CH172554A - Zug- und Stossvorrichtung, insbesondere für Eisenbahnwagen. - Google Patents

Zug- und Stossvorrichtung, insbesondere für Eisenbahnwagen.

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CH172554A
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Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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      ZLig-    und Stossvorrichtung,     insbesondere    für Eisenbahnwagen.    Durchgehende Zug- und     Stossvorrichtun-          0'(11i    haben den     Vorteil,    dass :sie sowohl die       beiderseits    am Fahrzeug angreifenden Zug  kräfte, wie auch die     Druckkräfte    unmittel  bar von einem Ende zum andern übertragen,  ohne dass eine Belastung des Untergestelles  entsteht.

   Dieser Vorteil ist von grosser Be  deutung, da die beiderseitigen Zugkräfte  zum Beispiel beim Anfahren eines schweren  Zuges grosse Werte erreichen können, indem       4e    die Summe der gesamten     Anfahrwider-          stände    darstellen, während die beiderseitigen       Druckkräfte    beim Bremsen langer     Züg--          mittelst        Luftdruckbremse    durch das     Auf-          laufen    der Wagen aufeinander sehr gross       werden    können.

   Durchgehende Zug- und       Stossvorrichtungen,    die     sowohl    die     beider-          seitig-en    Zugkräfte, wie auch die     bei@derseiti-          (;en        Drucl.:kräfte    ohne Belastung des     Unter-          -etelles    übertragen, sind bislang nur in Ver  bindung mit     llittelpufferkupplungen    be  kannt. Der grösste Teil der bestehenden Fahr  zeuge besitzt     jedoch    nicht -#iZittelpufferkupp-         lungen,    sondern getrennt angeordnete Zug  kupplungen und Seitenpuffer.

   Es ist be  kannt, bei derartigen Fahrzeugen .die Zug  kupplungen an eine durchgehende Zugvor  richtung anzuschliessen, während die Seiten  puffer unmittelbar am Untergestell befestigt  sind, so dass die beiderseitigen Druckkräfte in  ihrer vollen Höhe das     Untergestell    belasten.  Die Erfindung betrifft nun eine Zug- und  Stossvorrichtung mit getrennt angeordne  ten     Zugkupplungen    und Stosspuffern und be  zweckt das     Lintergestell    sowohl von den bei  derseitigen Zugkräften, als auch von den bei  derseitigen Druckkräften wenigstens teil  weise zu entlasten.  



  Auf der     Zeichnung    sind verschiedene       Ausführungsbeispiele    des Erfindungsgegen  standes dargestellt, und zwar zeigen  die     Fig.    1 bis 9     je    eine Ausführung in  Oberansicht teilweise im Schnitt,  die     Fig.    10 bis 13 stellen eine weitere  Ausführung der Erfindung dar, wobei     Fig.         11 ein Schnitt nach     XII-XII    .der     Fig.    10  in grösserem     Massstabe    ist, und .  



  die     Fig.    12 und 13 Darstellungen ent  sprechend der     Fig.    10 bei anderer Lage ein  zelner Teile sind.  



  Beim     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    1 ist  eine durchgehende Zug- und     Druckstange    1  in .der Längsachse des Fahrzeuges längsver  schiebbar gelagert. Sie ist durch eine Kasten  federanordnung mit dem     Untergestell    2 des  Wagens verbunden. Die Federanordnung be  steht aus einer Feder 3, sowie den     zugehöri#     gen Federtellern 4, 5, die sich gegen An  schläge 6, 7 !der Zug- und Druckstange 1  und gegen Anschläge 8, 9 des Untergestelles  2 unter dem Druck der Feder 3 abstützen.  Zwischen den. Federtellern 4, 5 ist ein Rohr  stück 10 angeordnet, das den     Hub,der    Feder  3 begrenzt.

   Die Feder 3 wird bei Längs  bewegungen der Zug- und Druckstange 1  in beiden Richtungen .gespannt.  



  Die Enden der Zug- und Druckstange 1  sind durch Gelenkbolzen 11     bezw.    - 12 mit  den Zughaken 13, 14 und mit     Querhebeln     15, 16 gelenkig verbunden und sind im übri  gen zwischen Führungen 17, 18, die am Un  tergestell 2 sitzen, geführt. Mit den Quer  hebeln 15, 16 sind die .Seitenpuffer 19, 20  durch     Gelenkbolzen    21, 22 verbunden.

