CH174399A - Verfahren zur Herstellung von Polsterkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polsterkörpern.

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CH174399A
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Gottlieb Georg
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Gottlieb Georg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68GMETHODS, EQUIPMENT, OR MACHINES FOR USE IN UPHOLSTERING; UPHOLSTERY NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B68G5/00Resilient upholstery pads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Polsterkörpern.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von Polsterkörpern,  aus haar- oder faserartigem Werkstoff, zum  Beispiel aus Rosshaaren oder andern tieri  schen Haaren, India- oder andern vegetabi  lischen Fasern.  



  Es ist bereits, bekannt, Polsterkörper aus  Tierhaaren oder aus Fasern pflanzlichen  Ursprungs durch Gummieren und Vulkani  sieren derselben herzustellen. Mittelst bekann  ter Verfahren ist jedoch die Herstellung von  scharfen Kanten und Gelenkstellen, insbe  sondere auch zum Zwecke der Anbringung  von Verbindungsnähten und Heftungen,  unmöglich oder zumindest sehr schwierig.  



  Durch das der Erfindung zugrundelie  gende Verfahren soll dagegen ermöglicht  werden, Platten oder geeignete Raumformen  zeigende Polsterkörper mit Heft- und Gelenk  leisten zu versehen, welche einerseits dazu  dienen, eine Verschiebung der Haar- oder  Fasermasse in sich zu verhüten, und welche  anderseits die Herstellung von     Polsterkörpern     der verschiedensten     Formen    ermöglichen.    Das Verfahren nach vorliegender Erfin  dung besteht im wesentlichen darin, dass der  haar- oder faserartige Werkstoff an bestimm  ten, durch seine Weiterverarbeitung und die  Verwendung des Polsters gegebenen Stellen,  an. denen er mit einer elastischen Klebmasse  versehen worden ist, durch Wärme- und  Druckbehandlung in einen dauernd verdich  teten Zustand übergeführt wird.  



  In der Zeichnung sind,     beispielsweise,    ver  schiedenartige     Polsterkörper,    die nach .dem  Verfahren gemäss der     Erfindung    hergestellt  sind, veranschaulicht, und zwar zeigt:       Fig.    1 einen rollenförmigen Körper, wel  cher aus zwei     halbzylinderförmigen        Körpern     besteht, deren Längskanten miteinander ver  schweisst, das heisst durch Wärme- und  Druckbehandlung     miteinander    verklebt sind;       Fig.    ? zeigt einen andern, rollenförmigen  Polsterkörper, welcher durch Umhüllung  eines zylindrischen Kerns mit einer an den  Stosskanten verschweissten, zum Zylinder  gebogenen Platte hergestellt ist;

        Fig. 3 und 4 zeigen ein quaderförmiges  Polster in halbfertigem und fertigem Zu  stande,     und     Fig. 6 zeigt einen kappenförmigen Kör  per, welcher aus der in Fig. 5 dargestellten  Platte gebildet ist.  



  Zweckmässig wird als Ausgangsprodukt  für die dargestellten Körper eine aus Haaren  oder Fasern bestehende     Platte    verwendet,  deren einzelne Haare oder Fasern in bekann  ter Weise mit einem elastischen Klebstoff,  zum Beispiel Latex, durch Bespritzen oder  Tauchen überzogen sind, so dass sie anein  ander kleben und eine     Polsterplatte    bilden,  welche eine gleichmässige hohe Elastizität  aufweist.  



  Wird nun eine solche Platte, dem der  Erfindung zugrunde     liegenden    Verfahren  gemäss, an bestimmten Stellen unter     Wärme-          und    Druckbehandlung     verdichtet,    so ist an  diesen Prägestellen das Polstermaterial un  ter Verklebung der einzelnen Haare bezw.  Fasern derart verdichtet, dass die Platte an  diesen Stelleneine stark verringerte Elastizi  tät aufweist, während eine Verringerung der  Elastizität der zwischen den Prägestellen  liegenden Flächen nicht eintritt.

   Die Her  stellung der     Prägestellen    kann zweckmässiger  weise dadurch erzielt werden, dass der zum  Beispiel     gummierte    Werkstoff, vorzugsweise  vor zu Ende geführter Vulkanisation, an den  zu     behandelnden        Stellen    erhitzt und gleich  zeitig einem hohen Pressdruck unterworfen  wird. Dies kann am einfachsten mittelst er  hitzter Prägestempel erfolgen, deren Gestalt  der Form der zu prägenden Stellen ent  spricht. Die Form der Prägestellen braucht  natürlich nicht geradlinig zu sein, sondern  die Prägung kann je nach dem gewünsehten  Verwendungszweck auch kurvenförmig oder  punktförmig ausgeführt werden.  



