Elektrische Druckknopfsteuer ung. Vorliegende Erfindung betrifft eine elek trische Druckknopfsteuerung an Aufzügen Tnit Innen- und Aussendruckknopfschaltern und durch einen Steuerapparat gesteuerten Si;ockwerkrelais.
Bei solchen Druckknopfsteuerungen ge wöhnlicher Bauart ist es unmöglich, während der Fahrt der Kabine diese von aussen zu be einflussen, indem hierbei die Aussendruck knopfschalter entweder durch den beweg lichen Fussboden, wenn die Kabine besetzt ist, oder durch zugeordnete Steuerorgane, wenn sie unbesetzt ist, abgeschaltet wird. So kann zum Beispiel, wenn ein grösserer Per sonenaufzug von einer Person vom Erd- @reschoss nach dem fünften Stock gesteuert wird, die Kabine nicht im zweiten oder drit ten Stock angehalten werden, sondern :sie muss ihre Bewegung restlos bis zum 5.
Stock ausführen. obwohl hierbei nur die einzige Person befördert wird und in den Zwischen- stockwerlien noch andere Personen mitfahren möchten. Ist ein Rücksendeautomat oder ein Rücksendeknopf im 5. Stock vorhanden, so fährt die leere Kabine vom 5. Stock bis ins Erdgeschoss, ohne dass dieselbe in einem Zwi- schengeschoss zwecks Beförderung abwärts fahrender Personen angehalten werden kann.
Diese Art und Weise der Steuerung ist. ertragbar bei Personenaufzügen in Privat häusern, wo die Fahnenzahl nicht so häufig und die Anzahl der zu befördernden Per sonen nicht so gross ist. In Gesühäftshäusern hingegen, wo vielleicht nur zwei oder gar nur ein Personenaufzug zur Verfügung steht, ist diese Art der Steuerung sehr unwirt schaftlich, indem es oft vorkommen kann, .dass Personen die schwachbesetzte Kabine an sich vorbeifahren lassen müssen, ohne sie be einflussen zu können.
Dieser Nachteil wird nun bei der Druck knopfsteuerung gemäss der Erfindung da durch beseitigt, dass jede Haltestelle mit Aus nahme der Endhaltestellen je einen Druck knopf für Auf und Ab aufweist, jedem Stoekwerkrelais ein Einschaltkontakt für Auf und ein solcher für Ab, zwei Unter brecherkontakte für die Verriegelungskon- takte und zwei Unterbrecherkontakte für die Aussendruckknopfschalter zugeordnet sind, und ferner dass dem für die Einleitung der Fahrt dienenden Steuerapparat ein das An halten der Kabine bewirkender Steuerappa rat zugeordnet ist, und ein von letzterem ge steuertes Umschaltrelais,
welches mittelst zweier durch Schaltmagnete betätigter Ein- sehaltkonta-kte die der Richtung .der eingelei teten .Kabinenbewegung zugeordneten Kon takte der Stockwerkrelais und der Aussen- druekknopfsP,halter in Bereitschaft setzt, so.
dass dureh Drücken des der Fahrtrichtung entsprechenden Aussendruckknopfes einer Haltestelle die nach der Stellung der Steue rung überfahren werden sollte, das dieser Haltestelle zugeordnete Stockwerkrelais ein geschaltet und das der ursprünglich ange steuerten Haltestelle zugeordnete Stockwerk- reIais ausgeschaltet wird, wobei gleichzeitig in der Kabine eine Signalvorrichtung betä tigt wird, welche anzeigt, in welcher Halte stelle die Kabine anhalten wird, das Ganze zum Zweck, die Kabine von aussen beeinflus sen zu können, nachdem dieselbe mittelst der Innen-,
oder Aussendruckknopfschalter bereits in Bewegung gesetzt worden ist.
Dank dieser Ausbildung erzielt man eine Ausnützung des Aufzuges, die fast gleich gross: wie jene eines Aufzuges mit Führer- begleitung, erspart jedoch die Kosten für die Anstellung eines oder zweier Führer. Die in Zwischenstockwerken wartenden Personen sind in der Lage, die herankommende Kabine anzuhalten und mitzufahren.
Hierbei wird verhindert, dass eine Person, welche aus einem Zwischenstockwerk abwärts zu fahren wünscht, die aufwärts. fahrende Kabine oder auch umgekehrt unnützerweise anhält, wo durch auch für die Kabineninsassen ein un nützer Zeitverlust entstehen würde. Die Kabine wird in ihrer Aufwärts- bezw. Ab wärtsfahrt nur angehalten, wenn jeweils der entsprechende Druckknopf der beiden im be treffenden Stockwerk vorhandenen Druck knöpfe gedrückt wird.
Wird also zum Bei- spiel bei Aufwärtsfahrt der Kabine in einem Zwisichenges-choss der mit "AB" bezeichnete Duckknopf gedrückt, so wird die Kabine trotzdem in dem betreffenden Stockwerk nicht anhalten.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Steuerung ist in der Zeichnung sche matisch dargestellt.
