CH171361A - Verfahren zur Herstellung von Alkalioxalaten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkalioxalaten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Alkalioxalaten. Wie bekannt, können die Oxalate der Alkalimetalle durch Erhitzen der entspre chenden Alkaliformiate erhalten werden. Diese an sich einfach erscheinende Reaktion bereitet jedoch in der Praxis erhebliche Schwierig keiten, die trotz verschiedener, auf diesem Gebiet gemachter Verbesserungsvorschläge wirklich befriedigende Ergebnisse bisher nicht erzielen liefen. So hat man z. B. vorgeschla gen, das Erhitzen der Formiate in Gegenwart von Alkalihydroxyderr vorzunehmen.
Ein sol ches Vorgehen führt zwar im Falle des Na- triumoxalates zu verhältnismässig guten Aus beuten, ist aber von einem reichlich stürmi schen Reaktionsverlauf und Aufblähungser- scheinungen begleitet, die sich nur schwierig meistern lassen, erfordert ziemlich hohe Ar beitstemperaturen und führt zu reichlichen Mengen Soda als unerwünschtem Nebenpro- dukt. Eine Anwendung dieses Verfahrens auf die Darstellung von Kaliumoxalat führt da gegen überhaupt zu einem 11Tisserfolg,
indem dabei Ausbeuten über günstigstenfalls 75% durchweg nicht zu erreichen sind.
Es wurde nun gefunden, dass man alle diese Schwierigkeiten und Nachteile vermeiden und gute Ausbeuten, sowohl an Natrium-, als auch an Kaliumoxalat, erzielen kann, wenn man die mit Alkalihydroxyd versetzten Alkali formiate von Anfang an unter inniger Ver mischung mit Wasserstoff auf 400 C nicht übersteigende, vorzugsweise zwischen 260 und 350 0 liegende Temperaturen erhitzt.
Es wer den dabei nicht nur, wie bereits gesagt, auch bezüglich Kaliumoxalat überraschend gute Ausbeuten erzielt, sondern es verläuft dabei auch die Reaktion ruhig und ohne nennens werte Aufblähungen und führt entsprechend den niedrigeren Temperaturen auch nur zu weit geringerer Karborratbildung als das vor erwähnte bekannte Verfahren.
Diese Effekte sind umso überraschender, als bei der Reaktion als solcher ja auch Wasserstoff entsteht, und daher an sich in keiner Weise anzunehmen war, dass ein Ar beiten in Gegenwart von zusätziichernWasser- stoff zu irgendwelchen Änderungen der Ver hältnisse führen würde. Als besonderer Vorteil des Verfahrens ist in diesem Zusammenhang auch noch hervorzuheben, dass dabei, von dem ersten Arbeiten abgesehen, jegliche Kosten für Beschaffung und Reinigung des Gases in Wegfall kommen, da das zur Durchführung notwendige Gas, wie bereits gesagt, durch die Reaktion selbst entsteht, bezw. das in einem vorhergehenden Arbeitsgang gewonnene Gas für den nächsten Prozess verwendet wer den kann.
Umgekehrt bietet diese Erschei nung, dass der während der Reaktion sich bildende Wasserstoff nicht durch andere Gase verunreinigt wird, auch eine vorteilhafte Mög lichkeit, Wasserstoff in einfachster und gefahr losester Weise als wertvolles Nebenprodukt zu gewinnen.
Das vorliegende Verfahren kann im ein zelnen z. B. derart durchgeführt werden, dass man den Wasserstoff durch die Schmelze des mit Alkahhydroxyd versetzten Alkaliformiats hindurchleitet, z. B. in dieselbe einbläst. An derseits kann man z. B. auch derart arbeiten, dass man das geschmolzene, mit Alkalihydro- xyd versetzte Alkaliformiat in feiner Vertei lung mit dem Wasserstoff in Berührung bringt, z. B. derart, dass die Schmelze in einen Wasser stoffstrom eingespritzt wird.
<I>Beispiele:</I> 1. Durch eine Schmelzevon Kaliumformiat, die 3 % freies Ätzkali enthält, wird bei 300 bis 3500 ein lebhafter Strom von Wasserstoff hindurchgeleitet.
Dabei wird die Masse all mählich fest und enthält nach etwa 1-1'/2 Stunden 93% Kaliumoxalat; während der Rest des Reaktionsgutes aus unverändertem Kaliumformiat besteht.
