AT144904B - Verfahren zur Herstellung synthetischer Harze. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung synthetischer Harze.

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  Verfahren zur   Herstellullg   synthetischer Harze. 



   Die ausgezeichneten elektrischen und mechanischen Eigenschaften gewisser Gruppen von Kon- densationsprodukten aus aromatischen Aminen und Aldehyden sind durch eine Reihe von Patenten bekannt geworden und ermöglichen eine vielseitige Verwendung dieser Harze in der Isoliertechnik und in der Herstellung von   Kunstmassen.   Es war aber bisher nicht möglich, diese Harze mit trocknenden Ölen zu kombinieren und ihre hervorragenden Eigenschaften in der Lack-und Firnisindustrie nutzbar zu machen. 



   Es hat sich nun herausgestellt, dass lösliche, härtbare Harze, die zur Herstellung von Lacken, Überzügen sowie von Kunstmassen vorzüglich geeignet sind, erhalten werden können, wenn trocknende Öle, wie Holzöl, Leinöl u.   dgl.,   oder deren Derivate, wie sie durch Umestern, durch Verblasen oder Verkochen u. dgl. erhalten werden, mit zwei-oder mehrkernigen aromatischen Aminbasen, deren Kerne direkt oder indirekt durch Methylengruppen verknüpft sind, vereinigt und gegebenenfalls mit Aldehyden nachbehandelt werden. 



   Man kann dabei entweder von fertig gebildeten Methylenbasen ausgehen, die zweckmässig in
Gegenwart eines Lösungsvermittlers und eines Kondensationsmittels mit dem trocknenden Öl kondensiert werden, oder aber die Bildung der Methylenbasen erst im Laufe des Verfahrens durchführen, indem man beispielsweise als Ausgangsmaterial die Kondensationsprodukte aus trocknenden Ölen und aromatischen Aminen verwendet, deren Aminrest dann in bekannter Weise durch Methylengruppen mit weiteren Mengen aromatischer Amine verknüpft werden.

   Besonders eignet sich hiezu das Verfahren nach dem österreichischen Patent Nr. 142242, indem aktive Methylengruppen enthaltende Aminbasen, wie Anhydroformaldehydanilin oder   Anhydro-p-aminobenzylalkohol   statt auf die Amine selbst, auf die Kondensationsprodukte aus trocknenden Ölen und Aminen   zweckmässig   in Gegenwart saurer Kondensationsmittel zur Einwirkung gebracht werden. Dadurch kann man das Verhältnis der Ölkomponente zum Aminanteil und damit auch die Eigenschaften der Produkte weitgehend verändern, da die Anlagerungsfähigkeit der aktiven Methylenbasen fast unbegrenzt ist.

   Sehr ähnliche Produkte werden auch erhalten, wenn man beispielsweise ein Anilin-Holzölkondensat mit weiteren Mengen Anilin in Gegenwart von Formaldehyd behandelt oder die Kondensationsprodukte aus Holzöl und Anhydroformaldehydanilin mit Aminen kondensiert. 



   Die so oder in ähnlicher Weise erhaltenen Verbindungen der Methylenbasen mit trocknenden Ölen sind   dickölig   bis harzartig, leicht löslich in vielen niedrigsiedenden Lösungsmitteln, sind aber nicht durch Wärme   härtbar. Sie   lassen sich unter den verschiedensten Bedingungen, zweckmässig in Lösung und Gegenwart saurer Katalyten, mit Aldehyden kondensieren, die in freiem Zustand oder in Form aldehydabspaltender Mittel, wie z. B. Hexamethylentetramin, verwendet werden können. Diese neuen Produkte sind meist in den verschiedensten Lösungsmitteln, z. B.

   Benzol, Toluol, Xylol, Benzolalkohol, 
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 und trocknen, besonders in Anwesenheit von Siccativen sehr rasch, zu klaren, ausserordentlich festhaftenden, zähen und elastischen Filmen, die durch Wärmebehandlung unlöslich, sehr hart und sehr widerstandsfähig gegen mechanische und chemische Einflüsse werden. Mit Füllstoffen vermischt lassen sich die neuen Harze durch Druck und Wärme in wertvolle Kunstmassen   überführen.   



   Die neuen Harze eignen sich auch als Bindemittel für die Herstellung von Schichtkörpern. 



  Beispiel 1 : 400 Teile Holzöl werden mit 250 Teile Anilin und 10 Teilen Anilinehlorhydrat am   Rück-   

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 aus dem durch Dampfdestillation nur noch ganz wenig Anilin abgetrieben werden kann. 



