CH173091A - Verfahren zur Herstellung von trägerlos anzuwendenden Filmen aus kolloiden Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trägerlos anzuwendenden Filmen aus kolloiden Stoffen.

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CH173091A
CH173091A CH173091DA CH173091A CH 173091 A CH173091 A CH 173091A CH 173091D A CH173091D A CH 173091DA CH 173091 A CH173091 A CH 173091A
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  Verfahren zur Herstellung von trägerlos anzuwendenden Filmen  aus kolloiden Stoffen.         Bei    Herstellung von Filmen aus kolloi  den Stoffen, wie zum Beispiel Gelatine,       Leim,        Pflanzengummi    und dergleichen ver  wendet man starre oder     nieht        starre    Giess  unterlagen.     ha    es für verschiedene:

   Zwecke,  wie zum     Beispiel    zur     Herstellung    von abzu  formenden     Iiolloidreliefs    nötig ist, dass min  destens eine Fläche der Filme völlig glatt       und    eben ist, werden bei Erzeugung von  Filmen,      -elche    zur Herstellung von Relief  bildern dienen sollen, zweckmässig glatt po  lierte starre     Unterla,gflä.chen    zum Giessen  benutzt. Von diesen     Unterlagflächen    wird  nach dem     Troeknen    die aufgegossene Schicht  abgehoben.

   Nun ist aber bei     Verwendung     starrer     Griessunterlagen    das Abheben der ge  trockneten Filme wegen ihrer grossen Haft  festigkeit meist nicht ohne Beschädigung .der  Filme zu bewerkstelligen. Man kann zwar  durch Zusatz     bestimmter    Mittel, wie zum  Beispiel     Lecithin,    unter Umständen bei Her-    Stellung besonders dünner Filme erreichen,  dass ihre Haftfestigkeit so weit erniedrigt  wird,     da.ss    ein Abheben ohne Beschädigung  ermöglicht wird.

   Hierdurch wird aber einer  seits häufig zu gleicher Zeit das auf jeden  Fall     notwendige    Mass der Haftfestigkeit un  terschritten, anderseits kann dieser Weg ins  besonderer bei Herstellung von Filmen grösse  rer Dicke nicht eingeschlagen werden.  



       Unstarre        Giessunterlagen,    wie zum Bei  spiel Papier, Zelluloid oder ähnliche Stoffe  kommen zur Erzeugung von besonders plan  liegenden Filmen nur bedingt in Frage, da  sie sich während des Giessens beziehungs  weise     Trocknens    verziehen und nur schwer  die Gewinnung von gut ausgebildeten ebenen  Filmen mit genügender Sicherheit ermög  lichen.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man zur  Herstellung von trägerlos anzuwendenden  Filmen aus     kollai.den    Stoffen, wie zum Bei-      spiel Gelatine, Leim,     Pflanzengummi,    so  vorgehen kann, dass die filmbildenden Sub  stanzen zwecks Bildung von ebenen, glatten  Flächen auf dünne Metallfolien gegossen  werden, die erst vor der Verwendung der  Filme entfernt werden. Dünne Metallfolien  haften nur leicht an den Filmen, können zum  Beispiel als Schutzschicht gegen mechanische       Beschädigung,        Quellung    und dergleichen bis  kurz vor der     Verwendung    der Filme an  diesen belassen und dann auf einfache Weise  abgetrennt werden.

   Verwendet man ausser       ,den    Metallfolien -starre Giessunterlagen und  benutzt     so,die    Metallfolien nur als. Zwischen  lagen, so kann nach dem Trocknen des Fil  mes dieser, zusammen mit der Metallfolie.  leicht ohne jede     Beschädigung    abgehoben       werden.     



