CH170641A - Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen nach der Impuls-Kompensations-Methode unter Verwendung eines Kelvin'schen Ausgleichinstrumentes. - Google Patents

Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen nach der Impuls-Kompensations-Methode unter Verwendung eines Kelvin'schen Ausgleichinstrumentes.

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CH170641A
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compensation
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kelvin
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Inventor
A-G Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
    • G01R17/02Arrangements in which the value to be measured is automatically compared with a reference value
    • G01R17/06Automatic balancing arrangements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)

Description


  Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen nach der     Impuls-          Kompensations-Methode    unter Verwendung eines Kelvin'schen Ausgleichinstrumentes.    Bei der Fernanzeige von Messgrössen nach  der reinen Kompensationsmethode macht man  vom Prinzip zweier einander entgegenwirken  der Kräfte Gebrauch, von denen gewöhnlich  die eine von dem     Gebermessinstrument    und  die andere von dem Übertragerstrom beein  flusst     wird    und die beide auf ein Gleich  gewichtssystem derart einwirken, dass dieses  durch Veränderung der von dem Übertrager  strom beeinflussten Gegenkraft in seine  Gleichgewichtslage zurückgeführt wird, wo  bei der zur Rückführung nötige, das Fern  empfangsinstrument beeinflussende Strom ein  Mass der Messgrösse ist.

   Hierzu benutzt man  gewöhnlich ein Kelvinsches     Ausgleieh-          instrument,    dessen einerseits unter dem  Einfluss eines ferniibertragenen Messwertes  und anderseits unter dem Einfluss des  Kompensationsstromes stehende Kontakt  wage einen umsteuerbaren Servomotor steuert,  der auf einen die Stromänderung des       Kompensationsstromkreises    bewirkenden Ein  stellapparat einwirkt. Bei diesen bisher be-    kannt gewordenen Fernmessanordnungen ist  es zur Vermeidung von Fehlmessungen bis  her erforderlich gewesen, ein spannungsunab  hängiges Instrument, beispielsweise ein  Kreuzspulinstrument, zur Anzeige des fern  übertragenen Messwertes zu verwenden.  



  Die Erfindung bezieht sich auf eine Emp  fangsanordnung zur Fernanzeige von Be  triebsgrössen nach der Impuls-Kompensations  methode unter Verwendung eines     Kelvin-          schen    Ausgleichinstrumentes, und besteht er  findungsgemäss.

   darin, dass das     Kelvinsche          Ausgleichinstrument    einerseits von den der  fernzumessenden     Messgrösse    entsprechenden       Gebeimpulsen    und anderseits von     Kompen-          sationsimpulsen    einer von der     Kontaktwage     des     Ausgleichinstrumentes    überwachten     Kom-          pensationseinrichtung    gesteuert wird.

   Man  kann natürlich diese Impulse nicht direkt auf  das     Ausgleichinstrument    einwirken lassen,       sori-dern    diese müssen vielmehr in gleichartige  Impulse umgewandelt werden, was in     be-          lmnnter    Weise durch irgend eine der ge-      bräuchlichen Umwandlungsmethoden, bei  spielsweise mit Hilfe der Kondensator-Fre  quenzmethode, geschehen kann. Das     Kelvin-          sehe        Instrument    kann beispielsweise nach Art  eines magnetelektrischen Motortriebsystems  ausgebildet sein.  



  Die Empfangsanordnung kann auch so  ausgeführt werden, dass siel spannungsunabhän  gig ist. Dadurch wird der Vorteil erreicht,  dass jedes beliebige Drehspulinstrument zur  Anzeige der     Messgrösse    Verwendung finden  kann. Weiterhin sei noch bemerkt, dass die  Empfangsanordnung auch zur Weitergabe der  empfangenen Messgrösse geeignet ist, weil die  von der Kompensationseinrichtung hervor  gerufenen Kompensationsimpulse ohne wei  teres auf ein mit einer Übertragerleitung ver  bundenes Kontaktgeberelais zur Einwirkung  gebracht werden können. Es dürfte auch ein  leuchtend sein, dass die     Empfangsanordnung     sowohl für die Fernanzeige von physikalischen  und mechanischen     Betriebsgrössen,    als auch  zur Summenmessung mehrerer gleichartiger  Betriebsgrössen geeignet ist.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung zur Darstellung ge  bracht.  



