CH171066A - Ski und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Ski und Verfahren zu seiner Herstellung.

Info

Publication number
CH171066A
CH171066A CH171066DA CH171066A CH 171066 A CH171066 A CH 171066A CH 171066D A CH171066D A CH 171066DA CH 171066 A CH171066 A CH 171066A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
ski
glue
masonite
production
synthetic material
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Axel Lundstrom Einar
Original Assignee
Axel Lundstrom Einar
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Axel Lundstrom Einar filed Critical Axel Lundstrom Einar
Publication of CH171066A publication Critical patent/CH171066A/de

Links

Landscapes

  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description


  Ski und Verfahren zu seiner Herstellung.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ski,  der verhältnismässig billig hergestellt werden  und trotzdem aus teuersten Hölzern bestehen  den Skiern     ebenbürdig    sein kann.  



  Gemäss der Erfindung besteht mindestens  die Lauffläche des     Skis    über die ganze Länge  oder einen grösseren Teil derselben aus einer  Kunstmasse, die durch Behandlung von fein  zerteiltem Holz mit Hochdruckdampf unter  plötzlicher Druckentlastung und nachfolgender       Pressung    unter     Wärmezufuhr    gewonnen ist.  Dieses Material ist unter dem Namen     Masonit     bekannt und wird in folgendem als solches  bezeichnet.  



  Wenn der Oberteil des Skis aus Holz  bestehen soll, zum Beispiel in Gestalt eines  alten     Skis    oder eines neuen, für den Zweck  vorgearbeiteten Skikörpers, kann auf der Unter  seite dieses alten oder des neuen Holzskis  über die ganze Länge oder den grösseren Teil  derselben ein Belag aus     Masonit    in Form  einer Sohle angebracht werden. Ein solcher  Belag kann zugleich auch auf der Oberseite  angebracht werden.    Die für das Grundwachsen erforderlichen  wasserabstossenden     Stoffe    können in das     Ma-          sonit    eingeführt werden, ehe dieses auf den  Ski aufgelegt wird.

   Am zweckmässigsten ist  es natürlich, die erforderlichen Wachsstoffe,  zum Beispiel Teer, Wachs, Öl, Paraffin. oder  dergleichen in das     Masonit    schon bei dessen  Herstellung, spätestens vor seiner Pressung,  einzuführen, so dass das     Masonit    mit diesen       Stoffen    gänzlich imprägniert ist. Dem     Masonit     fehlt eine ausgeprägte Faserrichtung, weshalb  es keine Neigung hat, sich in feuchtem oder  trockenem Zustand zu verziehen und daher  derartigen Neigungen des eigentlichen Holz  skiteils entgegenwirken kann. Ferner ist es  sehr hart und widerstandsfähig und gleicht  in dieser Beziehung vollkommen zum Beispiel  dem Hickoryholz.

   Ein aus Birkenholz herge  stellter Ski mit einem Belag aus     Masonit     kann einem Hickoryski voll gleichwertig,<B>ja</B>  sogar in gewissen Beziehungen überlegen sein,  und ist ausserdem bedeutend billiger.  



  Ein Ausführungsbeispiel eines Holzskis  mit einer     Lauffläche    aus     Masonit    ist auf der      Zeichnung dargestellt, die einen Schnitt durch  einen derartigen Ski zeigt.  



  Es bezeichnet 1 den     Holzskikörper,    der  vorzugsweise etwas dünner ist als die bisher  gebräuchlichen Holzskier. Auf seiner Unter  seite ist der Ski mit einer Sohle oder Platte 2  aus gehärtetem     Masonit    bekleidet. Auf der  Unterseite dieser Platte 2 ist gemäss der  Zeichnung eine weitere     Masonitplatte    3 be  festigt, in deren Unterseite eine Rinne 4 aus  gearbeitet ist. Die Platten 2 und 3 werden  an dem Holzski zweckmässig durch Leimen  mit wasserfestem Leim befestigt und die  Rinne 4 kann durch Fräsen ausgearbeitet  werden, obgleich es natürlich auch möglich  ist, die Rinne in die Platte 3 bei ihrer Her  stellung einzupressen. In gewissen Fällen  können mehrere Rinnen 4 hergestellt werden,  insbesondere bei Sprungskiern und Slalom  skiern.  



  Bei der Herstellung der beschriebenen  Skier wird     zweckmässig    wie folgt vorgegangen  Das     Skirohstück    aus Holz wird zunächst  auf der Unterseite durch Hobeln gerichtet  (geplant), worauf es auf der Oberseite nach  beiden Enden hin abgeschwächt wird. Dann  werden sowohl die Unterseite des Skiroh  stückes, als auch der Belag     .2        bezw.    die Be  läge 2 und 3 mit wasserfestem Leim bestri  chen.

   Unmittelbar darauf, ehe noch der Leim  getrocknet ist, wird das     Skirohstück    mit dem  Belag 2     bezw.    den Belägen 2 und 3 in einer  Spannvorrichtung gespannt, damit der Ski  die sogenannte Spanne, das heisst die geringe  Wölbung in der Längsrichtung und die Ski  spitze oder Schaufel ihre     Aufbiegung    erhalten.  Nachdem der Leim vollständig getrocknet ist,  wird die Spannvorrichtung gelöst und der  Ski behält dann die Form bei, die er in der  Spannvorrichtung gehabt hat.

   Die Wölbung  des     Spannes    und die     Aufbiegung    der Schaufel  an einem Ski mit einem Belag aus     Masonit     können somit ohne die beiden Arbeitsvorgänge  bewirkt werden, die sonst bei Herstellung  von gewöhnlichen Skibrettern notwendig sind,  nämlich Trocknen des frischen     Skirohstückes     in einer Spannvorrichtung zwecks Erzielung  des Spannes und     Beuchen,    das heisst Erwei-         chen    in heissem Wasserbad, zwecks Erzielung  der     Spitzenaufbiegung    oder Schaufel.

