CH172264A - Verfahren zur Einregelung einer elektrischen Übergabeleistung zwischen zwei Kraftnetzen auf einen vorgeschriebenen Betrag. - Google Patents

Verfahren zur Einregelung einer elektrischen Übergabeleistung zwischen zwei Kraftnetzen auf einen vorgeschriebenen Betrag.

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CH172264A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Verfahren zur Einregelung einer elektrischen Übergabeleistung zwischen zwei       TLraftnetzen    auf     einen        vorgeschriebenen    Betrag.         lrn    Hauptpatent ist ein Verfahren zur       Einregelung    auf einen     vorgeschriebenen        Be-          ira.v,    einer elektrischen Leistung, die von  einem Kraftnetz an ein Nachbarnetz geliefert  oder von dort bezogen wird, anhand von Bei  spielen beschrieben.

   Die Regelung erfolgt       hierbei    durch zwei Regeleinflüsse, einem  schnell wirkenden     Regeleinfluss    zur Regelung  der Übergabeleistung in Abhängigkeit von  der     Generatorleistunb    des     geregelten    Kraft  netzes und einem zweiten, träge wirkenden       Rebeleinfluss,    durch welchen eine durch die  erste Regelung noch nicht beseitigte Abwei  chung der Übergabeleistung von ihrem Soll  wert zum Verschwinden gebracht wird.

   Für  den ersten     Rebeleinfluss    dient bei einem dort       beschriebenen        Ausführun        gsbeispiel    als Ver  gleichswert die Leistung .desjenigen     Genera-          tors,    durch dessen Regelung die Übergabe  leistung beeinflusst wird, und ein Zusatzwert,  der den Zusammenhang zwischen Übergabe  leistung und der gesamten Generatoren  leistung berücksichtigt.     Bei    einer ebenfalls    im Hauptpatent beschriebenen Einrichtung  werden diese Grössen,     sowie    die Übergabe  leistung zum Zwecke des Vergleiches durch  drei Gleichströme entsprechender Grösse dar  gestellt., die in einem Relais verblichen wer  den.

   Der Strombetrag des Zusatzwertes wird  dabei durch einen     Verstellwidlerstand    ent  weder von Hand oder aber auch durch einen       Fahrplanapparat    eingestellt. Für den zwei  ten     Regeleinfluss,    der zur Beseitigung der  Abweichung der Übergabeleistung von ihrem  Sollwert dient, wird durch Verstellung dieses  Widerstandes von Hand oder durch einen       Fahrplanapparat    jeweils nach Vergleich des  nach dem ersten     Regeleinfluss    bestehenden       Istwertes    der Übergabeleistung mit .dem  Sollwert der Übergabeleistung ein Strom der  art eingestellt, dass eine erneute Regelung des  Generators so lange erfolgt,

   bis der     Istwert     der Übergabeleistung erreicht ist.  



  Gemäss vorliegender Erfindung wird eine       Verbesserung    des im Patentanspruch I des  Hauptpatentes umschriebenen Verfahrens da-      durch erreicht, dass im zweiten     Regeleinfluss     der Sollwert der     Übergabeleistung    mit der       Generatorleistung        und    einem Zusatzwert, der  den Zusammenhang zwischen Übergabe  leistung und     Generatorleistung    enthält,     ver-          ffi        01        iehen    wird.

   Dies ergibt den Vorteil,     .dass     bei abgeschalteter Übergabestelle, das heisst  für den Fall, dass die Übergabeleistung gleich  Null ist, der zweite     Regeleinfluss    den Zu  satzwert so einstellt, dass die     Reglercharak-          teristik    bei der jeweils vorhandenen Genera  torleistung .durch Null geht, wodurch ohne  Eingreifen in die     Reglerapparatur    die beiden  Netze parallel geschaltet oder die Kupp  lungsleitung aufgetrennt werden kann.