  Bei dem     Ausführungsbeispiel    erfolgt die       Umformung    der über die     Fernleitung    1 über  tragenen Impulse in einen der Messgrösse  proportionalen Strom nach der sogenannten  Kondensator-Frequenzmethode. Es ist also  mit der Fernleitung 1 ein Umschaltrelais 2  verbunden, das den Kondensator 3 zur Ruf  ladung und Entladung bringt. In dem mit  einer Gleichstrombatterie 4 verbundenen Kon  densatorstromkreis 5 liegt die Wicklung 6  eines als Drehspulinstrument wirkenden mag  netelektrischen Motortriebsystems 7. Die  Wicklung 8 des magnetelektrischen Motor  triebsystems 7 befindet sich ebenfalls in  einem den Kondensator 9 enthaltenden, mit  der Gleichstrombatterie 4 verbundenen und  von einem Umschaltrelais 10 überwachten  Stromkreis 11.  



  Die Kompensationseinrichtung weist in  bekannter Weise ein Potentiometer 12 und  einen mit dem Drehkontakt 13 des Potentio-    meters 12 gekuppelten Steuermotor 14 auf.  In dem Kompensationsstromkreis 15 der  Kompensationseinrichtung liegt ein gewöhn  liches Drehpulsinstrument 16 und ein eineu  Impulsgeber 17 antreibender Servomotor 18.  In dem an die Batterie 4 angeschlossenen  Stromkreis 19 ist das Umschaltrelais 10 und  das auf die Fernleitung 20     einwirkende    Im  pulsgeberelais 21 eingeschaltet.

   Die beiden       Erregerwicklungen    22, 23 des Motors 14 wer  den von einer aus einem     Drehkantakt    24 und  zwei feststehenden Kontakten 25, 26 beste  henden     Kontaktwage    27 abwechselnd in den  ebenfalls mit der Batterie 4 verbundenen       Motorerregerkreis    2,8 eingeschaltet.  



       Die    über die     Fernleitung    1 ankommen  den Impulse bringen das     Umschaltrelais    2  zur Erregung, wobei durch das Aufladen des  Kondensators 3     Gleichstromstösse        in    dem       Kondensatorstromkreis    5 auftreten.     Diese     durch die Wicklung 6 des magnetelektrischen       Motortriebsystems    7 fliessenden Gleichstrom  stösse bewirken eine Verdrehung der Anker  scheibe 29 in der Richtung des mit vollen  Linien eingezeichneten Pfeils. Dadurch wird  der Drehkontakt 24 mit dem linken Kontakt  25 der     Kontaktwage    27 in Berührung ge  langen.

   Die Erregerwicklung 23 erhält dann  Strom, so dass der Rotor des Motors 14 in  Tätigkeit gesetzt wird. Demzufolge wird auch  der Drehkontakt 13 des     Potentiometers    12  verstellt und damit der Strom in dem Kom  pensationsstromkreis 15 geändert. Die Ge  schwindigkeit des Motors 18 wird sich so  mit entsprechend diesem Kompensationsstrom  einstellen, so dass der Impulsgeber 17 in einer  bestimmten Zeiteinheit eine bestimmte An  zahl Impulse erzeugen     wird,    die sowohl das       Umschaltrelais    10, als auch das     Geberelais     21 zur Betätigung bringen.

   Es wird des  halb das Umschaltrelais 10     infolge    der auf  tretenden Ladung und Entladung .des     Kon-          densators    eine Anzahl Gleichstromstösse in  dem Kompensationsstromkreis 11     hervorrufen.     Dieser Kompensationsvorgang erfolgt so  lange, bis das in der Richtung des     strich-          liert    eingezeichneten     Pfeils        wirkende    Dreh  moment dem durch die     Gebeimpulse    her-      vorgerufenen Drehmoment gleich ist. In  einem solchen Falle wird der Drehkontakt 24  der Kontaktwage 27 die Mittelstellung ein  nehmen.  