   Man trägt nun 300 Teile Anhydroformaldehydanilin bei etwa   1500 in   die Schmelze ein, wo es sieh rasch löst, erhitzt 1-2 Stunden auf 200  und lässt erkalten. Das dickolige bis feste Reaktionsprodukt ist in   Alkoholbenzol leicht loslich, zur Behandlung   mit Formaldehyd löst man es   zweckmässig   in der   4-6 fachen   Menge dieses Lösungsmittel und lässt unter gutem Rühren am   Rückfluss   500 Teile 40% igen Formaldehyd zulaufen, der unter beträchtlicher Wärmetönung reagiert. Nach etwa einstündigem Kochen lässt man die wässerige Schicht absitzen, trennt ab, wäscht nochmals mit Wasser oder befreit die Harzlösung durch Verrühren mit fester Soda von etwa noch vorhandener Säure.

   Durch Abdestillieren des Lösungsmittels,   zweckmässig unter   vermindertem Druck, erhält man ein   dieköliges,   in der Kälte festes 
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 härter und widerstandsfähiger, sowie unlöslich werden. Ein Zusatz der üblichen Trockenmittel   (Siceative)   beschleunigt die Trocknung. 



   B eispiel 2 : 100 Teile Holzöl 30 Teile Diaminodiphenylmethan und 30 Teile Methylcyclohexanon als   Lösungsvermittler werden   unter Zugabe von 2 Teilen Phosphortrichlorid drei Stunden am   Rück-     tlusskühler gekocht, nach   dem Erkalten wird das dicke Öl mit 50 Teilen Anhydroformaldehydanilin und 20 Teilen Eisessig versetzt, zwei Stunden auf etwa   1200 erwärmt. Nach   dem Abkühlen löst man die Schmelze in Alkoholbenzol und behandelt die Lösung wie in Beispiel 1 mit 100 Teilen 40% igem Formaldehyd. Das Harz ist besonders in Alkoholbenzolgemischen leicht löslich, die Überzüge sind den nach Beispiel 1 erhaltenen sehr ähnlich. 



   Beispiel 3 : 150 Teile Leinöl werden mit 100 Teilen Anilin und 5 Teilen Phosphortrichlorid einige Stunden am   Rüekflusskü. hler gekocht, nach   dem Erkalten werden bei zirka 100  150 Teile Anhydroformaldehydanilin und 10 Teile Phtalsäure eingetragen und eine Stunde auf   1400 erhitzt.   Die Schmelze wird dann wie in Beispiel 1 in Alkoholbenzol gelöst und mit 160 Teilen   40%   igem Formaldehyd behandelt. 



   Die Eigenschaften des Produktes entsprechen denjenigen der oben beschriebenen Harze. 



   Beispiel 4 : 200 Teile in bekannter Weise durch Umesterung von Holzöl in Alkohol erhaltener Holzölsäureäthylester werden mit 120 Teilen Anilin und 4 Teilen Phosphorsäure 4 Stunden gekocht, wobei der Siedepunkt von   1900 auf 2340 steigt.   Man lässt auf etwa   150  abkühlen   und trägt unter Rühren 200 Teile Anhydroformaldehydanilin ein und hält eine Stunde auf dieser Temperatur. Dann trägt man unter kräftigem Rühren in kleinen Anteilen 120 Teile Paraformaldehyd ein, der sich unter Aufschäumen löst. Das Harz ähnelt den oben beschriebenen. 



   Beispiel 5 : 50 Teile des nach Beispiel l durch Kondensation von Holzöl zunächst mit Anilin und nachher mit Anhydroformaldehydanilin hergestellten Harzes werden in Benzol gelöst und mit 35 Teilen Furfurol versetzt.   Zweckmässig wird   die Lösung noch einige Zeit am   Rückfluss   gekocht. Die Lösung hinterlässt beim Eintrocknen rötlich-braune, festhaftende Überzüge, die durch Wärme- 
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 werden mit 200 Teilen Holzöl unter Zugabe von 80 Teilen Methylcyclohexanol zehn Stunden gekocht und nach dem Erkalten von einem kleinen, ungelösten   Rückstand   abgegossen. 



     Das diekölige   Produkt ist in   Alkoholbenzol löslieh   und kann durch Erwärmen mit Formaldehyd in ein härtbares, in Teerkohlenwasserstoffen lösliches Produkt   übergeführt werden.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung synthetischer Harze, dadurch gekennzeichnet, dass trocknende Öle oder Einwirkungsprodukte von trocknenden Ölen und aromatischen Aminen mit Methylenverbindungen aromatischer Amine mit oder ohne Anwendung von Kondensationsmitteln   und/oder   Lösungsmitteln in Reaktion gebracht und gegebenfalls mit Aldehyden oder Aldehyd abgebenden Mitteln nachbehandelt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung synthetischer Harze gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Methylenverbindungen erst im Verlauf des Verfahrens gebildet werden.
    3. Verfahren zur Herstellung synthetischer Harze gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass statt der natürlichen trocknenden Öle oder ihrer Gemische deren durch Umesterung, Verkochen oder teilweise Oxydation erhaltenen Derivate verwendet werden.
AT144904D 1933-03-29 1934-02-21 Verfahren zur Herstellung synthetischer Harze. AT144904B (de)

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