   Die  beiderseitigen Zugkräfte werden demnach  durch die Zughaken 13, 14, die Gelenkbol  zen 11, 12 und die Zug- und Druckstange 1       übertragen,    ohne dass eine Belastung des  Untergestelles     eintritt.    Treten dagegen Zug  uni Druckkräfte nur an einem der Zughaken  13, 14     bezw.    nur an einem der Seitenpuffer  paare 19, 20 auf, so werden diese Kräfte       @dureh    die     Kastenfederanordnung    3, 4, 5, 6,  7 und 10 gegen das Untergestell 1 ab  g     o        efedert.     



  Die     ,durchgehende    starre Zugstange     hal     bekanntlich den     Nachteil,    dass beim Anfah  ren ein Strecken des Zuges nicht eintreten  kann, so dass der ganze Zug gleichzeitig in  Bewegung gesetzt werden     muss,    was bei  schweren Zügen oft nicht möglich ist. Bei  .dem     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    2 ist  demnach die Zug- und Druckstange zwei-         teilig    ausgeführt, wobei die beiden Hälften  48     bezw.    49, in der Mitte durch eine     so-          gena.nnte    Stangenfeder gegeneinander ab  gefedert werden.

   Die     Stangenfedera-nordnung     besteht aus einer sehr harten Feder     23.,    den  Federtellern 24, 25 und den mit den Stangen  hälften 48, 49 fest     verbundenen        Mitnehmern     26, 27, die in     bekannter    Weise .durch Zug  stangen 28, 29 jeweils mit den gegenüber  liegenden Federtellern 24, 25 verbunden  sind. Ein zwischen den Federtellern angeord  netes Rohrstück 30 dient als Begrenzung für  den Hub der Feder 23. Im übrigen sind die  beiden Hälften 48. 49 der Zug- und Druck  stange durch je eine     Kastenfederanordnung     31,     3,2,    33, 34 mit dem Untergestell 35 ver  bunden.

   Die Verbindung der     Seitenpuffer          36-,    37 und der Zughaken 38, 39 mit den  Enden der Zug- und     Druekstangenhä.lften     48, 49 ist die gleiche wie bei dem Ausfüh  rungsbeispiel nach     Fig.    1. Die Verbindung  ,der Seitenpuffer 36, 37 mit den     Querhebeln     40, 41 erfolgt im vorliegenden Fall jedoch  nicht durch Gelenkbolzen, sondern durch an  den Pufferstangen angebrachte Anschläge  42, 43 und 44, 45. An dem Untergestell 35  sind je zwei Halter 46     bezw.    47 angeordnet.  die zur Führung der Seitenpuffer 36 und 37  dienen.

   Die beiderseitigen Zug-     und    Druck  kräfte werden in ähnlicher Weise durch     di     Vorrichtung übertragen, wie bei dem Aus  führungsbeispiel nach     Fig.    1, nur     dass        irn     vorliegenden Fall bei derartigen Kräften zu  nächst die     Stangenfederanordnung    23, 24,  25, 26, 27, 28, 29 und 30 zusammengedrückt  wird, so     -dass    eine     Abfederung    dieser     Kräfte     vorhanden ist. Gleichzeitig werden auch die  beiden     Kastenfederanordnungen    31, 32. 3 3  und 34 um -den halben Hub der Stangen  federanordnung zusammengedrückt.

   Die Be  lastung, die dieser     Zusammenürückung    ent  spricht, muss vom Untergestell 35 des Wa  gens aufgenommen werden.     Diese    Belastung  ist jedoch im Vergleich zu den gesamten bei  derseitigen Kräften belanglos, da man den  Hub der Stangenfeder 23 bei hoher     Endkraft     derselben     zweckmässig    sehr klein wählt, wäh  rend -der Hub der Kastenfedern 31 bei nie-           driger        Endkraft    der Feder möglichst gross  gewählt wird.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel     na-,b.        Fig.    3  ..sind zwischen den Köpfen der Seitenpuffer  51, 52 und dem Untergestell 53 zusätzliche  Federn 54, 55     angeordnet,    welche die Auf  gabe haben, die Seitenpuffer und die     Quer-          Nebel    56, 5 7 stets in die Mittellage zurück  zuführen. Unter der     Wirkung    der Federn 54.  55 gelangen die hintern Anschläge 59, 61  der Pufferstangen in der Ruhelage an den       Querhebeln    56, 57 zur Anlage, so dass zwi  schen den Querhebeln und den vordern An  schlägen 58, 60 ein Spielraum verbleibt.

