DE729351C - Ferrariszeitrelais - Google Patents

Ferrariszeitrelais

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DE729351C
DE729351C DEC54803D DEC0054803D DE729351C DE 729351 C DE729351 C DE 729351C DE C54803 D DEC54803 D DE C54803D DE C0054803 D DEC0054803 D DE C0054803D DE 729351 C DE729351 C DE 729351C
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DE
Germany
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relay
winding
armature
rotatable
thrust bearing
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Expired
Application number
DEC54803D
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English (en)
Inventor
Roger Pierre Dubusc
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Compteurs Schlumberger SA
Original Assignee
Compteurs Schlumberger SA
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H53/00Relays using the dynamo-electric effect, i.e. relays in which contacts are opened or closed due to relative movement of current-carrying conductor and magnetic field caused by force of interaction between them
    • H01H53/10Induction relays, i.e. relays in which the interaction is between a magnetic field and current induced thereby in a conductor

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  • Breakers (AREA)

Description

  • FerrariszeitreIais Die Erfindung betrifft ein Ferrariszeitrelais, bei dem das verzögerte Schließen der Relaiskontakte erfolgt, nachdem eine von der mit der oberen und der unteren Wellenspitze sich in einem Spurlager drehenden Scheibenwelle getragene Schneckenschraube mit einem in der Anfangslage einstellbaren Zahnsektor in Eingriff kommt, und bei dem die Wicklung zwecks Einstellung für verschiedene Stromstärken mit Anzapfungen versehen ist.
  • Bei einem bekannten Relais ähnlicher Bauart setzt sich das Drehsystem des Relais erst kurz vor der Kupplung der Welle mit der die verzögerte Kontaktschließung bewirkenden Vorrichtung in Gang. Außerdem liegt der Schwerpunkt des Drehsystems weit oberhalb der unteren Lagerstelle. Dadurch wird die Auslösegeschwindigkeit in unkontrollierbarer Weise beeinflußt. Besonders stark ist dies bei Schräglagen des Relais der Fall. Bekannt ist fernerhin ein Ferrariszeitrelais mit in einem Kipprahmen eingebautem Drehsystem. Das Drehsystem dieses Relais setzt sich zwar schon bei einem unterhalb des Ansprechwertes liegenden Strom, also nicht erst kurz vor Kupplung mit der Kontaktschließvorrichtung, in Bewegung, doch ist die sichere Einhaltung einer bestimmten Auslösegeschwindigkeit auch bei diesem Relais insbesondere bei Schräglagen desselben nicht gewährleistet. Im übrigen hat das Drehsystem eine waagerechte Welle und das Relais ist auch sonst von demjenigen, auf das sich die Erfindung bezieht, abweichend aufgebaut.
  • Erfindungsgemäß wird den geschilderten Mängeln der bekannten Relais nun dadurch abgeholfen, daß bei einem ortsfesten unteren Spurlagier das obere Spurlager in einem den bei Überstrom ansprechenden Anker tragenden bügelartigen, um eine zur Scheibenwelle parllele Achse drehbaren Hebel angeordnet ist und daß die umlaufende Scheibe so angeordnet und ausgebildet ist, daß der Schwerpunkt des drehbeweglichen Relaissystems in unmittelbarer N älie der unteren Lagerstelle liegt.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt die Zeichnung. Fig. i gibt das Relais in schaubildlicher schematischer Darstellung wieder. In dieser Figur ist i die Welle des beweglichen Systems, die einen unteren Zapfen 2 besitzt, dessen Spitze auf dein festen Zapfenlager 3 ruht. Die Welle i trägt eine Schnecke d., die mit einem Zahnsektor 5 in Eingriff kommen kann, der um eine waagerechte Achse 6 schwenkbar ist und einen festen Arm 7 trägt. Das obere Ende der Welle i wird von einer Schraube 8 gehalten, die in einem Bügel 9 eingeschraubt ist, der seinerseits um eine senkrechte Achse io drehbar ist. Der Bügel 9 trägt einen Anschlag i i. gegen den eine von einem ortsfesten Teil 13 getragene Feder 12 drückt. Unter gewöhnlichen Umständen hält die Feder 1-2 die Schnecke .4 in einem gewissen Abstand von dem Zahnsektor 5. Das Ende 14 des Bügels 9 besteht aus magnetischem Werkstoff und kann von einem Elektromagnet 15 mit den senkrechten Schenkeln 15, 16 und 28 angezogen werden.
