CH170107A - Verfahren zur Herstellung von Verpackungsstreifen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verpackungsstreifen.

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CH170107A
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  Verfahren zur Herstellung von     Verpackungsstreifen.       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zur Herstellung von Ver  packungsstreifen.  



  Die Erfindung bezweckt ein Herstellungs  verfahren, wodurch Verpackungsmittel in  grossen     Meno-en    ans Fasermaterial oder der  el     e,          cr    e       ichen,    zum Beispiel Pappe oder Papier,  hergestellt werden können. Hierbei wird ein  starkes Produkt hervorgebracht, welches die  Flaschen oder andere Gegenstände mit     ge-          niigender    Weichheit umhüllt.  



  Die Absicht der Erfindung besteht darin,  ein Verfahren zum Pressen einer Material  bahn, zum Beispiel aus Papier oder Pappe,  in die Form von Verpackungsstreifen ohne  übermässiges Strecken oder     Zerreissen    der Ma  terialbahn zu schaffen unter     .Bildung    von  Vertiefungen zur Aufnahme zerbrechlicher  Gegenstände, wobei diese Vertiefungen mit  Erhöhungen, zum Beispiel Rippen, versehen  sind, zum weichen Lagern dieser Gegen  stände.  



  Gemäss der Erfindung besteht das Ver-    fahren zur Herstellung eines Verpackungs  streifens mit     Vertiefungen    zur Aufnahme  von zerbrechlichen Gegenständen und mit Er  höhungen in der Wand dieser     Vertiefungen     zum weichen Lagern dieser Gegenstände  darin,     da.ss    man eine Materialbahn im pla  stischen Zustand zwischen zwei Walzen  durchführt, welche die genannten Vertiefun  gen und Erhöhungen in das Material pressen.  



  Das Verfahren soll anhand der zugehö  rigen Zeichnung beispielsweise näher erläu  tert werden.  



       Fig.    1 ist ein Vertikalschnitt durch eine  zur Durchführung des vorliegenden Verfah  rens geeignete Maschine;       Fig.2    zeigt ein Stück eines nach dem  Verfahren     hergestelltenVerpackungsstreifens.     1 bezeichnet das den Mechanismus zur  Herstellung von Verpackungsstreifen 65       (Fig.    2) tragende Maschinengestell. Diese  Streifen können aus Pappe oder einem an  dern Material hergestellt sein. Auf. der Hin  terseite des Maschinenrahmens sind Supports      3 auf Ständern 2 befestigt, und diese Sup  ports tragen Lager für Walzen, welche über  einanderliegende Papierrollen 5 und 6 tragen.

    Das von der     Zwischenwalze    5 ablaufende  Papier     wird    durch ein Bad 7 einer wässerigen  Lösung von Wasserglas oder     Natriumsilikat     geführt, und auf diesen     Papierzwischen-          streifen    werden die     Streifen    von den Walzen  4 und 6 ablaufenden Papierstreifen auf  gelegt.

   Zweckmässig ist der Zwischenstreifen  von der Walze 5 etwas schmäler als die bei  den andern Streifen, und die drei Streifen  laufen     zwischen    den Walzen 8 und 8' hin  durch; wodurch der geschichtete Streifen 56  gebildet wird, wobei die breiteren, von den  Rollen 4 und 6     ablaufenden    .Streifen ein Aus  quetschen des Klebstoffes über die Ränder  des geschichteten Streifens 56 verhindern.  Obwohl neben Wasserglas andere Imprägnier  mittel angewendet werden können, haben     wir     gefunden, dass diese Lösung besonders ge  eignet ist, da sie das fertige Produkt gegen  Feuchtigkeit widerstandsfähig macht und  den Verpackungsstreifen versteift, so dass er  seine Gestalt dauernd beibehält.

   Der ge  schichtete Streifen 56 wird dann über Wal  zen 9 und 10 zu den Walzen 11 und 12 ge  führt, welche in den Streifen die zur Ver  packung der Artikel erforderliche Gestalt  einpressen.  



  Die Walze 11 ist in Lagern 20 gelagert,  gegen welche die obern Enden von mit Hand  rädern     13a    versehenen Spindeln 13 durch       Schraubendruckfedern    17 gepresst werden.  Die Spindeln 13 sind in obere     -Querbalken    16  geschraubt und in untern Querbalken 19 ge  führt. Die     Schraubendruckfedern    sind zwi  schen diese beide Stangen eingesetzt, und die  Grösse des Federdruckes kann durch Drehung  der Spindeln 13 mittelst der Handräder     13a     geändert werden. Dadurch wird die Walze  11 nachgiebig auf die Walze 12 gepresst. Die       Walzeneinheiten    11 und 12 erhalten ihren  Antrieb durch einen Riementrieb 23, 24.

    Eine durch einen Hebel 26     betätigbare        Küpp-          lung    verbindet die Welle der Riemenscheibe  24 mit einem Zahnkolben 27, der in ein  Zahnrad 28 eingreift, auf dessen Welle ein    anderes Zahnrad 2,9 befestigt ist. Dieses Rad  greift in ein Rad 30, das     auf    der Welle der  untern Walze 12 befestigt ist. Ein Getriebe  auf dem gegenüberliegenden Ende des Ge  stelles überträgt die Bewegung der Walze 12  auf die obere Walze, derart, dass die     Um-          fangsgeschwindigkeiten    der beiden Walzen  zur Hauptsache einander gleich sind. Die  leichte Nachgiebigkeit der obern Walze be  einflusst diese Übertragung nicht.