   Ein  weiterer Vorteil besteht, wie Versuche und  theoretische Untersuchungen ergeben haben,  darin, lass sich auch bei grösseren zeitlichen  Verzögerungen der     Reglerarbeit    noch brauch  bare Regelergebnisse einstellen, ohne dass       Schwingungen    den Bestand des Gesamtnetzes  gefährden.  



  Im folgenden wird ein Ausführungsbei  spiel des Verfahrens anhand der in der Zeich  nung schematisch     dargestellten    Einrichtung  erläutert. Hierbei ist 1 ein Kraftnetz, das  von einem Generator 2, sowie weiteren, in  der Zeichnung lediglich durch ihren An  schluss dargestellten Generatoren gespeist  werden kann und an welches eine beliebige  Anzahl Verbraucher angeschlossen ist. Das  Kraftnetz 1 ist durch die Leitung 1' mit  einem nicht dargestellten weiteren Kraftnetz  verbunden, so dass über diese Leitung eine       Übergabeleistung    in dem einen oder andern  Sinne fliessen kann. Der Generator 2     wird     durch eine Antriebsmaschine 4 angetrieben.

    An der Übergabestelle befindet sich ein     Lei-          stungsmessgerät    3 mit     Fernmessgeber    5     be-          liebi        ger    Bauart, der die jeweils gemessene  Übergabeleistung, beispielsweise nach dem       Impulszeitfernmessverfahren,    nach einem       Empfangsrelais    6 überträgt. Die     Übertra          gung    kann über die Hochspannungsleitung 1'       vermittelst    Ströme netzfremder Frequenz er  folgen.

   In die vom Generator 2 abgehende  Leitung ist ein     Messinstrument    zur     Messung     der abgegebenen     Generatorleistung    eingefügt,    das mit einem     Fernmessgeber    verbunden ist,  .der beispielsweise ebenfalls nach dem Impuls  zeitfernmessverfahren die     Generatorleistung     nach einem Empfangsgerät 7 überträgt. Die  ses Empfangsgerät wird ferner gespeist durch  einen Strom, der durch den verstellbaren Wi  derstand 8 eingestellt wird, und der zwischen  zwei hintereinander     geschalteten    Batterien  9 und 10     angeschlossen    ist.

   Der Widerstand  8 ist durch einen Motor 11 verstellbar.' 12  ist ein Geber für den Sollwert der Übergabe  leistung,     beispielsweise    ein     Fahrplanapparat,     der den     Sollwert    der     Übergabeleistung    in  Abhängigkeit von der Tageszeit selbsttätig       unterschiedlich    einstellt. Der     Sollwertgeber     12 arbeitet mit einem Relaissatz 13 zusam  men, der Impulse aussendet, deren Dauer  dem jeweiligen Betrage des Sollwertes pro  portional ist.

   Das Empfangsgerät 7 arbeitet  mit einem Relaissatz     1d    zusammen, der Im  pulse aussendet, deren Dauer dem Vergleichs  wert der Regelung, nämlich .der Generator  leistung, vermehrt oder vermindert um den  Zusatzwert, der durch entsprechende Ein  stellung des Widerstandes 8 vorzeichen  richtig, das heisst je nach der Richtung der  vorzunehmenden Regelung gebildet     wird,     proportional ist. 15 ist ein Relaissatz, in  welchem die Regelimpulse für den     ersten          Regeleinfluss    entsprechend dem Vergleich der  vom Empfangsrelais und dem Relaissatz 14  weiter gegebenen Impulse gebildet werden  und der Antriebsmaschine zugeführt werden.

    Ferner ist noch ein Relaissatz 16     vorhanden,     der Regelimpulse aussendet, die sich aus .dem  Vergleich des Sollwertes für die Übergabe  leistung mit dem Vergleichswert der Rege  lung, nämlich der     Generatorleistung,    zu- oder  abzüglich des     Zusatzwertes    ergeben. Diese  Regelimpulse werden einem Motor 11, der die  Verstellung des     Widerstandes,    der dem Zu  satzwert entsprechend eingestellt wird, aus  führt, zugeführt.  



