'Verfahren und Nasehine zur Herstellung von Schraubenbolzen oder Muttern. Für die maschinelle Herstellung von Schraubenbolzen sind zwei Hauptverfahren bekannt. Nach dem einen Verfahren wird der Bolzen aus einem Schmiedeteil herge stellt. Hierbei wird in getrennten Operatio nen der Bolzenkopf maschinell hergestellt und der markierte Bolzenschaft maschinell bearbeitet und mit Gewinde versehen. Nach dem andern Verfahren wird zur Herstellung des Bolzens eine blanke gewalzte Sechskant- stange verwendet, welche zwecks Herstellung des Bolzensehaftes abgedreht wird.
Der Bol- zensehaft wird darauf mit Gewinde versehen.
Von diesen beiden Verfahren ist das erste für Bolzen bis zu einer bestimmten Grösse herab im allgemeinen das wirtschaftlichere, da ein grosser Teil des Materials, das bei der Bolzenherstellung aus Sechskantstangen für die Ausbildung des Bolzenschaftes abgedreht werden muss, gespart wird.
Diese Material ersparnis reicht aus, um die im Vergleieh zu dem Stangenverfahren erhöhten Produktions kosten zu decken, welche durch die in ge- trennten Operationen geschehende Bearbei tung des rohen Kopfes. und anderer Teile des Schmiedestückes und durch das jedesmalige Ausrichten des Werkstückes entstehen. Bei der Herstellung von Bolzen geringerer Grösse jedoch, :das heisst also Bolzen, die die oben erwähnte wirtschaftliche Mindestgrösse unter schreiten, ist .der Materialverlust;
der durch da.s Abdrehen einer Sechskantstange zwecks Herstellung des Bolzenschaftes entsteht, so klein, dass er vernachlässigt werden kann gegenüber dem Umstand, dass der von der Stange gebildete Bolzenkopf im Gegensatz zu .dem Schmiedeverfahren nicht bearbeitet zu werden braucht, wenigstens nicht, soweit die Seitenflächen :des Bolzenkopfes in Be tracht kommen.
Die Anwendung des Schmiedeverfahrens für die Herstellung von Bolzen geringerer Grösse ist daher in der Praxis auf Schwierig keiten gestossen, da beim bisher bekannten Schmiedeverfahren die Kosten für die Bear beitung der Kopfflächen und anderer Teile ,des Bolzens die Ersparnis, die sich aus der Vermeidung von. Materialverlusten ergibt, kompensieren.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Schrau benbolzen oder Muttern, das ermöglicht, diese genannten Schwierigkeiten zu beseitigen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass man mehrere Schraubenbolzen oder Muttern zwecks gleich zeitiger Herstellung der ebenen Seiten flächen der Bolzenköpfe oder Muttern mit ihren Achsen parallel zueinander längs eines Kreises anordnet, derart, dass die Bolzen köpfe oder Muttern in einer gemeinsamen Ebene liegen, und alle mit der gleichen Dreh zahl und, im gleichen Sinne um ihre Achsen in Umdrehung versetzt und sie dabei der Wirkung mehrerer, zur Herstellung der Seitenflächen .dienender Werkzeuge, die auf einem in :
der gleichen Umdrehungslichtung wie die .Schraubenbolzen oder Muttern um die durch das Zentrum des genannten Kreises gehende, parallel zu den genannten Achsen angeordnete Achse rotierenden Werkzeughal ter angeordnet sind, aussetzt, wobei man die Anzahl der genannten Werkzeuge so wählt, dass sie gleich ist der Anzahl der herzustel lenden Seitenflächen eines Bolzenkopfes oder einer Mutter geteilt durch das Verhältnis der Drehzahlen von Werkzeughalter und Werk- stück.
Wenn es sich um die Herstellung von Bolzen mit Sechskantköpfen oder von Sechs kantmuttern handelt, so können sechs Bolzen oder Muttern auf dem vorher genannten Kreis angeordnet werden, während die Zahl ,der die Seitenflächen bearbeitenden Werk zeugs auf dem drehbaren Werkzeughalter, zum Beispiel drei beträgt, in welchem Falle die Drehzahl des Werkzeughalters doppelt so gross ist, wie diejenige der Bolzen oder Mut tern.