In diesem Sthaltungsachema ist St der Steuertransformator und SK der Sicherheits kontakt. FS sind die Fussbodenkontakte der Kabine. DJ sind die Druckknöpfe der Ka bine, sogenannte Innendruckknöpfe, und<I>DA</I> die Druckknöpfe der Haltestellen, sogenannte Aussendruckknöpfe. In jeder Endhaltestelle befindet sich ein einziger Aussendruckknopf.
während in jedem Zwischenstockwerk je ein Druckknopf für AUF" und "AB\' vorge sehen ist. Jedem.der in üblicher Weise vor gesehenen Stockwerkrelais StR ist ein Ver- riegelungsunterbrecher VUI-5, ein Druck- knopfunterbrecher DUl-5 und ein Ein schaltkontakt E zugeordnet.
Für die Einlei tung der Kabinenbewegung und Bestimmung der Fahrtrichtung .dient der Steuerapparat Stl, während für die Fahrtunterbrechung von den Haltestellen aus ein zweiter Steuer apparat St,2 vorgesehen ist. Den Steuer apparaten ist ein Umschaltrelais UR mit je einem Schaltmagnet für "AUF" und "AB" mit den Einschaltkontakten UREI und URE2, sowie den Ausschaltkontakten URAI bis 4 zugeordnet.
KS ist,der Etagenschalter und Sh bezeichnet die in der Kabine bei jeder Stockwerksnummer angebrachten Sig nallampen.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist wie folgt: Angenommen, ein Fahrgast betrete die in der dritten Haltestelle befindliche Kabine. Derselbe schliesst die Sicherheitskontakte Ar und unterbricht mit dem Fussbodenschalter FS die Aussensteuerung der Druckknöpfe <I>DA.</I> Es können somit wirkungsvoll nur die Druckknöpfe DJ der Innensteuerung ge drückt werden. Die Kabine kann somit von innen nach ab oder nach<I>auf</I> gesteuert wer den.
Wird der Innendruckknopf DJ1 ge drückt, so fliesst der Strom vom Steuertrans formator St über 41, Sicherheitskontakte SK, Ausschaltkontakt am Umschaltrelais ITRA3, 45, Druckknopf D11., 1, Stockwerkrelais AS'tRl, Kontaktfinger 11, Kontaktsegment 18 des Steuerapparates Stl, Kontaktfinger 16 über den Ausschaltkontakt URA2-auf, 55, zurück zum Steuertransformator.
Das Stockwerkrelais Stl zieht. an und legt den Kontaktfinger 21 an die Kontakt stange 42, wodurch folgender Parallelstrom kreis entsteht: Vom Steuertransformator St über 41, Sicherheitskontakte SK, 42, Kon taktstange 42, Kontaktfinger 21, Kontakt finger 21 am Steuerapparat St2, Kontakt segment 31. Kontaktfinger 26, Ausschalt kontakt URAI-auf am Umschaltrelais, 28, Ab-Spule des Umschaltrelais<I>UR,</I> 55 zurück zum Steuertransformator.
Da nun das Stockwerkrelais angezogen hat, legen sich die Kontaktfinger 1-auf und <B>]-ab</B> an die Unterbrecherkontakte VUl des Stoelt-,verkrelais StRl an.
Gleichzeitig unterbrechen die Unter- brecherkontakte VU1 und DUl.
Durch das Anziehen der Umsehaltrelais- ,spule <I>ab</I> werden folgende Kontakte ein-;eschaltet: ITREI.-ab, die: Unterbreeherkontakte VU der Stockwerkrelais StR werden an Span nung gelegt.
TTRE2-ab, .der Kabinenschalter ES wird parallel zum. Steuerstromkreis 21, 28 ge schaltet, indem der Strom von 42 über den Kabinenschalter KS, 48, URE2-ab, ?8, LTmschaltrelaisspule UR-ab <I>zu 55</I> geht.
ausgeschaltet: U.RAl-abl die Rückleitungen der Steuer- URA2-ab l apparate Stl, St2 für die Auf- Seite werden unterbrochen. URAS, die Kontaktzuleitung 45 zu den Innendruckknöpfen DJ wird unterbro chen.
URA4, die Zuleitungen 43 und 44 zu den Fussbodenschaltern FS werden unterbro chen. Dadurch, .dass der Einschaltkontakt<I>UREI</I> -- ab geschlossen wurde, verriegelte sich das Stockwerkrela.is StRl durch folgenden Kreis Vom Steuertransformator St über 41, Sicher heitskontakte SK, 42, UREI-ab, VU5, VU4, VU3, VU2,
Einschaltkontakt <I>EI-ab,</I> Stockwerkrelais stR1, Kontaktfinger 11, Kontaktsegment 18. Kontaktfinger 16, UR-A2 <I>-auf,</I> 55, zurück zum Steuertransformator.
