CH169671A - Elastischer Bund an Kleidungsstücken, wie Schlupfhosen und dergleichen. - Google Patents

Elastischer Bund an Kleidungsstücken, wie Schlupfhosen und dergleichen.

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CH169671A
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Aktiengesellschaf Mauser-Werke
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Mauser Werke Ag
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  Elastischer Bund an Kleidungsstücken, wie     Schlupfhosen    und dergleichen.    Die vorliegende Erfindung betrifft einen  elastischen Bund (Gürtel) an Kleidungs  stücken, wie     Sehlupfhosen    und dergleichen,  bei denen ein Gummiband innerhalb eines  Umschlages (Hülle) durch elastische Nähte  festgehalten ist.

   Diese Nähte gehen bei den  bisherigen Ausführungen, wie sie neuerdings  unter Verwendung eines dünnen Rohgummi  bandes üblich sind, zwecks Verstärkung und  Begrenzung der Dehnung durch die Hülle  des Bundes sowohl, als auch durch das  Gummiband Teil für Teil hindurch, wobei in  folge der     Durchstechung    des dünnen Gummis  an vielen Stellen, mögen nun die Nähte auf  der Länge des Randes durchlaufend oder  nur stellenweise schräg angeordnet sein, das  Gummiband versehrt, also mehr oder     minder     geschwächt oder beschädigt wird, was sich  besonders dann bemerkbar macht,

   wenn  mehrere solcher Längsnähte oder eine grössere  Anzahl schräger Einzelnähte quer zur Längs  richtung zur Verstärkung     bezw.    zur festen  Verbindung des Gummis mit der Gewebe-    hülle angebracht sind. Zudem erschwert diese  feste     Vernähung    zwischen Stoffhülle und  Gummiband nicht allein dessen Auswechseln  beim     Unbrauchbarwerden,    sondern auch bei  der Entfernung     wegen    etwaiger Reparaturen  an der Hülle, in welchen Fällen immer ein  Auftrennen der vorhandenen Befestigungs  nähte und die     Anbringung    neuer Nähte, die  eine weitere Schwächung des Gummis durch       neue    Stichstellen zur Folge haben, erforder  lich ist.

   Die Erfindung bezweckt nun die  Vermeidung dieser Nachteile, insbesondere  der     Durchstechung    des Gummibandes an  vielen Stellen, durch Stiche, die wegen  der Verletzung des Gummis in     keinem     Falle als eine wirksame Verstärkung des  Bundes angesehen werden können und zu  dem die volle Dehnungsfähigkeit des Gummi  bandes mehr oder minder einschränken.

    Die Erfindung will vielmehr     einen    Bund  schaffen, bei dem der Gummi auch bei  festem Halt in einer dehnbaren Hülle, also  ohne dass er in der Hülle sich aufrollen kann,      völlig     unangestochen    und damit unversehrt  bleibt, in seiner Struktur also an keiner  Stelle verletzt     wird,    und zugleich auch den  weitesten     Dehnungen    des     Bundes    frei folgen  kann, sowie zugleich relativ leicht heraus  genommen werden kann.

   Dies wird     dadurch     erreicht, dass, unter Weglassung der     Befesti-          gungs-        bezw.    Verstärkungsnähte, das vorzugs  weise aus Rohgummi bestehende Gummi  band in seiner Hülle<I>lose</I> eingelagert ist und  nur durch ausserhalb des das Gummiband  aufnehmenden Innenraumes der Hülle be  findliche, zweckmässig möglichst nahe dem  Rand des Gummibandes angebrachte elasti  sche Nähte gegen Einrollen gehalten ist.  Die Elastizität dieser Nähte ist zweckmässig  eine solche, die in ihrem Masse mindestens  der Elastizität der dehnbaren     Bundhülle     gleich ist, so dass der lose     Gummistreifen    bis  auf das volle Mass der Dehnbarkeit der Rund  hülle ausgezogen werden kann.  



  Eine vorzugsweise Ausführungsform der  Erfindung ist eine solche, bei der der ela  stische Bund in der     Breitenrichtung        zwei-          oder    mehrfach unterteilt ist, so dass' er zum  Beispiel bei zweifacher Unterteilung statt  eines einzigen, relativ breiten Gummibandes  zwei     relativ    schmälere besitzt, welche derart  zueinander angeordnet sind, dass sie einen  Zwischenraum     zwischen    sich freilassen, in  dem eine elastische Zwischennaht angebracht  ist.