Das Verfahren gemäss der Erfindung er möglicht die Seitenflächen der Bolzenköpfe oder Muttern mit grosser Schnelligkeit und Genauigkeit herzustellen, wodurch der oben erwähnten Schwierigkeit, welche sonst mit ,der Anwendung des Schmiedeverfahrens auf .die Herstellung von kleineren Boizengrössen verbunden, ist, wirksam mit einer beträcht- lichen: Ersparnis bei der Herstellung der Bol zen begegnet werden kann.
Es. ist darauf hinzuweisen, dass, wenn von ,der Herstellung der Seitenflächen die Rede ist, beide Operationen gemeint sind, nämlich das Herstellen der Seitenflächen auf den Bolzenköpfen oder Muttern und das Fertig bearbeiten von bereits ausgebildeten Flächen, zum Beispiel der Flächen eines geschmiede ten Werkstückes oder eines aus einem Sechs- hantstab geschnittenen Teilstückes.
Bei .der Fertigbearbeitung der Seiten flächen einer Mutter kann die rohe Mutter auf einen Dorn aufgeschraubt werden, der vorübergehend als Schaft dient und die Mut ter dem die Seitenflächen bearbeitenden Werkzeug gegenüber in der richtigen Lage festhält.
Nach einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung kann man .den vorher erläuterten Arbeitsgang, bei dem die Seitenflächen mehrerer Bolzenköpfe oder Muttern, wie oben erwähnt, gleichzeitig hergestellt werden, mit einem Arbeitsgang, durch welchen die Stirnflächen der Bolzen köpfe oder Muttern bearbeitet werden, kom binieren. Hierbei wird ein die Stirnfläche bearbeitendes Werkzeug in der Ebene der herzustellenden Stirnfläche auf die Achse des Kopfes oder .der Mutter zu bewegt, wäh rend das Werkstück um seine Achse rotiert. Beide Arbeitsgänge können hierbei beispiels weise in der Reihenfolge der Operationen aufeinander folgen.
Es ist jedoch nicht unbedingt notwendig, .dass die Bearbeitung der Stirnflächen der Herstellung der Seitenflächen folgt, sondern es können auch beide Operationen gleich zeitig vorgenommen werden. Zweckmässiger weise werden die Werkzeuge für die Her stellung der Seitenflächen, während der Ar beit ständig den Köpfen oder den Muttern entlang geführt, also in einer zur Achse des Werkzeugschalters parallelen Richtung be wegt. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Maschine zur Durchführung des Ver fahrens.
Die erfindungsgemässe ausgeführte Ma schine zeichnet sich dadurch aus, dass meh rere, beispielsweise vier oder mehr als vier, drehbare Klemmfutter, zum Halten je eines Bolzenschaftes oder je eines eine aufge schraubte 142utter tragenden Dornes vorge sehen und mit ihren Achsen parallel zuein ander in einer gemeinsamen Ebene längs eines Kreises angeordnet sind, wobei sämt liche Klemmfutter sich mit derselben Dreh zahl und in derselben Richtung drehen, und dass eine Anzahl von Werkzeugen für die Bearbeitung der Seitenflächen auf einem Werkzeughalter vorgesehen ist, der um die durch das Zentrum des genannten Kreises gehende,
parallel zu den genannten Achsen angeordnete Achse in der gleichen Richtung wie die Klemmfutter rotiert, wobei die An zahl der Werkzeuge gleich ist der Anzahl der herzustellenden Seitenflächen eines Bol- zenkopfes oder einer Mutter geteilt durch das Verhältnis der Drehzahlen von Werkzeug halter und Werkzeug.
Bei einer Ausführungsform der Maüchine gemäss der Erfindung sind Mittel vorgesehen, die dafür sorgen, dass der Werkzeughalter während des Abflachvorganges in der Rich tung seiner eigenen Achse verschoben wird, um die die Seitenflächen herstellenden Werk zeuge den Muttern oder Bolzenköpfen ent lang zu führen.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Maschine gemäss der Erfindung sind eine An zahl von Werkzeugen für die Bearbeitung der Stirnflächen der Bolzenköpfe oder der Muttern vorhanden. Diese Werkzeuge, deren Zahl derjenigen der Klemmfutter entspricht, sind auf einen gemeinsamen Träger angeord net, der um die Achse des Werkzeughalters drehbar ist, um die Werkzeuge für die Bear beitung der Stirnflächen quer über die En den der in den Klemmfuttern befindlichen Bolzenköpfe oder Muttern während der Rota tion der Klemmfutter führen zu können. Vor zugsweise werden Steuerorgane vorgesehen, durch welche die ganze Maschine im wesent lichen zum Automaten wird. Als Steuer organe können beliebige Einrichtungen Ver wendung finden.