  • Der eine senkrechte Schenkel 16 des Elektromagnets trägt eine Wicklung 17. In dem Luftspalt dieses Schenkels läuft die Metallscheibe 18, die den wirksamen Teil des beweglichen Svstems bildet.
  • Die Wicklung 17 hat eine Stromzuführung i9 und mehrere Stromabführungen 2o, 21, 22, 23, 2d., 25 und 26, die es ermöglichen, die Empfindlichkeit des Relais nach der Stromstärke zu regeln. Die Regelung erfolgt durch Änderung der Windungsanzahl mit Hilfe eines beweglichen Kontaktes in Form eines -Nockens, der mit Hilfe des Knopfes 27 verstellt werden kann.
  • Der Schenkel 28 des Elektromagnets 15 dient dazu, die Kraftlinien von dein unteren Teil nach dein oberen Teil des Elektro-. magnets überzuleiten. Es stellen sich so zwischen geometrisch benachbarten Punkten beträchtlich magnetische Potentialdifferenzen ein, wodurch starke magnetische Anzugskräfte auf den Teil 1.:1. bzw. den beweglichen Anker 29 einwirken. Da der Elektromagnet auf die beiden Enden des Ankers 39 in anziehendem Sinne einwirkt, so ist dieser einer Differentialwirkung unterworfen, deren Größe und Rich-s tun- von der -Neigung dieses Teiles abhängt. Wenn dessen vorderer Teil genügend angehoben wird. so drückt er mit Hilfe des Armes 3o den beweglichen Teil 31 des Schließkontaktes 31, 32 gegen den festen Teil 32, wodurch ein Schalter, ein Hilfsrelais oder irgendeine sonstige in der Figur nicht dargestellte Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird. Der Teil 33 bildet eine magnetische Brücke, durch deren Stellung die von dem Elektromagnet 15 auf den vorderen Teil des Ankers 29 ausgeübte Anziehung verändert werden kann. Die Stellung der Brücke 33 kann mit Hilfe eines Zeigers 34 eingestellt werden, der sich vor einer Gradeinteilung 35 bewegt. Ein Magnet 36 erzeugt in dem von ihm und seinem Anker 37 gebildeten Spalt einen magnetischen Fluß. Die Scheibe 18 unterliegt somit bei ihrer Bewegung durch diesen Spalt einem Brernsinoment. Der Zahnsektor 5 liegt auf einem Anschlag. Der Anschlag 38 ist mit Hilfe einer Spindel 39 und eines Stellrädchens .4o verstellbar. Die eingestellte Stellung bestimuit den Ausgangspunkt des Zahnsektors 5. Man kann auch einen in der Figur nicht dargestellten verstellbaren Anschlag vorsehen, um die Ausgangsstellung des Ankers 29 zu verändern. Das Relais arbeitet folgendermaßen: Wenn man durch die Wicklung 17 einen Strom hindurchleitet, so überträgt der Elektromagnet 15, der auf einem Teil seiner Pole einen Kurzschlußring .I1 trägt, auf die Scheibe 18 ein Drehmoment. Die Scheibe läuft alsdann ohne Nutwirkung um. Wenn der Strom in der Wicklung 17 jedoch einen bestimmten Wert überschreitet, so zieht der Elektroinagnet 15 den mit dein Bügel 9 fest verbundenen magnetischen Teil 14 an, wodurch die Schnecke .l. mit dem Zahnsektor 5 in Eingriff kommt. Der Zahnsektor wird dadurch infolge der Drehung der von der Scheibe angetriebenen Welle i nach oben geschwenkt. Dadurch schlägt der Hebel 7 gegen eine mit dein Anker 29 verbundene Stange .a2 und hebt diese an. Hierdurch wird der Kontakt 31, 32 geschlossen, wobei die Schließbewegung durch die Anziehungskraft des Elektromagnets auf den hinteren, einen Ring 43 tragenden Teil des Ankers 29 erleichtert wird. Die Anordnung arbeitet also mit Verzögerung. Die Zeit, die zwischen dem Augenblick der überschreitung des Grenzstromwertes und dein Augenblick des Schließens des Kontaktes 31, 32 Verflossen ist, hängt hauptsächlich von dem Weg des Sektors 5, d. h. also von der Stellung des Anschlages 38 und außerdem teilweise von dein Wert des Stromes in der Wicklung 17 ab.
