CH170640A - Nach der Kompensationsmethode arbeitende Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen, unter Verwendung eines Kelvin'schen Ausgleichinstrumentes. - Google Patents

Nach der Kompensationsmethode arbeitende Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen, unter Verwendung eines Kelvin'schen Ausgleichinstrumentes.

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CH170640A
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A-G Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
    • G01R17/02Arrangements in which the value to be measured is automatically compared with a reference value
    • G01R17/06Automatic balancing arrangements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)

Description


  Nach der Kompensationsmethode arbeitende Empfangsanordnung zur Fernanzeige  von Betriebsgrössen, unter Verwendung eines     Kelvin'schen        Ausgleichinstrumentes.       Bei der Fernanzeige von     Messgrössen    nach  der reinen Kompensationsmethode macht man  vom Prinzip zweier einander entgegenwirken  der Kräfte Gebrauch, von denen gewöhnlich  die eine von dem     Gebermessinstrument    und  die andere von dem     Übertragerstrom        beein-          flusst    wird und die beide auf ein     Gleichge-          wichtsystem    derart einwirken,

   dass dieses  durch Veränderung der von dem Übertrager  strom beeinflussten Gegenkraft in seine Gleich  gewichtslage zurückgeführt wird, wobei der  zur Rückführung nötige, das Fernempfangs  instrument beeinflussende Strom ein Mass der       Messgrösse    ist.  



  Hierzu benutzt man gewöhnlich ein     Kel-          vinsches        Ausgleichinstrument,    dessen einer  seits unter dem Einfluss eines fernübertragenen       Messwertes    und anderseits unter dem Einfluss  des     Kompensationsstromes    stehende Kontakt  waage einen umsteuerbaren Servomotor steuert,  der auf einen die Stromänderung des Kom  pensationsstromkreises bewirkenden Einstell  apparat einwirkt.

      Obwohl nun die Fernanzeigesysteme nach  der Kompensationsmethode in ihrem     Aufbau     an sich verhältnismässig einfach sind, be  sitzen sie jedoch den grossen Nachteil, dass  sie nicht bei allen Arten von Übertrager  leitungen angewandt werden können und dass  die Sicherheit der Übertragung weitgehend  von dem Zustande der benutzten Leitung,  wie beispielsweise von Isolationsfehlern, vom  Leitungswiderstand und Ableitungen ab  hängig ist. Dieses     Kompensationsverfahren     ist daher trotz     einiger    beachtenswerter Vor  teile gegenüber dem gebräuchlicheren Impuls  verfahren im     Nachteil.     



  Um jedoch bei der Fernanzeige von     Mess-          grössen    sowohl die Vorteile des Kompensa  tionsverfahrens, als auch die des Impulsver  fahrens nutzbar zu machen, wurde bereits  vorgeschlagen, eine Kompensation der     Mess-          grösse    entweder auf der Gebe- oder Emp  fangsstation und die Übertragung der     Mess-          grösse    nachdem Impulsverfahren zu bewirken.  Damit werden unter gleichzeitiger     Ausnützung         der Vorteile des Impulsverfahrens die ge  schilderten Nachteile des Kompensationsver  fahrens beseitigt.  



  Die Erfindung bezieht sich nun auf eine  Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Be  triebsgrössen unter Verwendung eines einer  seits unter dem     Einflusse    des nach der Im  pulsmethode fernübertragenen     Messwertes    und  anderseits unter dem Einfluss eines Kompen  sationsstromes stehenden     Kelvinschen    Aus  gleichinstrumentes. Es handelt sich also hier  um eine Empfangsanordnung für     Fernmess-          anlagen,    bei denen die     .Fernübertragung    der       Messgrösse    nach der Impulsmethode und an  der Empfangsstelle die Umformung der an  kommenden Impulse in einen auf das Zeiger  instrument einwirkenden Kompensationsstrom  erfolgt.

   Diese bisherigen derartigen Impuls  kompensationsverfahren zur Fernübertragung  von     Messgrössen    hatten nun den Nachteil,  dass erstens einmal für das     Kelvinsche    Aus  gleichinstrument ein besonders ausgebautes  Instrument Verwendung finden musste und  dass zweitens die Empfangsanlage nicht span  nungsunabhängig war, was zu Fehlmessungen  Veranlassung gab.  



  Diese Nachteile des     Impulskompensations-          verfahrens    werden nun erfindungsgemäss da  durch behoben, dass das     Kelvinsche    Aus  gleichinstrument ein magnetelektrisches Mo  tortriebsystem ist, dessen Anker zwei von  dem dem     Messwert    proportionalen Strom       bezw.    von dem Kompensationsstrom gespeiste  Spulen aufweist und dass das in dem Kom  pensationsstromkreis liegende Anzeigeinstru  ment ein     Kreuzspulinstrument    ist, dessen  Direktionskreis an die auch das magnetelek  trische     Motortriebsystem    und die Kompen  sationsvorrichtung speisende Batterie ange  schlossen ist.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung zur Darstellung ge  bracht.  