   Um  die Seitenpuffer 51, 52 und die Querhebel       )(',    5 7 in die Mittellage zurückzuführen, ist.  nur eine verhältnismässig geringe Feder  kraft erforderlich. Die Belastung des Unter  gestelles 53 durch die Federn 54, 55 bei bei  derseitigen     Druckkräften    ist demnach nur ge  ring.  



  Man kann aber auch diese geringe Be  lastung vermeiden, indem man die     Federn     fit, 63 zwischen den     Seitenpuffern    64, 65       tttid    den     Querhebeln    66, 6.7 anordnet, wie es  bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    4 der  Fall ist.

   Die Federn 62. 63 stützen sich in  diesem Falle einerseits gegen fest mit den  Pufferstangen verbundene     Mitnehmer    68, 69,  sowie gegen auf den Pufferstangen     lä.n@s-          verschiebba.r    geführte, und gegen die     zu-          g;(#liöri"en        Querhebel    66, 6 7 zur Anlage     -e-          lan-ende    Federteller 70, 71.

   Bei dieser An  ordnung dienen die Federn 62, 63 gleich  zeitig zur Abfederung der beiderseitigen  Druckkräfte, so dass die Abfederung dieser       Druckkräfte    durch die Stangenfeder 72 in  Fortfall kommen kann. was     zweckmässig    ist,       itin    eine allzu weiche     Abfederun,    der beider  seitigen Druckkräfte zu vermeiden. Im vor  liegenden Fall ist die Wirkung der Stangen  feder<B>7-)</B> gegenüber den     beiderseitigen        1)rucl:-          kräften    dadurch     ausgeschaltet,    dass die beiden       nhälften    7 3, 74 in der Ruhelage  einander liegen.  



       Bei    dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.     5 sind zwischen den     Zughaken    75, 76 und  den Gelenkbolzen 77, 78 zusätzliche Federn    79, 80 angeordnet, die in Hülsen 81, 82 ein  gebaut sind und durch je einen Bund 83, 84  der Zughaken 75, 76 bei Zugkräften ge  spannt werden. Für die Begrenzung .des Hu  bes sind wiederum Rohre 85, 86 vorgesehen.  Da die Federn 79, 80 die beiderseitigen Zug  kräfte abfedern und da für die Abfederung  der beiderseitigen Druckkräfte die Federn  87, 88 vorhanden sind, kann die Anordnung  einer Stangenfeder völlig fortfallen. Mithin  kann auch die Zug- und Druckstange 89 aus  einem Stück bestehen.

   Sie ist mit dem Unter  gestell 90 lediglich durch eine Kastenfeder  91, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach       Fig.    1, verbunden.  



  Bei dem     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.     6 sind die Stangenhälften 98, 99 mit Zug  stangenköpfen 100, 101, an denen die Zug  haken 102,     1'03        angelenkt    sind, sowie mit je  zwei Bunden 104, 105 und 106, 107 ver  sehen.     Zwischen    den     Zugstangenköpfen    100,  101 und den Bunden 104, 105 sind Feder  teller 108, 109 und Gleitstücke<B>110,</B> 111  längsverschiebbar angeordnet, die unter der  Wirkung von Federn 112, 113 über die Fe  derteller 108, 1,09 gegen die Bunde 104, 106       bezw.    über die Gleitstücke 110, 111 gegen  die Köpfe 100,<B>101</B> gedrückt werden.

   Die       Gleitstücke    110, 111 legen sich in der Ruhe  lage ferner gegen Anschläge 116, 117 des  Untergestelles 118. An den Gleitstücken 110,  111 sind Querhebel 119, 120 drehbar ge  lagert. Zwischen den Federtellern 108, 109  ist ein Zug- und Stossglied 121 angeordnet,  welches im Innern Anschläge 122, 123 für  ,die Bunde<B>1.05,</B> 107 der     Zugstangenhälften     98, 99 besitzt.

   Die beiderseitigen Druck  kräfte werden bei dieser Ausführung durch       Seitenpuffer    124, 125, die Querhebel 119,  120, die     Gleitstücke    110, 111, die     Federn     112, 113, die Federteller 108, 109 und durch  das Zug- und Stossglied 121 übertragen, ohne  dass eine Belastung des     Untergestelles    118  entsteht.

