CH174347A - Verfahren zur Herstellung eines substantiven Azofarbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines substantiven Azofarbstoffes.Info
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Verfahren zur Herstellung eines substantiven Azofarbstoffes. Es ist bereits bekannt, unsymmetrische Disazofarbstoffe der Stilbenreihe dadurch her zustellen, dass mau Diairiinostilbendisulfosäure tetrazotiert und mit Kupplungskomponenten vereinigt. (DRP 40575).
Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass man die Tetrazo- stilberrdisulfosärrre in vielen Fällen nicht glatt in Zwischenkörper überführen kann, so dass also die erhaltenen Produkte in mehr oder weniger hohem Masse durch symme trische Disazofarbstoffe verunreinigt sind. Es ist ferner nach dem bisherigen Verfahren nicht möglich, nur eine der verwendeten Komponenten dieser Farbstoffe nach der Kupplung einer Nachbehandlung, beispiels weise Alkylierung oder Acylierung, zu unter werfen, ohne dass die gleiche Reaktion auch an der anderen Komponente eintritt.
Baut man nun Polyazofarbstoffe auf, indem mau von der 4-Nitr-o-4'-aminostilben- 2.2'-disulfosäure ausgeht, deren Diazover- bindung mit einer Kupplungskomponente kombiniert, welche gegebenenfalls noch durch weitere Umsetzung verändert sein kann, den so erhaltenen Dlonoazofarbstoff reduziert, erneut dianotiert, dann mit einer weiteren Kupplungskomponente vereinigt;
welche zwei Kupplungsstellen enthält, mit einer weiteren Diazoverbindung, welche in o-Stellung zur Aminogruppe eine metallisierbare Gruppe enthält kuppelt und endlich den so gebildeten Polyazofarbstoff mit metallabgebenden Mit teln behandelt, so erhält man Metallkompleg- farbstoffe, die auf Baumwolle und andern Materialien wie z. B. Leder, besonders licht echte Färbungen ergeben.
Man kann auch so verfahren, dass man als zweite Kupplungskomponente einen Kör per verwendet, der eine Aminogruppe und in o-Stellung zu derselben eine metallisier bare Gruppe enthält, und den gebildeten Aminoazofarbstoff dann erneut dianotiert und mit einer weiteren Kupplungskomponente vereinigt.
Vorliegendes Patent bezieht. sich nun auf ein Verfahren zur Herstellung eines substan- tiven Azofarbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man den metbylierten und dann redu zierten Farbstoff aus 4-Nitro-4'-aminostilberi- 2.2'-disulfosäur-e und Phenol von der Formel:
EMI0002.0007
dianotiert, sauer reit 1-Amino - 8 - riaphthol - 4-6-disulfosäirre kuppelt, das Kupplungs produkt alkalisch mit der Diazoverbindung von 4-Nitro-2-amiriophenol vereinigt und schliesslich den gebildeten Polyazofarbstoff mit einem Kupfer abgebenden Mittel be handelt.
Der so erhaltene Farbstoff stellt ein dunkles, wasserlösliches Pulver dar und färbt Baumwolle in lichtechten günen Tönen.
Beispiel: 50,3 Teile des methylierten und dann mit Schwefelnatrium reduzierten Farbstoffes aas 4-Nitro-4'-aniinostilben-2-2'-disulfosäure und Phenol von der oben angegebenen Formel werden in der nötigen Menge Soda gelöst. Darm gibt man unter Eiskühlung eine Lösung <I>von</I> 6,9 Teilen Natriumnitrit hinzu und säuert mit Salzsäure stark an.
Man rührt bis das Natriumnitrit verbraucht ist, stumpft die Säure durch Zugabe von etwas Natrium acetat bis zur schwachen Kongoreaktion ab und lässt die rotbraun gefärbte Diazosus- pension in eine wässerige Anschlämmung von 31,9 Teilen 1-Amirio-8-naphthol-4- 6-disul- fosäure, der zweckmässig eine Lösung von etwa 100 Teilen salzsaurem Pyridin zugesetzt ist, laufen. Nach beendeter Kupplung, die einige Stunden dauert, kann man den grünen Farbstoff in üblicher Weise isolieren.
Die Farbstoffpaste wird wieder mit Wasser an geschlämmt, und unter Zugabe von Soda oder Pyridin mit der Diazoverbindung von 15,4 Teilen 4-Nitro-2-amino-l-phenol gekuppelt.
Die saure und alkalische Kupplung lässt sich auch ausführen, ohne dass der Zwischen farbstoff isoliert wird.
Der entstandene Farbstoff wird nötigen falls -gereinigt und isoliert. Es wird sodann erneut gelöst, die Lösung mit Essigsäure und Natriumacetat versetzt, eine Lösung zu gegeben, die 30. Tle. kristallisiertes Kupfer sulfat enthält und das Reaktionsgemisch einige Stunden unter Rühren und Rückfluss gekocht. Darin wird der metallhaltige End- farbstoff filtriert, gewaschen und getrocknet.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung eines substan- tiven Azofarbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man den methylierten und dann redu zierten Farbstoff aus 4-Nitro-4'-aminostilben- 2.2'-disulfosäure und Phenol von der Formel EMI0002.0048 dianotiert, sauer mit 1-Amino - 8 - naphthol- 4-6-disulfosäure kuppelt,das KuppluDgs- produkt alkalisch mit der Diazoverbindung von 4-Nitro-2-aminopheriol vereinigt arid schliesslich den gebildeten Polyazofarbstoff mit einem Kupfer abgebenden Mittel be handelt. Der so erhaltene Farbstoff stellt ein dunkles, wasserlösliches Pulver dar und färbt Baumwollein lichtechten grünen Tönen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE174347X | 1933-01-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH174347A true CH174347A (de) | 1935-01-15 |
Family
ID=5691304
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH174347D CH174347A (de) | 1933-01-06 | 1934-01-02 | Verfahren zur Herstellung eines substantiven Azofarbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH174347A (de) |
-
1934
- 1934-01-02 CH CH174347D patent/CH174347A/de unknown
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