Vorrichtung zur Herstellung vergrösserter photographischer Kopien von photographisehen Negativen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung ver grösserter photographischer Kopien von photographischen Negativen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann so ausgebildet werden, dass sie mit Vor teil zusammen mit Bandfilmen, wie sie in tragbaren Kameras verwendet werden, be nutzt werden. kann, und dass das Vergrössern mit einem geringen Mass von Anstrengung durchgeführt werden kann.
Die vorliegende Vorrichtung besitzt einen mit Beleuchtungsmitteln zusammenwirken den flachen Träger für die Negative und eine mit einer Linse versehene Haube, die derart angeordnet ist, dass sie auf den Träger auf gesetzt werden kann, um dadurch das durch denselben hindurchtretende Licht zu begren zen und zu verstärken.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes dar= gestellt. Fig. 1 ist zum Teil ein senkrechter Schnitt und zum Teil eine Vorderansicht dieses Ausführungsbeispiels; Fig. 2 zeigt eine ähnliche Darstellung, bei der sich die Haube in der Einstellage befindet; Fig. 3 veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2, wobei sich die Haube in der Einstellage befindet; Fig. 4 zeigt ein perspektivisches Bild der Haube, von dem ein Teil ausgebrochen ist; Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung des Filmträgers.
Die gezeichnete Vorrichtung ist in einer Dunkelkammer zu verwenden, in der sich beispielsweise rotes Licht befindet. Im übri gen soll aber die Kammer ausreichend licht dicht abgeschlossen sein, damit die photogra phische Arbeit durchgeführt werden kann. Das Gestell der Vorrichtung besteht aus vier Eckpfosten 10, die auf dem Boden stehen und an denen ein. wagrechter Arbeitstisch oder Filmträger 11 befestigt ist. Der Tisch oder Träger 11 befindet sich in einem sol chen Abstand vom Boden, dass der Photo graph, wenn er vor der Vorrichtung sitzt, be quem auf den Tisch herabsehen kann. Der Tisch weist eine Öffnung 12 auf, an die sich ein gasten 13 anschliesst. Dieser gasten ist an der Unterseite des Tisches 11 befestigt.
Das obere Ende dieses Kastens ist mit Flan schen 130 versehen, .die mittelst Schrauben <B>131</B> bündig an dem Boden des Tisches an liegen. Der gasten 13 dient als Gehäuse für eine Lichtquelle, als welche beim dargestell ten Ausführungsbeispiel eine elektrische Lampe 14 verwendet wird. Über der Öff nung 12 befindet sich ein Fenster 15, das einen lichtdurchlässigen Körper aufweist. der, wie .dargestellt, aus einer rechteckigen Glasscheibe bestehen kann. Diese Glasscheibe ist in einem Rahmen 1,6 ,gehalten, der mit- telst Schrauben 17 auf der Oberseite des Ti sches befestigt ist.
Der negative entwickelte Film, der, wie mit gestrichelten Linien in Fig. 5 dargestellt, aus einem mehrere Photographien tragenden Streifen 18 besteht, liegt auf dem Fenster 15, das durch Schwarzpapier oder einen an dern lichtundurchlässigen Stoff 19 teilweise verkleidet werden kann, um eine Lichtdurch- lassöffnung 20 zu bilden, deren Grösse einem jeden zu vergrössernden Negativ entspricht. Das als Filmträger dienende Fenster ist aus diesem Grunde zweckmässig überdimensio niert, so dass es verschieden bemessenen Ne gativen angepasst werden kann.
Für jede Negativgrösse ist eine besondere Verkleidung zu verwenden. Beim praktischen Betrieb werden in bekannter Weise zweckmässig zu sammen mit der Lampe 14 noch entspre chende, nicht dargestellte gondensatorlinsen verwendet, uni dadurch bei der Erzeugung der gewünschten Lichtintensität die Benut zung von Lampen mit verhältnismässig nied riger Intensität, beispielsweise Lampen von ungefähr 500 Watt Verbrauch, zu ermög lichen.
Dies bedeutet, dass die notwendige Belichtungszeit für das empfindliche Papier verkürzt wird; denn je intensiver das Licht durch den Film geworfen wird, um so kürzer ist bekanntlich .die Zeit, die für die Belich tung des Negativs erforderlich ist.
