Drehkondensator. Es ist bekannt, Drehkondensatoren in der Weise zu bauen, dass auf dem aus Isolier material bestehenden Rotorkörper und Sta- torkörper die Metallbeläge aufgeschmolzen oder aufgalvanisiert sind. Es hat sich aber herausgestellt, dass bei den bis jetzt bekann ten Ausführungen derartiger Kondensatoren ihre Verwendbarkeit für den Betrieb beson ders für extrem hohe Frequenzen durch Be schaffenheit ihres Isoliermaterials beeinträch tigt wird.
Ist dieses Material Ebonit oder Glas, 4o zeigt es einen gewissen Grad von Elastizität, der zu mechanischen Schwingun gen Anlass geben und dadurch eine uner wünschte Modulierung herbeiführen kann. Ausserdem ist besonders beim Ebonit, aber auch bei einigen Glassorten der Temperatur koeffizient der Wärmeausdehnung nicht klein genug. Auch die dielektrisuhen Verluste, wenn das Material von elektrischen Streu feldern hoher Frequenz durchzogen wird, fallen zu hoch aus.
Besser würde sich Quarz als Isoliermaterial eignen, da dieser sehr formbeständig ist und kleine Konstante der dielektrischen Verluste besitzt, seine Form gebung und Bearbeitung ist aber sehr schwierig.
Erfindungsgemäss können diese Schwierig keiten umgangen werden und man kann einen billig und einfach herstellbaren tempe raturunabhängigen und festen Drehkonden sator erhalten, wenn als Isoliermaterial für den Rotor- und den Statorkörper keramische Präparate aus Magnesium-Silikaten verwendet werden, die in der Technik unter verschiede nen Bezeichnungen, wie Steatit, Calit u. a. m. bekannt sind.
Ein aus einem derartigen Material her gestellter Statorkörper und Rotorkörper, der entsprechend niedrige Verluste und eine kleine Wärmeausdehnung aufweist, kann leicht durch Guss- oder Pressverfahren her gestellt werden. Dank fast vollkommener Elastizitätsfreiheit des keramischen Materials haben die aus diesem Material hergestellten ondensatoren den weitern Vorteil gegenüber den rein metallischen Kondensatoren, dass bei erstern so gut wie keine elastischen Schwingungen der einzelnen Teile, welche die Kapazität rhythmisch beeinflussen, ent stehen können.
Ein Ausführungsbeispiel des Drehkonden sators nach der Erfindung ist in der Zeich nung dargestellt.
Die Fig. 1 stellt einen axialen Schnitt des Drehkondensators dar; die Fig. 11 ist die rechte Seitenansicht dieses Kondensators; .
die Fig. 2 zeigt im axialen Schnitt den Rotor allein ; die Fig. 3 zeigt im axialen Schnitt den Stator allein ; die Fig. 3a zeigt die linke Seitenansicht des Stators ; die Fig. 4 veranschaulicht schematisch eine mögliche Anordnungsart der Belegungen.
Der Stator a besteht aus einem zylin drischen Gehäuse ai mit viereckigem Boden a2 und einem hohlen konischen Lager as zur Aufnahme des den Rotor b tragenden konischen Zapfens p. Der Stator trägt an den Ecken f eine federnde metallische Platte e, welche ihrerseits mittelst Schrauben r am Träger c befestigt ist. Der Träger c kann an den Enden d auf der Schalttafel oder dergleichen aufgeschraubt werden.
Die beim zusammengebauten Kondensator gespannte Federplatte e sucht den Stator- körper a in der Richtung zum Träger c hin abzuziehen. Infolgendessen übt die Innenwand der konischen Zentralnabe as einen Druck auf die anliegende Fläche der konischen Verbreiterung p der Steuerachse g aus und presst die Basis dieser Verbreiterung an die zugekehrte Stirnfläche der Nabe der Trä gers c an.
Der Rotor<I>b</I> ist auf seiner Steuerachse g in der Weise befestigt, dass seine Zentral- nabe eine der Vorm des konischen Endes p der Steuerachse entsprechende konische Öffnung besitzt, deren Innenwände an die Mantelfläche des erwähnten konischen Endes durch den Druck der Schraubenmutter q auf ihre Unterlegscheibe angepresst werden.
Die Kondensatorbelege sind auf den gegenüberliegenden Zylinderwänden des Sta- tors und Rotors, d. h. auf der Innenwand des ersteren und auf der Aussenwand des letzteren aufgetragen. Wenn beim Rotor und Stator nur etwa je eine Hälfte der gegen überliegenden Wandflächen durch Metall be deckt ist, so ist die Raumausnutzung unvoll ständig. Um diese zu verdoppeln, empfiehlt es sich, sowohl am Rotor, wie auch am Stator je zwei Belegungen aufzutragen, wie dies schematisch in der Fig. 4 (Ansicht von oben) angedeutet ist.
Hierbei muss die eine Belegung des Rotors, zum Beispiel ni, dauernd mit einer Belegung des Stators, zum Beispiel mi, und in gleicher Weise die Bele gung na des Rotors mit der Belegung 7a2 des Stators elektrisch verbunden sein. Das geschieht. zum Beispiel mittelst vom Rotor getragener, an die Belegungen ni, bezw. n.
angeschlossener Schleifbürsten ki bezw. k2 (Fig. 1), die auf vom Stator getragenen und mit den Belegungen mi bezw. 7n2 verbun denen Segmenten li, 12 schleifen.