Bienenkasten-Fluglochvorbau mit Bienenschwarm- und Prohnenfangeinrichtung. Es ist schon vorgeschlagen worden, beim Schwärmen die Königin des Schwarmes ab zufanwen und dadurch das meist seinen Ver lust bedeutende Durchgehen desselben zu verhindern bezw. das lästige Wiedereinfan gen des ausgeflogenen Schwarmes unnötig <B>n</B> zu machen. Vorrichtungen hierzu müssen bereits eine längere Zeitspanne vorher vor dem Flugloche der Bienenkasten angebracht sein, da die Schwarmzeiten der einzelnen Bienenvölker sehr schwanken und auch eine dauernde Überwachung zu umständlich und kostspielig wäre.
Bekannt gewordene Fang- vcrrichtungen arbeiteten nur unvollkommen. versagten leicht, und hatten ausserdem den grossen Nachteil, dass sie die Arbeitsbienen des ganzen Stockes, hauptsächlich beim Ein flug zu sehr behinderten, wodurch viel Pol len verloren gingen und der Ertrag der Bienenstöcke stark herabgesetzt wurde. Auch verstopften sich gewisse Absperrungen wäh rend des Schwärmens leicht mit den Bienen, besonders mit den dicken Drohnen, wodurch öfters ein Beschädigen der Schwarmkönigin, ja, ein Verlust derselben eintreten konnte.
Andere bekannte Schwarmvorrichtungen wa ren mit so vielen beweglichen Teilen aus gestattet und kompliziert, dass sie beim be treffenden Bienenvolk mehr Störung als Nut zen brachten, oft ganz versagten, zumal sie auch dem angreifenden Wind und Wetter nicht widerstehen konnten. Die vorliegende Erfindung vermeidet bei Weglassung von durch die Bienen selbst zu bewegender Teile und überaus einfacher sta biler Bauart die erwähnten Nachteile.
Gemäss derselben weist der Vorbau zwei nebenein ander liegende, -durch eine Wand voneinander getrennte, überdeckte Laufstrassen auf, von denen die eine, welche vom Kastenflugloch geradeaus geht, den Arbeitsbienen ständig und ausschliesslich als Auslauf aus dem Bie-, nenkasten dient, während die zweite, seitlich daneben liegende Laufstrasse, welche mit der ersten durch einen vom Kastenflugloch her durch Hochlegung verdeckt gelegenen schrä gen Übertrittsgang in Verbindung steht, von den pollenbeschwerten Arbeitsbienen aus schliesslich zum Anflug bezw. als Einlauf strasse benützt wird.
In die erste Laufstrasse, also in die Bienenauslaufstra.sse, ist vorn ein langgestreckter, zweckmässig aus gestanztem Gitterblech gefertigter Königinfangrohrkäfig schräg nach vorn und oben stehend einsetz bar, der unten ein Absperrgitter aufweist, das ausschliesslich den schlanken Arbeitsbienen den Durchtritt gestattet, der Königin aber den Durchgang verwehrt.
Der Königinfang- rohrkäfig zeigt zweckmässig in die etwa unter 45 Grad geneigte Anflugsrichtung der Ar beitsbienen, so dass den Bienen dadurch diese Seite zum Einflug in den Stock, das heisst durch die Auslaufstrasse verwehrt ist und sie deshalb ohne weiteres ausschliesslich die da nebenliegende bequeme Einlaufstrasse benut zen, wo sie keine Pollen verlieren.
Zum leich teren Austritt der Arbeitsbienen im untersten Teil des schrägen Königinfangrohrkäfigs bezw. durch das Königinabsperrgitter wird dieser Teil zweckmässig senkrecht abgebogen und ausserdem nicht aus gestanztem Blech, sondern aus wagrechten Runddrähten mit dem die Königin noch zurückhaltenden Ab stand voneinander gefertigt, was zwar teurer ist, aber den dort am :stärksten herausdrängen- den Arbeitsbienen einen besonders leichten Austritt gewährt.
Sobald beim Schwärmen die Königin beim Auslaufen auf der geraden Auslaufstrasse an dieses vordere Königina.b- sperrgitter kommt, das sie nicht passieren kann, klettert sie mit einem Teil des,Schwar- mes nach oben in den schrägen Fangkäfig, wobei sie über eine zweckmässig im untern Ende desselben vorgesehene, ,dessen Eingang zum grössten Teil sperrende, von Hand ein stellbare, schräge Klappe hinwegläuft, wel che in ihrer schräg nach oben geneigten Ein stellung den Rücktritt der Königin erschwert, den sie in ihrem Drang nach vorwärts ja auch gar nicht erstrebt.