Als Auflage für das empfindliche Papier dient ein wagrechter Tisch 21, der oberhalb des Tisches 11 in einer solchen Höhe an geordnet ist, dass er von dem Photographen in der Sitzlage bequem erreicht werden kann. Die Pfosten 10 sind .durch Ansätze oder Bundringe 22 hindurchgeführt, die an den Ecken des Tisches 21 angeordnet und mit Schrauben 23 an den Pfosten 10 befestigt sind. Die Bundringe 22, die mit dem Tisch '21 aus einem Stück bestehen, sind an den Pfosten senkrecht verschiebbar, nachdem die Schrauben 23 gelockert worden sind. Da durch kann der Tisch 21 beliebig nach unten oder nach oben in bezug auf den Tisch 11 verstellt werden.
Durch diese Verstellung kann die Vergrösserung des von dem Nega tiv auf das lichtempfindliche Papier gewor fenen Bildes verändert werden. Der Tisch 21 besitzt ebenfalls eine Öffnung 24, über der ein Fenster 25 liegt. Dieses Fenster besitzt einen Rahmen 26, der auf der Oberseite des Tisches befestigt ist. Das Fenster 25 dient 'als Träger für das lichtempfindliche Papier und kann wie das Fenster 15 verkleidet wer den, um die Fläche, auf welche das Papier 'von dem Photographen gelegt werden soll. auf ein bestimmtes Mass zu begrenzen.
Die Projektionsvorrichtung besteht aus einer Haube 27, die, wie insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht, die Form einer vierseiti gen Pyramide aufweist. Diese Pyramide ist 'an ihrem untern Rand mit einem äussern Flansch 28 versehen. iSie trägt in ihrer Spitze eine Vergrösserungslinse 29. Die Haube könnte kegelförmig oder auch anders ausgebildet sein und aus einem lichtundurch lässigen Stoff bestehen. Die Haube könnte mit ihrem hintern Rand -30 an den rückwär tigen Rand des Rahmens 1,6 angelenkt sein. Die untere Fläche des Flansches 28 ist ge glättet, um eine dichte Anlage des Flansches an der obern Fläche des Rahmens 16 zu si chern.
Dadurch ist erreicht, dass das Licht nur durch das Fenster 15 und das auf dem Fenster liegende Negativ und durch die Ver grösserungslinse 29 hindurchtreten kann, um dann von hier durch das Fenster 25 auf das über diesem Fenster liegende, lichtempfind liche Papier 31 geworfen zu werden. Das lichtempfindliche Papier liegt natürlich in der Bahn des von dem Negativ aus projizier ten vollständigen vergrösserten Bildes. Um das Papier 31 in dichter Anlage an dem Fen ster \?5 zu halten und so eine Verwindung oder Verzerrung des aufgenommenen Bildes zu vermeiden, ist eine ebene Platte 32 vor gesehen, deren hinterer Rand 33 an den rück wärtigen Rand des Rahmens 26 angelenkt ist.
Diese Platte 32 wird auf das Papier auf gelegt, nachdem es auf dem Fenster 25 in die richtige' Lage gebracht worden ist. So wohl die Platte 3-2, als auch die Haube 27 sind jedoch in der Regel nach oben gekippt und ausser Eingriff mit dem Papier bezw. dem Filmträger 18 gebracht. Sie können aber gleichzeitig nach unten verschwenkt und auf Papier bezw. Film aufgesetzt werden. Zu diesem Zweck sind die Platte 32 und die Haube 27 je an einer Stange 34 drehbar be festigt, die ihrerseits mit dem einen Ende je eines Winkelhebels<B>35</B> drehbar verbunden ist. Die Winkelhebel 35 sind an den Tischen 11 und 21 schwenkbar befestigt.
Sowohl der obere, als auch der untere Winkelhebel 35 wird von einer senkrechten Stange 36 ge steuert, die an der Hinterseite der Vorrich tung angeordnet ist. Der untere Winkelhebel ist an der .Stange 36 drehbar, während der obere Winkelhebel mit einem .gabelförmigen Endteil lose zwischen zwei Bunde 37 an der Stange 36 greift. Die Bunde 37 sind an der Stange 36 in senkrechter Richtung verstell bar, so dass der Tisch 2-1 gehoben und ge senkt werden kann.
Wird die Stange 36 an gehoben, so werden sowohl die Platte 32, als auch die Haube 27 in Eingriff mit dem Pa pier und dem Film gebracht (Fig. 2), wohin gegen bei einem Senken der Stange 36 die 'beiden Teile wieder in die in Fig. 1 dar gestellte Aussereingriffslage gebracht wer den. In dieser letzteren Stellung werden die beiden Teile in der Regel gehalten, um die Vorarbeiten bequem durchführen zu können. Zu diesem Zweck ragt die Stange 36 nach unten über den Tisch 11 hinaus, und ist an ihrem untern Ende mit einem Pedal 38 dreh bar verbunden, das an einem Zwischenpunkt 39 an einem Ansatz 40 eines der beiden Pfo sten 10 drehbar befestigt ist.
