Elektrische Einrichtung an Ölfeuerungen zur automatischen Steuerung derselben. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine elektrische Einrichtung an Ölfeue rungen zur automatischen Steuerung der selben.
In der beiliegenden Zeichnung sind schematisch durch Fig. 1 und 2 zwei Ausfüh rungsbeispiele dieser Einrichtung im Ruhe zustand dargestellt. Fig. 3 zeigt eine Einzel- beit im. Störungszustande.
In Fig. 1 bedeutet R1 ein Motorrelais in be kannter Ausführung, welches bei Erregung den Elektromotor M einer Elektromotor, Ven tilator und Ölpumpe besitzenden Öleinspritz- vorrichtung in Betrieb setzt, während ein Relais BZ gleichzeitig mit der Einschaltun; des Motors den zur Zündung des Ölluftge- misches dienenden Zündtransformator Z ein schaltet, der bei Z' den Zündfunken erzeugt.
V ist ein Sicherheitsrelais, das dann in Funk tion tritt und die Ölfeuerung stillsetzt, wenn die Zündung bei der Inbetriebsetzung oder die Flamme während des Betriebes aussetzt.
Eine Signallampe L, zeigt durch Auf leuchten den Betriebszustand, eine eben- solche L2 den Ruhezustand und eine dritte L" den Störungszustand der Feuerung an.
R ist ein Raumthermostat, H ein Thermo stat im Heizkessel und K ein. Kaminthermo stat, die miteinander elektrisch verbunden sind und die Feuerung entsprechend den Temperaturen im Raum, im Kessel und im Kamin steuern und vor Störungsschäden be wahren sollen.
Es bedeutet 1 die Erregerwicklung des Motorrelais R,., welche bei ihrer Erregung den Rotor 3 desselben in Drehung versetzt; 2 ist eine Haltewicklung, dazu bestimmt, den Rotor 3 unter gewissen Bedingungen in der Einschaltstellung festzuhalten. 4 ist ein mit dem Rotor 3 in Eingriff stehendes Über setzungsrad, an dessen Stelle auch ein mehr achsiges Getriebe treten könnte. An dem Rad 4 ist mittelst des Zapfens 5 eine Schwinge G angekuppelt, die um den Zapfen 7 drehbar ist. Die Schwinge 6 liegt in der Ruhestellung an einem Anschlag 8 und bei erregter Wick lung 1 resp. 2 an einem Anschlag 9 an, durch welch letzteren die Drehung ,des Rotors 3*be- grenzt wird.
Bei Aufhebung der Erregung der Wicklung 1 resp. 2 kehrt die Schwinge 6 unter Wirkung der Zugfeder 10 in die Ruhe lage zurück.
An dem rechtsseitigen Hebelarm der Schwinge 6 ist die -Stange 11 aasgelenkt, an der zwei die Quecksilberschaltröhren 12, 13 tragende und um die Zapfen 14, 15 drehbare Kipphebel 16, 17 aasgelenkt sind.
Bei Erregung des Relais R, wird die Stange 11 nach oben gezogen und dadurch werden die Quecksilberschaltröhren 1.2, 13, welche im Stromkreis des Motors M der Ölein- spritzvorrichtung liegen, eingeschaltet, wo durch diese in Betrieb gesetzt wird.
Der Kipphebel einer Quecksilberschalt- röhre 18, welche zur Einschaltung der Sig nallampe L, im Ruhezustand der Einrichtung dient, ist ebenfalls an derStange 11 aasgelenkt.
Das Relais R2, das ebenfalls als Motor relais von ähnlicher Ausführung wie R, dar gestellt ist, arbeitet in analoger Weise, wie dieses; es ist aber nur mit einer einzigen. Wicklung, der Erregerwicklung 19, ausge rüstet.
Mit der Schwinge dieses Motorrelais ist eine Stange 20 verbunden, welche .die Queck- silberschaltröhre 21 betätigt, die den Zünd- transformator Z ein- und ausschaltet. Eine ebenfalls mit der Stange 20 verbundene Quecksilberschaltröhre 22 steuert den Strom kreis der Wicklung 19 des Relais R2.
p ist ein Sicherheitsrelais, das eine Queck- silberschaltröhre 23 besitzt, die im Strom kreis des Motors M liegt und die an einem um den Zapfen 24 schwenkbaren Hebel 25 befe stigt ist. In der Normalstellung liegt der Hebel 25 mit einem an ihm festsitzenden Stift 26 auf einer Nase 27, die seinerseits an dem freien Ende einer Bimetallfeder 2.8 festsitzt. Diese ist mit dem andern Ende bei 29 festge macht und steht unter dem Einfluss einer Heizwicklung 30.
