CH170757A - Verfahren zur Herstellung eines nicht bitteren Mehles aus Sojabohnen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines nicht bitteren Mehles aus Sojabohnen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines nicht bitteren Mehles aus Sojabohnen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines nicht bitteren Mehls aus Sojabohnen. Die bekannten Entbitterungs- bezw. Röst verfahren für Sojabohnen sind teils umständ lich, teils im Erfolg unsicher. Es ist vor geschlagen worden, Sojabohnen mit Dampf zu behandeln oder auf 120 bis .300 C zu erhitzen. Die Dampfbehandlung kann leicht zu unerwünschten Veränderungen in der Sojabohne führen. Die erwähnte Röstung führt ausserdem zu einem ungleichmässigen Produkt, weil bei der gerösteten Bohne der Kern im Geschmack und Aussehen von dem übrigen Teil der Frucht verschieden ist. Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung eines nicht bitteren Mehls aus Sojabohnen ist dadurch gekennzeichnet, dass Sojabohnen mit schwach angesäuertem Was ser behandelt, auf eine Temperatur von höchstens 75 C erhitzt, getrocknet und ver- mahlen werden. Durch die Säure- und Warmbehandlung finden stoffliche Umwandlungen statt, so dass die Bitterstoffe und die den Bohnen geschmack verursachenden Stoffe verschwin den bezw. in unschädliche und geschmacklose Verbindungen übergehen. Nach der Nass- behandlung ist die Bohne völlig neutral schmeckend. Es folgt nach der Nassbehandlung Trock nen und Vermahlen der Bohnen, wodurch ein völlig neutral schmeckendes Mahlgut er halten wird. Es kann ferner ein biskuit-, kakao- oder kaffeeähnlich schmeckendes Sojamehl hergestellt werden. Der biskuit-, kakao- oder kaffeeähnliche Geschmack des Endproduktes wird durch Erhitzen des neu tral schmeckenden Mehls erzeugt und hängt von der Dauer bezw. der angewandten Temperatur bei der Hitzebehandlung des Mehls ab. Die Sojabohne kann geschält oder<U>un-</U> geschält der Behandlung mit dem schwach angesäuerten Wasser unterworfen werden. Es ist zweckmässig, die Schälung der Soja bohnen nach der Behandlung mit dem an gesäuerten Wasser und dem Trocknen vorzu nehmen, da in diesem Zustand die Schälung einfacher ist. Die Sojabohnen können auch mit auf bis höchstens 75 C erhitztem, schwach ange säuertem Wasser behandelt werden. Man kann die Behandlung der Sojabohnen vorteilhaft zum Beispiel in der Weise aus führen, dass man die Sojabohnen in dem an gesäuerten Wasser einweicht und, gegebenen falls nach einer Waschung, die Bohnen mit Wasser bei höchstens 75 C behandelt. Unter Umständen kann man die gewaschenen Boh nen auch mit angesäuertem heissem Wasser behandeln. Das für das Verfahren zu verwendende, angesäuerte Wasser kann als .Säure beispiels weise '/1o bis 1 Gewichtsprozent Schwefel säure, Phosphorsäure, Essigsäure, Salzsäure und dergleichen enthalten. Gegebenenfalls kann nach oder noch während der Behand lung die Säure neutralisiert werden. Für diese Neutralisation kann zum Bei spiel Natriumhydrogyd verwendet werden. 0 Das durch Vermahlen der getrockneten Sojabohnen erhaltene Mehl ist, wie sich zeigte, völlig geschmacklos. Um ihm für be stimmte Verwendungszwecke erwünschten Geschmack zu geben, wird es, zweckmässig nicht zu stark, erhitzt. Wenn eine stärkere Erhitzung, z. B. zwecks Erzielung des kaffee ähnlichen Geschmackes, notwendig ist, wird das Mehl vorteilhaft zunächst nur mässig, z. B. etwa auf 50 ' C, erwärmt und dann stufenweise auf höhere Temperatur gebracht, gegebenenfalls auch mit zeitlicher Unterbre chung der Wärmezufuhr. Es empfiehlt sich, nach Durchführung der Erhitzung das Mehl rasch zu kühlen. Unter Umständen empfiehlt es sich, das Sojamehl vor dem Erhitzen ganz oder zum Teil von seinem<B>Öl-</B> oder Fettgehalt zu be freien. Dies kann in einfachster Weise durch Abpressen des Öls aus dem Mahlprodukt er folgen. Es wird so ein weniger fetthaltige, backfähiges Mehl gewonnen, wie es für ver schiedene Zwecke erwünscht ist. Das neue Verfahren wird beispielsweise folgendermassen ausgeführt. 