Verfahren zur Einregelung einer elektrischen Übergabeleistung zwischen zwei TLraftnetzen auf einen vorgeschriebenen Betrag. lrn Hauptpatent ist ein Verfahren zur Einregelung auf einen vorgeschriebenen Be- ira.v, einer elektrischen Leistung, die von einem Kraftnetz an ein Nachbarnetz geliefert oder von dort bezogen wird, anhand von Bei spielen beschrieben.
Die Regelung erfolgt hierbei durch zwei Regeleinflüsse, einem schnell wirkenden Regeleinfluss zur Regelung der Übergabeleistung in Abhängigkeit von der Generatorleistunb des geregelten Kraft netzes und einem zweiten, träge wirkenden Rebeleinfluss, durch welchen eine durch die erste Regelung noch nicht beseitigte Abwei chung der Übergabeleistung von ihrem Soll wert zum Verschwinden gebracht wird.
Für den ersten Rebeleinfluss dient bei einem dort beschriebenen Ausführun gsbeispiel als Ver gleichswert die Leistung .desjenigen Genera- tors, durch dessen Regelung die Übergabe leistung beeinflusst wird, und ein Zusatzwert, der den Zusammenhang zwischen Übergabe leistung und der gesamten Generatoren leistung berücksichtigt. Bei einer ebenfalls im Hauptpatent beschriebenen Einrichtung werden diese Grössen, sowie die Übergabe leistung zum Zwecke des Vergleiches durch drei Gleichströme entsprechender Grösse dar gestellt., die in einem Relais verblichen wer den.
Der Strombetrag des Zusatzwertes wird dabei durch einen Verstellwidlerstand ent weder von Hand oder aber auch durch einen Fahrplanapparat eingestellt. Für den zwei ten Regeleinfluss, der zur Beseitigung der Abweichung der Übergabeleistung von ihrem Sollwert dient, wird durch Verstellung dieses Widerstandes von Hand oder durch einen Fahrplanapparat jeweils nach Vergleich des nach dem ersten Regeleinfluss bestehenden Istwertes der Übergabeleistung mit .dem Sollwert der Übergabeleistung ein Strom der art eingestellt, dass eine erneute Regelung des Generators so lange erfolgt,
bis der Istwert der Übergabeleistung erreicht ist.
Gemäss vorliegender Erfindung wird eine Verbesserung des im Patentanspruch I des Hauptpatentes umschriebenen Verfahrens da- durch erreicht, dass im zweiten Regeleinfluss der Sollwert der Übergabeleistung mit der Generatorleistung und einem Zusatzwert, der den Zusammenhang zwischen Übergabe leistung und Generatorleistung enthält, ver- ffi 01 iehen wird.
Dies ergibt den Vorteil, .dass bei abgeschalteter Übergabestelle, das heisst für den Fall, dass die Übergabeleistung gleich Null ist, der zweite Regeleinfluss den Zu satzwert so einstellt, dass die Reglercharak- teristik bei der jeweils vorhandenen Genera torleistung .durch Null geht, wodurch ohne Eingreifen in die Reglerapparatur die beiden Netze parallel geschaltet oder die Kupp lungsleitung aufgetrennt werden kann.
Ein weiterer Vorteil besteht, wie Versuche und theoretische Untersuchungen ergeben haben, darin, lass sich auch bei grösseren zeitlichen Verzögerungen der Reglerarbeit noch brauch bare Regelergebnisse einstellen, ohne dass Schwingungen den Bestand des Gesamtnetzes gefährden.
Im folgenden wird ein Ausführungsbei spiel des Verfahrens anhand der in der Zeich nung schematisch dargestellten Einrichtung erläutert. Hierbei ist 1 ein Kraftnetz, das von einem Generator 2, sowie weiteren, in der Zeichnung lediglich durch ihren An schluss dargestellten Generatoren gespeist werden kann und an welches eine beliebige Anzahl Verbraucher angeschlossen ist. Das Kraftnetz 1 ist durch die Leitung 1' mit einem nicht dargestellten weiteren Kraftnetz verbunden, so dass über diese Leitung eine Übergabeleistung in dem einen oder andern Sinne fliessen kann. Der Generator 2 wird durch eine Antriebsmaschine 4 angetrieben.
An der Übergabestelle befindet sich ein Lei- stungsmessgerät 3 mit Fernmessgeber 5 be- liebi ger Bauart, der die jeweils gemessene Übergabeleistung, beispielsweise nach dem Impulszeitfernmessverfahren, nach einem Empfangsrelais 6 überträgt. Die Übertra gung kann über die Hochspannungsleitung 1' vermittelst Ströme netzfremder Frequenz er folgen.