Sobald die Heizwicklung 30 eingeschaltet wird, was im Falle einer Störung eintritt, verbiegt sich die Bimetallfeder 28 oben nach rechts, bis schliesslich die Nase 27 von dem Stift 2.6 abgleitet, wodurch sich die Queck- silberschaltröhre 23 um den Zapfen 24 drehend unter ihrem Eigengewicht oder unter Wirkung einer Zugfeder rechts nach unten schwenkt und den Stromkreis des Motors 13Z unterbricht.
In dieser Störungsstellung liegt der Hebel 2:5 auf dem linken Ende eines bei 31 drehbar gelagerten Hebels 32 auf (Fig. 3) und die rechte Kontaktseite der Quecksilber schaltröhre 2-3 schliesst den Stromkreis der Signallampe L3, welche die Störung signali siert. Mittelst des Hebels .32 kann der Hebel 25 von Hand wieder in die Normalstellung zurückgeführt werden, jedoch erst nachdem die Bimetallfeder 28 abgekühlt ist, da der Hebel 32 sonst mit einem an ihm befestigten Stift 33 an einer an der Bimetallfeder 28 festsitzenden Nase 34 anstösst.
Diese Mass nahme ist getroffen, um zu verhindern, dass die Wiedereinschaltung der Ölfeuerung her beigeführt wird, so lange sich im Feuerraum ebenfalls durch den Störungszustand ange sammeltes Öl vorfinden könnte. Dasselbe hat dann Zeit, an den heissen Teilen des Kessels zu verdampfen und durch den Kamin zu ent weichen. 35 ist eine Zugfeder, dazu bestimmt, den Hebel 32 gegen den Anschlag 36 anzu legen; das rechte Ende des Hebels 32 dient zur Handbetätigung.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende Der Raum- oder Zimmerthermostat R, hat die Aufgabe, die Ölfeuerung nach Massgabe der Raumtemperatur ein- und auszuschalten, während der Kesselthermostat H die Wasser temperatur im Heizkessel innert bestimmter Temperaturgrenzen halten soll. Diese beiden Thermostaten sind in Serie geschaltet; ist der eine von beiden ausgeschaltet, so ist die Öl feuerung im Ruhezustand, dagegen ist sie im Betriebszustand, wenn beide eingeschaltet sind.
Die Feuerung kann auch ohne Raum thermostat nur nach Massgabe der Wasser temperatur im Heizkessel gesteuert werden, wobei sie etwas grössere Temperaturdiffe renzen aufweisen wird. Der Raumthermostat ist in diesem Falle einfach durch eine elek trische Verbindung zu überbrücken. Der Kaminthermostat If' ist im Ruhezu stand der Ölfeuerung eingeschaltet und im Betriebszustande infolge der Kaminhitze aus geschaltet.
Wenn in Fig. 1 der Raumthermostat R seinen Kontakt schliesst, so wird das Relais Rl erregt, indem der Steuerstrom vom nega tiven Pol der Stromquelle über R,<I>H,</I> Ii, Heizwicklung 30, Erregerwicklung 1, Queck- silberschaltröhre 23 zum positiven Pol der Stromquelle fliesst und der Motor M in Gang gesetzt wird.
Die Wicklung 2, die nur als Haltewick lung für das Motorrelais R, dient, wird erst eingeschaltet, wenn das Relais B1 erregt und in der Einschaltstellung ist, und zwar ver läuft dann der Stromkreis vom negativen Pol über R, H, 2, 12, 23 zum positiven Pol.
Gleichzeitig mit dem Relais B1 wird auch das Relais R., das den Zündtransformator be herrscht, erregt. Sein Erregerstromkreis führt vom negativen Pol über<I>R, H,</I> h, Erreger wicklung 19, Quecksilberschaltröhre 1.8 und Quecksilberschaltröhre 23 zum positiven Pol. Somit wird im Momenf der Inbetriebsetzung des Motors M der Oleinspritzvorrichtung auch die Zündvorrichtung eingeschaltet, wodurch die Ölfeuerung in Funktion tritt.
Durch Erregung des Relais B1 wird die Quecksilberschaltröhre 18 ausgeschaltet, wäh rend durch diejenige des Relais R. die Queck silberröhre 22 eingeschaltet wird, welche die Quecksilberschaltröhre 18 einfach überbrückt.
Durch die heissen Kamingase wird nun der Kaminthermostat K nach kurzer Zeit seinen Kontakt öffnen und den Erreger stromkreis des Relais R. und damit die Zündvorrichtung abschalten. Gleichzeitig werden auch die Heizwicklung 30 und die Wicklung 1 des Relais R1 ausgeschaltet, wel ches durch die Haltewicklung 2 im Betriebs zustande festgehalten wird.
In der kurzen Zeit von der Inbetrieb setzung bis zum Ausschalten der Zündvor richtung wird die Bimetallfeder 28 nicht so weit erwärmt, da.ss das Sicherheitsrelais V zum Ausschalten kommt.
