertigen Seilen.    Um die Spannungen im fertigen Seil zu  beseitigen, ist schon vorgeschlagen worden,  das Seil mit einem sogenannten Nachform  apparat zu behandeln. Diese Behandlung ge  schieht zum Beispiel in der Weise, dass das  Seil als Ganzes Richtungsänderungen unter  worfen wird, und zwar zur Erhöhung der  Wirkung in möglichst vielen Ebenen, wo  durch eine grosse Zahl richtungsändernder  Mittel hintereinander angeordnet werden  müssen. Derartige Anordnungen sind einer  seits infolge ihrer räumlichen Ausdehnung  recht umständlich und bringen anderseits  den Nachteil mit sich, dass zum Durchziehen  des Seils als Ganzes über einer Reihe auf  einanderfolgender     Ablenkstellen    grosse Kräfte  erforderlich sind und somit die Teile der  Einrichtung äusserst kräftig gehalten werden  müssen.

   Die Einzelelemente werden bei die  ser Behandlungsweise sehr ungleich bean  sprucht, und das so behandelte Seil zeigt über  den ganzen Umfang starke Beschädigung der  Einzelelemente.    Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren, bei dem der bisher eingeschlagene  Weg der Nachbehandlung des fertigen .Seils  als Ganzes verlassen wird, und bei dem auf  äusserst einfache Weise mit Beringst mögli  chen Kräften Seile jeder Abmessung und  Stärke von Hand oder maschinell spannungs  los und     drallfrei    gemacht werden können. Die  Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass  man, um den Elementen des Seils die Span  nungen zu nehmen, nicht das Seil als Ganzes  nachbehandeln darf, sondern dass es notwen  dig ist, jedes einzelne Element des fertigen  Seils einer Nachbehandlung zu unterziehen.

    Dies kann     naturgemäss    nicht so geschehen,  dass man das Seil in     seine    Einzelelemente  zerlegt und diese     nachbehandelt,    sondern es  wird zu diesem Zweck gemäss dem vorliegen  den Verfahren nach     Auflockerung    des fer  tigen Seils an einer     Endstelle    oder in der  Nähe einer Endstelle unter die     Seilelemente     eine Stütze gebracht, die jedes Seilelement  in einer     bestimmten        Ablenkung    gegenüber           seiner    normalen Seillage hält,

   worauf eine       Relativbewegung        zwischen        Seil    und     .Stütze     erfolgt, derart, dass aufeinanderfolgend alle  Teile jedes Seilelementes dem Schrauben  gang .des Seils folgend, über die ganze Länge  des Seils hinweg fortlaufend der genannten  Ablenkung unterworfen werden.  



  Das Verfahren soll im einzelnen anhand  der beigegebenen Zeichnung näher erläutert  werden, welche zwei Ausführungsbeispiele  einer Vorrichtung zur Durchführung des  Verfahrens veranschaulicht. Es bezeichnet     a     in     Fig.    1 das     fertig        verseilte    Seil, so wie es  als     gewöhnliches        Seil    versandbereit die Fa  brik verlässt. Es ist an den Enden     bebenselt,     damit es nicht aufspringt.

   Dieses Seil wird  nun an der Stelle b aufgelockert, das heisst  die Elemente (in der     Fig.    1 die Litzen) wer  den von der Seele des Seils .abgehoben, aus  ihrer normalen Richtung gebracht und aus  gebogen,     wie    dargestellt.     Fig.    2 zeigt eine  Stütze c, die in die nach     Fig.    1 aufgelockerte  Stelle b des     .Seils    so eingebracht wird, dass  die Seilelemente, wie dargestellt, während  der Behandlung dauernd     einer    Ablenkung  unterworfen bleiben. Diese Stütze besteht.

    wie in     Fig.    3 beispielsweise dargestellt, aus  einem zweiteiligen Stern c, der am Umfang       Aussparungen    d besitzt     in    der Anzahl der  zu behandelnden Seilelemente und dessen zen  trale     Bohrung    e die Seele f des Seils um  fasst. Dieser Stern c ist nun, wie in     Fig.    4  gezeichnet, von einem Ring g     (Fig.    4 im       Querschnitt,        Fig.    5 im Grundriss), der über  das an einem Ende     eingespannte    Seil gescho  ben wird, umgeben und in diesem drehbar  gelagert. Dieser Ring dient als     Widerlager     für den Stern c.

   Durch Angreifen an den  Handgriffen     h    und h' wird nun der     Ring    g  ohne Drehung in     Richtung    des     Seils    fort  bewegt,     wobei    die Schraubenform der Seil  elemente, also bei dem beschriebenen Beispiel  die Litzen, zur Führung des     drehbaren,Ster-          nes    dient und wobei .dieser Stern sich in dem  Ring     g    bei der angegebenen Bewegungsrich  tung um die Seilachse, je nach der Schlag  richtung in der einen oder andern Richtung,  dreht, ähnlich     wie    die Kugel infolge der    spiralig angebrachten Züge im Gewehrlauf.

    Es wandert als auf diese Weise die auf  gelockerte Stelle b (nach     Fig.    1) über die  ganze Länge des Seils. Es ist leicht einzu  sehen, dass durch diese     Behandlung    des Seils  aufeinanderfolgend alle Teile jedes Seilele  mentes der gleichen Ablenkung unterworfen  werden, und dass durch die     Anwendung     gleichartiger Ablenkungen auch die Beseiti  gung der Spannungen der Elemente gleich  mässig geschieht.