Beispielsweise kann der Werkzeughalter, der die die Seitenflächen bearbeitenden Werkzeuge trägt. falls er einen Axialhub ausführt, so angeordnet werden, d@a.ss er nach Erreichen des Endes .seines Axialhubes einen elektrischen Schalter be tätigt, der seinerseits die Rotation des Werk zeughalters beendet. Gleichzeitig kann durch denselben Sehalter eine Geschwindigkeits erhöhung der Klemmfutter hervorgerufen werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Ma schine zur Durchführung des Verfahrens ver anschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen vertikalen axialen Längsschnitt durch die Maschine; Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Ma schine, wobei einige Teile zwecks Sichtbar ma:chung von Einzelheiten herausgebrochen sind; Fig. 3 ist eine Seitenansicht, und zwar von rechts aus gesehen in Fix. 1; Fig. 4 ist ein Querschnitt in senkrechter Richtung ,durch eine Seite der Maschine längs der Linie 4-4 der Fig. 2; Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt längs der Linie 5-5 der Fig. 1;
Fig. 6! ist ein senkrechter Schnitt durch die Maschine längs der Linie 6-6 der Fig. 2; Fig. 7 zeigt eine Aussenansicht der Ma schine, in Richtung der Pfeile 7-7 der Fig. 2 und 3 gesehen; Fig. 8 stellt in grösserem Masss.tabe einen Längsschnitt durch den die Werkzeuge für Stirnflächen und die Kanten aufweisenden Träger dieser Maschine dar; Fig. 9 zeigt den Träger gemäss Fig. 8 von oben gesehen;
Fix. 10 endlich veranschaulicht in kleine rem Massstabe die Maschine im Aufriss, und zwar in geeigneter Stellung der Arbeits teile, in welcher sie dem Arbeiter ein leich teres Entfernender Bolzen aus dem Klemm futter und ein bequemeres Beladen der Ma- sohine mit den zu bearbeitenden Bolzen er- möglieht.
Die dargestellte Maschine besteht aus einem Rahmengestell 1, in dem sechs ring förmige Klemmfutter 2 untergebracht sind. Diese Klemmfutter sind, wie aus der Zeich nung ersichtlich ist, bleichmässig längs eines Kreises '3 verteilt und mit ihren Achsen parallel zueinander in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, die parallel zu der Ebene des Kreises 3 steht.
Ferner ist in dem Rahmengestell 1 ein Werkzeughalter 4 für die zur Bearbeitung der Seitenflächen dienenden Werkzeuge vor gesehen, der um :die durch das Zentrum des Kreises 3 gehende, zur Ebene des Kreises 3 senkreeht stehende Achse drehbar ist und an seiner Peripherie drei Werkzeuge 5 zur Bearbeitung der Seitenflächen der Bolzen köpfe oder Muttern trägt. Die Werkzeuge 5 sind gleichmässig auf der Peripherie des Werkzeughalters 4 verteilt angeordnet. Der Werkzeughalter 4 rotiert mit doppelter Drehzahl wie die Klemmfutter 2, und zwar in der gleichen Richtung wie diese, wie sich aus der Zeichnung erkennen lässt.
Gleich zeitig bewegt sich der Werkzeughalter 4 in stetiger Weise längs seiner eigenen Achse und schiebt die zur Bearbeitung der Seiten flächen dienenden Werkzeuge 5 längs der in den Klemmfuttern 2 befindlichen Bolzen köpfe 6 vor. Diese stetige Axialbewegung des Werkzeughalters 4 findet in zwei Rich tungen statt, und zwar bei einem zu bearbei tenden Bolzensatz in der einen Richtung und bei dem nächsten in umgekehrter Richtung. Die Richtung, in welcher der axiale Arbeits hub des Werkzeughalters 4 erfolgt, kann aber auch stets dieselbe bleiben.
Um dies zu erreichen, wird der Werkzeughalter 4 jedes mal vor einem neuen Arbeitsgang in seine Anfangsstellung vorzugsweise durch eine automatische Einrichtung zurückbewegt.
