CH172555A - Druck- und Zugeinrichtung an Eisenbahnfahrzeugen. - Google Patents

Druck- und Zugeinrichtung an Eisenbahnfahrzeugen.

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CH172555A
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push
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pull
pushing
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Inventor
Pilsen Aktiengesellschaft V In
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Skoda Kp
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Description


  Druck- und     Zugeinrichtung    an Eisenbahnfahrzeugen.    Die Druck- und Zugorgane bei den Eisen  bahnwagen bestanden bisher aus seitlichen       Puffern    und einer mittleren, meist durchlau  fenden Zugeinrichtung, der sogenannten  Schraubenkupplung.  



  Die seitlichen     Puffer    sind am Wagen  etwa an den Stellen befestigt, wo sich die  Hauptlängsträger des Fahrzeugrahmens be  finden. Es werden also die Druckkräfte von  dem Fahrzeugrahmen verhältnismässig vor  teilhaft übertragen und die Stösse beim Ver  schieben und dergleichen übernehmen die  stärksten Teile des Fahrzeuges.  



  In absehbarer Zeit werden jedoch in gro  ssem     Massstake    Umbauten der Zug- und  Druckorgane des     Eisenbahnwagenparkes    nötig  sein, indem eine mittlere selbsttätige Kupp  lung eingeführt werden wird.  



  Nach deren Einführung können die Stösse  beim Verschieben und bei der Fahrt der  Wagen von einem Wagen des Zuges zum  andern entweder ebenso wie bisher unter    Vermittlung des Fahrzeugrahmens, wobei  den Stoss der mittleren Kupplung der Quer  träger an der Stirn des Fahrzeugrahmens  zu übernehmen hätte, oder durch mittlere  Längsträger übertragen werden, oder es wer  den die erwähnten Druckkräfte längs des  ganzen Zuges durch ein durchlaufendes  Druckorgan derart übertragen, dass die ein  zelnen Fahrzeugrahmen nicht durch die Druck  kräfte des ganzen Zuges belastet werden.  Der Rahmen der gebräuchlichen europäischen  Lastwaggons verträgt jedoch die Stösse nicht,  die nach den internationalen Bedingungen  als maximal festgelegt sind     (1ä0    Tonnen auf  Zug und 200 Tonnen auf Stoss für die Mit  telpufferkupplung).  



  Ausserdem kann die     Mittelpufferkupplung     nicht auf einmal eingeführt werden; es wird  vielmehr längere Zeit beanspruchen (12 bis  15 Jahre), bis die neue Kupplung eingeführt ist.  Es ist also für die Übergangszeit damit zu  rechnen, dass noch mit seitlichen Puffern      und mit einer Übergangskupplung gefahren  werden wird.  



  Dies bedeutet, dass dann die Übergangs  kupplung zwar die Zugkräfte überträgt, je  doch die Stösse nicht aufnehmen wird, indem  diese noch von den seitlichen     Puffern    auf  gefangen werden. Infolgedessen sind die  bisher bekannten Übergangskupplungen so  gebaut, dass sie nur für die Übergangszeit       Anwendung    finden können. Nach Ablauf der  Übergangszeit werden sie     überflüssig    und  sollen nach Entfernung der seitlichen Puffer  durch die definitiven selbsttätigen Mittel  pufferkupplungen ersetzt werden, für welche  jedoch noch kostspielige Umbauten der Wa  gen erforderlich werden, da die bisherigen  normalen Wagen die mittleren Stösse nicht  vertragen.  



  Aus dem Angeführten geht hervor, dass  die Einführung der selbsttätigen Mittelpuffer  kupplung mit bedeutenden unproduktiven  Investitionen. für die Übergangskupplung  verknüpft sein wird und eine starke Be  lastung der Eisenbahnwerkstätten bedeutet,  durch welche jeder Wagen des umfangreichen       Eisenbahnparkes        mehrer-e.Male    wird passieren  müssen, bevor die endgültige Mittelpuffer  kupplung eingeführt ist.  



  Vorliegende Erfindung bezweckt, diese  Nachteile in bedeutendem Masse herabzu  setzen, indem sie die Möglichkeit schafft,  schon für die     Llbergangszeit    auf jedem Wa  gen die definitive     Mittelpufferkupplung    zu  montieren, und zwar dadurch, dass die an  den Enden des Eisenbahnfahrzeuges ange  ordneten, in sich     unnachgiebigen    Druck- und  Zugorgane der Druck- und Zugeinrichtung  an das in der Mitte des Fahrzeuges ange  ordnete, federnde Druck- und Zugorgan mit  Spiel angeschlossen sind, derart, dass während  der Übergangszeit die zwischen zwei zu kup  pelnden Fahrzeugen zur Wirkung gelangen  den Stosskräfte zum grössten Teil von den  noch vorgesehenen, seitlichen     Puffern    abge  fangen werden,

   und daher in der Übergangs  zeit keine merklichen Druckkräfte an der  mittleren Kupplung auftreten.    Nach Ablauf der Übergangszeit kann die  definitive     Mittelpufferkupplung    nach Ab  montierung der seitlichen     Puffer    in das In  nere des Wagens so weit verschoben wer  den, bis sie auf das mittlere federnde Druck  organ zum Aufsitzen kommt und dann un  ter Vermittlung dieses federnden Organes  auch Druckkräfte übertragen wird.  