Der ohne die im Schwarm fangkäfig befindliche Schwarmkönigin doch ausfliegende Schwarmteil kehrt, nachdem er das Fehlen der,Schwarmkönigin bemerkt hat, von selbst zum alten Stock zurück und hängt sich dann ebenfalls an den Schwarmrohr- käfig an, wobei in keiner Weise der untere normale Auslauf und der in der Einlauf strasse erfolgende Einlauf des Muttervolkes behindert wird.
Vor dem Wegtragen des an und in dem Schwarmfangrohr hängenden Schwarmes wird das untere Schwarmfang- rohrende durch Zudrehen seiner Klappe ge <I>s</I> c 'hlossen. Besonders unruhi" t5 beim Schwarm- vorgang sind die mit auslaufenden .Schwarm- drohnen, die noch wesentlich dicker wie die Königin sind.
Um nun durch dieselben eine Belästigung der auslaufenden Königin ver hindern zu können, ist erfindungsgemäss ein in den Auslaufstrassengang einsetzbares Droh nensperrgitter, das zweckmässig als heraus nehmbarer Schieber ausgebildet ist, vorge sehen, welches vorteilhaft aus wagrechten Runddrähten besteht, deren lichter Abstand dem Drohnenmass a.ngepasst ist, das heisst den Durchgang der Drohnen abwehrt,
dagegen die Königin ohne Schwierigkeit nach vorn durchlässt. Für den Austritt .der .Schwarm drohnen ist vor diesem Drohnensperrgitter in der Auslaufdecke ein verschliessbarer Auslass- kanal vorgesehen, den die Drohnen nach eini- bem Suchen finden, worauf sie sich noch aussen am Schwarmfangkasten mitansetzen können.
Um an gewissen Tagen, zum Bei spiel aus Gründen der Wahlzucht, ein Ab fangen der Drohnen einiger Bienenstöcke zu ermöglichen, ist zweckmässig ein zweites, in die Einlaufstrasse einsetzbares Drohnensperr- gitter vorgesehen, das zweckmässig als Quer schieber ausgebildet ist. Zum Fangen der Drohnen wird dieses Sperrgitter in die Ein laufstrasse eingesetzt, der Ausgang in der Decke der letzteren geschlossen und das Drohnensperrgitter in der Auslaufsträsse her ausgenommen.
Die auslaufenden Drohnen fangen sich dann im schrägen Schwarmfang- kasten und können dann mit demselben ab genommen und beseitigt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Oberansicht des am Bie nenkasten vor dem Flugloch angehängten V orbaukastens mit Schwarmfangrohr; Fig. 2 zeigt einen wagrechten Schnitt durch den Vorbaukasten mit den durch Pfeile angedeuteten Bienenauslaufs- und Einlaufs richtungen;
Fig. 3 zeigt einen Drohnenabsperrgitter- ächieber in einer Ausführung mit wagrech- ten Runddrähten: Fig. 4 zeigt einen senkrechten Schnitt in der Ansicht von vorn des Vorbaukastens mit dem breiten Anflugbrett und dem Einlauf, der ausnahmsweise für den Drohnenfang durch ein auf dieser Seite eingesetztes Droh rensperrgitter für die Drohnen gesperrt ist;
Fig. 5 zeigt einen senkrechten Schnitt in der Ansicht von hinten des Vorbaukastens, links mit der Auslaufstrasse, rechts mit der Einlaufstrasse; Fig. 6 zeigt einen senkrechten Schnitt durch die Auslaufstrasse des Vorbaukastens mit eingesetztem Schwarmfangkasten von der Seite, wobei die eingezeichneten Pfeile vorne einerseits die Bienenauslaufs- bezw. Königin fangsrichtung und anderseits hinten verdeckt die Bieneneinlaufsrichtung markieren.