Auf der, bei Betrachtung der Fig. 1 und 2, rechten Seitenwand der Maschine ist ein ringförmiger Träger 7 für sechs Werkzeug halter 8 vorgesehen, in denen sich die Werk zeuge 9 zur Bearbeitung der Stirnflächen, sowie die Werkzeuge 10 zum Brechen der Kanten befinden.
Der Träger 7 ist auf dem Rahmengestell 1 der Maschine um die Achse des Werkzeug halters 4 um einen Winkel von zirka. 30 drehbar, und "zwar von einer Anfangsstel lung, in der die die Stirnflächen bearbeiten .den und deren Kanten brechenden Werk zeuge 9 und 10 (Fix. 8 und 9) die noch nicht fertig bearbeiteten Köpfe der in die Klemmfuttei2i eingespannten Bolzen nicht berühren (also während der Herstellung der Seitenfläche), bis zu einer Endstellung am Ende des. Arbeitshubes der genannten Werk zeuge 9 und 10.
In dieser Endstellung haben die die Stirnflächen herstellenden Werkzeuge die Mittelpunkte der jetzt fertig bearbeite ten Bolzenköpfe erreicht, und auch die die Kanten brechenden Werkzeuge haben ihre Vorsehubbewegung beendet.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Werk zeuge 10 die Kanten der Stirnflächen erst dann zu bearbeiten beginnen, wenn das die Stirnfläche bearbeitende und sich über der Stirnfläche befindende Werkzeug sich dem Ende seines Vorschubes nähert. Beide Werk zeuge beenden gleichzeitig ihre Arbeit. Dar auf werden diese Werkzeuge durch die Rückwärtsdrehungdes Trägers 7 in ihre vor her erwähnte Anfangsstellung zurückbewegt. Die Zeichnung zeigt den Träger 7 und seine Werkzeuge 9 und 10 in der Endstellung ihres Arbeitshubes.
Während die Stirnflächen hergestellt und deren Kanten gebrochen werden, was, wie zu bemerken ist, nach dem Herstellen der Seitenflächen erfolgt, drehen sich die ring förmigen Klemmfutter 2 mit bedeutend grösserer Geschwindigkeit als während der Herstellung der Seitenflächen, und zwar bei spielsweise mit etwa zwölffacher Geschwin digkeit. Die Werkzeuge für die Herstellung .der Seitenflächen stehen hierbei still.
In An betracht dessen ist .die Endstellung des Hal ters 4 in seiner Axialbewegung eine Stellung, in der die Werkzeuge 5 zur Herstellung der Seitenflächen jenseits der untern oder obern Fläche der in .den Klemmfuttern befind- liehen Bolzenköpfe befinden, wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Was den Antrieb des Werkzeughalters 4 und des Trägers 7 anbelangt, so geschieht er folgendermassen: Bei der Herstellung der Seitenflächen drehen sieh die ringförmigen Klemmfutter 2 beispielsweise mit 20 Umdrehungen pro Minute und werden von einem Elektromotor 11 angetrieben über eine Transmission, ein Getriebe mit der Welle 12 und der darauf befindlichen Schnecke 13, über Schnecken rad 14, Horizontalwelle 15 und der darauf befindlichen Schnecke 16, über Schnecken rad 17 und über die mit der Nabe des Schneckenrads 17 verkeilte Muffe 18 (Fig. 1, 2 und 6).
Dann erfolgt ,der Antrieb wei ter über den auf der Muffe 18 befindlichen Zahnkranz 19, über das Zwischenrad 20, das sich auf dem im Schneckenrad 22 angeordne ten Bolzen 21 befindet, über das mit dem Zwischenrad 20 in Eingriff stehende Pla netenrad 23, das auf einem gleichfalls von auf der Muffe 18 lose gelagerten, später näher erläuterten Schneckenrad 22 getrage nen Zapfen 24 angeordnet ist. Dann geht der Antrieb weiter über das auf :dem Zapfen 24 befindliche Planetenrad 25, über die auf dem hintern Ende der Muffe 27 vorgesehene Verzahnung 26 und den auf dem vordern Ende der Muffe 27 angeordneten Zahnkranz 28, über Zahnräder 29, von denen je ein Zahnrad für jedes Klemmfutter vorgesehen ist, und endlich über die Muffen 30 der Klemmfutter 2.