  Bei der dargestellten Schaltanordnung  erfolgt die Umformung der über die Fern  leitung 1 übertragenen Impulse in einen der       Messgrösse    proportionalen Strom nach der  sogenannten     gondensatorfrequenzmethode.    Es    ist also mit der Fernleitung 1 ein Umschalt  relais 2 verbunden, das den Kondensator 3  zur     Aufladung    und Entladung bringt. In  dein mit einer Gleichstrombatterie 4 ver  bundenen     Kondensatorstromkreis    5 liegt nun  die Wicklung 6 eines als     Drehspuleninstru-          ment        wirkenden    magnetelektrischen Motor  triebsystems 7, dessen zweite Wicklung 8  in einen Kompensationsstromkreis 9 einge  schaltet ist.

   In dem Kompensationsstrom  kreis 9 befinden sich fernerhin noch ein mit  der Batterie 4 verbundenes     Potentiometer    10  und ein     Kreuzspulinstrument    11, dessen Di  rektionsstromkreis 12 ebenfalls mit der Bat  terie 4 verbunden ist. Der Drehkontakt 13  des     Potentiometers    10 wird nun von einem  von einer Kontaktwaage 14 des Motortrieb  systems 7 überwachten, von der Batterie 4  gespeisten Motor 15 gesteuert.  



  Die über die Fernleitung 1 ankommen  den Impulse bringen nun das Umschaltrelais  2 zur Erregung, wobei durch das Aufladen  des     Kondensators    3 Gleichstromstösse erzeugt  werden. Diese durch die Wicklung 6 des       Motortriebsystems    7 fliessenden Gleichstrom  stösse bewirken nun eine Verdrehung der       Ankerscheibe    16 in der eingezeichneten Pfeil  richtung. Dadurch wird der Drehkontakt 17  der Kontaktwaage 14 mit dem linken der  beiden Kontakte 18, 19 in Berührung ge  langen, wodurch der     Motorwicklungsteil    20  erregt wird. Der Rotor des Motors 15 wird  dann in Tätigkeit gesetzt und damit der  Drehkontakt 13 des     Potentiometers    10 ver  stellt.

   Der eingestellte, in der Wicklung 8  des     Motortriebsystems    7 fliessende Kompen  sationsstrom ruft dann eine Verdrehung der  Ankerscheibe 16 in der     strichliert    eingezeich  neten Pfeilrichtung hervor. Sobald das durch  die     gondensatorströme    ausgeübte Drehmoment  dem durch den Kompensationsstrom hervor  gerufenen Drehmoment gleich ist, gelangt  der Drehkontakt 17 der Kontaktwaage 14  in seine     Mittelstellung;    er ist dann also mit  keinem der beiden Kontakte 18, 19 in Be  rührung. Die Folge davon ist, dass der Motor  15 zum Stillstand gelangt.

   Der von dem       Kreuzspulinstrument    11 angezeigte Kompen-           sationsstrom    entspricht dann der fernüber  tragenen     Messgrösse.     



  Bei Ausbleiben von Impulsen wird, da  dann in den     Kondensatorstromkreis    5 ein  Gleichstrom nicht fliesst, in dem Zähler nur  das von dem     Kompensationsstrom    hervorge  rufene Drehmoment auftreten. Demzufolge  wird der Drehkontakt 17 mit dem rechten  Kontakt 18 der Kontaktwaage 14 in Be  rührung gelangen. Es erhält dann die Er  regerwicklung 21 des Motors 15 Strom, so  dass dessen Rotor in der umgekehrten Rich  tung als vorher zum Anlaufen kommen wird.  Der Drehkontakt 13 des     Potentiometers    10  wird darin so lange verstellt, bis in dem Kom  pensationsstromkreis 9 kein Strom fliesst, wo  durch das Kompensationsdrehmoment Null  wird.

   Der Zeiger des     Kreuzspulinstrumentes     11 befindet sich dann in der Nullstellung  und der Drehkontakt 17 der Kontaktwaage  14 in der Mittelstellung.  



  Die Empfangsanordnung ist auch leicht  zur     Summenmessung    mehrerer gleichartiger  Betriebsgrössen verschiedener Kraftwerke auf  einer Zentralstation geeignet. Es können  auch beliebige Arten von Betriebsgrössen, so  wohl physikalische, als auch mechanische  übertragen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Nach der Kompensationsmethode arbei tende Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen unter Verwendung eines einerseits unter dem Einfluss des nach der Impulsmethode fernübertragenen Messwertes und anderseits unter dem Einfluss eines Kom pensationsstromes stehenden Kelvinschen Aus- gleichinstrumentes,dessen Kontaktwaage einen unisteuerbaren Servomotor steuert, der auf eine die Stromänderung des Kompensations stromkreises bewirkende Kompensationsvor richtung einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichinstrument ein magnet elektrisches Motortriebsystem ist,
    dessen Anker zwei von einem dem Messwert pro portionalen Strom bezw. von einem Kom pensationsstrom gespeiste Spulen aufweist und dass das in dem Kompensationsstrom kreis liegende Anzeigeinstrument ein Kreuz spulinstrument ist, dessen Direktionskreis an die auch das Motortriebsystem und die Kom pensationsvorrichtung speisende Batterie an geschlossen ist.
CH170640D 1933-03-10 1933-03-10 Nach der Kompensationsmethode arbeitende Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen, unter Verwendung eines Kelvin'schen Ausgleichinstrumentes. CH170640A (de)

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