CH172888A - Verfahren und Einrichtung zur Modulation der Intensität eines scharf gebündelten Elektronenstrahls. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Modulation der Intensität eines scharf gebündelten Elektronenstrahls.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Modulation der Intensität eines scharf gebündelten Elektronenstrahls. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren und eine Einrichtung, um die Intensi tät von Elektronenstrahlen zu modulieren. Sie findet Anwendung für Braunsche Röhren, mit Gasfüllung für Fernsehzwecke. Die Mo- dulierung durch die den wiederzugebenden Helligkeitswerten entsprechenden Impulse kann auf magnetischem oder elektrischem Wege geschehen.
Bei derartigen Modulierun- gen zeigt sich, dass die durch verschiedene Mittel herbeigeführte punktförmige Konzen trierung des Elektronenstrahls von der Mo dulation abhängig ist, insbesondere darin, wenn die Modulierung durch Beeinflussung der der Anodenspannung zugänglichen Elek tronenmenge durch Änderung der Konzen tration der Elektronen im Elektronenstrahl stattfindet.
Derartige Modulierungen werden häufig durch Wechselpotential an einer be sonderen Steuerelektrode vorgenommen, wobei als Steuerelektrode eine zur Konzentrierung der Elektronen dienende, mit konstanter negativer Vorspannung versehene Elektrode (Wehrtelt-Zylinder oder in der Nähe der Kathode angeordnete Flächenelektrode) be nutzt werden kann. Unter der Wirkung der Modulationsspatrnung am Steuerorgan ver ändert sich der Durchmesser des Elektronen strahlbündels und damit auch die Grösse des Leuchtpunktes auf dem Fluoreszenzschirm.
Es ist vorgeschlagen worden, dieser stö renden Wirkung der Modulation auf den Ka thodenstrahl durch zusätzliche Anwendung eines Magnetfeldes, z. B, in Form einer Ring spule zu begegnen.
Es hat sich nun weiter gezeigt, dass es bei solchen Modulationen, insbesondere in Röhren, bei welchen von der- Mitwirkung der stringierenden Kräfte einer Gasfüllung bei der Konzentration Gebrauch gemacht wird, vorkommen kann, dass trotz der Zu satzkonzentration durch ein Magnetfeld. der gebündelte Kathodenstrahl seinen kleinen verlangten Durchmesser nicht beibehält, son dern verwaschen wird und insgesamt einen grösseren, nicht scharf begrenzten Durch messer annimmt. Die Untersuchungen legen die Annahme nahe, dass diese Erscheinung darauf zurückzuführen ist, dass bei der Modu lation Wechselpotentiale am Steuerorgan tätig sind.
Während unter der Mitwirkung von positiven Halbwellen der Modulationsimpulse mehr Elektronen freigegeben werden, als das konstante negative Steuerpotential zulässt, können die negativen Halbwellen zur Folge haben, dass die der kleinsten Strahlstrom- stärke entsprechende Vorspannung unter schritten wird. In solchen Augenblicken ist dann der Elektronenfluss zur Anode vollkom men unterbunden, so dass strahlkonzentrierende Ionen nicht gebildet werden, während die vorhandenen Ionen von der hohen negativen Spannung zur Steuerelektrode befördert wer den.
Es ist dann die Strahlraumladung zer stört worden und muss von dem beim nächsten positiven Halbwechsel wieder einsetzenden Elektronenguss neu gebildet werden. So kommt es, dass der gesamte Eindruck eines durch wechselstrommodulierte Strahlen auf gebauten Bildes verwaschen erscheint.
Um diesen Übelstand zu beseitigen, wird gemäss vorliegender Erfindung ein Verfahren zur Modulation der Intensität eines scharf gebündelten Elektronenstrahls in Braunschen Röhren mit Gasfüllung für Fernsehzwecke angegeben, bei dem über ein die Konzen tration der Elektronen im Strahl änderndes Steuerorgan nur gleichgerichtete Modulations- impulse auf den Strahl zur Wirkung kom men. Zur Ausführung dieses Verfahrens dient eine Einrichtung, bei der die Modulations- impulse durch ein von den * Steuerelektro den gesondertes Gleichrichterorgan geliefert werden.
Dieses kann innerhalb oder ausser halb der Röhre vorgesehen- werden.
Die Einrichtung nach Erfindung ist in verschiedenen Formen ausführbar.
- Fig. 1 zeigt eine bekannte Schaltung,. in welcher K die Kathode; A die Anode und Z ein - Wehnelt- beziehungsweise Steuerzylin- der ist. P sind die rechtwinklig zueinander stehenden Ablenkplattenpaare und S ist die Hilfsspule zur Aufrechterhaltung der Konzen tration. Der Wehnelt-Zylinder Z erhält seine Vorspannung durch die Batterie B, während am Widerstand W aus der Quelle .X die Modulationsimpulse zugeführt werden.
Erfindungsgemäss werden nun die von M kommenden Modulationsimpulse gleich gerichtet ehe sie an das Steuerorgan geführt werden. Zu diesem Zweck kann, wie Fig. 2 zeigt, zwischen M und W ein Richtver- stärker B zwischengeschaltet sein.
Vorteilhaft sind die Modulationsimpulse einer Trägerfrequenz überlagert, so dass nach der Gleichrichtung die einseitig gerichteten Trägerimpulse, deren Amplitude entsprechend der Bildmodulationsspannung schwankt, auf die Steuerelektrode der Braunschen Röhre wirken. Diese Anordnung liefert die grösste Bildschärfe und beseitigt störende Verlage rungen in der Zeilenspur des bildschreiben den Lichtpunktes.
