DE152018C - - Google Patents

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DE152018C
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acetylene gas
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permanganate
manganese compound
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G45/00Compounds of manganese
    • C01G45/02Oxides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer leicht Sauerstoff abspaltenden Manganverbindung durch Behandlung von mangansauren oder übermangansauren Salzen der Alkalien oder alkalischen Erden mit Acetylengas in alkalischer Lösung oder Emulsion.
Bei der Ausführung des Verfahrens wird zunächst Acetylen in üblicher Weise, zweckmäßig durch die gegenseitige Zersetzung von Wasser und Calciumkarbid, hergestellt und dann über oder in eine Lösung eines Oxydes, Hydrates oder Karbonates von Calcium, Barium, Magnesium, Natrium, Kalium oder Ammonium geleitet. Wenn die vorgenannten Stoffe in Wasser nicht leicht löslich sind, so werden sie darin durch Umrühren suspendiert gehalten, und es wird das Acetylengas über und in die Flüssigkeit geleitet, welche den suspendierten Stoff enthält.
Das Acetylen kann auch unmittelbar in der Lösung oder Emulsion erzeugt werden, indem das Calciumkarbid in die Lösung der vorgenannten Oxyde, Hydrate oder Karbonate oder in deren Suspendierungen eingebracht wird. Zu der Lösung oder Emulsion der vorgenannten Oxyde, Hydrate oder Karbonate wird nach teilweiser oder völliger Sättigung mit Acetylengas eine Lösung eines Permanganates oder Manganates von Calcium, Barium, Natrium oder Kalium hinzugesetzt.
Von dem Verfahren des bei der Oxydation des Acetylens mittels Übermangansauren Kalis nach Berthelot (Liebigs Annalen, Suppl. V,
S. 95) zu erhaltenden Mangansuperoxydes unterscheidet sich die Darstellungsweise der neuen, leicht Sauerstoff abgebenden Manganverbindung dadurch, daß, während nach Berthelot eine neutrale wässerige Lösung von übermangansaurem Kali nach und nach zu Acetylengas hinzugesetzt wird, bei dem beschriebenen neuen Verfahren Acetylengas in eine alkalische Flüssigkeit geleitet und in dieser mit dem Permanganat unter Vermeidung eines Überschusses des letzteren versetzt wird. Arbeitet man in einer neutralen oder durch den Zusatz von Permanganat allmählich nur schwach alkalisch werdenden Lösung, so erhält man das von Berthelot beschriebene gewöhnliche Mangansuperoxyd. Von diesem unterscheidet sich aber die neue Manganverbindung insbesondere durch die größere Leichtigkeit, mit der sie Sauerstoff abgibt und auf oxydable Körper, z. B. auf die schwefelhaltigen Riechstoffe des rohen Petroleums, überträgt.
In der Praxis hat sich für das neue Verfahren als bequem herausgestellt, eine wässerige Lösung von Kalium- oder Natriumkarbonat oder eine Lösung, welche ein Gemisch dieser beiden Salze enthält, oder eine einen der oben angegebenen Stoffe suspendiert enthaltende Flüssigkeit mit Acetylengas zu sättigen. Zu einer derartigen Lösung oder einer Mischung aus zwei solchen Lösungen wird eine Lösung von Kaliumpermanganat hinzugesetzt, wobei ein Überschuß an Kaliumpermanganat zu vermeiden ist. Erfolgt nämlich die Verwendung von Kaliumpermanganat im Überschuß, so erhält man nicht die gewünschte Verbindung, sondern ein Erzeugnis, welches hauptsächlich aus Mangansuperoxyd
besteht. Das Verfahren wird zweckmäßig derart ausgeführt, daß man eine Lösung der vorgenannten Alkalien mit einem spezifischen Gewichte von etwa ι ,07 verwendet und nach der Behandlung mit Kaliumpermanganat die Einleitung von Acetylengas fortsetzt. Hierdurch wird ein Niederschlag einer Manganverbindung erhalten, welche durch Filtration abgeschieden werden kann.
ίο Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Lösung von dem genannten spezifischen Gewicht zu verwenden, da die Reaktion auch mit Lösungen von anderer Dichte vor sich geht. Die vorgenannten Lösungen werden am besten bei gewöhnlicher Luftwärme verwendet; um indessen das Verfahren zu beschleunigen, kann man die Temperatur einer oder beider Lösungen ein wenig steigern, und um die Aufnahme des Acetylengases durch die Lösung zu beschleunigen, kann das Gas unter Druck in die Lösung eingeführt werden, wobei die Aufnahmegeschwindigkeit dem angewendeten Druck entsprechend wächst.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: 2^
    . Verfahren zur Herstellung einer beim Erwärmen Sauerstoff abgebenden Manganverbindung, darin bestehend, daß eine durch Auflösen eines oder mehrerer Alkalien oder Suspendierung einer der alkalischen Erden in Wasser hergestellte Lösung bezw. Emulsion mit Acetylengas gesättigt, in diese mit Gas gesättigte Alkalilösung bezw. -Emulsion unter fortgesetzter Einleitung von Acetylengas langsam eine wässerige Kaliumpermanganatlösung, und zwar mit Vermeidung eines Überschusses an Permanganat, eingegossen und schließlich die ausgefällte Manganverbindung durch Filtrierung gesammelt wird.
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