Die beschriebene Einrichtung zur auto- matischen Steuerung von Ölfeuerungen bietet Schutz gegen jede Explosionsgefahr im Feuerraum, zum Beispiel: 1. Bei Ausbleiben der Ölzufuhr bei der Inbetriebsetzung oder während des Betriebes wird der Kaminthermostat K in der Schliess stellung verharren bezw. in diese zurück kehren. Die Heizwicklung 30 wird das Sicherheitsrelais Y mittelst der Bimetallfeder 28 auslösen und den Motor und damit die Feuerung abstellen.
z. Bei Versagen der Zündung bei der In betriebsetzung oder bei Hängenbleiben des Kaminthermostaten K in der Einschaltstel lung wird die Feuerung in gleicher Weise ausser Betrieb gebracht.
3. Bei kurzem oder längerem Ausbleiben der Spannung wird die Feuerung abgestellt und nach Wiedereintritt des Stromes von neuem selbsttätig in Betrieb gesetzt.
4. Bei Durchbrennen der Heizwicklung 30 oder auch bei Hängenbleiben des Kamin thermostaten K in der Ausschaltstellung kann nach dem Abstellen der Feuerung eine Wiederinbetriebsetzung nicht mehr stattfin den, da der Erregerstromkreis des Relais B1 geöffnet bleibt.
Aus diesen Störungsbeispielen ist ersicht lich, dass keinesfalls eine Explosion von -01 stattfinden kann, das sich im Feuerraum in folge Auslöschens der Flamme oder Aus bleibens des Zündfunkens beim Anlauf an sammeln könnte.
In Fig. 2' ist ein weiteres Ausführungs beispiel der Einrichtung dargestellt, bei der das Relais R,' mit seinen Teilen 1', '2 ', 11', 12', 13', 18', sowie die Quecksilberschaltröhre 21' des Relais R'" und das Sicherheitsrelais V' mit seiner Quecksilberschaltröhre 23' und seiner Heizwicklung 30' und die Teile<B>11,</B><I>Z,</I> <I>R, H,</I> r, L1, L@ und L3 den betreffenden Teilen des ersten Ausführungsbeispiels ent sprechen,
bei der aber nicht ein zweites Motorrelais zur direkten Einschaltung der Zündvorrichtung vorhanden ist, sondern ein Magnetrelais RJ, welches im Moment der In betriebsetzung die Quecksilberschaltröhre 21' mit der Stange 11' des Motorrelais Ri kup- gelt, wodurch die Zündvorrichtung ebenfalls gleichzeitig mit dem Motorrelais R,' einge schaltet wird.
Nach Unterbruch des Erregerstromkreises für die Relais R-,' und Bz durch den Kamin- fhermostaten K entkuppelt das Relais R2' die Quecksilberschaltröhre 21' und bewirkt die Abschaltung der Zündvorrichtung.
Das Relais R2', das hier ein Magnetrelais ist, könnte aber auch ein Motorrelais sein. Seine Wicklung 19' ist mit der Wicklung l.' des Relais Rl und der Heizwicklung 30' über die Thermostaten R, H und K in Serie ge schaltet.
Wird der Kontakt des Thermostaten R geschlossen, so, verläuft der Erregerstrom vom negativen Pol über R,<I>H,</I> K, 30', 19', 1', 23' von V' zum positiven Pol. Durch die Erre gung des Relais R2' wird der Magnetanker 37 angezogen und der Hebel 40 an dem die Quecksilberschaltröhre 21' tragenden, auf dem Zapfen 38 gelagerten Kipphebel 39 um den Punkt 41 geschwenkt, so dass eine an seinem untern Ende vorgesehene Nase über den an der Stange 11 sitzenden Vorsprung 42 hin einragt.
Die vom Relais R1' nach oben be wegte Stange 11' bewegt dann den Hebel 40 nach oben und damit wird der Hebel 39 um den Zapfen 38 gedreht, wodurch die Queck- silberschaltröhre 21' den Zündstrom ein schaltet. Die Wicklung 2' des Relais B1' dient auch hier als Haltewicklung, sobald die Wicklung 1' durch Öffnen des Kontaktes des Kaminthermostaten K abgeschaltet wird.
Alsdann kehrt der Anker 37 samt dem Hebel 40 unter Wirkung der Feder 43 in die Ruhelage zurück, wodurch der Hebel 40 vom Vorsprung 42 ausgelöst wird und der Kipp- hebel 39 samt der Quecksilberschaltröhre 21' in die Ausschaltstellung gelangen.
Im übrigen funktioniert die Einrichtung gemäss Fig. 2 ähnlich wie diejenige der Fig. 1.
Statt der Motorrelais könnten auch Mag netrelais verwendet werden, die sinngemäss die gleichen Funktionen ausüben würden, imd an Stelle der Quecksilberschaltröhren könn ten auch Metallkontakte verwendet werden. Die Einrichtung könnte, statt für zwei polige Motorschaltung, auch für ein- oder dreipolige ausgebildet sein.