Fig. 3 zeigt eine andere Möglichkeit. Hier werden die Modulatinsimpulse über ein Ven tilrohr V zugeführt, als welches eine Drei elektrodenröhre, in welcher Gitter und Anode verbunden sind, gebraucht werden kann.
In Fig. 4 ist schliesslich eine Schaltung gezeichnet, in welcher der eine Halbwechsel der Modulationsspannung durch Kurzschluss- wirkung einer Röhre Vi unterdrückt wird.
Falls die Modulationsimpulse mittelst Trägerfrequenz zugeführt werden, kann diese bei der Gleichrichtung oder durch besondere Mittel, wie Siebketten und dergleichen, aus geschieden werden. Eine Gleichrichter-Ent-- ladestrecke kann auch in die Braunsche Röhre selbst eingebaut werden, wobei diese Strecke bei der Strahlbildung nicht mitwirkt, sondern nur gleicbgerichteteSteuerimpulse dem Steuer organ zuführt.
Die Gleichrichtung kann auch durch eine Zweielektrodenröhre ausgeführt werden.
Um die Störung der Bildsteuerung durch kapazitive Ströme zu verhüten, hat es sich als zweckmässig erwiesen, dass der Kopplungs transformator, der den modulierten Träger von der Quelle M auf die Webnelt-Elektrode überträgt, kapazitätsarm ausgeführt wird.
Die Untersuchungen haben nun gezeigt, dass bei der Übertragung gleichgerichteter Impulse über ein elektrisches oder magne tisches Steuerorgan auf den Elektronenstrahl Störerscheinungen auftreten können, die darin bestehen, dass die einzelnen Linien des Bildes den geradlinigen Verlauf einbüssen. Die Er scheinung ist typisch für die Modulation mit gleichgerichteten Impulsen und tritt bei Wechselimpulsmodulation nicht auf. Beson ders an den Stellen, wo ein Übergang von einer Helligkeitsstufe zur andern, insbeson dere von dunkel zu hell eintritt, werden z. B. scharfbegrenzte Bildlinien ausgebeult und krumm.
Durch geeigneten Aufbau der Röhre kann diese Störerscheinung vermieden werden. Werden z. B. die innerhalb der Entladungs röhre befindlichen Teile von der ersten Ab lenkplatte an kathodenwärts mit ganz oder teilweise geschlossenen Leiterteilen umgeben, z. B. durch ein diese Teile umgebendes zylin drisches Metallgitter wie in Fig. 5" oder durch einen Metallniederschlag oder dergleichen auf der Glaswandung der Röhre, wie in Fig. 5b dargestellt ist, so verschwindet die Verbiegung der Bildzeilen.
Die Anwesenheit derartiger Leiterteile, welche den Strahl gleichmässig oder nahezu gleichmässig umgeben, be wirkt, dass die Felder von unsymmetrisch; z. B. an der Glaswand auftretenden, Ladun gen abgeschirmt oder in ihrer Wirkung gleich mässig um den Strahl verteilt werden und daher eine einseitige Ablenkung nicht be wirken können. Noch zweckmässiger ist es, diese leitenden, die Wirkung der Ladungen auf den gleichstrommodulierten Strahl auf hebenden Teile auch elektrisch in ein be stimmtes Potentialverhältnis zu den Elek troden der Röhre zu bringen, damit sie nicht dem Strahldurehgang durch ihre Potentiale, beziehungsweise durch die von ihrer Ruf ladung bewirkten Potentialflächen hinderlich werden.
Diese leitenden Teile können z. B. auf Anodenpotential gehalten sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Modulation der Intensität eines scharf gebündelten Elektronenstrahls in Braunschen Röhren mit Glasfüllung für Fernsehzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass über ein die Konzentration der Elek tronen im Strahl änderndes Steuerorgan nur gleichgerichtete Modulationsimpulse auf den Strahl zur Wirkung kommen. II. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Modulationsimpulse durch ein von den Steuerelektroden gesondertes Gleichrichterorgan geliefert werden.UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung des Strahls gleichgerichtete Trägerimpulse die nen, deren Amplitude von den Bildhellig- keiten moduliert wird. 2. Verfahren nach Unteransprueh 1, bei wel chem zur Bündelung des Elektronenstrahls eine negativ vorgespannte Elektrode be nutzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichgerichteten Modulationsimpulse der konstanten negativen Vorspannung dieser Elektrode überlagert werden. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur weiteren zu sätzlichen Bündelung ein konstantes Magnetfeld auf den modulierten Strahl wirkt. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Gleich- richterorgan eine Zweielektrodenröhre dient. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Gleich richterorgan eine Richtverstärkerröhre dient, deren Steuerelektrode die Eingangs spannung zugeführt und deren Anode die Modulationsimpulse entnommen werden. 6.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass 'zur Gleich richtung die Eingangsspannungen einer Impedanz zugeführt werden, der eine Gleichrichterstrecke parallel geschaltet ist, hinter welcher die Modulationsimpulse abgenommen werden. 7. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Gleich richterorgan im Entladungsrohr einge baut ist. B.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die innerhalb der Entladungsröhre befindlichen Teile von der ersten Ablenkplatte an unter Ausschluss derselben kathodenwärts mit ganz oder teilweise geschlossenen Leiter- teilen beziehungsweise leitenden Über zügen der isolierenden Teile umgeben sind. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die leitenden Teile sich auf den zu den andern Elek troden des Entladungsgefässes definierten Potentialen befinden. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die leitenden Teile auf Anodenpotential gehalten sind.
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