CH172079A - Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Harzes.

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CH172079A
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    • C08G16/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers not provided for in the groups C08G4/00 - C08G14/00 of aldehydes
    • C08G16/0293Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers not provided for in the groups C08G4/00 - C08G14/00 of aldehydes with natural products, oils, bitumens, residues
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     synthetisehen        H:)rzes.       Die ausgezeichneten elektrischen und me  chanischen Eigenschaften gewisser Gruppen  von     Kondensationsprodukten    aus aromatischen  Aminen und Aldehyden sind durch eine Reihe  von Patenten bekannt geworden und ermög  lichen eine vielseitige Verwendung dieser  Harze in der     Isoliertechnik    und in der Her  stellung von Kunstmassen. Es war aber bis  her nicht möglich, diese Harze mit trocknen  den Ölen zu kombinieren und ihre hervor  ragenden Eigenschaften in der Lack- und       Firnisindustrie    nutzbar zu machen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren zur Gewinnung eines zur  Herstellung von Lacken, Überzügen, sowie  Kunstmassen vorzüglich geeigneten synthe  tischen Harzes aus Holzöl, Anilin und For  maldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass man  Anilin mit     Holzijl    kondensiert, auf diese Ver  bindungen     Anhydroformaldehydanilin    einwir  ken lässt und das erhaltene Kondensations  produkt mit Formaldehyd behandelt.    Kondensiert man Anilin in an sich be  kannter Weise; z.

   B. in Gegenwart eines  sauren Kondensationsmittels, mit chinesischem  Holzöl und lässt auf die erhaltene Verbin  dung     Anhydroformaldehydanilin    einwirken,  so entsteht ein dicköliges bis harzartiges  Zwischenprodukt, das in vielen     niedrigsie-          denden    Lösungsmitteln löslich, aber nicht  durch Wärme     härtbar    ist. Dieses Zwischen  produkt lässt sich aber unter den verschie  densten Bedingungen zweckmässig in Lösung  und in Gegenwart saurer Kondensationsmit  tel mit Formaldehyd oder     formaldehydab-          spaltenden    Mitteln, z.

   B.     Hegamethylentetra-          min    zu einem härtenden Harz     weiterkonden-          sieren.     



  Das     Anbydro-Formaldehyd-Anilin    kann  statt in gesondertem Verfahren auch in Ge  genwart der     Holzöl-Ariilinverbindung    aus  Anilin und Formaldehyd hergestellt werden.  



  Bei der Herstellung der     Anilin-Holzölver-          bindung    kann das Verhältnis zwischen Anilin      und Holzöl in ziemlich weiten Grenzen  schwanken.  



  Das neue Produkt ist dickölig, in der       gälte    fest, in den verschiedensten Lösungs  mitteln, z. B. Benzol,     Toluol    und andern       Benzolkohlenwasserstoffen,    sowie deren Ge  mischen     finit    Alkohol,     Cyclohexanon    und an  derem mehr löslich, verträgt sich in Lösun  gen mit Lackgrundlagen und Weichmachern,  und trocknet, besonders in Anwesenheit von       Siccativen    sehr rasch zu klaren, ausserordent  lich festhaftenden, zähen und elastischen  Filmen, die durch Wärmebehandlung un  löslich,

   sehr hart     und    sehr     widerstandsfältig     gegen mechanische und     chemisehe    Einflüsse  werden. Mit Füllstoffen vermischt lässt sich  das neue Harz durch Druck und Wärme in  wertvolle Kunstmassen überführen. Das neue  Harz eignet sich auch als Bindemittel für  die Herstellung von Schichtkörpern.  



  <I>Beispiel:</I>  400 Teile Holzöl werden mit 250 Teilen  Anilin und 10 Teilen     Anilinchlorhydrat    am       Rückflusskühler    gekocht. Entsprechend der  fortschreitenden Bindung des Anilins steigt  der Siedepunkt von etwa<B>1900</B> im Verlauf  von 3 bis 6 Stunden auf     220-2300.    Es ent  steht ein in der     gälte    dickflüssiges Öl, aus  dem durch Dampfdestillation nur noch ganz  wenig Anilin abgetrieben werden kann.  



  Man trägt nun 300 Teile     Anhydroformal-          dehydanilin    bei etwa<B>1500</B> in die Schmelze  ein, wo es sich rasch löst, erhitzt 1 bis 2  Stunden auf 2000 und lässt erkalten. Das       diekölige    bis feste Reaktionsprodukt wird in  der vier- bis sechsfachen Menge eines     Alko-          hol-Benzolgemisches    gelöst.

   In der Lösung  lässt man unter gutem Rühren     arn        Rückfluss          500        Teile        40        %igen        Formaldehyd        zulaufen,     der unter beträchtlicher Wärmetönung rea  giert. Nach etwa einstündigem Kochen lässt  man die wässerige Schicht absitzen. Hierauf  trennt man die Harzlösung ab, wäscht die  selbe nochmals mit Wasser oder befreit sie  durch Verrühren mit fester Soda von etwa  noch vorhandener Säure. Durch     Abdestillieren     des Lösungsmittels, zweckmässig unter ver-         mindertern    Druck, wird schliesslich das Harz  isoliert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines zur Her stellung von Lacken, Überzügen, sowie Kunst massen vorzüglich geeigneten synthetischen Harzes aus Holzöl, Anilin und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass man Anilin mit Holzöl kondensiert, auf diese Verbindungen Anhydroformaldehydanilin einwirken lässt und das erhaltene Kondenaationsprodukt mit For maldehyd behandelt. Das neue Produkt ist dickölig, in der Kälte fest, in den verschiedensten Lösungs mitteln, z. B.
    Benzol, Toluol und andern Benzolkohlenwasserstoffen, sowie deren Ge mischen mit Alkohol, Cy clohexanon und an dern mehr löslich, verträgt sich in Lösungen mit Lackgrundlagen und Weichmachern, und trocknet, besonders in Anwesenheit von Siccativen sehr rasch zu klarer), ausserordent lich festhaftenden, zähen und elastischen Fil men, die durch Wärmebehandlung unlöslich, sehr hart und sehr widerstandsfähig gegen mechanische und chemische Einflüsse werden. Mit Füllstoffen vermischt lässt sich das neue Harz durch Druck und Wärme in wertvolle Kunstmassen überführen. Das neue Harz eig net sich auch als Bindemittel für die Her stellung von Schichtkörper)).
    UNTERAN SPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass saure Kondensations mittel verwendet werden. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichr)et, dassAnhydro-Formaldehyd- Anilin verwendet wird, das in Gegenwart der Holzöl-Anilinverbindr)ng aus Anilin und Formaldehyd hergestellt wurde. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kondensations produkt mit Formaldehyd behandelt wird, der in Gegenwart des Kondensationspro duktes aus einer formaldehydabspaltenden Verbindung hergestellt wurde.
CH172079D 1933-03-29 1933-03-29 Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Harzes. CH172079A (de)

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