   Die     beiderseitigen    Zugkräfte be  lasten, solange die Federn 112, 113     zu-          sammengedrüclLt    werden, auf dem Wege über  die Zughaken 102, 103, die     Zugstangenhälf-          ten    98, 99, die     Federteller    108, 109, die Fe-      denn 112, 113 und die Gleitstücke 110, 111  das Untergestell. Sobald jedoch die Bunde  105, 107 gegen die Anschläge 122, 123 des  Zug- und     Stossgliedes    121 treffen, werden  die überschüssigen beiderseitigen Zugkräfte  durch das Zug- und Stossglied übertragen.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    7  sind lediglich Federn 126, 127 wie bei dem  Ausführungsbeispiel nach     Fig.    4 angeord  net, während die Querhebel 128, 129 mit den  Zughaken 130, 131 und Gleitstücken 132, 133  durch Gelenkbolzen     13=1,    135 verbunden sind.  Die Gleitstücke l32, 133 stützen sich unter  dem Druck der Federn 126, 127 gegen die  Bunde 137, 138 der Zug- und Druckstange  136. Sie können sich gegenüber den Bunden  137, 138 der Zug- und     Drueksta.nge    um einen  gewissen Betrag in der     Längsrichtung    ver  schieben.

   Diese Bewegung wird durch die  Bunde<B>137,</B> 138 der Zug- und Druckstange  136 und durch Anschläge 139, 140 der     Gleit-          stücke    132, 133 begrenzt. Es ist ohne wei  teres ersichtlich, dass die beiderseitigen  Druckkräfte     wiederum    restlos durch die Vor  richtung geleitet werden, ohne das Unter  gestell 141 zu belasten, während die beider  seitigen Zugkräfte nur in Höhe der Feder  kraft auf das Untergestell einwirken.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    8  sind die Querhebel 142, 143 selbst als Blatt  federn ausgebildet und mit den Köpfen 14.1,  1.15 der     Zugstangenhälfteri    146, 147 durch       Gelenkbolzen    148, 149 verbunden. An die  gleichen Gelenkbolzen sind auch die Zug  haken     15a,    151 angeschlossen. Die innern  Enden der beiden     Zugstangenhälften    146,  147 besitzen Bunde 152, 153, mit denen sie  in der Ruhelage in einem Schloss 154 gegen  einander liegen. Die Bewegung der Stangen  voneinander wird durch Anschläge 155, 156  des Schlosses 154 begrenzt. An den Seiten  pufferstangen 157,<B>158</B> sind Federteller 161,  <B>165</B> vorgesehen.

   Zwischen diesen     Federtellern     und Führungen 159, 160 des Untergestelles  161 sind Federn 162, 163 nach Art der Aus  führung nach     Fig.    3 angeordnet. Diese     'Fe-          dern    dienen dazu, die Seitenpuffer 157, 158  und Blattfedern 142, 143 stets in die Mittel-         lage        zurückzuführen.    Bei beiderseitigen  Druckkräften belasten sie zwar das Unter  gestell 161. Diese Belastung ist jedoch nur  gering, da die Federn 162, 163 nur geringe  Kräfte ausüben. Die beiderseitigen Zugkräfte  werden nur in Höhe der Blattfedern 142,  143 in das Untergestell 161 geleitet.

   Sobald  die Bunde 152, 153 der     Stangen    146, 147 an  den Anschlägen 155, 156 des Schlosses 154  zur Anlage gelangen, gehen die überschüssi  gen beiderseitigen     Kräfte    durch das Schloss  154.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    9  ist die Zug- und Druckstange 168 ungeteilt  mit dem Untergestell 169 des Wagens durch  eine     Kastenfederanordn@ung    (Feder 170,     Di-          stanzrohr    171, Federteller 172, 173, Mit  nehmer 174, 175 und die am Untergestell  starr befestigten Anschläge 176, 177) ver  bunden. Die Stangenköpfe 178, 179 sind     mit-          telst    Gelenkbolzen 180, 181 an die als Blatt  federn ausgebildeten Querhebel 182, 183 und  an die Zughaken 184, 185 angeschlossen.

    Bei dieser Anordnung werden die beider  seitigen Zugkräfte und die beiderseitigen  Druckkräfte restlos durch die     Vorrichtung     geleitet, ohne das Untergestell zu be  lasten. Die beiderseitigen     Zugkräfte    sind  nicht abgefedert. Die Abfederung der beider  seitigen Druckkräfte erfolgt durch die Blatt  federn 182, 183.  