   Bei solcher Unterteilung des Bundes  wird die Gefahr des     Einrollens    noch mehr  verringert, da natürlich ein     schmäleres     Gummiband leichter gehalten wird als ein brei  teres; die beiden Gummibänder ergeben dabei  dasselbe vollkommene     Anschmiegen    an den  Körper wie ein breites Gummiband, wobei  aber doch noch eine     Ersparnis    an Gummi ge  genüber den Bunden erzielt     wird,    bei denen das  Gummiband durch zwei in einem     gewissen     Abstand von den Gummirändern angebrachte  Längsnähte mit der Hülle vernäht ist und  wegen dieser beiden Nähte     bezw.    deren Ab  stand von den Rändern schon an und für sich  breiter gehalten sein muss.  



  Bei der bevorzugten Ausführungsform  eines zweifach     unterteilten    Bundes können    die beiden Gummibänder entweder jedes für  sich allein in einem besonderen Umschlag  oder Hülle oder beide zusammen in einem  gemeinschaftlichen Umschlag übereinander  lose     eingelagert    sein. In ersterem Falle kann  der untere Umschlag mit gefaltetem     Rand     in den obern Umschlag elastisch eingenäht  sein, wobei die betreffende elastische Naht  (Zwischennaht)     möglichtst    dicht an der untern  Kante des obern Gummibandes und an der  obern Kante des untern Gummibandes verläuft.

    Hierbei wird also das obere Gummiband  durch die Oberkante des     obern    Umschlages  und die elastische Zwischennaht, das untere  Gummiband durch die Oberkante des untern  Umschlages und die     Zwischennaht,    sowie  noch durch die untere elastische Naht, wel  che zugleich die Verbindung des Bundes  mit dem Stoffrand der Hose     etc.        herstellt,     gegen Einrollen     gesichert    gehalten.  



  Bei Einlagerung der Gummibänder in  einem gemeinsamen Umschlag, in dem die  Gummibänder, durch die elastische Zwischen  naht getrennt, übereinander liegen, ist das  obere Band durch die Oberkante des ge  meinschaftlichen Umschlages und die Zwi  schennaht und das untere Band durch die  Zwischennaht und die Naht zur Befestigung       bezw.    Verbindung von Hülle und Stoffrand  gesichert gehalten.  



       Die    elastischen Nähte, und zwar die     Be-          festigungs-        resp.    Verbindungsnähte sowohl,  als auch die Zwischennähte bestehen vor  zugsweise aus     Mehrnadel-Überdecknähten          (Dreinadelnähten    oder     Zweinadelnähten).     Diese     Nähte    haben den Vorzug einer grö  sseren Dehnbarkeit gegenüber den bisher     izur          Durehnähung    des Gummibandes benutzten  gewöhnlichen     Einnadelnähten,    bei denen die  Dehnbarkeit lediglich durch den Zickzack  verlauf oder die Schrägrichtung der Naht  erzielt wurde.

   Solche     bTehrnadel-Überdeck-          nähte    sind an sich zum Zusammennähen von  Stoffen bekannt, sind aber wegen ihrer gro  ssen Dehnbarkeit in ihrer Anwendung auf  den vorliegenden     neuartigen    Bund mit lose  eingelegten Gummistreifen besonders vor  teilhaft. Ebenso neu und vorteilhaft ist es,      gemäss der Erfindung an der Stelle der Nähte  einen Ausgleich der Stärke (Dicke) des Bun  des zu schaffen, und zwar durch     Mitvernähen     eines besonderen elastischen Streifens von ent  sprechender Dicke.

   Ebenso kann an der Ober  kante des Bundes eine elastische Naht mit  oder ohne Einlage zwecks Versteifung     wi-          gebracht    sein, die möglichst nahe der Ober  kante des Gummibandes verläuft.  



  Beispielsweise Ausführungsmöglichkeiten  der Erfindung sind in der     beiliegenden     Zeichnung anhand der     Fig.    1 bis 9 für einen  unterteilten (zusammengesetzten) Bund, an  hand der     Fig.    10 bis 14 für einen einfachen  (nicht unterteilten) Bund veranschaulicht.  



  Was zunächst die Ausführungsformen  eines unterteilten Bundes anbelangt, so be  stehen hierbei die U-förmig gefalteten Hül  len oder Umschläge aus leicht dehnbarem  Stoff, vorzugsweise Trikotstoff, in den die  Gummibänder lose, ohne     Durchnähung    des  Gummis, gehalten sind. Da es sich hier um  eine zweifache Unterteilung handelt, so sind  dementsprechend zwei relativ schmälere  Gummibänder b angeordnet, zu deren     sich@@-          rem    Halten die ausserhalb der Gummistreifen  verlaufenden dehnbaren Nähte c (Zwischen  naht und untere     Befestigungs-        bezw.    Ver  bindungsnaht) vorgesehen sind.