  Bei Ausbleiben der Impulsfolge wird,  da dann in dem Kondensatorstromkreis 5       Gleichstromstösse    nicht fliessen, in' dem  magnetelektrischen Motortriebsystem 7 nur  das von der Kompensationseinrichtung her  vorgerufene Drehmoment auftreten. Der  Drehkontakt 24 wird dann mit dem rechten  Kontakt 26 der Kontaktwage 27 zum Ein  griff gelangen, womit die Erregerwicklung  22 des Motors 14 Strom erhält. Der Rotor  des Motors 14 kommt nunmehr in der um  gekehrten Richtung als vorher zum An  laufen. Dabei wird der Drehkontakt 18 des  Potentiometers so lange verstellt, bis er seine  Nullstellung erreicht hat, das heisst bis in  dem Kompensationsstromkreis 15 kein Strom  mehr fliesst. Der Zeiger des Messinstrumen  tes 16 befindet sich dann ebenfalls in der  Nullstellung. Ferner gelangt der Servo  motor 18 zum Stillstand.

   Es werden dann  keine Kompensationsimpulse mehr ausge  sandt, so dass das Kompensationsdrehmoment  der Spule 8 Null ist. Der Drehkontakt 24  der Kontaktwage 27 befindet sich dann wie  der in seiner Mittelstellung. Bei Auftreten  einer neuen Impulsfolge in der Fernleitung 1  wird dann der bereits vorher geschilderte Vor  gang wiederholt.  



  Da der     Kondensatorstromkreis    5 und der  Kondensatorstromkreis 11 an der gleichen  Gleichstrombatterie 4 liegen, wird natürlich  bei Fallen oder Steigen der Spannung der  Batterie 4 das durch die Wicklung 6 her  vorgerufene Drehmoment und das durch die  Wicklung 8 hervorgerufene Drehmoment  im gleichen Verhältnis verändert. Da nun  mehr die beiden Drehmomente in entgegen  gesetzter Richtung wirken, haben somit  Spannungsschwankungen der Batterie 4 ab  solut keinen Einfluss auf das Messergebnis.  Demzufolge hängt also die Kompensation der  fernzuübertragenden Messgrösse in dem mag-    netelektrischen Motortriebsystem einzig und  allein von der Anzahl der in den Wick  lungen 6 und 8 auftretenden Gleichstrom  stösse ab.

   Die Fernmesseinrichtung ist daher,  ohne dass für die Anzeige der     Messgrösse     ein spannungsunabhängiges Messinstrument  Verwendung finden muss, spannungsunab  hängig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ei mpfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen nach der Impuls-Kompensa tionsmethode unter Verwendung eines Kel- vinschen Ausgleichinstrumentes, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kelvinsche Ausgleich instrumenteinerseits von den der fernzumes senden Messgrösse entsprechenden Gebeimpul sen und anderseits von Kompensationsimpul sen einer von der Kontaktwage des Aus- gleichinstrümentes überwachten Kolhpensa- tionseinrichtung gesteuert wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Empfangsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Kontakiwage des Ausgleichinstrumentes gesteuerte Kompensationsstromkreis einen Servomotor aufweist,. der einen die Kom pensationsimpulse hervorrufenden Impuls geber antreibt. 2. Empfangsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl -die Messimpulse, als auch die Kompensationsimpulse nach der Kondensator-Frequenzmethode in auf das Kelvinsche Ausgleichinstrument einwir kende Gleichstromstösse umgewandelt wer den.
    3. Empfangsanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensations- impulso gleichzeitig auch noch auf ein Gebeimpulsrelais einer weiteren Fern leitung einwirken.
CH170641D 1933-03-22 1933-03-22 Empfangsanordnung zur Fernanzeige von Betriebsgrössen nach der Impuls-Kompensations-Methode unter Verwendung eines Kelvin'schen Ausgleichinstrumentes. CH170641A (de)

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