  Der durch die Einführung der Einrich  tung gemäss der Erfindung erzielte Vorteil  besteht also hauptsächlich darin, dass die  für die Übergangskupplung erforderlichen  Investitionen reduziert werden, da von Anfang  an die endgültige     Mittelpufferkupplung    auch  auf solchen Wagen montiert werden kann,  deren Wagenkästen für die Übertragung der  nach- Vorschrift zulässigen Druckkräfte und  Stösse nicht ausreichend fest sind. Als Über  gangskupplung kann ein billiger Hilfskopf  auf dem endgültigen     Kuppelkopf    montiert  werden. Infolgedessen kommt jeder Wagen  bei der Einführung der     Mittelpufferkupplung     weniger oft in die Werkstätten.

   Ausserdem  ermöglicht die Einrichtung gemäss der Er  findung auch solche Wagen im Betriebe zu  belassen, welche bei einer andern Lösung  als vollkommen ungeeignet zur Übertragung  von Druckkräften infolge ihrer schwachen  Konstruktion aus dem Betriebe ausgeschaltet  werden müssten.  



  Auf der Zeichnung ist ein schematisches  Ausführungsbeispiel in Ansicht von oben  an einem Eisenbahnwagen dargestellt.  



  Der Wagen ist in dem Zustande darge  stellt, in welchem er während der Über  gangszeit fahren wird, wobei die definitive       Mittelpufferkupplung    bloss die Zugkräfte über  trägt, wogegen die Druckkräfte noch so wie  früher von den seitlichen     Puffern    aufgefangen  werden.  



  Die definitive Kupplung besitzt an jedem  Wagenende einen Kopf 1, an dem ein Hilfs  kopf 2 eingehängt ist, welcher zum selbst  tätigen Kuppeln mit     demHaken    einer gewöhn  lichen Schraubenkupplung eingerichtet ist.  



  Der Kopf 1 wird in seiner     mittlern    Lage  von auf der schematischen Zeichnung nicht  dargestellten Federn gehalten und ist schwing-      bar um den Punkt 3, welcher in dem     Leit-          körper    4 mittelst einer Gabel 5 verschieb  bar ist, wobei die Gabel 5 ein festes Ganzes  mit dem längs des Wagens gelagerten Rohr  6 bildet. Das innere Ende des Rohres 6 trägt  einen Keil 7, welcher einen Längsschlitz 8  in dem Ansatz 9 durchsetzt, der einen Be  standteil des federnden     Druck-    und     Zug-          organes    10 beliebiger Bauart und Zusammen  setzung bildet. Die Lagerung des Kopfes 1  samt Zubehör am andern Ende des Wagens  ist vollkommen identisch.  



  Das Rohr 6 sitzt mit seinem Ende nicht  am Organ 10 auf, sondern ist von demselben  um zirka 150 mm entfernt. Der Kopf 1 ist  also um diese 150 mm gegen die Wirkung  der Feder 11 nachgiebig, welche sich mit  einem Ende gegen den Fahrzeugrahmen und  mit dem andern Ende gegen einen am Rohr  6 befestigten Flansch 12 stützt.  



  Nach Ablauf der Übergangszeit werden  die seitlichen     Puffer    entfernt und das Rohr 6  um das ganze Spiel von 150 mm in das  Innere des Wagens versetzt, bis das Rohr 6  auf das Organ 10 zum Aufsitzen kommt.  Auch die Feder 11 wird dann entfernt, und  der Keil 7 wird mit dem Längsschlitz 8  durch Einsetzen einer besondern Einlage oder  durch     Einschweissung    befestigt.  



  Von diesem Augenblick an ist der Kopf  1 nicht mehr nachgiebig. Das Rohr 6 bil  det nun zusammen mit dem Organ 10 ein  Druck- und Zugorgan, weil nunmehr auch  die Druckkräfte von dem Kopf 1 aufgefan  gen und unmittelbar auf das mittlere     Druck-          und    Zugorgan 10 übertragen werden.  



  Es ist selbstverständlich, dass die auf  der Zeichnung dargestellte Lösung nur eines  von vielen möglichen Beispielen darstellt und    in verschiedener Weise abgeändert werden  kann, ohne dass sich das Wesen der Erfin  dung ändern würde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Druck- und Zugeinrichtung au Eisen bahnfahrzeugen, einerseits mit au jedem Ende des Fahrzeuges angeordneten, in sich un nachgiebigem Druck- und Zugorgan und an derseits einem in der litte des Fahrzeuges angeordneten, federnden Druck- und Zug organ, dadurch gekennzeichnet, dass die un nachgiebigen Druck- und Zugorgane an das mittlere federnde Druck- und Zugorgan mit Spiel angeschlossen sind, derart, dass während der Übergangszeit die zwischen zwei zu kup pelnden Fahrzeugen zur Wirkung gelangen den Stosskräfte zum grössten Teil von den noch vorgesehenen seitlichen Puffern aufge fangen werden. UNTERANSPRtTCHE 1.
    Druck- und Zugeinrichtung nach Patent anspruch, gekennzeichnet durch eine ver hältnismässig schwache Feder, welche die unnachgiebigen Druck- und Zugorgane in die ursprüngliche Lage zurückführt. 2. Druck- und Zugeinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die das Spiel ermöglichenden Verbindungs mittel zwischen den unnachgiebigen Druck- und Zugorganen und dem nachgiebigen Druck- und Zugorgan derart ausgebildet sind, dass das Spiel nach Entfernung der seitlichen Puffer dauernd ausgeschieden werden kann.
CH172555D 1932-09-02 1933-08-31 Druck- und Zugeinrichtung an Eisenbahnfahrzeugen. CH172555A (de)

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