   Da infolge der      Drehbarkeit     des     Ablenksternes    und infolge der verhält  nismässig geringen erforderlichen Ablenkung  jedes Seilelementes aus seiner normalen Seil  lage nur geringe Kräfte zum Fortbewegen  der     Formvorrichtung    erforderlich sind, wird  das Seil durch Anwendung dieses Verfah  rens     äusserst    schonend behandelt. Die Seil  elemente weisen nach     Anwendung    des Ver  fahrens keinerlei Beschädigungen auf. Die  Anwendung des genannten Verfahrens hat  den Vorteil, dass jedes gewöhnliche Seil nach  träglich in einfacher Weise in ein     drallarmes,     spannungsfreies Seil verwandelt werden  kann.

   Während das Seil vorher starr und  steif ist und an den Schnittstellen aufspringt,  wird es durch Anwendung des eben beschrie  benen Verfahrens in ein weiches, biegsames  Seil verwandelt, dessen Schnittstellen beim  Durchschneiden des .Seils fest zusammen  halten, ohne dass Teile des Seils aus seinem  Gefüge herausspringen.  



  An Stelle der als     ,Stern        bezeichneten        Ab-          lenkungsstütze    kann eine andere, ähnliche       Ablenkvorrichtung,    z. B. eine mit<U>Öffnungen</U>  versehene     Scheibe,    deren Öffnungen auf  einem konzentrischen Kreis in gleichen Ab  ständen voneinander und in einem der ge  wünschten Ablenkung der     Seilelemente    ent  sprechenden Abstand von der     Seilachse    an  geordnet sind, verwendet werden, ferner  Kugelkränze oder dergleichen..

   Auch kann  zur Verminderung der Reibung die     Ablenk-          stütze    in dem Haltering nach Art von     Hals-          undlioder        Spurlagern    gelagert sein. In     Fig.    6  und 7 ist eine     Ablenkvorrichtung    zum Ab  biegen der Seilelemente dargestellt, bei der  zur Führung der Seilelemente Rollen i vor-      gesehen sind, deren Halter k in radialer  Richtung verstellbar sind. Der diese Rollen  halter tragende Ring l ist zur Verminderung  der Reibung auf Kugeln     m    gegen einen  festen, als Gehäuse dienenden Ring     7t    ge  lagert.  



  Statt die Vorrichtung über das an einem  Ende eingespannte, fertige Seil zu ziehen,  kann man die Vorrichtung auch ortsfest an  ordnen und das Seil hindurchziehen. Statt  des zweiteiligen Sternes (oder sonstigen Ab  lenkmittels) kann man auch einen ungeteil  ten benutzen und die Seilelemente an den  Enden des Seils einfädeln. An Stelle jeder  Rolle kann ein Kugelkranz treten, durch des  sen innere Öffnung das Seilelement hindurch  geführt wird. Ebenso ist es denkbar, die  erläuterte Vorrichtung an     _    einer     Verseil-          maschine    auf der kurz vor der Abzugsscheibe  liegenden Strecke oder an jeder andern ge  eigneten Stelle anzuordnen.  



  Das geschilderte Verfahren ist für alle  Arten von Seilen anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRtrCHE I. Verfahren zur Beseitigung von Spannun gen in fertigen Seilen, dadurch gekenn zeichnet, dass nach Auflockerung des Seilgefüges an einer Endstelle des Seils oder in der Nähe einer solchen unter die Seilelemente eine Stütze gebracht wird, die jedes Seilelement in einer bestimmten Ablenkung gegenüber seiner normalen Seillage hält, worauf eine Relativbewe gung zwischen Seil und Stütze erfolgt, derart, dass aufeinanderfolgend alle Teile jedes Seilelementes, dem Schraubengang des Seils folgend, über die ganze Länge des Seils hinweg der genannten Ab lenkung unterworfen werden. 11.
    Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zum Halten der Seilelemente in einer bestimmten Ab lenkung gegenüber ihrer normalen Seil lage dienende Stütze drehbar gelagert ist. UNTERANSPRÜCFIE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Stütze dem Schraubengang des Seils folgend in Richtung des Seils über dessen ganze Länge hin fortbewegt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das ,Seil in seiner Achsrichtung durch die Stütze hindurchgezogen wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Stütze als ein mit Aussparungen versehener Stern ausgebildet ist, in dessen Aussparungen nach Auflockerung des Seils an einer Endstelle desselben die einzelnen Ele mente einzulegen .sind, wobei der Stern in einem Führungsring drehbar gelagert ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Stütze als Scheibe ausgebildet ist, die mit Öffnun gen entsprechend der Zahl der Seilele mente versehen ist, welche auf einem konzentrischen greis in gleichen Ab ständen voneinander und in einem der gewünschten Ablenkung der Seilelemente entsprechenden Abstand von der Seil achse angeordnet sind. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Stütze zur Ablenkung der Seilelemente Rollen auf weist, die in radial verstellbaren Haltern angeordnet sind, welche ihrerseits von einem Ring getragen werden, der in einem festen, als Gehäuse dienenden Ring drehbar gelagert ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie ortsfest gelagert ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie mit Or ganen versehen ist, welche ihre Fort bewegung in Längsrichtung des Seils er möglichen. '
CH169656D 1932-08-05 1933-07-22 Verfahren zur Beseitigung von Spannungen in fertigen Seilen. CH169656A (de)

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