  Die Federn können bei allen Ausfüh  rungsbeispielen durch Reibungsfedern, Rei  bungsbremsen und dergleichen ersetzt wer  den.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach den       Fig.    11 bis 14 besitzen die Stangen 187 der  Seitenpuffer 186 eines Eisenbahnwagens An  sätze 188, über die die gabelförmigen, freien  Enden 191 eines Querhebels 189 greifen. Die  Querhebel stehen unter der Wirkung von  Druckfedern 192, die sich sowohl gegen die  Querhebel, als auch gegen am Untergestell  193 des Wagens befestigte     Widerlager    194  stützen. Die Querhebel 189 sind unter Ver  mittlung von Bolzen 190 an Gleitstücken  197 schwingbar gelagert, für die am Unter  gestell     1.93        Schlittenführungen    195 mit An-           .schlägen    196 vorgesehen sind.

   Die Zughaken       ?00    und 201 sind an je einer Zugstange 198       bezw.    199     angelenkt,    die in dem zugehörigen       Gleitstück   <B>197</B> verschiebbar     gelagert    ist und  einen als Anschlag ausgebildeten Kopf 203       bezw.        20.t    besitzt.

   Die     Zugstange#l98    greift  mit ihrem freien Ende in ein     Federgehäuse     207 ein und trägt innerhalb dieses Gehäuses  zwei     \Viderlager        \?13    und 214, sowie einen  Hubbegrenzer 215 für eine mit     Vorspannung     eingesetzte Schraubenfeder 212, unter     deren     Druck sich das     Widerla.ger    214 in der Ruhe  lage der Vorrichtung gegen den einen Deckel       208    des Gehäuses 207 und das     W%iderlager     2l3 gegen eine Querwand 209 dieses Ge  häuses und gleichzeitig     gege:l    einen Kopf 202  der Stange 198 stützt.

   Die     Stange   <B>199</B> fasst  mit zwei Bunden 205 und 2(_)6 den zweiten,  zweiteiligen Deckel 210 des Gehäuses 20 7  zwischen sich. Auf die Stange 198 ist ein     zur     Druckübertragung     bestimmtes    Rohr 216 auf  geschoben, das sich an seinem einen Ende mit  einem Flansch 217 gegen das Gleitstück<B>197</B>  und mit seinem andern Ende in der Ruhe  lage innerhalb des Gehäuses 207 gegen das  F     ederwiderlager    214 stützt.

   Auf die Stange  199 ist ein ähnliches Druckstück 218 auf  geschoben, das mittelst eines Flansches 219  an dem zugehörigen     Gleitstiick   <B>197</B> anliegt  und zwei     Ausnehmungen    220 besitzt, in die  der Deckel 210 mit zwei     sektorförmigen     Vorsprüngen 211 eingreift. Das Druckstück       218    greift in das Gehäuse 207 ein und liegt  mit     seinem    freien Ende in der Stellung der  Teile nach     Fig.    10 an dem     Widerlager    213  an.  



  Werden beide Zughaken 200 und 201.       t;leielizeitig    auf Zug beansprucht, so ver  schiebt sich die Stange 198 in der Darstel  lung nach     Fig.    111 nach     rechts    und die  Stange 199 nach links. Der Kopf 202 der  Stange 198 nimmt dabei das     Widerlager    213  nach rechts mit, gleichzeitig aber führt die  Stange 199 infolge ihrer starren Kupplung  mit dem     Gehäuse    207 das ganze Gehäuse und  damit auch das     Widerlager    214 nach links,  so dass die Feder 21? zusammengedrückt  wird     (Fig.    12), bis der Hubbegrenzer 215    eine weitere     Zusammendrückung    der Feder  212 verhindert.

   Wird nur der Haken 200 be  ansprucht, so führt dem Kopf 202 der Stange  198 das     )\riderlager    213 nach rechts, das     Wi-          derlager    214 stützt sich also dabei gegen das  Druckstück 216, das sich wegen des an den  Anschlägen 196 anliegenden Gleitstückes  <B>1.97</B> nicht nach rechts verschieben kann, so  dass nur die Feder 212     zusammengedrüekt     wird. Bei einer     Beanspruchung    des Hakens  <B><U>91</U></B> wird über .die Stangenverbindung 210,  207, 208, 214, 212 wiederum nur die Feder  21,2,     beansprucht,    da das Druckstück 218 eine  Verschiebung des     Widerlagers    213 nach links  verhindert.  



