CH170580A - Elektromagnetische Schütz zur beschleunigten Unterbrechung von Stromkreisen. - Google Patents

Elektromagnetische Schütz zur beschleunigten Unterbrechung von Stromkreisen.

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CH170580A
CH170580A CH170580DA CH170580A CH 170580 A CH170580 A CH 170580A CH 170580D A CH170580D A CH 170580DA CH 170580 A CH170580 A CH 170580A
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CH
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contactor
short
ring
circuit ring
electromagnet
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Elektromagnetisches     Schiitz    zur beschleunigten Unterbrechung von Stromkreisen.    Die Erfindung betrifft ein elektromagne  tisches Schütz zur beschleunigten Unter  brechung von Stromkreisen beim plötzlichen  Auftreten einer unzulässigen Stromzunahme.  Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht,  dass sowohl der bewegliche     Schützkontakt,     als auch der Anker des Elektromagnetes  mechanisch mit einer Beschleunigungsvorrich  tung verbunden sind, welche einen     Kurzschluss-          ring    aufweist, der ganz oder teilweise das  Feld umfasst, das durch eine vom Hauptstrom  durchflossene Spute erzeugt wird, so dass bei  einer Stromzunahme der Ring von einem  Strom durchflossen wird, wobei auf ihn elektro  dynamische Kräfte einwirken,

   die ihn vom       Elektomagneten    abzustossen streben und die,  auf die mechanische Verbindung des Ringes  mit dem Schütz übertragen, eine rasche  Trennung der Kontakte herbeiführen können.  



  Die Zeichnung zeigt einige Ausführungs  beispiele von elektromagnetischen Schützen  nach der Erfindung, und zwar zeigt     Fig.    1  die Einzelheiten der Beschleunigungsvorrich-         tung    in     parallelperspektivischer    Ansicht, wäh  rend     Fig.    2 die Anwendung dieser Vorrich  tung in Verbindung mit einem elektromagne  tischen Schütz schematisch darstellt. Die     Fig.    3,  4, 5 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel  der Erfindung im Aufriss, Seitenansicht und  Grundriss, deren Schaltschema aus     Fig.    6 er  sichtlich ist.  



  Gemäss     Fig.    1 besteht die Beschleunigungs  vorrichtung aus einem magnetischen Strom  kreis a mit drei Schenkeln aus     lamelliertem     Eisen, welcher von der auf den mittleren  Schenkel gewickelten, mit dem Hauptstrom  kreis c in Reihe geschalteten Spule b magneti  siert wird. Ein um die Achse     x-x    drehbar  angeordneter     Kurzschlussring    d umfasst das  in dem magnetischen Stromkreis der Spule b  erzeugte Feld. Der     Kurzschlussring        d    liegt in  den Luftspalten     a1,        a'    zwischen den Schen  keln und befindet sich infolgedessen unter  dem Einfluss eines Magnetfeldes.

   Solange der  Hauptstrom keine Änderung erfährt, wird in  dem     Kurzschlussring    d kein Strom     induziert.         Tritt aber eine plötzliche Veränderung des  Hauptstromes ein, z. B. infolge eines Kurz  scblusses, so wird der Ring von einem starken  Strom durchflossen. Da die diesen Ring bil  denden einzelnen Leiter in einem magneti  schen Feld liegen, so entwickeln sich auf dein  Ring Kräfte, welche denselben gemäss dem  Gesetz von     Laplace    zu bewegen streben, so  dass er, wenn diese Kräfte gross genug sind,  aus seiner Ruhelage in der Richtung der  Pfeile f herausgerissen wird.  



  Diese     Kraft    wird nun dazu benutzt, eine  besonders rasche Trennung der Kontakte eines       Schützes    herbeizuführen.         Fig.2    zeigt die Anwendung dieser Be  schleunigungsvorrichtung in Verbindung mit  einem elektromagnetischen Schütz. Das vom       Schützmagnet        g1    gesteuerte Schütz besteht  aus dem beweglichen und dem festen Kontakt  arm<I>i</I>     bezw.   <I>i ,</I> die an den Hauptstromkreis c  angeschlossen sind.

   Der     Kurzschlussring    d der  Beschleunigungsvorrichtung ist durch eine  Lenkstange h mit dem beweglichen Kontakt  arm i des Schützes verbunden, an dem gleich  zeitig auch der Anker     g    des Elektromagnetes     g1     befestigt ist. Bei normalen Stromverhältnissen  werden die Kontakte des Schützes durch den  Elektromagnet     g1    entgegen der Kraft einer  Feder geschlossen gehalten. Auch die Be  schleunigungsvorrichtung wird vom normalen  Strom durchflossen und der     Kurzachlussring    d  befindet sich in der Ruhelage. Sobald aber der  Strom in der Spule b, z.