In die vom Generator 2 abgehende Leitung ist ein Messinstrument zur Messung der abgegebenen Generatorleistung eingefügt, das mit einem Fernmessgeber verbunden ist, .der beispielsweise ebenfalls nach dem Impuls zeitfernmessverfahren die Generatorleistung nach einem Empfangsgerät 7 überträgt. Die ses Empfangsgerät wird ferner gespeist durch einen Strom, der durch den verstellbaren Wi derstand 8 eingestellt wird, und der zwischen zwei hintereinander geschalteten Batterien 9 und 10 angeschlossen ist.
Der Widerstand 8 ist durch einen Motor 11 verstellbar.' 12 ist ein Geber für den Sollwert der Übergabe leistung, beispielsweise ein Fahrplanapparat, der den Sollwert der Übergabeleistung in Abhängigkeit von der Tageszeit selbsttätig unterschiedlich einstellt. Der Sollwertgeber 12 arbeitet mit einem Relaissatz 13 zusam men, der Impulse aussendet, deren Dauer dem jeweiligen Betrage des Sollwertes pro portional ist.
Das Empfangsgerät 7 arbeitet mit einem Relaissatz 1d zusammen, der Im pulse aussendet, deren Dauer dem Vergleichs wert der Regelung, nämlich .der Generator leistung, vermehrt oder vermindert um den Zusatzwert, der durch entsprechende Ein stellung des Widerstandes 8 vorzeichen richtig, das heisst je nach der Richtung der vorzunehmenden Regelung gebildet wird, proportional ist. 15 ist ein Relaissatz, in welchem die Regelimpulse für den ersten Regeleinfluss entsprechend dem Vergleich der vom Empfangsrelais und dem Relaissatz 14 weiter gegebenen Impulse gebildet werden und der Antriebsmaschine zugeführt werden.
Ferner ist noch ein Relaissatz 16 vorhanden, der Regelimpulse aussendet, die sich aus .dem Vergleich des Sollwertes für die Übergabe leistung mit dem Vergleichswert der Rege lung, nämlich der Generatorleistung, zu- oder abzüglich des Zusatzwertes ergeben. Diese Regelimpulse werden einem Motor 11, der die Verstellung des Widerstandes, der dem Zu satzwert entsprechend eingestellt wird, aus führt, zugeführt.
Angenommen, die über die Leitung 1' ab gegebene Übergabeleistung ist um einen be stimmten Betrag gesunken. An dem Messort der Übergabeleistung wird durch das Mess- instrument 3 bezw. durch den Ferumessgeber 5 ein Impuls bestimmter, von einer der Über gabeleistung proportionalen Dauer ausge sandt, der dem Empfangsrelais 6 zugeführt wird.
Dieser Impuls wird mit einem von dem Geber für den Vergleichswert des Regelvor ganges ausgesandten Impuls, der sich aus einem der Cxeneratorleistung proportionalen Betrag und einem dem Zusatzwert entspre- ehenden Betrag zusammensetzt, in dem Re laissatz 1.5 verglichen, und als Ergebnis die ses Vergleiche., ein Impuls ausgesandt, der auf die Stellung der Antriebsmaschine der art einwirkt, dass die Leistung des Generators :3 in ein bestimmtes Verhältnis zur Über gabeleistung gebracht wird.
Durch diese schnellwirkende statische Regelung wird, wie im Hauptpatent näher beschrieben, ver mieden, dass Pendelungen im Netz auftreten. Die Übergabeleistung befindet sich damit allerdings noch nicht auf dem Wert, auf den sie eingeregelt werden soll, da bisher nur die Creneratorleistung um einen der Änderung der Cber.C),a.beleistung entsprechenden Betrag verstellt worden ist.
Diese noch erforderliche Regelung wird alsdann .durch den Vergleich des durch den Sollwertgeber 12 im Relais satz 13 gebildeten Impulses mit dem durch das Instrument 7 und dem Relaissatz 11- ge.- bildeten Impuls in dem Relaissatz 16 be wirkt. Der Relaissatz 16 sendet entsprechend der Grösse und Richtung der Differenz der beidcsn Impulse einen Stromstoss zu dem Ver- stellmotor 11., der kurzzeitig anläuft und der den den Zusatzwert einstellenden Widerstand in dem einen oder andern Sinne entsprechend verstellt.
Um einen dieser Verstellung ent sprechenden Betrag wird nun auch der Iiraftmaschinenregler der Antriebsmaschine verstellt, wodurch -die bei dem ersten Regel vorgang verbliebene Abweichung der Über gabeleistung von ihrem Sollwert wieder zum Verschwinden gebracht wird.