CH170133A - Mittel zur Prüfung von Milch auf Störungen ihrer Zusammensetzung infolge von Euterkrankheiten. - Google Patents

Mittel zur Prüfung von Milch auf Störungen ihrer Zusammensetzung infolge von Euterkrankheiten.

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CH170133A
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Funke Co G M B H Paul
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Funke Paul & Co Gmbh
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  Mittel zur Prüfung von Milch auf     Störungen    ihrer Zusammensetzung  infolge von     Euterkrankheiten.       Es ist bekannt,     Sekretionsstörungen    von  Kuheutern und damit anormale Beschaffen  heit von Milch mittelst Farbindikatoren  festzustellen. Die Farbänderung dieser     _In-          dikatoren    ist je nach dem     hii    Wert, das ist  der     Wasserstoffionenkonzentration    der unter  suchten Milch, verschieden.

   Gesunde Milch  hat im allgemeinen einen nur in geringen  Grenzen schwankenden PH -Wert, Erkran  kungen des Euters führen, je nachdem, ob  die Milch durch die Erkrankung saurer oder  alkalischer wird, zu einer     Erniedrigung          bezw.    Erhöhung dieses normalen     hn-Wertes.     Nun erkranken in der Regel nicht. alle vier  Viertel eines Euters gleichzeitig und gleich  mässig.

   Von dieser Erkenntnis     ausgehend,     wird die Prüfung     I    zunächst so angestellt, dass  man die den einzelnen Vierteln eines Kuh  euters entnommenen Milchproben nach     inin     Versetzen mit einem Indikator unter     sich     vergleicht, ob sie die gleiche oder verschie  dene Färbung aufweisen. Für gewöhnlich    werden die Milchproben in kleine Gläser ge  füllt und eine     bestimmte    Menge des Farb  indikators zugesetzt. Das Hantieren mit den  Gläschen und das Abmessen des Indikators  ist sehr umständlich, ebenso das Vergleichen  .der in den vier     Gläschen    enthaltenen Milch  proben miteinander.

   Es kann dabei leicht zu  Verwechslungen kommen, so dass schliesslich  nicht festgestellt werden kann, welches von  den     vier        Eutervierteln    erkrankt ist. Ausser  dem besteht, zumal die Proben direkt im  Stall ausgeführt werden, die Gefahr,     dass     die Gläschen zerbrechen und der Inhalt ver  loren geht,     und    sich nicht ohne weiteres wie  der ersetzen     lässt,    da zur Ausführung der       Untersuchung    die ersten Abstriche der       Euterviertel    verwendet werden sollen.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Mittel,  mit dem sich die fraglichen     Untersuchnugen     auf bequemste Weise ausführen lassen. Das  Mittel besteht aus einem     .Stück    Fliesspapier,  welches vier einzelne     Farbindikatortupfen         trägt.     Zweekmässigerweise    befindet sich an  jedem     Indikatortupfen    ein Aufdruck, wie  zum Beispiel "hinten links", der angibt, aus  welchem     Euterviertel    eine Milchprobe auf  den betreffenden     Indikatortupfen_    zu     bringen     ist.

       Ausserdem    enthält das Fliesspapier zweck  mässig noch einen Aufdruck, welcher mit den  auf die zu untersuchende Kuh bezüglichen  Angaben ausgefüllt wird. Versuche haben  gezeigt, dass als Indikator zweckmässig     Di-          bromgylenoIsulfonphtalein    verwendet     m        ird,     da dieser Farbindikator sich unter dem Ein  fluss :des     Ammoniakgehaltes    der Stalluft am  wenigsten ändert und sowohl nach der sau  ren als nach der alkalischen     Seite    hin be  sonders sicher anzeigt. Durch :diesen Indika  tor wird das weisse Fliesspapier an den ge  tränkten     :Stellen        rötlich-gelb    gefärbt.  



  Um die     Milch    einer Kuh zu untersuchen,       wird        das        Fliesspapier        mit        den        vier          einfach        unter    :das     Kuheucar        gehalten,     aus jedem     Euterviertel    einige Milchtropfen  entnommen und den dem betreffenden Euter  viertel durch seine Bezeichnung zugeordneten       Indikatortupfen    gebracht. Sowie der     1ndika-          tortupfen    durch die Milch angefeuchtet wird,  ändert er seine Farbe.