Ein zweiter Parallelstromkreis entsteht vom Steuertransformator St über 41, Sicher heitskontakte SE, 42, UREI-ab, VU5, <B>V</B> U4, V U3, <B><I>V</I></B> U2, <I>V U I ,</I> Kontaktfinger <I>EI-ab,</I> Signallampe SLl beim Innendruck knopf DJ1, 55, zurück zum Steuertransfor mator. Die Signallampe leuchtet auf und zeigt dem Fahrgast an, wohin die Kabine fährt (nach der ersten Haltestelle).
Das vorher erfolgte Drücken auf einen der Innenknöpfe DJ äst nunmehr wirkungslos ge worden und .dies bleibt so.
Das Umschaltrelais <I>UR</I> schaltet den Bremsmagnet ein, welcher die Bremse lüftet, und legt gleichzeitig .den. Aufzugsmotor an das Netz, wodurch sich die Steuerapparate Stl und St2 in dem Uhrzeigersinne entgegen gesetzter Richtung drehen.
Die Kabine nähert sich der ersten Halte stelle, wodurch das Isolierstück 20 des Steuer, apparates Stl unter .den Kontaktfinger 11 zu liegen kommt, so dass das Stockwerkrelais StR'1 stromlos wird und abfällt. Etwas spä ter kommt das Isolierstück 33 unter den Kon taktfinger 21 zu liegen, wodurch der Strom kreis 42-28 unterbrochen wird.
Das Umschaltrelais UR-ab erhält jedoch noch immer Strom über .den Kabinenschalter KS, und wenn sich die Kabine in Brems wegnähe ;der Haltestelle befindet, wird der Kabinenschalter gS momentan ausgeschaltet, wodurch die Umschaltrelaisspule UR-ab un terbrochen und -der Aufzugsmotor vom Netz abgetrennt wird. Die Kabine kommt in der ersten Haltestelle zum Stillstand.
Will ein aussenstehender Fahrgast, nach dem die Kabine von der 3. Haltestelle weg gefahren ist, aber sich noch nicht in -dem Bremsbereiell der 2, Haltestelle befindet, die- selbe in der 2.
Haltestelle anhalten, so drückt er auf den: Aussenknopf DA2-ab, wodurch folgender Stromverlauf zustande kommt: Steuertransformator .ST über 41, Sicherheits kontakte SK, 42, UREI-ab, Unterbrecher kontakte des Stockwerkrelais DU5, DU4, DU3, Druckknopf DA2-ab, Stockwerkrelais StR2, 12, Kontaktfinger 12, Kontaktsegment <B>18,</B> Kontaktfinger 16, UR-A2-auf,
55, zu rück zum .Steuertransformer.
Das Stockwerkrelais St2 zieht an, macht Verbindung mit der Kontaktstange 42, mit -dem Kontaktfinger 22, verriegelt sich elek trisch durch den Kontaktfinger E2-ab und unterbricht die Kontakte VU2 und DU2. Die Signallampe 8L2 beim Innendruckknopf DJ2 wird eingeschaltet und zeigt im Innern der Kabine an, .dass die Kabine in der 2. Halte stelle anhalten wird.
Da nun die Unterhrecherkontakte VU2 die Zuleitung zum Verriegelungskontakt <I>EI-ab</I> unterbrochen haben, wird das Stock werkrelais StRI stromlos und fällt ab. Der Kontaktfinger<B>291</B> hebt sich von der Kontakt stange 43 ab. Gleichzeitig erlischt die Sig nallampe SLl. Ein Drücken des Druck knopfes DAI ist wirkungslos, nachdem die Zuleitung zum Drucknopf bei<B>DU 2</B> unter brochen ist.
Um zu verunmöglichen, dass die Kabine in der 2. Haltestelle im Bereiehe des Brems weges angehalten werden kann (weil sonst die Kabine ungenau abstellen würde) ist das Isolationssegment 20 etwas breiter gemacht. als die effektive Bremswegstrecke auf dem Steuerapparat Stl betragen würde. Es kann also die Kabine in einem solchen Falle in der betreffenden Haltestelle nicht angehalten werden, sondern erst in der nächsten.
Wenn die leere Kabine von aussen nach der 1. Haltestelle geholt werden soll, so wird an letzterer der Aussendruckknopf DAl ge drückt. Der Stromverlauf ist hierbei folgen der: Steuertransformator St über 41, Sicher heitskontakt SK, <I>42,</I> URA4-auf, 44, Fuss bodenschalter FS, Unterbrecherkontakte DU5, DU4, DU3, DU2, Di@zckknopf DA1,
worauf der Strom den beschriebenen Verlauf nimmt. Der Einschaltkontakt UREl-ab wird ge schlossen, das Stoekiverkrelais StRI ver riegelt sich elektrisch und der Ausschaltkon takt UR-44-ab unterbricht die Zuleitung 43 zum Fussbodenschalter FS. Der Aussendruck knopf DA2-ab kann gedrückt werden, wo durch die Kabine in der 2. Haltestelle zum Anhalten kommt.
Ein Drücken der Aussendruckknöpfe DA-auf ist wirkungslos, sobald einmal .die Fahrt nach abwärts eingeleitet ist, nachdem der Einschaltkontakt UREI-auf nicht sehliesst.