2. Leitet man durch eine Schmelze von Natriumformiat, die 3 % freies Ätznatron ent- hält, einen lebhaften Strom von Wasserstoff, so zeigt sich bereits bei 260 0, also dicht über dem Schmelzpunkt, ein Schäumen als Zeichen der eintretenden Umwandlung in Natrium- oxalat. Steigert man die Temperatur inner- halb einer halben Stunde auf 320 ", so ist die Umsetzung dann praktisch vollendet. Die Aus beute beträgt 93"/o Natriumoxalat.
Wie dieses Beispiel zeigt, kann man bei Anwendung des vorliegenden Verfahrens auf die Darstellung von Natriumoxalat bereits mit noch etwas tieferen Temperaturen aus kommen als im Falle der Umsetzung von Kaliumformiat in Kaliumoxalat.
Wie weiterhin gefunden wurde, ist es von Wichtigkeit, für die Abwesenheit oder Un- schädlichmachnng von Sauerstoff und Sauer stoffverbindungen, wie Kohlenoxyd, Stickoxy- dul und dergleichen innerhalb des Wasser stoffes Sorge zu tragen. Enthält nämlich der Wasserstoff Beimengungen solcher Gase, so werden überraschenderweise ganz erheblich schlechtere Ergebnisse erzielt, als im Falle der Verwendung hiervon freien bezw. reinen Wasserstoffes, trotzdem an sich von diesen Gasen anzunehmen war, dass sie ohne Ein fluss auf die Reaktion sein müssten.
Steht daher nur Wasserstoff zur Verfügung, welcher durch solche Gase verunreinigt ist, so sind dieselben zweckmässigerweise vorher zu ent fernen, was in einfachster Weise durch eine entsprechende Absorptions- oder sonstige Rei nigungsbehandlung erfolgen kann. Anderseits kann eine Unschädlichmachung der genannten Stoffe überraschenderweise in weitgehendem Masse auch noch dadurch erreicht werden, dass man den Alkaligelralt der Schmelze und die Reaktionstemperatur über das sonst er forderliche Mass hinaus, das heisst über 30/0 Alkalihydroxyd und über<B>3500,</B> steigert.
Nachstehende Vergleichsversuche geben über das eben Gesagte näheren Aufschluss 3. Leitet man durch eine Schmelze von Kaliumformiat, die 3% freies Ätzkali ent- hält, bei 320-3500 einen lebhaften Strom von Wasserstoff, der einen Gehalt von 2570 Kohlenoxyd aufweist, so sind nach 11/2 Std. nur etwa 40 0,/o des Kaliumformiates in Kali- umoxalat umgewandelt. Das Ergebnis ist also um mehr als die Hälfte schlechter als bei dem obigen, mit reinem Wasserstoff durch geführten Versuch 1. 4.
Arbeitet man unter den gleichen Be dingungen wie gemäss Versuch 3, mit dem Unterschied, dassderAlkaligehaltderSchmelze auf 10% und die Reaktionstemperatur auf nahezu 4000 gesteigert wird, so erhält man in der gleichen Geit eine. Ausbeute von etwa r91% an Kaliumoxalat, also von mehr als dem Doppelten des Versuches 3.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren. zur Herstellung von Alkali oxalaten durch Erhitzen von Alkaliformiaten in Gegenwart von Alkalihydroxyd, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Alkalihydroxyd versetzten Alkaliforrriiate von Anfang an unter inniger Vermischung mit Wasserstoff auf 4000 C nicht übersteigende Temperaturen erhitzt werden. UNTERAINTSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf Temperaturen zwischen 260--3501 erhitzt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff durch die Schmelze des reit Alkalihydroxyd ver setzten Alkaliformiates hindurchgeleitet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das geschmolzene, mit Alkalihydroxyd versetzte Alkaliformiat in feiner Verteilung mit dem Wasserstoff in Berührung gebracht wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch. 3, dadurch gekennzeichnet, dass das geschmolzene, mit Alkalihydroxyd ver setzte Alkaliformiat in einen Wasserstoff- strom eingespritzt wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für Abwesenheit von Sauerstoff innerhalb des Wasserstoffes Sorge getragen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für Abwesenheit von gasförmigen Sauerstoffverbindungen Sorge getragen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für Unschädlichma- chung von innerhalb des Wasserstoffes vor handenem Sauerstoff Sorge getragen wird. B.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für Unschädlichma- chung von innerhalb des Wasserstoffes vorhandenen Sauerstoffverbindungen Sorge getragen wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoff dadurch unschädlich gemacht wird, dass mehr als 3 % Alkalihydroxyd und Reaktionsteurperaturen über 3500 ver wendet werden.LO,Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sauerstoffverbindungen dadurch un schädlich gemacht werden, dass mehr als 3% Alkalihydroxyd und Reaktionstempe- raturen über 350 0 verwendet werden.
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