  In Ausführung der Erfindung kann man  also     Lösungen    von Gelatine und dergleichen  auf eine Metallfolie, zum Beispiel     Stanniol-          oder        Aluminiumfolie,    in     Blatt-    oder Band  form aufgiessen oder man     kann    vorher die  Metallfolie auf eine glatte polierte Unterlage,  zum Beispiel auf eine Glas- oder     Metallplatte.     einen Glaszylinder oder ein Metallband auf  bringen, zum Beispiel derart,     dass    man nach  vorhergehendem Anfeuchten der Berührungs  flächen die Metallfolie,

   gegebenenfalls mit  Hilfe einer     Gummiwalze    und dergleichen auf  die     Unterlage        aufpresst    und hierauf die Film  bildner auf die Metallfolie aufgiessen. Auf  diese Weise kann man die Filme in konti  nuierlichem oder     diskontinuierlichem    Ver  fahren herstellen. Zweckmässig     werden    die  Metallfolien mit Hilfe von geeigneten Vor  richtungen, zum Beispiel durch Anpressen  mit einem Rahmen oder     mittelst    eines auf  geklebten Streifens geeigneter Dicke auf die       Unterlage    festgehalten.

   Bei diesem Vor  gehen kann der Rahmen, der     aufgeklebte     Streifen oder dergleichen gleichzeitig als  Giessrand für die Lösung oder Emulsion der  Filmbildner -dienen.  



  Es wurde weiterhin gefunden, dass das  Erstarren der Filmschichten zweckmässig       durch        direkte    oder indirekte Kühlung geför  dert wird. Hierdurch wird gleichzeitig auch    die Abtrennung der Filmschichten von ihren       Unterlagen        erleichtert.    Die Kühlung kann  zum Beispiel so bewerkstelligt werden, dass  bei Verwendung von starren     Unterlagen     diese mit Hilfe kalter Flüssigkeiten auf nied  riger Temperatur gehalten werden.

   Ein ande  res Vorgehen besteht zum Beispiel darin,     da_ss     .der Film selbst durch     gekühlte    indifferente       Flüssigkeiten,    wie zum Beispiel     Tetrachlor-          kohlenstoff,    hindurchgeführt wird.  



  Die Filme kann man zum Beispiel aus  reiner Gelatine und dergleichen herstellen.  Gegebenenfalls kann man die Gelatine und  dergleichen mit 2 Teilen lichtempfindlichen  Zusätzen, wie zum Beispiel     ammoniakali-          schem        Biehromat,    Bromsilber,     Sensibilisa-          toren    usw. versehen.  



  Die Erfindung     ermöglicht    in einfacher  Weise vor allem auch die Herstellung ver  hältnismässig .dicker Filme, zum Beispiel     sol-          eher    von     Q,2-0,6    mm und gegebenenfalls  auch grösserer Stärke, welche nach den .be  kannten Verfahren kaum ohne Beschädigung  hergestellt werden konnten. Derartige dicke  Filme, zum Beispiel aus     Gelatine,    können  insbesondere bei dem neuerdings bekannt  gewordenen Lichtnetz- und Druckverfahren  zur     Verwendung    kommen, so     dass    durch vor  liegende Erfindung die Ausführung dieses  Verfahrens erleichtert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von trägerlos anzuwendenden Filmen aus kolloiden Stof fen, dadurch gekennzeichnet, dass die film bildenden Substanzen zwecks Bildung von ebenen, glatten Flächen auf dünne Metall folien gegossen werden, die erst vor der Ver wendung der Filme entfernt werden. UNTERANSPRt1CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die film bildenden Stoffe mit lichtempfindlichen Zusätzen versieht. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Film bildner auf Aluminiumfolien giesst. EMI0003.0001
CH173091D 1932-07-23 1933-07-14 Verfahren zur Herstellung von trägerlos anzuwendenden Filmen aus kolloiden Stoffen. CH173091A (de)

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CH173091D CH173091A (de) 1932-07-23 1933-07-14 Verfahren zur Herstellung von trägerlos anzuwendenden Filmen aus kolloiden Stoffen.

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