   Diese elasti  schen Nähte bestehen im gezeigten Falle  aus     Dreinadel-Überdecknähten    mit, zwei oder  auch nur einem     Legfaden;    indessen könnte  auch die Naht ganz ohne     Legfaden    ange  ordnet sein, je nach den     Anforderungen,    die  an die Dehnbarkeit (Festigkeit) und an das  Aussehen der Naht gestellt werden.  



  Bei der in     Fig.    1 bis 4 und 8 dar  gestellten Ausführungsform liegt jedes  Gummiband b in einem besonderen Umschlag       a.    Der untere Umschlag ist mit     seinem     Faltrand e in den     obern    Umschlag     tu        mit-          telst    der dehnbaren Zwischennaht eingenäht;  beim Einnähen wird gleichzeitig das     betref-          lende    Gummiband b eingelegt.

   Der     Stoff    f  der Hose oder dergleichen ist seinerseits mit  seinem Rand g in den     untern    Umschlag  mittelst der elastischen     Befestigungsnabt     eingenäht; auch bei der     Anbringung    dieser    Naht wird gleichzeitig das betreffende  Gummiband b eingelegt. Beide Nähvorgänge,  das     Anbringen    der Zwischennaht und das  Anbringen der Befestigungsnaht, können  durch zwei Nähmaschinen gleichzeitig, das  heisst in demselben Arbeitsgang, ausgeführt  werden, oder     aber    es kann eine mit mehreren  Nadelgruppen arbeitende Maschine benutzt  werden, so dass die gesamte Arbeit     mittelst     der gleichen Maschine verrichtet werden  kann.  



  In den     Fig.    5 bis 7 und 9     ist    -     eine     Ausführung dargestellt, bei welcher die bei  den     Gummibänder    b in einem     gemeinsamen     Umschlag     a    angeordnet sind. Sie liegen in  solchem Abstand voneinander, dass die ela  stische Zwischennaht c Platz findet. Der  Stoff f ist, wie bei der ersten Ausführung,  eingenäht. Um ein Ausfransen des Stoffes f  beim Einnähen zu verhüten, kann, wie in       Fig.    7 dargestellt, die Stoffkante g über die  Naht und die Unterkante des Gummistreifens  hinausreichend, eingenäht sein.  



  Bei der     Ausführung        Fig.    8 und 9' ist  zwischen den beiden Gummibändern b eine  elastische Zwischenlage     h        miteingenäht,    wel  che so dick ist, dass der Bund an der Stelle  der Zwischennaht ungefähr dieselbe Stärke  erreicht wie da, wo die Gummistreifen ein  gelegt sind. Die Einlage     h    ist streifen- oder       kordelförmig    und kann zum Beispiel aus  Gummi oder einem sonstigen elastischen Ma  terial bestehen.

   Am     obern        Bundrand    kann  gleichfalls eine elastische Naht i mit oder  ohne Einlage k vorgesehen sein, wie dies  in     Fig.    8     und    9 ersichtlich ist.  



  Während in den vorstehend erläuterten       Figuren    beispielsweise Ausführungsformen  mit mehreren     Gummibändern    gezeigt sind,  betreffen die     Fig.    10 bis 14 einen einfachen,  nicht unterteiltem Bund mit nur einem  Gummiband, das der     Erfindung    gemäss lose  in der dehnbaren     Bundhülle    (den Umschlag)  eingelegt ist und in dieser, ohne durchstochen  zu sein, du-roh die zugleich zur Befestigung  der Stoffkante im .Umschlag dienende elasti  sche Naht gegen Einrollen gehalten ist.  



  Es zeigen:-           Fig.    10 , eine Gesamtansicht,     Fig.    11       und    12     eine    vergrösserte Vorderansicht     ,und     einen     Querschnitt    der Ausführungsform mit  (elastischer)     Dreinadelnaht,    während     Fig.     13 und 14, ebenfalls in Vorderansicht und  im Querschnitt, die Ausführungsform mit  (elastischer)     Zweinadelnaht    veranschaulichen.  