  Fig. 1 zeigt die Verbindung zweier halb  zylindrischer Polsterkörper 1, 2 durch an den  Längskanten vorgesehene, durch eine Prä  gung der beschriebenen Art gebildete  Schweissnähte 3, 4. Der auf diese Weise ent  stehende zylindrische Körper kann als Pol  sterrolle dienen.    Eine Polsterrolle von ähnlicher äusserer  Gestalt kann gemäss Fig. 2 auch dadurch er  zielt werden, dass ein Kern 5, welcher aus  minderwertigem Polstermaterial hergestellt  sein kann, durch eine     Polsterplatte    6 aus  besserem Material umhüllt wird, wobei die  Stossstelle derselben durch eine Schweissnaht  7 verschlossen wird. Es ist zweckmässig, die  Stirnflächen des zylindrischen Körpers noch  durch Deckplatten zu verkleiden.  



  In Fig. 4 ist ein quaderförmiger Polster  körper gezeigt, welcher beispielsweise für  die modernen Couch-Möbel Verwendung  finden kann. Um bei einem solchen     quader-          förmigen    Körper besonders scharfe und  widerstandsfähige Kanten zu erzielen, wird  zweckmässig zunächst der in Fig. 3 darge  stellte Polsterkörper hergestellt, welcher aus  vier miteinander durch Scharnierleisten 11.  12, 13, die durch eine Prägung der beschrie  benen Art hergestellt wurden verbundenen  Prismen 8, die aus einer gemeinsamen Grund  fläche herausragen, besteht. Die Grund  fläche     selbst    endet rechts und links in je einer  Leiste 9, 10.

   Der in Fig. 3 dargestellte, aus  vier Prismen, bestehende Körper wird zum  Quader zusammengefaltet, was infolge des  Umstandes, dass die Prägeleisten 11, 12, 13  als Scharniere wirken können, ohne weiteres  möglich ist. Die Prägekanten 11, 12, 13,  bilden nunmehr die besonders widerstands  fähigen Kanten .des Quaders. Schliesslich  wird der Körper     an,    den     Presskauten    9, 10  durch eine Schweissnaht im     Vulkanisierungs-          prozess    geschlossen.  



  Wie in     Fig.    3 in .gestrichelten     Linien    dar  gestellt, kann der Körper 8 mit einem ähn  lichen Körper 14 zu einem der Form nach       plattenförmigen        Prisma    verbunden werden.  



  In     Fig.    5 und 6 ist .gezeigt,     wie    in An  wendung .des der Erfindung zugrunde lie  genden Verfahrens aus einer     Polsterplatte    15  ein aus Deckfläche und Seitenwänden 20,  21, 22, 23 bestehender,     kappenartiger    Körper       hergestellt        werden    kann,     wie    solche beispiels  weise zum Überpolstern der Sprungfedern  von :den     Tapezierern    benutzt werden..

   Wie       Fig.    5     veranschaulicht,    ist :die Polsterplatte      15 in gewissem Abstande von ihren Rändern  mit Prägungen, 16, 17, 18, 19 versehen, so  dass Eckteile entstehen; diese sind vor der  weiteren Bearbeitung durch Fortschneiden  zu entfernen. Nach dem Fortschneiden der  Ecken werden die Seitenteile im rechten  Winkel zu der Deckfläche 15 aufgestellt, was  ohne weiteres möglich ist, da die Prägelinien  16, 17, 18, 19 eine Drehung der Seitenteile  gegen die Deckfläche 15 gestatten. Hierauf  werden die Ecken durch Schweissnähte durch  Vulkanisieren miteinander verbunden wor  auf der kappenartige Körper fertig ist.  



  Zum Schluss sei noch bemerkt, dass es  nicht     unbedingt    notwendig ist, dass der ganze  der vorliegenden Erfindung gemäss zu behan  delnde Werkstoff aus gummiertem Polster  material besteht. Es ist vielmehr möglich,  auch Polsterkörper aus ungummierten Haa  ren oder Fasern gemäss dem der Erfindung  zugrunde liegenden Verfahren zu bearbeiten,  vorausgesetzt, dass wenigstens die der Prä  gung zu unterwerfenden Stellen mit     Gummi-          oder    einer andern elastischen Klebmasse be  handelt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Polster körpern aus haar- oder faserartigem Werk stoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Pol stermaterial an bestimmten, durch seine Weiterverarbeitung und die Verwendung des Polsters gegebenen Stellen, an denen es mit einer elastischen Klebmasse versehen worden ist, durch Wärme- und Druckbe handlung in einen dauernd verdichteten Zu stand übergeführt wird. PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter Polsterkörper, dadurch gekennzeichnet, dass die verdichteten Stellen Leistendes Körpers bilden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Polsterkörper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass einzelne Lei- sten miteinander verschweisst sind. \?. Polsterkörper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Leisten Bie- gungskanten des durch Falten hergestell ten Polsterkörpers bilden.
CH174399D 1932-12-02 1932-12-02 Verfahren zur Herstellung von Polsterkörpern. CH174399A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059278B (de) * 1952-04-29 1959-06-11 Schickedanz Ver Papierwerk Verfahren zum Herstellen nachgiebiger Gebilde fuer Polsterzwecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059278B (de) * 1952-04-29 1959-06-11 Schickedanz Ver Papierwerk Verfahren zum Herstellen nachgiebiger Gebilde fuer Polsterzwecke

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