Der Fluglochvorbaukasten ist auf das Fluglochbrett 1 der Bienenkastenvorderwand :.@ aufgesetzt und mit zwei seitlichen Haken 3 an ihr befestigt. derart, dass die durch die Vorbaukastenmittelwand 4 und die eine Vor bauseitenwand 5 gebildete Auslaufstrasse 6 der Bienen gerade vor das ursprüngliche Flugloch 7 der Bienenkastenvorderwand 2 zu stehen kommen, während die danebenliegende,
durch die andere Vorbauseitenwand 8 und die Mittelwand 4 gebildete Einlaufstrasse 9 für die Bienen durch die Kastenvorderwand 2 bezw. einen entsprechend weit vorgeschobe nen Fluglochschieber 10 nach hinten gänz lich abgeschlossen ist, wobei jedoch eine hin tere Seitenverbindung vorgesehen ist durch einen vom Einlaufboden 9 schräg nach oben durch die Mittelwand 4 geführten Verbin dungskanal 11, der an der Kastenmittelwand 4 ganz oben und im Dunkeln liegend in den Auslaufstrassengang 6 einmündet,
so dass die- ser Kanal 11 von den Bienen nur in der Ein laufrichtung benützt wird. Die breite Ein läufstrasse 9 geht aussen in das vordere, in gleicher Ebene liegende Anflugbrett 12 über, welches über die ganze Vorbaukastenbreite geht und vor der Einlaufstrasse mit einer, eine gewölbte Leitfläche 13 bildenden Leiste 14 abgegrenzt ist, zur sicheren Einleitung aller ankommenden pollenbeschwerten Flug bienen in den Einlaufweg. Die aus dem. Iiasteiiaustrittsloch 7 herausragenden Bienen streben sofort geradeaus dem Lichte zu,
das von .der vordern Mündung der Auslaufstrasse 6 hereinscheint und treten vorn nach Über- windung einer nach auswärts schräg anstei- venden Fläche der Leiste 14 nach aussen bezw. während der Schwarmzeitperiode bei aufgestecktem Schwarmfangrohr durch die Zwischenräume (4,2 mm) zwischen den wag rechten Runddrähten des Königinabsperrgit- ters 15 ins Freie.
Das aus Königinabsperr- gitterblecli gebildete, als langgestreckter rechteckiger Kasten gefertigte Schwarm fangrohr 16 ist auf allen Seiten und auch vorn durch das Absperrgitterblech geschlos sen, und vorn ist an demselben ein Traggriff 17 zum bequemen Transport angesetzt.
Das Schwarmfangrohr bezw. Königinfangkäfig 16 wird mit seiner untern, durch eine ein stellbare Klappe 18 mit einem Drehgriff 19 ganz oder zum Teil versperrbaren Öffnung in den durch eine schräge Vorderfläche 20 des Vorbaudeckbrettes 21, die schräge Fläche der Bodenleiste 14, die innere Seitenfläche der ,senkrechten Vorbaumittelwand 4 und die eine Vorbauseitenwand 5 gebildeten (unter 45 Grad) schrägen Schacht hineingeschoben,
wobei zwei in der Vorbaumittelwand 4 bezw. Vorbauseitenwand 5 sitzende Schrauben 22 in Längsschlitze 23 der untern Schwarmkasten- Blechseitenstücke 24 eingreifen und damit die richtige Lage des etwa unter 45 Grad schräg nach oben geneigten, am hintern bezw. untern Endteil noch mit einem kurzen Deck blechstück 25 abgedeckten Schwarmfang- kasten 16 gewährleisten.
Quer zur Auslauf strasse 6 ist in ihrem Mittelteil in den Wän den ein senkrechter Querschlitz 26 vorge- sehen, in den das aus wagrechten Runddräh ten 27 mit Zwischenräumen in Drohnenab- sperrweite (5 mm) gebildete Drohnensperrgit- ter zum Zurückhalten der Drohnen eingescho ben werden kann, welche alsdann durch einen weiter hinten gelegenen, schräg nach oben und nach der Kastenwand 2 hin gerichteten Auslasskanal 28 im Deckbrett 21 entweichen können.
Sollen die auslaufenden Drohnen selbst abgefangen werden, wird während die ser Zeit der hintere obere Drohnenauslass- kanal 28 durch einen Deckel 29 verschlossen, dass Drohnensperrgitter 27 aus dem Schlitz 2,6 der Auslaufstrasse 6 herausgezogen und ein Drohnensperrgitter 30 in einen Quer schlitz .31 der Einlaufstrasse 9 zu deren Ab sperrung für die Drohnen eingesetzt. Die in der Auslaufstrasse nach vorn laufenden Droh nen fangen sich alsdann im schrägen Schwarmfangkäfig 1.6, worauf sie nach voll ständigem Schliessen der Eingangsklappe 18 nach Abnahme des Käfigs beseitigt werden.