CH172043A - Mittel zum Netzen, Egalisieren, Imprägnieren und Reinigen. - Google Patents

Mittel zum Netzen, Egalisieren, Imprägnieren und Reinigen.

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CH172043A
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Deutsche Hydrierwerke A G
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Deutsche Hydrierwerke Ag
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  Mittel zum Netzen, Egalisieren, Imprägnieren und Reinigen.    Es ist neuerdings mehrfach vorgeschlagen  worden, Textilhilfsmittel an Stelle aus Fett  säuren, Rizinusöl und dergleichen durch     Sul-          fonierung    höher molekularer, in ihrer Konsti  tution den normalen Fettsäuren entsprechen  der primärer Alkohole herzustellen.  



  Diese bekannten Produkte haben sich  überwiegend nur für Spezialzwecke in die  Technik der Textilveredlung einführen kön  nen, weil sie entweder, wie insbesondere die  höher molekularen     Alkyl    -     Schwefelsäurever-          bindungen,    nur sehr schwer löslich sind oder  aber nur durch technisch nicht einfach durch  führbare     112ethoden    in genügender Reinheit  erhältlich waren. Auch sind die Beständig  keitseigenschaften gegen Säureeinwirkung,  ferner die Löslichkeit der Kalk- und Magnesia  salze zumeist noch nicht für alle Verwen  dungszwecke genügend gross.  



  Es wurde nun gefunden, dass die freien  sauren Ester aus mehrbasischen Säuren und  den höher molekularen     Alkylenglykolen,     welche aus den in natürlichen Tranen und    Fetten vorkommenden ungesättigten Fett  alkoholen durch Wasseranlagerung erhältlich  sind,     bezw.    deren Salze, die genannten Män  gel nicht aufweisen und ausserdem ein über  raschend hohes Netz-, Egalisier-,     Dispergie-          rungs-    und Waschvermögen besitzen.

   Sie  erteilen ferner dein Textilgut einen weichen,  schmiegsamen Griff und können infolge der  Leichtlöslichkeit ihrer Kalk- und Magnesia  salze auch ohne Bedenken in hartem Wasser  und infolge ihrer Beständigkeit gegen Säuren  auch in sauren     Farbflotten    und dergleichen  verwendet werden. Sie ergeben mit Lösungs  mitteln alkoholartigen Charakters, hydrierten       Phenolen,    sowie chlorierten     Kohlenwasser-          stoffen    klare, wässerige Lösungen, mit andern  wasserunlöslichen Substanzen, Fetten, Wach  sen, Fettsäuren und dergleichen homogene  Dispersionen. Sie sind auch durch konzen  triertere Salzlösungen nicht     aussalzbar.     



       Alkylenglykole    im Sinne vorstehender  Ausführungen sind die     Wasseranlagerungs-          produkte    der aus     Spermöl        bezw.        Döglintran         oder den     flüssigen    Anteilen des Walrats       (Walratöl)    leicht gewinnbaren ungesättigten  hochmolekularen Alkohole.

   Diese sind bei  spielsweise aus     Spermwaltran    zu etwa 30 bis       35        %        erhältlich        und        bestehen        vorwiegend        aus          Octadecen    (9) -     o1    - (1), wenig     Hegadecen     (8) -     o1    - (1), und unwesentlichen Mengen der  entsprechenden ungesättigten Verbindung mit  20     Kohlenstoffatomen.     



  Durch Behandlung mit     Säuren,    insbeson  dere Schwefelsäure, und gegebenenfalls nach  folgende Hydrolyse mit verdünnten Säuren,  Alkalien und dergleichen gehen diese Sub  stanzen in gesättigte Verbindungen über, die  der Körperklasse der     Alkylenglykole    ange  hören und neben einer endständigen     Hy        drogyl-          gruppe    eine solche auch an einem der beiden  mittelständigen     Kohlenstoffatome    enthalten.  



  Diese mehrwertigen Alkohole sind also in  beliebiger Menge und leicht aus     Rohstoffen          herstellbar,    für die eine umfassende gross  technische Verwendung bisher nur in be  schränktem Ausmasse bestand. Die Überfüh  rung der Alkohole in Ester mehrbasischer  Säuren kann in bekannter Weise, beispiels  weise durch Behandlung mit Schwefelsäure  oder andern     sulfurierenden        .Mitteln,    erfolgen.  Ähnlich den     Schwefelsäurederivaten    verhalten  sich saure     Phosphorsäureester,    Ester mehr  basischer organischer Säuren, insbesondere  von     Sulfokarbonsäuren,    und dergleichen.