  Bei     gleichzeitiger    Beanspruchung aller  Puffer 186 auf Druck werden die mit den  Pufferstangen 187 durch die Querhebel 189       gekuppelten        Gleitstücke    197 gegen die  Wagenmitte hin verschoben. Sie nehmen da  bei die Druckstücke 216 und 218 mit, die die       Widerlager    213 und 214 dann ebenfalls ge  gen die Wagenmitte hin     verschieben    und da  durch die Feder 212 zusammendrücken.

   Bei  Beanspruchungen nur der auf einer Wagen  seite liegenden Puffer wird nur das auf der  gleichen Wagenseite liegende     Widerlager     213 oder 214 verschoben, das andere stützt  sich auf das zugehörige     Druckstück    216     od_    r  2'l8, das wegen der Anordnung der An  schläge 196 nicht ausweichen kann, so dass  auch hierbei die Feder 212 zusammen  gedrückt wird. Die     Stangen   <B>198</B> und 199  bleiben bei Druckbeanspruchungen der Vor  richtung demnach unbelastet.  



  Bei Zugbelastungen wird nur die Feder       21\@    beansprucht, bei Druckbelastungen, die  auch im normalen Betrieb höhere     Werte    er  reichen als die Zugbelastungen, werden auch  die Federn 192 mit. zur Arbeitsleistung  herangezogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCjl Zug- und Stossvorrichtung, insbesondere für Eisenbahnwagen, bei welcher Zugkupp lungen und Stosspuffer getrennt angeordnet und die Zughaken an. einer Zug- und Stoss stange befestigt sind, dadurch gekenuzeich- net, dass .die Stosspuffer durch Querhebel mit der Zug- und Stossstange verbunden sind, zum Zweck, das Untergestell sowohl von den beiderseitigen Zugkräften, als auch von den beiderseitigen Druckkräften wenigstens teil weise zu entlasten. UNTERANSPRt?CHE: 1.
    Zug- und Stossvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug- und Stossstange aus zwei Teilen besteht, die durch ein Federwerk mit einander verbunden sind, und so eine federnde Übertragung der durch die Zug- und Stossstange hindurchgehenden Kräfte ermöglichen. 2. Zug- und Stossvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stosspuffer unter der Wirkung von Federn stehen, welche die Stosspuffer in die Mittellage zurückführen und gestat ten, die Zugkupplung mit einer bestimm ten Spannung anzuziehen. 3.
    Zug- und Stossvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Zughaken und der Zug- und Druckstange eine Feder (79, 80) ein geschaltet ist, welche die auf den Zug haken einwirkenden Zugkräfte federnd auf die Zug- und Druckstange überträgt. 4. Zug- und Stossvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug- und Druckstange aus zwei Tei. len besteht, die durch Stossglieder (121) miteinander verbunden sind. 5. Zug- und Stossvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass .die Stosspuffer und die Zughaken aii Gleitstücken befestigt sind, die an den Enden der Zug-,und Druckstange sitzen. 6.
    Zug- und Stüss'vorrichtung nach Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Zug- und Druckstange und dem Gleitstück ein begrenztes Spiel in der Längsrichtung der Vorrichtung vor handen ist. 7. Zug- und Stossvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zugstangenhälften in einem Schlob um einen begrenzten Hut) verschiebbar gelagert sind. B. Zug- und Stossvorrichtung nach Pat(@nt- anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Querhebel als Blattfedern ausgebil det sind. 9.
    Zug- und Stossvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstangen (198., 199) in den die Querhebel (l89) tragenden Gleitstücken (197) verschiebbar gelagert sind und mit den W iderlagern (213, 21.4) der zwischen die Stangen geschalteten Feder (212) in Verbindung stehen. 10. Zug- und Stossvorrichtung nach Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dnss in die Vorrichtung Druckstücke (2l6, 218) eingeschaltet sind, die sich gegen die mit den Querhebeln (189) verbunde nen Gleitstücke (197) Lind je ein Widcr- lager (2l3, 214) der Stangenfeder (2?) stützen. 11.
    Zug- und Stossvorrichtung nach Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangenfeder in einem mit einem Widerlager (209) versehenen Gehäuse f207) untergebracht ist, das mit einer der--Zugstangen (198, 199) starr ver bunden ist. 12. Zug- und Stossvorrichtung nach Unter anspruch 11, dadurch gekennzeichnet. dass das Gehäuse (207) einen Vorsprang (211) besitzt, der in eine Ausnehmung (2'20) eines (2:18) der Druckstücke (216, 218) eingreift.
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