  Angenommen, die über die Leitung 1' ab  gegebene Übergabeleistung ist um einen be  stimmten Betrag gesunken. An dem     Messort     der Übergabeleistung wird durch     das        Mess-          instrument    3     bezw.    durch den     Ferumessgeber         5 ein Impuls bestimmter, von einer der Über  gabeleistung proportionalen Dauer ausge  sandt, der dem Empfangsrelais 6 zugeführt  wird.

   Dieser Impuls wird mit einem von dem       Geber    für den Vergleichswert des Regelvor  ganges ausgesandten Impuls, der sich aus  einem der     Cxeneratorleistung    proportionalen  Betrag und einem dem Zusatzwert     entspre-          ehenden    Betrag zusammensetzt, in dem Re  laissatz 1.5 verglichen, und als Ergebnis die  ses Vergleiche., ein Impuls ausgesandt, der  auf die     Stellung    der Antriebsmaschine der  art einwirkt,     dass    die Leistung des Generators       :3    in ein bestimmtes Verhältnis zur Über  gabeleistung gebracht wird.

   Durch diese  schnellwirkende     statische    Regelung wird,  wie im     Hauptpatent    näher beschrieben, ver  mieden, dass     Pendelungen    im Netz     auftreten.     Die Übergabeleistung befindet sich damit  allerdings noch nicht auf dem Wert, auf den  sie eingeregelt werden soll, da bisher nur die       Creneratorleistung    um einen der Änderung  der     Cber.C),a.beleistung    entsprechenden Betrag  verstellt worden ist.

   Diese noch erforderliche  Regelung wird alsdann .durch den Vergleich  des durch den     Sollwertgeber    12 im Relais  satz 13 gebildeten Impulses mit dem durch  das Instrument 7 und dem Relaissatz 11-     ge.-          bildeten    Impuls in dem Relaissatz 16 be  wirkt. Der Relaissatz 16 sendet entsprechend  der Grösse     und    Richtung der Differenz der       beidcsn    Impulse einen Stromstoss zu dem     Ver-          stellmotor    11., der kurzzeitig anläuft und der  den den Zusatzwert     einstellenden    Widerstand  in dem einen oder andern Sinne     entsprechend     verstellt.

   Um einen dieser Verstellung ent  sprechenden Betrag wird nun auch der       Iiraftmaschinenregler    der Antriebsmaschine    verstellt, wodurch -die bei dem ersten Regel  vorgang verbliebene Abweichung der Über  gabeleistung von ihrem Sollwert wieder zum  Verschwinden gebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Einregelung einer elek trischen Übergabeleistung zwischen zwei Kraftnetzen auf einen vorgeschriebenen Be trag nach dein Patentanspruch I des Haupt- patentes, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Regeleinfluss der Sollwert .der Über- gabeleistung mit der Generatorleistung und einem Zusatzwert, welcher .den Zusammen hang zwischen Übergabeleistung und Gene- ratorleisturig enthält, verglichen wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Übertra- gung der einzelnen Messwerte nach dem Vergleichsort bezw. nach :dem Regelort durch Fernrnesseinrichtüngen erfolgt, bei welchen zur Fernübertragung der Mess- grössen proportionale Impulse ausgesandt werden. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass .die Übertra gung der einzelnen Messwerte nach :dem Vergleichsort bezw. nach dem Regelort durch Fernmesseinrichtungen erfolgt, bei welchen zur Fernübertragung Ströme ver wendet werden, die den Messgrössen pro portional sind.
CH172264D 1931-12-02 1932-12-01 Verfahren zur Einregelung einer elektrischen Übergabeleistung zwischen zwei Kraftnetzen auf einen vorgeschriebenen Betrag. CH172264A (de)

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