       In    vorliegendem Falle ist vorgesehen;  dass auch der Stoff f des Kleidungsstückes  (Hose oder dergleichen) dehnbar ist und dass  die Hülle a für das lose eingelegte Gummi  band b aus .dem gleichen Stoff wie das       Kleidungsstück    besteht. Die Hülle oder der  Umschlag     a        ist    bei der     dargestellten    Aus  führungsform wieder ein getrennt vom Klei  dungsstück     herstellbares    Stück; doch könnte  :der Umschlag     ebensowohl    aus 'dem Kleidungs  stück selbst (zum Beispiel durch entsprechende  Faltung oder Umlegen des obern Randes des       Stoffes    f) gebildet sein.

   Die     Jen    Stoffrand  und die Hülle verbindende elastische Naht c  bewirkt hierbei wieder sicheren Halt des  Gummibandes in der Hülle gegen Einrollen  dadurch, dass sie, ohne den Gummi zu durch  dringen, möglichst nahe an dessen     Kante    ver  läuft.

   Im übrigen ist die Art der elastischen  Naht beliebig, jedoch wird eine     Mehrnadel-          Überdecknaht    bevorzugt, zum     Beispiel    wie  in     Fig.    11     und    12 eine     Dreinadel-,Überdeck-          naht,    in     Fig.    13 und 14     eine        Zweinadel-Über-          decknaht.    Auch kann bei diesem nicht unter  teilten Bund zur grösseren Sicherheit auch  noch,     eine        elastische    Naht mit oder ohne Ein  lage am obern     Bundrand    vorgesehen sein.

    



       Diese    vorstehende einfache     Ausführungs-          form,        Fig.    10 bis 14, hat den Vorzug, dass,       wie    erwähnt, für den Umschlag oder die  Hülle, in der der Gummistreifen liegt, der       nämliche    Stoff verwendet werden     kann,    aus  dem das Kleidungsstück selbst besteht, und  zwar auch dann,     wenn    dasselbe nicht ge  strickt, sondern gewirkt ist.

   Bei der bisheri  gen     Befestigungsart    des Gummibandes in  dem Umschlag (Hülle) durch     Vernähung     beider,     Teil    für Teil, unter     Durchsteehen    des  Gummibandes kann bekanntlich der Stoff des  Kleidungsstückes, wenn dieses gewirkt ist,  für den Bund wegen der mangelnden Elasti-         zität    des gewirkten     Stoffes    nicht benutzt  werden. Es muss vielmehr in diesem Falle  ein besonderer     gestrickter    Stoff zur Bildung  der Hülle vorgesehen werden.

   Der Nachteil,  in solchen Fällen notwendigerweise zwei ver  schiedene Stoffe benützen zu müssen, macht  sich bei farbigen Kleidungsstücken besonders       nachteilig    geltend, weil es kaum möglich ist  den beiden verschiedenen und getrennt von  einander zu färbenden Stoffen beim Färben  genau dieselbe     'Tönung    zu geben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elastischer Bund an Kleidungsstücken, wie Schlupfhosen und dergleichen, mit in einem Umschlag aus dehnbarem Stoff liegen dem Gummiband, dadurch gekennzeichnet, dass das Gummiband im Umschlag durch eine den Gummi nicht durchstechende, sondern längs einer Kante, ausserhalb des Gummis, verlaufende elastische Vernähung gehalten ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Elastischer Bund nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Vernähung längs beider Kanten des Gummibandes, also auch am obern Falt- rand des Umschlages, vorgesehen ist. 2. Elastischer Bund nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einlage aus elastischem Material in die elastischen Nähte miteingenäht ist. 3.
    Elastischer Bund nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Vernähung durch eine Mehrnadel-Über- decknaht gebildet wird. 4. Elastischer Bund nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bund in der Breitenrichtung unterteilt ist und dem entsprechend mehrere voneinander ge- trennte Gummibänder vorgesehen sind, zwischen denen eine elastische Naht ver läuft. 5.
    Elastischer Bund nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gummibänder vonein ander durch eine Zwischennaht getrennt in einem gemeinsamen, aus elastischem Stoff bestehenden Umschlag eingelegt sind. 6. Elastischer Bund nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass jedes der Gummibänder in einem besonderen Umschlag liegt. 7.
    Elastischer Bund nach Pateatansprixch und den Unteransprüchen 4 und 6, da- durch gehennzeichnet, dass der untere Üm- schlag mit seinem obern, gefalteten Rand in den obern Umschlag eingeschoben und mit ihm durch eine zwischen den Bän dern durchlaufende, elastische Vernähung verbunden ist.
CH169671D 1932-06-29 1933-04-28 Elastischer Bund an Kleidungsstücken, wie Schlupfhosen und dergleichen. CH169671A (de)

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