Das vordere Ende des Pedals 38 reicht bis in die Nähe der Vorderseite der Vorrichtung, so dass der Photograph einen bequemen Zugang zu dem Pedal hat. An dem hintern Teil des Pedals 38 ist das obere Ende einer Zugfeder 41 be festigt, deren unteres Ende an der Fussplatte des einen Pfostens festgemacht ist. Dadurch wird die Stange 36 für gewöhnlich in einer untern Lage gehalten, so dass die Platte 32 und die Haube 27 die in Fig. 1 dargestellte Lage einnehmen. Durch Herunterdrücken des vordern Endes des Pedals 38 werden gleichzeitig die Haube 27 auf den Filmträger und der Deckel 32 auf den Papierträger in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise aufgesetzt.
In diesem Augenblick muss die Lichtstärke der Lampe 1'4 so gross sein, dass die ge wünschte Wirkung auf das lichtempfindliche Papier eintritt, wohingegen für gewöhnlich das Licht der Lampe 14 so matt ist, dass das lichtempfindliche Papier nicht beeinflusst wird.
Befindet sich das Pedal .38 in seiner in Fig. 1 dargestellten Normallage, dann fliesst der elektrische Strom von einer Stromquelle 42 aus in der durch die Pfeile a angezeigten Weise über einen Widerstand 43, einen an dem Ansatz 40 vorgesehenen Kontakt 44, einen an der Oberseite des Pedals vorgese henen Kontakt 45 und einen Draht 46 der Lampe 14 zu.
Ist jedoch das Pedal -38 in der in Fig. 2 angedeuteten Weise herunter gedrückt, dann ist die Verbindung zwischen den Kontakten 44 und 45 unterbrochen, wäh rend die Verbindung zwischen einem eben falls an dem Ansatz 40 befestigten Kontakt 47 und einem andern an der Unterseite des Pedals befestigten Kontakt 48 hergestellt ist.
Bei dem letzteren Stromkreis ist das Wider standselement 43 in den Nebenschluss gelegt, so dass der Strom im Sinne der Pfeile b durch die Leitung 49, die Schalterelemente 47 und 48 und von hier über die Leitung 46 zur Lampe fliesst. Da der Widerstand abgeschal tet ist, wird die Lichtstärke der Lampe 14 so weit erhöht, dass die gewünschte Wirkung des durch die Haube 27 hindurchtretenden Lichtes auf das lichtempfindliche Papier er reicht wird.
Bei .der Bedienung der-Vorrichtung kann der Photograph so vor .der Vorrichtung sit zen, d'ass er das Pedal 38 mit dem Fuss her abdrücken kann. Er legt den Film oder das entwickelte Negativ auf das den Filmträger bildende Fenster 15 (Fig. 5), wobei er dar auf achtet, dass die Photographie genau mit der Öffnung 20 übereinstimmt, durch welche das Licht hindurchgeworfen wird. Obgleich das Licht 14 in .diesem Zeitpunkt schwach ist, so kann der Photograph dennoch die Schärfe .des Bildes unterscheiden und so be urteilen, welches besondere Papier verwendet werden muss.
Ebenso kann er die notwen dige Belichtungszeit bestimmen, damit der beste Abzug des Bildes auf dem lichtemp findlichen Papier erreicht werden kann. Nach der Prüfung des Filmes legt der Photograph das lichtempfindliche Papier 3-1 auf das den Papierträger bildende Fenster 25, worauf das Pedal 38 so heruntergedrückt wird, dass die Haube 27 in die Einstellage und .der Deckel 32 in die Eingriffslage mit .dem lichtemp findlichen Papier ,gebracht werden.
Das Pe dal 38 wird in ihrer Tieflage gehalten, so dass das lichtempfindliche Papier genügend lange belichtet wird, worauf der Fuss vom Pedal 38 abgehoben wird, so dass das Matt licht wieder hergestellt und .die Vorrichtung in ihre Normallage zurückgebracht wird. Das lichtempfindliche Papier 31 kann dann entfernt werden, worauf die oben geschilder ten Vorgänge auch unter Verwendung von andern Filmen und anderem lichtempfind lichen Papier wiederholt werden können. Das belichtete Papier wird .dann in einer Dunkel kammer in .der üblichen Weise entwickelt und fertiggestellt.