Die Muffen 30 sind mit den Rädern 29 verkeilt und bilden mit den Zylindern. 31 ein Stück, in denen Kolben 32 arbeiten, die durch Kolbenstangen 33 mit den Klemm backen 34 in Verbindung stehen. Die Zylin der 31 besitzen an jedem Ende Öffnungen 35 und 36. Durch Hineinlassen von Öl un ter Druck durch die hintern Öffnungen 35 (in der Fig. 1 links) werden die Kolben 32 nach rechts bewegt und die .ringförmigen Klemmfutter 2 klemmen die in sie eingesetz ten Bolzenschäfte fest.
Die Bolzen bleiben dann während des ganzen Arbeitsprozesses eingeklemmt sowohl bei der Herstellung der Seitenflächen der Bolzenköpfe wie bei der darauf folgenden Bearbeitung der Stirn flächen und dem Brechen ihrer Kanten.
Nachdem der Bolzenkopf vollständig be arbeitet ist, werden die Öffnungen 35 frei gegeben, um das Öl durch ein nicht gezeig tes Ventil hinauszulassen. Anderseits wird durch die Öffnungen 36 Flüssigkeit unter Druck den Zylindern 31 zugeführt. Hier ,durch werden die Kolben 32 nach links ge drückt, die ringförmigen Klemmfutter 2 ge löst und somit die in ihnen befindlichen. Bolzenschäfte freigegeben. Die Zylinder 31 sind an ihrem hintern Ende durch die hintern Zylinderteile 37 verschlossen.
Die gesamte, in je einem Gehäuse befindliche Vorrichtung, welche Klemmfutter 2, Zylinder 3@1, Kol ben 32 und Zahnrad<B>29</B> umfasst, ist in dem Hauptrahmengestell 1 auf Kugel- oder Rol lenlagern 38 gelagert.
Der Werkzeughalter 4, der die drei Werkzeuge 5 zur Bearbeitung der Seiten flächen trägt, dreht sich mit einer Drehzahl, .die doppelt so gToss ist wie diejenige der Klemmfutter, das heisst mit 40 Umdrehun gen pro Minute. In Fig. 1 sind Schrauben bolzen mit Sechskantl@öpfen eingespannt. Der Antrieb des Halters 4 erfolgt durch den selben Elektromotor 11, durch den auch die Klemmfutter angetrieben werden.
Die zur Übertragung .dienende Transmission, sowie das Getriebe umfassen folgende Teile : Die genannte Welle 12, Schnecke 13, Schnecken rad 14, Welle 15, Schnecke 16, Schnecken rad 17, Muffe 18 und eine durch Nut und Feder mit ihr in Verbindung stehende Hauptzentralwelle 39, auf deren vorderem Ende der Halter 4 mit den Werkzeugen für die Seitenflächenbearbeitung angeordnet ist. Der Werkzeughalter 4 bewegt sich in Rich tung seiner Achse hin und her, um die Werkzeuge für die Herstellung der Seiten flächen bei ihrer Arbeit längs der Bolzen köpfe zu führen.
Die Hin- und Herbewe- gung des Halters 4 erfolgt .durch den vor hergenannten Motor 11 und durch folgende Elemente: Welle 12, Schnecke 13, Schnek- kenTa,d 14, Welle 15, ferner durch eine auf der Welle 15 befindliche Schnecke 40, durch ein hiermit zusammenarbeitendes Schnecken rad 41, das auf einer Horizontalwelle 42 an geordnet ist, durch Verzahnungen 43, 44 eine zweite Horizontalwelle 45 und der dar auf befindlichen Schnecke 46, die mit einem Schneckenrad 47 kämmt, das seinerseits auf einer Vertikalwelle 48 sitzt.
Die Vertikal welle 48 trägt an ihrer Spitze eine Exzenter- Scheibe 49, auf der ein Egzenterbolzen 50 vorgesehen ist, welcher durch eine Verbin- .duugssta.nge 51 mit einem Kreuzkopfzapfen 52 in Verbindung steht.
Der Kreuzkopfzap- fen 52 befindet sich in einem mit zwei Lagerenden versehenen Druckblock 53, der auf .dem hintern Ende der Welle 39 angeord net ist und zugleich mit der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung,der Welle 39 auf Gleit flächen 54 hin- und hergleiten kann.