  • Wenn der Strom in der Wicklung einen gegenüber dem ersteren noch höheren Grenzwert überschreitet, so überwiegt die Anziehungskraft zwischen dein Elektromagnet 15 und dem hinteren Teil des Ankers 29 die Anziehungskraft, die der gleiche Elektroinagnet auf den vorderen Teil des Ankers ausübt. Dieser Teil des Ankers wird so mit angehoben, und der Kontakt 31, 32 schließt sich schnell, ohne daß der Zahnsektor arn Ende seines Weges angekommen ist. Zusammenfassend kann also festgestellt werden: Unterhalb eines bestimmten Stromwertes in der Wicklung 17 bleibt der Kontakt 34 32 des Relais geöffnet. Bei einem Stromwert oberhalb dieser Grenze und unterhalb einer weiteren Grenze erfolgt das Schließen des Kontaktes durch den mit dem Zahnsektor-5 verbundenen Hebel 7, indem der Zahnsektor 5 durch die Drehung der Scheibe angehoben wird. Das Relais arbeitet so mit Verzögerung. Oberhalb des letzten Grenzwertes tritt das Relais augenblicklich in Tätigkeit. Das Schließen des Kontaktes erfolgt hier durch die Differentialwirkung, die der Elektromagnet 15 auf den Anker 29 ausübt.
  • Der erste Stromgrenzwert ist durch den Nocken 27 regelbar, mit dessen Hilfe es möglich ist, die Zahl der Windungen der Wicklung ig zu verändern. Der zweite Grenzwert wird durch die magnetische Brücke 33 geregelt.
  • Es ist vorteilhaft, wenn das bewegliche .System hinsichtlich der Spitze des unteren Zapfens 2, um den es durch die Wirkung des Elektromagnets 15 auf den magnetischen Teil 14 eine Verlagerung erfahren kann, ins Gleichgewicht gebracht ist.
  • In dieser Hinsicht genügt es, wenn der Schwermittelpunkt des beweglichen Systems sich auf dieser Spitze befindet. Man erreicht dies bei der Ausführungsform nach Fig. i, indem man die Scheibe tiefer anordnet als die genannte Spitze. Man kann auch die Scheibe auf der Höhenlage der Spitze anordnen und die Nabe 44 so verlängern, daß das Schwerpunktgewicht des ganzen Systems sich an der Spitze befindet. Ferner kann man dem Elektromagnet 15 und dem Bremsmagnet 36 bezüglich der Scheibe eine solche Anordnung geben, daß die Verlagerung derselben in den Luftspalten auf ein Mindestmaß verringert wird, wodurch die Weite der Luftspalte klein gehalten werden kann: Die Anordnung nach Fig. i stellt nur ein Ausführungsbeispiel dar. Die Anordnung kann im einzelnen Abänderungen unterworfen werden, ohne daß dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird. Wenn beispielsweise die Leistungsübertragung in dem zu schützenden Stromkreis in zwei Richtungen erfolgen kann und das Relais nur bei einer Richtung der Leistungsübertragung arbeiten soll, so kann man das Relais durch eine Vorrichtung vervollständigen, die in Fig. i nicht dargestellt, jedoch für sich in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist.
  • In Fig. 2 sind i5', 16' und 28' Querschnitte der senkrechten Schenkel 15, 16 und 28 des Elektromagnets 15 in Fig. i. 14 ist der eisenmagnetische Teil des Bügels g der Fig. i. Mit 45 ist eine Spule bezeichnet, deren' Wicklung" ein magnetisches Winkelstück 46 magnetisiert, während 47 ein nichtmagnetischer Anschlag ist. Eine Schraube 4.8 aus magnetischem Werkstoff bildet den Kern der Spule 45 und verbindet den Winkel 46 mit der Spule 45 und diese mit ihrem Halter 49.