   B. infolge eines Kurz  schlusses stark anwächst, so wird auch der  Ring     d    von einem starken Strom     durchflossen     und aus seiner Ruhelage in der Richtung des  Pfeils f herausgerissen. Die Bewegung des  Ringes<I>d</I> wird über die Lenkstange<I>h</I> auf  den beweglichen Kontaktarm i übertragen,  der Anker g wird vom Elektromagnet g' ab  gerissen und die Kontakte des Schützes wer  den sehr rasch     geöffnet.     



  Bei dem zweipoligen Schütz gemäss     Fig.    3,  4 und 5 ist der von zwei Ansätzen d' ge  tragene     Kurzschlussring    d, wie bei dem Aus  führungsbeispiel gemäss     Fig.    1, drehbar auf  einer Achse e angeordnet. Die gleiche Achse e    trägt die beweglichen Kontakte i des Schützes  und den Anker g des Elektromagnetes     g1.     



  Das Schütz wird, wie das Schaltschema  gemäss     Fig.    6 zeigt, bei dem die Pfeile den  Sinn angeben, in welchem der Strom dem  Apparat zu-     bezw.    von demselben abfliesst,  durch Schliessen eines von dem Schütz unab  hängigen Hilfsschalters, z. B. eines Druck  knopfschalters n geschlossen. Dadurch erhält  die Spule     g1    Strom und wird erregt. Die  Spule     g1    ist über einen mit der Achse e be  weglichen Kontakt     in    mit einem Hilfswider  stand r in Reihe geschaltet.

   Tritt in der  Spule b ein starker Überstrom auf, dann reisst  der     Kurzschlussring    d den Anker des Schützes  gewaltsam ab, wodurch die Kontakte     7n    und i  geöffnet werden, da sie auf. der gleichen  Welle e wie der     Kurzschlussring    angeordnet  sind. Der Kontakt m unterbricht den Strom  der Spule     g1.    Er ist so eingestellt, dass er  erst dann geschlossen wird, wenn das Schütz  am Ende seiner eigenen Schliessbewegung an  gelangt ist. Zum abermaligen Schliessen des  Schützes muss der Kontakt n von neuem ein  geschaltet werden.  



  Die Empfindlichkeit der Einrichtung kann  z. B. dadurch geändert werden, dass der Er  regerstrom des Elektromagnetes     g1    durch  entsprechende Einstellung des Widerstandes r  geregelt wird, oder auch durch Verstellen  eines Anschlages, der den Weg des Ankers g  beim Schliessen begrenzt und dadurch das  Verbleiben desselben am Magnetkern ver  hindert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektromagnetisches Schütz zur beschleu nigten Unterbrechung von Stromkreisen, da durch gekennzeichnet, dass sowohl der beweg liche Schützkontakt, als auch der Anker des Elektromagnetes mechanisch mit einer Be schleunigungsvorrichtung verbunden sind, wel che einen Kurzschlussring aufweist, der ganz oder teilweise das Feld umfasst, das durch eine vom Hauptstrom durchflossene Spule er zeugt wird, so dass bei einer Stromzunahme der Ring von einem Strom durchflossen wird, wobei auf ihn elektrodynamische Kräfte wirken, die ihn vom Elektromagneten abzustossen streben und die, auf die mechanische Ver bindung des Ringes mit dem Schütz über tragen,
    eine besonders rasche Trennung der Kontakte herbeiführen können. UNTERANSPRÜCHE 1. Schütz nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kurzschlussring durch Übertragungsglieder an einem Hebel an gelenkt ist, der zugleich den beweglichen Kontakt und den Anker des Steuerelektro magnetes trägt. 2. Schütz nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kurzschlussring, der Anker des Steuer-Elektromagnetes und der bewegliche Kontakt an auf ein und der selben Welle festsitzenden Armen ange ordnet sind, so dass bei unzulässiger Strom zunahme das Schwenken des den Kurz schlussring tragenden Armes ein besonders rasches Öffnen des Schalters bewirkt.
CH170580D 1932-07-28 1933-07-12 Elektromagnetische Schütz zur beschleunigten Unterbrechung von Stromkreisen. CH170580A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2916579A (en) * 1954-03-11 1959-12-08 Siemens Ag Electrodynamic circuit breaker

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