10 kg geschälte Sojabohnen werden in 10 kg Wasser, das etwa %o % einer der vor genannten Säuren enthält, eingeweicht. Nach einigen Stunden wäscht man die Bohnen einige Male und bringt sie dann in heisses Wasser, dessen Temperatur höchstens 75 C beträgt. Nachdem die Bohnen etwa 2 Stun den in dem heissen Wasser belassen wurden, werden sie getrocknet und gemahlen. Das so entbitterte Mehl wird in einer Rösteinrich- tung bei langsam steigender Temperatur, be ginnend mit zirka 35 C und zeitweiser Un terbrechung der Wärmezufuhr bis zur Erzie lung des gewünschten Geschmackes erhitzt und dann sofort gekühlt. Das Verfahren liefert, wie Versuche er gaben, bei der menschlichen Ernährung völ lig unschädliche, völlig neutral- oder wohl schmeckende Produkte stets gleicher Beschaf fenheit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines nicht bitteren Mehls aus Sojabohnen, dadurch ge kennzeichnet, dass Sojabohnen mit schwach angesäuertem Wasser behandelt, auf eine Temperatur von höchstens 75 C erhitzt, ge trocknet und vermahlen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass geschälte Sojabohnen mit schwach angesäuertem Wasser be handelt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ungeschälte Sojaboh nen mildem schwach angesäuerten Was ser behandelt und nach der Trocknung geschält werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die .Sojabohnen mit auf höchstens 75 C erhitztem, schwach angesäuertem Wasser behandelt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sojabohnen zu nächst in angesäuertem Wasser einge weicht und darauf mit heissem Wasser auf höchstens 75 C erhitzt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sojabohnen zu nächst in angesäuertem Wasser einge weicht, dann gewaschen und mit Wasser auf höchstens 75 C erhitzt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sojabohnen zu nächst in angesäuertem Wasser einge weicht und dann mit angesäuertem Was ser bis auf höchstens 75 C .erhitzt wer den. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit Schwefelsäure angesäuertes Wasser verwendet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit Phosphorsäure angesäuertes Wasser verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit Essigsäure an gesäuertes Wasser verwendet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit Salzsäure ange säuertes Wasser verwendet wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Säure bei der Behandlung der .Sojabohnen mit dem an gesäuerten Wasser neutralisiert wird. 12.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Sojaboh nen enthaltene Säure nach der Behand lung mit dem angesäuerten Wasser neu tralisiert wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Mah- lung der Sojabohne erhaltene Mehl er hitzt wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sojamehl zunächst auf 35 C er wärmt und dann stufenweise auf höhere Temperatur erhitzt wird. 15.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei der stufenweisen Erhitzung auf höhere Temperatur die Wärmezufuhr zeitweilig unterbrochen wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sojamehl nach der Erhitzung rasch gekühlt wird. 17. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sojamehl vor der Erhitzung we nigstens zum Teil von seinem Öl- oder Fettgehalt durch Abpressen befreit wird.
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| DE1269465B (de) * | 1963-03-14 | 1968-05-30 | Archer Daniels Midland Co | Verfahren zur Behandlung von Protein und Kohlenhydrate enthaltendem Material aus Nuessen und OElsaaten |
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1933
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Cited By (2)
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| DE1269465C2 (de) * | 1963-03-14 | 1973-02-22 | Archer Daniels Midland Co | Verfahren zur Behandlung von Protein und Kohlenhydrate enthaltendem Material aus Nuessen und OElsaaten |
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