   Am  leichtesten zugänglich sind jedoch die     Schwe-          felsäureester.     



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun  ein Mittel zum Netzen, Egalisieren, Impräg  nieren und Reinigen, dadurch gekennzeichnet,  dass es den freien     bezw.    neutralisierten sauren  Ester aus einer mehrbasischen Säure und  einem höher molekularen     Alkylenglykol,    wel  ches aus einem in natürlichen Tranen     bezw.     Fetten vorkommenden ungesättigten Fett  alkohol durch Wasseranlagerung erhalten  wird, und ein     Verdünnungs-        bezw.    Zusatz  mittel enthält.  



  <I>Beispiel</I>     r:     Zur Behandlung von roher Schweisswolle  eignet sich sehr gut ein Produkt, welches  durch Einwirkung von     Chlorsulfonsäure    auf    rohe, durch Lösen in Schwefelsäure bei     Tem,          peraturen    unterhalb 5 0 und nachfolgende  Zersetzung durch kochendes Wasser hydrati  sierte, sowie getrocknete, von festen Bestand  teilen abgetrennte     Spermwaltran-Fettalkohole     von der     Jodzahl    83-90 entsteht. Das Pro  dukt wird nach Neutralisation mit Natron  lauge in der 500- bis 1000fachen Wasser  menge gelöst.

   Behandelt man mit dieser Lö  sung während 15     Minuten    bei 40-500 die  Schweisswolle, so erhält man reine, entfettete,  zur Weiterverarbeitung ohne weiteres geeig  nete Wolle.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Ein zur Hauswäsche in Meerwasser oder  für Wäschereien, denen lediglich hochgradig  hartes Wasser zur Verfügung steht, geeignetes  Produkt kann auf gleichem Wege, wie unter  Beispiel 1 angegeben, gewonnen werden. Das  neutralisierte     Sulfonat    wird mit Wasser auf       Schmierseifenkonsistenz    eingestellt und so  dem Handel zugeführt. Die Verwendung zur  Hauswäsche ist dann die gleiche wie bei nor  maler Hausseife, man stellt eine wässerige       Seifenlösungüblicher    Konzentration her, jedoch  fallen Materialverluste infolge Kalk- oder       Magciesiaseifenausscheidung,    ferner Wäsche  beschädigungen infolge Niederschlag dieser  Produkte auf der Faser fort.

   Das     Sulfonat     kann auch in Kombination mit üblichen  Seifenzusätzen, ferner auch in Mischung mit  Seife selbst verwendet werden. Auch in letz  terem Falle bleibt die Beständigkeit gegen  Härtebildner des Wassers weitgehend be  stehen, da das     Sulfonat    auf     Kalkseifennieder-          schläge    und dergleichen     dispergierend    wirkt.

      <I>Beispiel 3:</I>  Ein     Egalisierungsmittel,    das in sauren       Färbeflotten,    insbesondere für Wollstränge  und Gewebe egalisierend wirkt und den     Griff     der Ware günstig beeinflusst, wird durch     Sul-          fonierung    hydratisierter, ungesättigter, von  festen Bestandteilen getrennter Fettalkohole  aus     Sperinwaltran    gewonnen. Man stellt dann  eine wässerige     Färbeflotte    unter Zusatz von  0,2     0%    dieser neuen Substanz dar.

   Ein in     ko-          chender,        0,5        %        freie        Schwefelsäure    enthalten-      der Farbflotte beständiges Zusatzmittel wird  namentlich dann erhalten,

   wenn man das  rohe     Hydratationsgemisch    durch fraktionierte  Destillation von den bei 18     rnm        Eg    -Druck  unterhalb 220   siedenden Vorläufen befreit  und mit der der     Acetylverseifungszahl    ent  sprechenden Menge     Chlorsulfonsäure        sulfu-          riert.    Das in üblicher Weise aufgearbeitete  Produkt wird auf     Schmierseifenkonsistenz     eingedampft.

Claims (1)

  1. FATENI#ANSPÜUCH Mittel zum Netzen, Egalisieren, Impräg nieren und Reinigen, dadurch gekennzeichnet, dass es den freien bezw. neutralisierten sauren Ester ans einer mehrbasischen Säure und einem höher molekularen Alkylenglykol, wel ches aus einem in natürlichen Tranen bezw. Fetten vorkommenden, ungesättigten Fett alkohol durch Wasseranlagerung erhalten wird, und ein Verdünnungs- bezw. Zusatz mittel enthält.
CH172043D 1931-05-04 1932-04-27 Mittel zum Netzen, Egalisieren, Imprägnieren und Reinigen. CH172043A (de)

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