CH171435A - Verfahren zur Heissbearbeitung von magnesiumhaltigem Metallgut. - Google Patents

Verfahren zur Heissbearbeitung von magnesiumhaltigem Metallgut.

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CH171435A
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Aktiengesellschaft Oe Magnesit
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Oesterr Amerikan Magnesit
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  Verfahren zur Heissbearbeitung von     magnesiumhaltigem        Metallgut.       Die Erfindung bezweckt, den Verände  rungen und Störungen vorzubeugen, die bei  der Heissbearbeitung des 'metallischen Mag  nesiums oder von     Magnesiumabfällen    und       -legierungen,    insbesondere von hoch     magne-          siumhaltigen    Legierungen, infolge der Ver  wandtschaft des Magnesiums zum     Sauerstoff     auftreten. Das Verfahren gemäss der Erfin  dung besteht darin, dass das zu bearbeitende  Gut mit bei der nachfolgenden Heissbehand  lung (zum Beispiel beim Einschmelzen oder  Giessen) des     Gutes    verdampfenden Kohlen  wasserstoffölen benetzt wird.

    



  Der nächstliegende Versuch, Wasserstoff  als Schutzgas zu verwenden, führt nicht zum  Ziel, weil die Löslichkeit des     Wasserstoffs     im     Magnesiummetall    mit steigender Tempe  ratur zunimmt. Es wird daher zum Beispiel  beim Schmelzen von Magnesium und seinen  Legierungen eine grössere Menge     Wasserstoff          absorbiert,    als im erstarrten Metall löslich  ist. Die Folge ist, dass der     Überschuss    beim    Erstarren wieder abgegeben wird, so dass  der erstarrte     Metallregulus    oder das     Guss-          stück    blasig wird. Diese unliebsame Erschei  nung lässt sich nachträglich in keiner Weise  gutmachen.

   Hingegen werden beim Ein  schmelzen von Magnesium unter einer Schutz  hülle von     Kohlenwasserstofföldämpfen    Ab  brandverluste vermieden, ohne dass in der  erstarrten Schmelze oder im     Gussstück    Bla  sen auftreten, da die ohnehin sehr geringe  Löslichkeit dieser Dämpfe oder Gase in ge  schmolzenem Magnesium mit steigender Tem  peratur abnimmt.  



  Besondere Bedeutung kommt dem Ver  fahren im Anschluss an die Gewinnung von  metallischem Magnesium durch Reduktion  von     Magnesiumverbindungen    mit Kohle zu.  Dieses Verfahren ist in den letzten Jahren  bei der     Anmelderin    dadurch zu industrieller  Anwendbarkeit entwickelt worden, dass die  gebildeten Metalldämpfe zu Staub konden  siert werden und der abgeschiedene     Staub         in einem zweiten Arbeitsgang in einer in  differenten oder reduzierenden Gasatmosphäre  durch Destillation oder durch Erhitzen auf  eine Temperatur in der Nähe des Siedepunk  tes zum Zusammenfliessen gebracht und da  durch in kompaktes Metall übergeführt wird.

    Da das bei der Reduktion gebildete Kohlen  oxydgas bei der Kondensation der Dämpfe  eine teilweise Rückoxydation des metallischen  Magnesiums unter Bildung von     Kohlenstoff     hervorruft, ist bei diesem Verfahren der pri  mär entstehende     Magnesiumstaub    stets von       Magnesiumoxyd    und Kohlenstoff begleitet.  Aber auch das kompakte Metall, das aus  diesem Staub hernach in der angegebenen  Weise gewonnen wird, ist an der Oberfläche  mit diesen beiden Begleitstoffen verunreinigt.  Beim     nachherigen    Umschmelzen gelangen die  Verunreinigungen dann unvermeidlich in das  geschmolzene Metall, aus dem sie wegen des  geringen Unterschiedes der spezifischen Ge  wichte schwer zu entfernen sind.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass das metal  lische Gut, das nach diesem früheren Ver  fahren aus dem zunächst gewonnenen Mag  nesiumstaub durch Destillation oder Erhitzen  bis zum Zusammenfliessen     gewonnen    wird,  von diesen lästigen Begleitstoffen im erstarr  ten Zustand durch Waschen mit Kohlenwas  serstoffölen leicht befreit werden kann. Wer  den zum Beispiel die bei der Destillaten  durch Abtropfen des flüssigen Niederschlages  vom Kondensator entstehenden Metallkörner  mit Erdöl oder Mineralöl oder Destillaten  beider, zum Beispiel hochsiedenden Benzinen,  gewaschen, so wird die Oberfläche der Kör  ner von den staubförmigen Verunreinigungen  vollkommen gereinigt.