Es ist darauf hinzuweisen, dass nach der Anordnung gemäss der Beschreibung der Werkzeughalter 4, der die Werkzeuge für die Herstellung der Seitenflächen trägt, seinen Arbeitshub zuerst in der einen Rich tung ausgeführt, wenn der eine Bolzensatz bearbeitet wird und dann in umgekehrter Richtung bei Bearbeitung,des nächsten Bol- zensatzes. Um dies zu ermöglichen,
sind die Übersetzungsverhältnisse des Vorsohubge- triebes für den Werkzeughalter 4 in Rüek- sicht auf die Übersetzungen der einzelnen Elemente für den Antrieb des Klemmfutters und in bezug auf die Rotation des Halters 4 derart gewählt, dass das Schneckenrad 47 und damit die Egzentersoheibe 49 die Hälfte einer Umdrehung von Totpunktlage zu Tot punktlage in derjenigen Zeit zurücklegt,
die -die Werkzeuge 5 brauchen, um ihre Arbeit an den Köpfen der im Klemmfutter befind lichen Bolzen zu beenden. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Teile mit dem Werkzeughalter 4 in der linken Stellung (Welle 39 ist zurück gezogen) und dementsprechend die Exzenter- Scheibe 49 in der linken Totpunktlage.
Es ist noch zu bemerken, d ass das Zwi- s henrad 20 und das vorhererwähnte Pla netenrad 23 in der Fig. 1 nicht genau in der richtigen Lage dargestellt sind. In Wirk lichkeit kämmen diese beiden Räder mitein ander, wie aus der obigen Beschreibung die ser Teile ohne weiteres zu entnehmen ist.
Der ringförmige Träger 7 für die zur Bearbeitung der Stirnflächen dienenden Werkzeuge 9 und 10 ist, wie bereits er wähnt, um die Achse der Welle 39 um einen bestimmten Winkel drehbar, damit die Werkzeuge 9, welche die Stirnflächen her stellen und die Werkzeuge 10, die die Kan ten der Stirnflächen brechen, in Richtung gegen die Mittelpunkte der mit den Klemm- futtern rotierenden Bolzenköpfe zu bewegt werden können.
Wenn der Träger 7 sich dreht, so bewegen sich die Werkzeuge längs eines Kreisbogens zuerst in einer Richtung und dann in umgekehrter Richtung, und zwar erfolgt :der Antrieb durch einen Elek tromotor 55 über Welle und Getriebeteile in folgender Weise: Der Motor 55 treibt die Vertikalwelle 56 und die darauf befindliche Schnecke 57. Mit dieser arbeitet ein Schnek- kenrad 58 auf der Horizontalwelle 59 zusam men. Auf .der Welle 59 sitzt eine Schnecke 60, die mit einem Schneckenrad 61 (Fig. 4) kämmt, das sich am untern Ende der Verti kalwella 62 befindet.
Dann geht der Antrieb weiter über die Stirnräder 63 und 64, von denen das Rad 64 auf dem obern Ende einer zweiten Vertikalwelle 65 angeordnet ist. An dem untern Teil der Welle 65 befindet sich .die Schnecke 66, die mit dem Schneckenrad 67 zusammenarbeitet. Das Schneckenrad 67 ist mit der Horizontalwelle 68 verkeilt, die ihrerseits mit einer, an der Aussenseite de' Rahmengestelles 1 befindlichen Kurbel scheibe 69 fest verbunden ist.
Weiter erfolgt der Antrieb des Trägers 7 über den in der Scheibe .69 befindlichen Kurbelzapfen 70, über die Verbindungsstange 71, Gleitschiene 72 und Gleitrolle 73, die auf dem Zapfen 74 im vordern, Endteil der Gleitschiene 72 ge lagert ist und mit einer im Ansatzteil 76 .des Halters 7 vorgesehenen schrägen Nut 75 (Fig. 7) zusammenwirkt. Die hin- und her gehende Bewegung der Gleitschiene 72 ruft nun eine Drehbewegung des Trägers 7 um die Achse der Welle 39 hervor. Dadurch.
dass die Rolle 73 in der Nut 75 gleitet, wird der Träger 7 während seines Arbeitshubes durch Bewegung der Gleitstange 72 in einer Richtung um einen bestimmten Winkel ge dreht und durch Bewegung der Gleitstange 72 in umgekehrter Richtung in seine An fangsstellung zurückgeführt.