   Dies  wird dadurch ermöglicht, dass die Stärke des  Skimaterials bedeutend dünner gehalten wer  den kann und der     Werkstoff    daher bei weitem  biegsamer ist als bei einem auf gebräuchliche  Weise hergestellten Ski. Die beschriebenen       Unterlagssohlen    können indessen auch an  auf gebräuchliche Weise hergestellten Skiern,  sowie auch an älteren, gebrauchten Skiern  angebracht werden. Der Ski kann auch gänz  lich aus     Masonit    bestehen, und zwar zweck  mässig aus mehreren aufeinander gelegten  Schichten.  



  Skier mit     Belagplatten    aus mit Wachs  mitteln imprägniertem     Masonit    brauchen nur  mit Paraffin oder anderem sogenannten Ober  flächenwachsmittel bestrichen zu werden, das  jeweils den herrschenden Witterungsverhält  nissen und der Schneebeschaffenheit angepasst  ist; sie brauchen jedoch beim Wachsen keiner  starken Wärmebehandlung ausgesetzt zu wer  den, weshalb jegliche     Verziehungsgefahr    aus  geschlossen ist.  



  Es können je nach Bedarf und Wunsch  eine oder mehrere Schichten von Belägen  verwendet werden, und wenn es erforderlich  sein sollte, kann eine Schicht fortgenommen  und mit geringen Kosten durch eine neue  ersetzt werden. Ein Belag aus     Masonit    kann  auch auf der Oberseite des Skis, namentlich  an Sprungskiern angebracht werden. Damit  der wasserfeste Leim besser haftet, können  die Flächen vor dem Leimen     aufgerauht    oder  geriffelt werden. Es ist jedoch zu     bemerken,     dass Platten aus     Masonit    leichter aneinander  oder au Holz als zwei Holzstücke aneinander  zu leimen sind.

   Auch aus diesem Grunde ist  der Belag den bekannten     Belagswerkstoffen     für Skier überlegen; es kommt noch hinzu,  dass erfahrungsgemäss Skier mit Belag aus       Masonit    keine     Neigungzum        Rückgleiten    haben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Ski, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens die Lauffläche des Skis über die ganze Länge oder den grösseren Teil derselben aus einer Kunstmasse besteht, die durch Behand- Jung von feinzerteiltem Holz mit Hochdruck dampf, unter plötzlicher Druckentlastung und nachfolgende Pressung unter Wärmezufuhr gewonnen ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Ski nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens die Kunst masse mit wasserabstossenden Mitteln im prägniert ist. 2. Ski nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Herstellung des Skis eine Kunstmasse verwendet ist, der an lässlich ihrer Herstellung spätestens vor ihrer Pressung wasserabstossende Mittel einverleibt worden sind. 3.
    Ski nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass auch die Oberseite des Skis aus der genannten Kunstmasse be steht. PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Skis nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der genannten Kunstmasse be- g <B>-</B> fehende <B>-</B> Lauffläche zunächst auf den Holz- teil mittelst wasserfesten Leimes festgeleimt wird, und dass unmittelbar darauf, ehe der Leim getrocknet ist,
    Vorder- und Mittelteil des Skis durch eine Spannvorrichtung aufge bogen und in aufgebogener Lage so lange gehalten werden, bis der Leim vollständig getrocknet ist.
CH171066D 1932-11-30 1933-04-18 Ski und Verfahren zu seiner Herstellung. CH171066A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE171066X 1932-11-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH171066A true CH171066A (de) 1934-08-15

Family

ID=20303245

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH171066D CH171066A (de) 1932-11-30 1933-04-18 Ski und Verfahren zu seiner Herstellung.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH171066A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2732287C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines mit Aktivkohle versehenen Einlegesohlenmaterials
DE523151C (de) Verfahren zur Herstellung von hochverdichtetem Holz durch Verleimung von Brettern zu einem Block und Verdichtung des Blockes
AT140456B (de) Ski und Verfahren zu seiner Herstellung.
CH171066A (de) Ski und Verfahren zu seiner Herstellung.
CH161592A (de) Ski und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE1203938B (de) Verfahren zur Herstellung von Holzfurnieren
DE619288C (de) Aus zwei oder mehreren Schichten bestehender Ski
DE586946C (de) Schneeschuh
DE2219383A1 (de) Ski, insbesondere langlaufski
DE483735C (de) Verfahren zur Herstellung wasserdichter Stoffe ebenen oder auch wellenfoermigen Querschnitts
DE351932C (de) Schwimmschuh
DE1056358B (de) Verfahren zur Herstellung von Holzspanwerkstuecken
DE9105615U1 (de) Einlegesohle für Schuhe
AT387183B (de) Verfahren zum anschaeumen eines teiles aus polyurethan-schaumstoff an wenigstens einen teil aus holz oder holzaehnlichen werkstoffen
CH168471A (de) Ski.
DE533433C (de) Brandsohle und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT43060B (de) Verfahren zur Herstellung von Schuhsohlen, Einlegesohlen u. dgl.
DE805800C (de) Vorrichtung an Bodenbelaegen
AT147584B (de) Schuhabsatz und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE655135C (de) Verfahren zum Herstellen von Skiern
DE2656587C2 (de) Ski mit einem Holzkern
AT42412B (de) Verfahren zur Herstellung von Schuheinlagen.
AT135886B (de) Verfahren zur Herstellung von Brandsohlen.
DE417325C (de) Schuhinnenteil aus einer Mehrzahl miteinander verbundener Holzfurniere
DE557073C (de) Vorrichtung zum seitlichen Hochwalken von Brandsohlen