  • Die Wicklung der Spule 45 kann offen oder mit der Wicklung 17 des Elektromagnets 15 der Fig i in Nebenschluß geschaltet sein. Im letzteren Fall wird die Spule 45 von einem dem Hauptstrom proportionalen Strom durchflossen, während im ersteren -Fall, d. h. wenn die Wicklung der Spule 45 offen ist, durch sie überhaupt kein Strom hindurchfließt.
  • Der Anschlußwechsel kann durch ein richtungsempfindliches Relais erfolgen, das in der Figur nicht dargestellt ist. Wenn die Leistungsübertragung in der Richtung erfolgt, in der das Relais arbeiten soll, so ist die Wicklung der Spule 45 geöffnet, so ,daßdiese nicht zur Wirkung kommt. Wenn dagegen die Leistungsübertragung in der Richtung erfolgt, in der das Relais nicht arbeiten soll, so wird die Wicklung 45 zu der Wicklung 17 in Fig. i parallel geschaltet. Die alsdann von einem Strom durchflossene Wicklung der Spule 45 -magnetisiert den Winkel 46, der alsdann den Anker 14 anzieht. Man hat dafür zu sorgen, daß diese Anziehung in allen Fällen größer ist als die, welche der Tei128' des Hauptelektromagnets auf denselben Anker 14 ausübt. Unter diesen Umständen kann ein Eingriff des Sektors 5 der Fig. i in die Schnecke 4 nicht stattfinden, und die Verzögerungseinrichtung des Relais tritt nicht in Tätigkeit.
  • Fig.3 ist eine Seitenansicht eines Teiles des Elektromagnets 15 mit den Teilen, die in Fig. 2 dargestellt sind.
  • Fig.4 ist eine teilweise geschnittene Ansicht der Vorrichtung zur Regelung der Windungszahl der Elektromagnetwicklung.
  • In dieser Figur sind 2o', 2i', 22', 23', 2q.', 25' und 26' stangenförmige Vorsprünge, an die die verschiedenen Anzapfungen der Wicklung 17 der Fig. i angeschlossen sind. Der Nocken 50 liegt einerseits auf einer der genannten Stangen und andererseits an einem Steg 51 an, gegen den zwei Federn 52 und 53 drücken. Der Nocken ist verschiebbar und kann nacheinander durch Drehung des Knopfes 27 mit der einen oder der anderen der Stangen :2o' bis 26' in Verbindung gebracht werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Ferrariszeitrelais, bei dem das verzögerte Schließen der Relaiskontakte erfolgt, nachdem eine von der mit der oberen und der unteren Wellenspitze sich in einem Spurlager drehenden Scheibenwelle getragene Schneckenschraube mit einem in der Anfangslage einstellbaren Zahnsektor in Eingriff kommt, und bei dem die Wicklung zwecks Einstellung für verschiedene Stromstärken mit Anzapfungen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem ortsfesten unteren Spurlager (3) das obere Spurlager (S:) in einem den bei Überstrom ansprechenden Anker (1d.) tragenden bügelartigen, um eine zur Scheibenwelle (i) parallele Achse drehbaren Hebel (9) angeordnet ist und daß die umlaufende Scheibe so angeordnet und ausgebildet ist, daß der Schwerpunkt des drehbeweglichen Relaissystems (i, 1,, 4) in unmittelbarer 'Zähe der unteren Lagerstelle liegt.
  2. 2. Relais nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen dreh- und verschiebbaren Vierkantnocken (5o) als Kontaktbrücke zwischen einem durch Federn (53) gegen den Nocken (5) angedrückten Metallsteg (51) und zwischen mit den Anzapfungen der Relaiswicklung (17) verbundenen Kontaktzapfen (2o bis 26) bzw. (2ö bis 26').
  3. 3. Relais nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Hauptwicklung (17) des Relais unterstützende Zusatzwicklung vorgesehen ist, die für die eine Richtung der Leistung offen bleibt, dagegen für die andere Richtung selbsttätig zur Hauptwicklung (17) parallel geschaltet wird. d.. Relais nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbetätigung (31, 32) stets durch einen Kurzschlußanker (29) erfolgt, auf den im Fall der Überstromzeitauslösung der Zahnsektor (5) einwirkt und zwischen dem und einem entsprechenden Magnetkernteil eine einstellbare magnetische Brücke (33) angeordnet ist.
DEC54803D 1938-02-25 1939-02-23 Ferrariszeitrelais Expired DE729351C (de)

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