Verfahren zur Herstellung von Verpackungsstreifen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Ver packungsstreifen.
Die Erfindung bezweckt ein Herstellungs verfahren, wodurch Verpackungsmittel in grossen Meno-en ans Fasermaterial oder der el e, cr e ichen, zum Beispiel Pappe oder Papier, hergestellt werden können. Hierbei wird ein starkes Produkt hervorgebracht, welches die Flaschen oder andere Gegenstände mit ge- niigender Weichheit umhüllt.
Die Absicht der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Pressen einer Material bahn, zum Beispiel aus Papier oder Pappe, in die Form von Verpackungsstreifen ohne übermässiges Strecken oder Zerreissen der Ma terialbahn zu schaffen unter .Bildung von Vertiefungen zur Aufnahme zerbrechlicher Gegenstände, wobei diese Vertiefungen mit Erhöhungen, zum Beispiel Rippen, versehen sind, zum weichen Lagern dieser Gegen stände.
Gemäss der Erfindung besteht das Ver- fahren zur Herstellung eines Verpackungs streifens mit Vertiefungen zur Aufnahme von zerbrechlichen Gegenständen und mit Er höhungen in der Wand dieser Vertiefungen zum weichen Lagern dieser Gegenstände darin, da.ss man eine Materialbahn im pla stischen Zustand zwischen zwei Walzen durchführt, welche die genannten Vertiefun gen und Erhöhungen in das Material pressen.
Das Verfahren soll anhand der zugehö rigen Zeichnung beispielsweise näher erläu tert werden.
Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch eine zur Durchführung des vorliegenden Verfah rens geeignete Maschine; Fig.2 zeigt ein Stück eines nach dem Verfahren hergestelltenVerpackungsstreifens. 1 bezeichnet das den Mechanismus zur Herstellung von Verpackungsstreifen 65 (Fig. 2) tragende Maschinengestell. Diese Streifen können aus Pappe oder einem an dern Material hergestellt sein. Auf. der Hin terseite des Maschinenrahmens sind Supports 3 auf Ständern 2 befestigt, und diese Sup ports tragen Lager für Walzen, welche über einanderliegende Papierrollen 5 und 6 tragen.
Das von der Zwischenwalze 5 ablaufende Papier wird durch ein Bad 7 einer wässerigen Lösung von Wasserglas oder Natriumsilikat geführt, und auf diesen Papierzwischen- streifen werden die Streifen von den Walzen 4 und 6 ablaufenden Papierstreifen auf gelegt.
Zweckmässig ist der Zwischenstreifen von der Walze 5 etwas schmäler als die bei den andern Streifen, und die drei Streifen laufen zwischen den Walzen 8 und 8' hin durch; wodurch der geschichtete Streifen 56 gebildet wird, wobei die breiteren, von den Rollen 4 und 6 ablaufenden .Streifen ein Aus quetschen des Klebstoffes über die Ränder des geschichteten Streifens 56 verhindern. Obwohl neben Wasserglas andere Imprägnier mittel angewendet werden können, haben wir gefunden, dass diese Lösung besonders ge eignet ist, da sie das fertige Produkt gegen Feuchtigkeit widerstandsfähig macht und den Verpackungsstreifen versteift, so dass er seine Gestalt dauernd beibehält.
Der ge schichtete Streifen 56 wird dann über Wal zen 9 und 10 zu den Walzen 11 und 12 ge führt, welche in den Streifen die zur Ver packung der Artikel erforderliche Gestalt einpressen.
Die Walze 11 ist in Lagern 20 gelagert, gegen welche die obern Enden von mit Hand rädern 13a versehenen Spindeln 13 durch Schraubendruckfedern 17 gepresst werden. Die Spindeln 13 sind in obere -Querbalken 16 geschraubt und in untern Querbalken 19 ge führt. Die Schraubendruckfedern sind zwi schen diese beide Stangen eingesetzt, und die Grösse des Federdruckes kann durch Drehung der Spindeln 13 mittelst der Handräder 13a geändert werden. Dadurch wird die Walze 11 nachgiebig auf die Walze 12 gepresst. Die Walzeneinheiten 11 und 12 erhalten ihren Antrieb durch einen Riementrieb 23, 24.
Eine durch einen Hebel 26 betätigbare Küpp- lung verbindet die Welle der Riemenscheibe 24 mit einem Zahnkolben 27, der in ein Zahnrad 28 eingreift, auf dessen Welle ein anderes Zahnrad 2,9 befestigt ist. Dieses Rad greift in ein Rad 30, das auf der Welle der untern Walze 12 befestigt ist. Ein Getriebe auf dem gegenüberliegenden Ende des Ge stelles überträgt die Bewegung der Walze 12 auf die obere Walze, derart, dass die Um- fangsgeschwindigkeiten der beiden Walzen zur Hauptsache einander gleich sind. Die leichte Nachgiebigkeit der obern Walze be einflusst diese Übertragung nicht.