   Das     Magnesiumoxyd     und der     Kohlensfoff    bleiben in den Kohlen  wasserstoffölen suspendiert und können aus  diesen durch Filtration leicht entfernt wer  den, so dass die     Kohlenwasserstofföte    stän  dig in den Prozess zurückkehren können.  Nach dieser Behandlung ist dann die Ober  fläche des metallischen Gutes mit den an  haftenden Resten der Kohlenwasserstofföle  benetzt und dadurch bei der nachfolgenden  Heissbehandlung gleichzeitig auch vor Oxy-         dation    geschützt.

   In dieser     Weise    werden  also zwei technologisch verschiedene Bedürf  nisse; die     Vorreinigung    des metallischen Gu  tes und die Verhinderung von Störungen  und     Abbrandverlusten    bei der Heissbehand  lung, durch Anwendung eines einzigen Mit  tels befriedigt.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei  der     Herstellung    von verlorenen Formen zum  Giessen von Magnesium dem Formsand eine  Lösung von Harz in flüchtigen oder nicht  flüchtigen Ölen und vorzugsweise ausserdem  Naphtalin zuzumischen, wobei die Harzlösung  den Sand gegen die Einwirkung des ge  schmolzenen Magnesiums schützen und das  Naphtalin (oder ähnliche     Kohlenwasserstoffe)     die Oxydation des Magnesiums verhindern  sollte. Ein anderer Vorschlag geht dahin,  statt des Sandes ein besonderes Gemisch zu  verwenden, das aus Kohle,     Speckstein    und       Magnesiumogyd    besteht, und dieses Gemisch  gegebenenfalls durch Zusatz von leichten       kohlenwasserstoffölen    bildsam zu machen.

    Die wertvolle Möglichkeit,     tnagnesiumhalti-          ges    Gut bei der Heissbearbeitung durch Be  netzung des Gutes mit     Kohlenwasserstoff-          ölen    vor Oxydation zu schützen und diese  Öle gegebenenfalls gleichzeitig auch zur Vor  reinigung des Gutes zu benutzen, ist bisher  nicht erkannt worden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Heissbearbeitung von mag nesiumhaltigem Metallgut, dadurch gekenn zeichnet, dass das zu bearbeitende Gut mit bei der Arbeitstemperatur verdampfenden Kohlenwasserstoffölen benetzt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass oberflächlich verun reinigtes metallisches Magnesium mit Koh lenwasserstoffölen gewaschen und mit den anhaftenden Resten der Waschflüssigkeit benetzt der Heissbehandlung zugeführt wird. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass oberflächlich mit lyIagnesiumoxyd und Kohlenstoff verunrei nigtes metallisches Magnesium mit Kohlen wasserstoffölen gewaschen und mit den anhaftenden Resten der Waschflüssigkeit benetzt der 'ieissbehandlung zugeführt wird.
CH171435D 1933-01-07 1933-12-11 Verfahren zur Heissbearbeitung von magnesiumhaltigem Metallgut. CH171435A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1022013B (de) * 1943-01-28 1958-01-02 Knapsack Ag Verfahren zur Verfeinerung des Gefueges und zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Magnesium und Magnesiumlegierungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1022013B (de) * 1943-01-28 1958-01-02 Knapsack Ag Verfahren zur Verfeinerung des Gefueges und zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Magnesium und Magnesiumlegierungen

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