   Ist :die Färbung bei  allen vier     Indikatortupfen    gleich, so weist  das mit grösster Wahrscheinlichkeit darauf  hin, dass alle     Euterviertel    und die ihnen ent  nommene Milch gesund sind. In diesem Falle  haben die     Indikatortupfen    im allgemeinen       einen    gelbgrünen Farbton angenommen. Be  stehen,     in    :den Farbtönen der     vier    mit     Milch     befeuchteten     Indikatortupfen    aber Unter  schiede, so: deutet das mit ziemlicher Sicher  heit auf -die Erkrankung eines oder mehrerer       Euterviertel    hin.

   Welches von den Euter  vierteln     gesund    und welches krank ist,  lässt sich leicht erkennen, da dem Unter  suchenden ja     bekannt    ist, wie der Indikator  tupfen durch gesunde Milch gefärbt wird.  Die     Indikatortumpfen,    auf welche anormale       Milcb.    gelangt, nehmen eine     dunkelgrüne     bis     blaugrüne    Färbung an.

   Lässt man  das zur Untersuchung     verwendete    Fliess  papier einige Zeit,     zweckmässig    zwei Mi  nuten, liegen, so vertiefen sich die Farbunter-    schiede noch mehr, teils bilden sich so  gar     Farbunterschiede    zwischen ursprünglich  gleichfarbigen     Indikatortupfen.    Die durch  gesunde Milch befeuchteten     Indikatortupfen     behalten im grossen und ganzen ihren alten  Farbton bei, während die mit     Milch    aus  stark erkrankten Vierteln befeuchteten In  dikatortupfen eine blaue Färbung annehmen  und die mit Milch aus leichter     erkrankten     Vierteln     befeuchteten        Indikatortupfen    eine  :

  dunkelgrüne bis blaugrüne Färbung. Bei  schweren Milchveränderungen und stark  saurer     Reaktion    kann sich der Indikator  fleck sogar     quittegelb    färben. Dass sich der  Farbton :der mit anormaler Milch befeuchte  ten     Indikatortupfen    während :

  des     Liegens     .des     Fliesspapieres    ändert, deutet darauf hin,  dass während dieses     Liegens    eine Änderung  des     pii-Wertes        stattfindet.    Diese Farbände  rung während des     Liegens    ist durchaus nicht       selbstverständlich,    da Milch bisher immer  als gut pufferöde Flüssigkeit angesehen wor  den ist, deren     px-Wert    keiner Veränderung  unterliegt. Diese Annahme scheint jedoch  praktisch nur für gesunde Milch     Gültigkeit     zu haben, nicht aber für kranke     Milch,    wie  vom Erfinder erstmalig festgestellt wurde.

    Die     pH-Verschiebung    ist zweifellos auf     ein          Entweichen    von Kohlensäure     zurück-u-          führen.    Kranke Milch ist an sich     gerin7@:r          gepuffert    als gesunde Milch, und da ausser  dem die Milch nach der alkalischen Seite hin  an sich geringer     gepuffert    ist, als nach :der  sauren Seite hin, muss eben das     Entwe-rchen     der Kohlensäure zu einer erheblichen     pH-Vei'-          schiebung    führen.

   Der zu einer     bestimmte      Färbung des     Indikatortupfens        fülireiide        pH-          Wert    :der Milch lässt sich anhand von Ver  gleichstafeln oder Vergleichsflüssigkeiten  leicht feststellen. Durch einen Vergleich der       p$-Werte    der Anfangs- und der Endfärbung  lassen .sich wieder Rückschlüsse auf :die ver  änderte     Pufferung    der Milch ziehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mittel zur Prüfung von Milch auf Stö rungen ihrer Zusammensetzung infolge von Euterkrankheiten, bestehend aus einem Stück Fliesspapier, welches vier einzelne Farbindi- katortupfen trägt. UNTERANSPRüCHE 1. Mittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an jedem Indikator tupfen ein Aufdruck vorgesehen ist, wel cher angibt, aus welchem Euterviertel auf diesen bastimmten Indikatortupfen Milch aufzubringen ist.
    2. Mittel nach Patentanspruch und Unter anspruch<B>1,</B> dadurch. gekennzeichnet, dass es als Farbindikator Dibromxylenolsulfon- phtalein trägt.
CH170133D 1932-06-23 1933-05-22 Mittel zur Prüfung von Milch auf Störungen ihrer Zusammensetzung infolge von Euterkrankheiten. CH170133A (de)

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