Die Walze 11 besitzt hohle Formelemente 37, deren Axen von der Achse der Walze 11 gleiche Abstände haben und parallel zu ihr sind. Diese auf der genannten Walzenwelle mit ihren Enden in Rahmen drehbar gelager ten Formelemente werden durch Einführen von Dampf oder Heissluft in die Welle 46 oder durch elektrischen Strom in bekannter Weise erhitzt. Die untere Walze 12 besitzt in ihrem Umfang Vertiefungen 3$, welche zu den Formelementen 37 in der obern Walzen einheit 11 komplementär angeordnet sind.
Diese Vertiefungen sind zur Hauptsache von halbkreisförmigem Querschnitt und nehmen bei der Drehung der Walzen sukzessive die Formelemente auf, um die Vertiefungen im Verpackungsstreifen zur Aufnahme der zu verpackenden Gegenstände zu bilden. Die Walze 12 wird ebenfalls durch die hohle Welle 48 geheizt.
Zum Zwecke der Herstellung der erfor derlichen Erhöhungen in der Wand der Ver tiefungen des Verpackungsstreifens besitzen die Formelemente<B>37</B> eine Reihe von Rippen, die sich quer zu den Formelementen parallel zur Wanderrichtung des Materialstreifens er strecken, wobei die Rippen benachbarter Formelemente in ihrer axialen Richtung schwach gegeneinander versetzt sind, so dass die Erhöhungen in benachbarten Vertiefun gen auf dem geformten Materialstreifen eben falls gegeneinander versetzt sind (Fig.2). Die Vertiefungen 38 in der Walze 12 sind analog gestaltet.
Um ferner einen . bieg- sameren Verpackungsstreifen zu erhalten, besitzen die genannten Formrippen Unter brechungen, welche im geformten Streifen die glatten Längsrippen 65a (Fig. \?) hervor bringen.
Da zur gleichen Zeit nur ein Formelement der obern Walzeneinheit seine Pressung auf Schichtmaterialstreifen 56 ausübt, findet kein Strecken oder Zerreissen des Papieres statt. Da die Formelemente 37 relativ zur Walze 11 frei drehbar sind, vermindern sie Reibung und gleiten genügend, um ein Zerreissen des Verpackungsstreifens zu vermeiden. Ein ge wisser Betrag des Schlüpfens zwischen den drei Materialschichten des Streifens in der Formstufe ist möglich, wodurch ein End produkt ohne geschwächte Stellen erreicht wird.
Eine regelbare Heizvorrichtung 60 er möglicht es, den 31aterialstreifen 56 vor sei nem Durchlauf durch die Presseinheiten im erforderlichen Masse zu erhitzen.
Beim sukzessiven Pressen jedes Form elementes bleibt der gepresste Teil des Mate rials in seiner respektiven Vertiefung 3,8, bis derselbe durch einen drehbaren, mit einem ortsfesten Führungsstück 51 zusammenarbei tenden Herausnehmer 50 daraus weggeführt, das heisst aus der untern Walzeneinheit 12 ausgehoben wird. Auf dem Weg des ;Strei fens von der Form- zur Aushebestufe wird er durch die Hitze der Walzeneinheit 12 ge trocknet, wobei die gepresste Form ihre Steif heit erhält. Nach dem Wegführen des Strei fens von der Walzeneinheit 12 zwischen der.
Flanschen 50 und 51 hindurch kann er mit- telst auf dem Tisch 52 angebrachter Messer 5 3 in beliebig lange Stücke geschnitten wer den. Statt, wie dargestellt, von Hand, können die Messer auch mechanisch betätigt oder es können auch Stanzen bekannter Art angewen det werden.
Die Formelemente und Vertiefungen in den Walzen 11 und 12 können jede den zu verpackenden Gegenständen angepa.sste Form besitzen. Die Formen können mit erhobener Reklameschrift oder mit Handelsanzeigen versehen sein, welche auf dem fertigen Ver packungsstreifen eingepresst erscheinen.
Statt die beiden Flächen des von der Walze 5 ablaufenden Zwischenmateria.lstrei- fens können die einander gegenüberliegenden Flächen der äussern, von den Walzen 4 und 6 ablaufenden Streifen imprägniert werden.