CH171874A - Verfahren zur Darstellung einer wässerigen Lösung einer Schwermetallverbindung eines aromatischen Halogenylsulfamids. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer wässerigen Lösung einer Schwermetallverbindung eines aromatischen Halogenylsulfamids.

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CH171874A
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chlorosulfamide
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer     wässerigen    Lösung einer     Sehwernietallverbindung     eines     aromatisehen        lialogenylsnifamids.       Die     Schwermetallsalze    der aromatischen       Halogenylsulfamide    sind in Wasser schwer  löslich und von geringer Haltbarkeit, was  ihre     praktisehe    Verwendung für viele Zwecke       ausschliesst.     



  Es wurde nun gefunden, dass man zu       praktisch    ausreichend haltbaren, wässerigen       Lösungen    von     Sohwermetallsalzen    der aroma  tischen     Halobenylsulfamide    gelangt, wenn  man die aromatischen     Halogenylsulfami.de     mit     Schwermetallverbindungen    und solchen       stickstoffhaltigen        Verbindungen,    die eine  oder mehrere zur Salzbildung befähigte saure  oder     basische    Gruppen enthalten und zur     Bil-          dun(,

      wasserlöslicher     SchwermetallkompIex-          salze    befähigt sind, in Gegenwart von Was  ser zu etwa neutralen Produkten vereinigt.  



  Gegenstand     des    vorliegenden Patentes ist  die Darstellung einer wässerigen     Lösung     einer     Sehwermetallverbindung    eines aroma  tischen     Halogenylsulfamides,    dadurch ge-    kennzeichnet, dass man     p-Toluolsulfochlor-          amid,        Benzimidazol-4-sulfonsäure,    eine Sil  berverbindung und     Natriumhydroxyd    in An  wesenheit von Wasser derart aufeinander ein  wirken lässt, dass eine etwa neutrale     End-          reaktion    entsteht.  



       Bei    dieser     Reaktion    geht von der ange  wendeten Silberverbindung nur das Silber in  den wirksamen Endstoff ein, während der  Säurerest des beispielsweise zur Anwendung  gelangenden Silbersalzes an das Natrium  hydroxyd gebunden wird und für die wirk  same Komponente nicht in Betracht fällt.  



  Dabei kann man so vorgehen, dass man  zunächst das     p-Toluolsulfochloramid    in Na  tronlauge löst und auf .die Lösung ein Silber  salz zur Einwirkung bringt und hierauf die       Benzimidazol-4-sulfonsäure    zugibt.  



  Man kann jedoch auch die     Benzimidazol-          4-sulfonsäure    mit einem Silbersalz in das       Silberkomplexsalz    überführen und auf die      erhaltene Lösung     p-Toluolchlorsulfamid    und  Natronlauge einwirken lassen. In diesem  Fall ist es auch möglich, das aus dem     Sulf-          amid    und Natronlauge erhaltene Salz direkt  der Komplexsalzlösung     beizugeben.     



  Eine weitere Ausführungsform des Ver  fahrens besteht darin, das     p-Toluolchlor-          sulfamid    und die     Benzimidazol-4-sulfonsäure     mit Natronlauge in Wasser zu lösen und  hierauf mit einer     Silberverbindung    zur Um  setzung zu bringen.  



  Zweckmässig benützt man ein     p-T'aluol-          chlorsulfamid,    das in .der Lösung selbst aus  molekularen Mengen     p-Toluolsulfamid    und       Natriumhypochlorit    erhalten wurde. Die  Menge der     Benzimidazol-4-sulfosäure    kann in  weiten Grenzen verändert werden. Sie wirkt  auf das chemische Gleichgewicht :der Lösung  ein.

   Bei Anwendung zu geringer Mengen der       Sulfosäure    könnte eine weniger gut haltbare  Lösung     entstehen,    die im Laufe der Zeit     p-          Tolualsulfochlorami.dsilber        ausscheidenwürde.     Als besonders haltbar haben sich Lösungen  von neutraler bis schwach alkalischer Reak  tion erwiesen. Die neutrale bis schwach al  kalische Reaktion wird durch Zusatz von  Natronlauge herbeigeführt.  



       Beispiel:          130        gr        Benzimidazol-4-sulfonsäure    werden  in 165 cm'     normal-Natronlauge    gelöst und  mit 200 cm' Wasser verdünnt. Nach Zu  p-Toluolsulfochloramidsilber,  fügen von 15     gr,          .das    .durch Umsetzung von     p-Toluolsulfo-          .chloramidnatrium,    erhalten durch Behand  lung von     p-Toluolsulfochloramid    mit Natron  lauge, mit Silbernitrat oder einem andern  Silbersalz in wässeriger Lösung bei tiefer  Temperatur, erhalten wird, wird solange ge  rührt, bis Lösung eingetreten ist.

   Gegebenen  falls wird filtriert und mit Wasser auf das       gewünschte    Volumen     gebracht.     



  Die auf diese Weise     hergestellte    2     %        ige     Lösung besitzt den     pg    = 8,6 und zeichnet  sich durch     gute    Haltbarkeit aus. Bei Zusatz  von Salzsäure     entwickelt    sich Chlor und  Chlorsilber scheidet sich aus.    Die angegebenen Mengenverhältnisse  sowie die Konzentration der Lösung an       Schwermetallsalz    können in weiten Grenzen  geändert     werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahron zur Darstellung einer wässeri gen Lösung einer Schwermetallverbindung eines aromatischen Halogenylsulfamides, .da durch gekennzeichnet, dass man p-Toluol- sulfochloramid, Benzimidazol-4-sulfonsäure, eine Silberverbindung und Natriumhydroxyd in Anwesenheit von Wasser derart aufeinan der einwirken lässt, dass eine etwa neutrale Endreaktion entsteht.
    Das neue Produkt stellt eine farblose, gut haltbare wässerige Lösung dar, die bei Zu satz von Salzsäure Chlor entwickelt und Chlorsilber bildet. Die Lösung soll zur Desin fektion und zur Bekämpfung von Infektions krankheiten dienen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst p-Toluol- chJorsulfamid in Natronlauge löst und auf die Lösung ein Silbersalz zur Einwirkung bringt und hierauf die Benzimidazal-4-sul- fonsäure zugibt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Benzimida.zol-4- sulfonsäure mit einem Silbersalz in das Silberkomplexsalz überführt und auf die erhaltene Lösung Toluolchlorsulfamid und Natronlauge einwirken lässt. d. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst die Benz- imidazol-4-sulfonsäure mit einem Silber salz in das Silberkomplexsalz überführt und auf die erhaltene Lösung das aus p- Toluolchlorsulfamid und Natronlauge er haltene Salz zur Einwirkung bringt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man p-Toluolchlor- sulfamid und Benzimidazol-4-sulfonsäure mit Natronlauge in Wasser löst und mit einer Silberverbindunb zur bringt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass man ein p-Toluol- chlorsulfamid verwendet, das in der Reak- tionslösuna,- selbst au4 molekularen h@en- EMI0003.0012 gen <SEP> p-Toluolsulfamid <SEP> und <SEP> Natriuinliypo chlorit <SEP> erhalten <SEP> wurde.
CH171874D 1932-10-06 1933-09-20 Verfahren zur Darstellung einer wässerigen Lösung einer Schwermetallverbindung eines aromatischen Halogenylsulfamids. CH171874A (de)

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