      Die Walze 11 besitzt hohle Formelemente  37, deren     Axen    von der Achse der Walze 11  gleiche Abstände haben und parallel zu ihr  sind. Diese auf der genannten Walzenwelle  mit ihren Enden in Rahmen drehbar gelager  ten Formelemente werden durch Einführen  von Dampf oder Heissluft in die Welle 46  oder durch     elektrischen    Strom in bekannter  Weise erhitzt. Die untere Walze 12 besitzt  in ihrem Umfang Vertiefungen     3$,    welche zu  den Formelementen 37 in der obern Walzen  einheit 11 komplementär angeordnet sind.

    Diese     Vertiefungen    sind zur Hauptsache von  halbkreisförmigem     Querschnitt    und     nehmen     bei der Drehung der Walzen sukzessive die  Formelemente auf, um die Vertiefungen im  Verpackungsstreifen zur Aufnahme der zu  verpackenden Gegenstände zu bilden. Die       Walze    12     wird    ebenfalls durch die hohle  Welle 48 geheizt.  



  Zum Zwecke der Herstellung der erfor  derlichen Erhöhungen in der Wand der Ver  tiefungen des Verpackungsstreifens besitzen  die Formelemente<B>37</B> eine Reihe von Rippen,  die sich quer zu den Formelementen parallel  zur Wanderrichtung des     Materialstreifens    er  strecken, wobei die Rippen benachbarter  Formelemente in ihrer     axialen        Richtung     schwach gegeneinander versetzt sind, so dass  die Erhöhungen in benachbarten Vertiefun  gen auf dem geformten Materialstreifen eben  falls     gegeneinander    versetzt sind     (Fig.2).     Die Vertiefungen 38 in der Walze 12 sind  analog gestaltet.

   Um ferner einen .     bieg-          sameren    Verpackungsstreifen zu erhalten,  besitzen die genannten Formrippen Unter  brechungen, welche im geformten     Streifen         die glatten Längsrippen 65a     (Fig.        \?)    hervor  bringen.  



  Da zur gleichen Zeit nur ein Formelement  der obern Walzeneinheit seine Pressung auf       Schichtmaterialstreifen    56 ausübt, findet kein  Strecken oder Zerreissen des     Papieres        statt.     Da die     Formelemente    37 relativ zur Walze  11 frei drehbar sind, vermindern sie Reibung  und gleiten genügend, um ein Zerreissen des       Verpackungsstreifens    zu vermeiden. Ein ge  wisser Betrag des     Schlüpfens    zwischen den  drei Materialschichten des Streifens in der  Formstufe ist möglich, wodurch ein End  produkt ohne geschwächte Stellen erreicht  wird.

   Eine regelbare Heizvorrichtung 60 er  möglicht es, den     31aterialstreifen    56 vor sei  nem Durchlauf durch die     Presseinheiten    im  erforderlichen Masse zu erhitzen.  



  Beim sukzessiven Pressen jedes Form  elementes bleibt der gepresste Teil des Mate  rials in seiner respektiven Vertiefung 3,8, bis       derselbe    durch einen drehbaren, mit einem  ortsfesten Führungsstück 51 zusammenarbei  tenden     Herausnehmer    50 daraus weggeführt,  das heisst aus der untern Walzeneinheit 12  ausgehoben wird. Auf dem Weg des ;Strei  fens von der Form- zur     Aushebestufe    wird  er durch die Hitze der Walzeneinheit 12 ge  trocknet, wobei die gepresste Form ihre Steif  heit erhält. Nach dem Wegführen des Strei  fens von der Walzeneinheit 12 zwischen der.

    Flanschen 50 und 51 hindurch kann er     mit-          telst    auf dem Tisch 52     angebrachter    Messer  5 3 in beliebig lange Stücke geschnitten wer  den. Statt, wie dargestellt, von Hand, können  die Messer auch mechanisch betätigt oder es  können auch Stanzen bekannter Art angewen  det werden.  



  Die Formelemente und Vertiefungen in  den Walzen 11 und 12 können jede den zu  verpackenden Gegenständen     angepa.sste    Form  besitzen. Die Formen können mit erhobener  Reklameschrift oder mit Handelsanzeigen  versehen sein, welche auf dem fertigen Ver  packungsstreifen     eingepresst    erscheinen.  



  Statt die beiden Flächen des von der  Walze 5 ablaufenden     Zwischenmateria.lstrei-          fens    können die einander gegenüberliegenden    Flächen der äussern, von den Walzen 4 und  6 ablaufenden Streifen     imprägniert    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Ver packungsstreifen mit einer Reihe von Ver tiefungen zur Aufnahme zerbrechlicher Gegenstände und mit Erhöhungen in der Wand dieser Vertiefungen zum weichen Lagern dieser Gegenstände, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine Materialbahn in pla stischem Zustand zwischen zwei Walzen durchführt, welche die genannten Vertie fungen und Erhöhungen in das Material ein pressen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lagen von Fasermaterial aufeinandergeschichtet und durch ein Bindemittel miteinander ver einigt werden und die geschichtete Mate- rialbahn. zwischen drehbaren, die genann ten Vertiefungen und Erhöhungen gleich zeitig aufpressenden Walzen hindurch geführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Materialbahn auf ihrem Wege zu den Walzen erwärmt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Materialbahn während dem Pressvorgang einer Trock nung unterwirft. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die -Schichten der Materialbahn durch dazwischengebrachtes Wasserglas miteinander vereinigt. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen und Buckel ohne Zugbeanspruchung der Mate rialbahn eingepresst werden. PATENTANSPRUCH II: Verpackungsstreifen für zerbrechliche Gegenstände, nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellt.
CH170107D 1932-08-31 1933-08-31 Verfahren zur Herstellung von Verpackungsstreifen. CH170107A (de)

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