Wie bereits erwähnt, rotieren die Klemm futter und infolgedessen auch die in ihnen befindlichen Bolzen während der Herstel lung der Stirnflächen und dem Brechen ihrer Kanten mit bedeutend grösserer Geschwin digkeit (etwa. 240 Umdr./Min.) als bei der Herstellung der Seitenflächen. In Anbe tracht dessen ist ein zusätzliches Räderwerk im Antrieb der Klemmfutter \?: vorgesehen. Der schnellere Antrieb der Klemmfutter er folgt nun dareh den Motor 55 über die vor her genannte Welle 56, über Schnecke 57, Schneckenrad 58 und Welle 59.
Von dort geht der Antrieb über eine in der Mitte der Welle 59 befindliche Schnecke 77, über das vorher genannte, auf der Muffe 1.8 frei be wegliche Schneckenrad ?\?, über Zwischen rad 20, Planetenrad 23, Zapfen 24, Planeten rad '25, Verzahnung 26, Muffe 27, Verzah nung 28, Zahnräder 29 und Muffen 30 zu den Klemmfuttern 2.
Ferner ist ein automatisches (nicht dar gestelltes) Steuerorgan vorgesehen, welches den Motor 11 stillsetzt, sobald der Werk zeugträger 4 mit den Werkzeugen 5 für die Bearbeitung ,der Seitenflächen das Ende seines Arbeitshubes erreicht und die Köpfe der in ,den Klemmfuttern befindlichen Bol zen freigegeben hat. Darauf wird durch das automatische Steuerorgan der Motor 55 in Tätigkeit gesetzt, der den Klemmfuttern die erwähnte höhere Umdrehungsgeschwindig keit erteilt und gleichzeitig den Vorschub des Trägers 7 während der Bearbeitung der Stirnflächen bis zu der in der Zeichnung dargestellten Stellung bewirkt.
Schliesslich wird der Träger 7, sobald er das Ende seines Arbeitshubes erreicht. hat, automatisch in seine Anfangsstellung zurückbewegt. Hier bei ist zu bemerken, dass der Vorschub und die -darauf folgende Rückwärtsbewegung des Trägers 7 während einer ganzen Umdrehung der Kurbelscheibe 69 erfolgt. Ist der Träger 7 in seine ursprüngliche. Anfangsstellung zu rückbewegt, so. wird durch das Steuerorgan der Motor 55 automatisch stillgesetzt, so dass ,die Seitenflächenbearbeitung des nächsten Bolzensatzes beginnen kann.
Um die dargestellte Maschine für die Her stellung von Bolzenköpfen von verschiedener Höhe und verschiedenem Durchmesser ver wenden zu können, ist der Egzenterbolzen 50, wie aus der Zeichnung ersichtlich, vor- zugswei,se in seiner Lage zur Achse der Ex- zentersoheibe 49 verstellbar. In ähnlicher Weise lässt sich der Kurbelzapfen 70 des Vors.chubgetriebes für den Träger 7 verstel len, und zwar radial zur Kurbelscheibe 69.
Iliediese Verschiebung bewirkende Einrich tung kann beliebig ausgeführt sein.
Was, nun die Fig. 8 und 9 anbelangt, so zeigen diese insbesondere die Werkzeuge 9 und 10, die zusammen in einem gemeinsamen Halter 8 angeordnet sind. Wie weiter aus der Zeichnung ersichtlich ist, genügt eine einzige Stellschraube 80 für beide Werk zeuge, wobei das Werkzeug 10 durch das Werkzeug 9 fest gegen die Wand des Hal ters gedrückt wird. Es ist ferner zu bemer ken, dass die beiden Werkzeuge 9 und 1.0 voneinander unabhängig in ihrer Längsrich tung durch die Schrauben 81 und 82 ver stellbar sind.
Schliesslich kann der Halter 8, wie ebenfalls der Zeichnung zu entnehmen ist, parallel zur Hauptebene- des Trägers 7 verstellt und in seiner Lage durch Befesti gungsschrauben 83 festgehalten werden, deren Schäfte durch die im Halter 8 befind lichen Langlöcher 84 hindurchragen. Diese Ausführung ist ausserordentlich einfach und gewährleistet eine zuverlässige Einstellung und Auswechslung der Werkzeuge 9 und 10.
Die Fig. 10 zeigt, wie bereits erwähnt, einen Teil der Maechine in schräger und für den Arbeiter bequemer Lage auf einem Un tergestell 85 montiert. Hierbei ist die vor ,dere Frontseite der Maschine etwas nach oben gerichtet, um das. Einsetzen der Bolzen in die Klemmfutter, sowie das Entfernen aus .den Klemmfuttern zu erleichtern.