CH174437A - Imprägniertes, dielektrisches Material für Hochspannungskabel, -Kondensatoren oder dergleichen und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Imprägniertes, dielektrisches Material für Hochspannungskabel, -Kondensatoren oder dergleichen und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Imprägniertes, dielektrisches Material für Hochspannungskabel, -Kondensatoren oder dergleichen und Verfahren zu seiner Herstellung. Die Erfindung betrifft ein imprägniertes, dielektrisehes Material für Hochspannungs kabel, -Kondensatoren oder dergleichen mit dem es möglich ist, die Verlustcharakteristik und Lebensdauer der damit hergestellten Kabel und Apparate wesentlich zu verbes sern.
Die Hauptursache der Zerstörung der artiger Kabel und Apparate liegt bekannt lich darin, dass bereits anfänglich und im Laufe der Zeit infolge der thermischen Aus dehnung und Zusammenziehung im Innern des Dielektrikums sich kleine Hohlräume bilden, in denen eine Glimmentladung ein setzt, die eine allmähliche Zerstörung des Dielektrikums bewirkt.
Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist man bisher so vorgegangen, dass man den Träger des Tränkstoffes (in den meisten Fällen Papierschichten) und das Tränkgut vor dem Tränkprozess einer gründlichen Entgasung unterworfen hat.
Der Hauptzweck dieser Entgasung besteht darin, zu verhindern, dass während des Imprägnierprozesses, und zwar :dann, wenn das bereits bis zu einem gewissen Grad in die Isolation einge drungen ist, aus dem mangelhaft entgasten Tränkmaterial noch Gasreste austreten, die den weiteren Tränkvorgang behindern oder verlängern bezw. nach beendetem Tränk- prozess noch im dielektrischen Material er halten bleiben.
Die Praxis hat nun gelehrt, dass es zwar nach diesem bisher gebräuchlichen Verfahren möglich ist, Kabel oder dergleichen praktisch so gut zu imprägnieren, .dass ihre Verlust charakteristik ganz oder fast ganz frei ist von einem Verlustanteil, der auf die Gegen wart von Hohlräumen hindeutet. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass solche Dielektrika trotz anfänglich nahezu idealer Verlust- ,ristik einem Dauerbetrieb unter hoher c 'harakte elektrischer und thermischer Beanspruchung nicht gewachsen sind.
Die Erfindung geht nun aus von der Er- kenntnis, dass die so hergestellten Dielektrika der Zerstörung durch Glimmentladung ge rade .deswegen so leicht unterliegen, weil in den Hohlräumen, die sich auf Grund der Temperaturänderungen des Kabels im Laufe der Zeit naturnotwendig bilden, ein ver hältnismässig geringer Gasdruck herrscht. Bekanntlich ist die Durchschlagfestigkeit einer Gasschicht stark vom Druck abhängig; sie nimmt mit steigendem Druck sehr stark zu.
Das erfindungsgemässe dielektrische Ma terial ist daher so hergestellt, dass in der Tränkmasse eine relativ grosse Menge von Gasen, zum Beispiel inaktiven Gasen, gelöst ist. Die Lösungsfähigkeit der in Betracht kommenden Tränkmittel steigt bekanntlich ausserordentlich stark mit dem Druck an.
Befindet sich in einem Gefäss unter einem bestimmten Druck .die Tränkflüssigkeit, in der ein grosses Gasvolumen gelöst ist, und entsteht innerhalb dieser Tränkflüssigkeit ein Hohlraum, so gibt die Tränkflüssigkeit an diesen Hohlraum Gas ab, welches so lange aus der Flüssigkeit austritt und den Hohl raum ausfüllt, bis es unter dem gleichen Druck wie die Flüssigkeit steht.
Die Herstellung des imprägnierten di- elektrischen Materials kann in der Weise er folgen, dass das Gas in einen der zur H#,r- stellung des Materials verwendeten, dielek- trische Eigenschaften aufweisenden Stoffe, das heisst in die trockene Isolation oder in das Tränkmittel, vor dem Tränkprozess ein geführt wird.
Im folgenden werden zwei Herstellungs- verfahren für solches dielektrisches Material beispielsweise erläutert. Man kann mit den derzeit für die Entgasung verwendeten Ap paraturen, welche auf dem Zerstäubungs- prinzip beruhen, .dem Tränkmittel unter höherem Druck eine grosse Menge Gas, wie Stickstoff oder Kohlensäure einverleiben.
Will man vermeiden, dass eine so vorberei tete Tränkmasse das gelöste Gas wieder ab gibt, so braucht man sie lediglich unetr einen höheren Druck zu setzen, als er bei der Lö sung des Gases angewendet wurde. Mit die- ser Tränkmasse wird dann in an sich be kannter Weise die Kabelisolation oder der gleichen imprägniert.
Es ist hierbei gleich gültig, ob als fester Bestandteil des Isolier materials Papier verwendet wird oder andere 1' aterialien, wie beispielsweise Baumwoll- gespinst, Filmmaterialien oder Kombinatio nen aus verschiedenen Materialien. Weiterhin ist es gleichgültig, ob ein dünnflüssiges oder zähflüssiges<B>01</B> bezw. dickflüssiger oder er härtender Kompound angewendet wird.
Selbstverständlich kann ein mit dem be schriebenen dielektrischen Material herge stelltes Kabel in der üblichen Weise mit einem Bleimantel versehen werden. Statt des Bleimantels kann jedoch auch irgendeine an dere Umhüllung oder Bedeckung gewählt -werden.
Die Einführung des Gases in das dielek- trische Material eines Kabels ist auch so denkbar, dass das im Vakuum getrocknete Kabel vor dem Tränken mit einem Gas, zum Beispiel einem indifferenten Gas, bei .dem erforderlichen Druck gefüllt wird. Es ist angezeigt, in einem solchen Falle ein Gas zu verwenden, .das verhältnismässig leicht und in grösserer Menge in dem nun einzuführen den Tränkmittel (Öl oder Kompound) löslich ist.
Mit dem letztgenannten Verfahren kann man erreichen, dass bei völliger Tränkung des Kabels die innern Schichten, in denen bei Temperaturänderungen des Kabels insbeson dere die Gefahr der Hohlraumbildung vor liegt, in stärkerem Masse mit Gas beladen sind als die äussern Schichten.
Die Gase befinden sich in dem Kabel un mittelbar nach der Fertigstellung nicht als Gasblasen, sondern sie sind in dem Tränk mittel gelöst. Erst wenn im Laufe des Be triebes infolge der Temperaturschwankungen oder aus andern Gründen Hohlräume auf treten, entweicht Gas aus dem Tränkmaterial und füllt diese Hohlräume aus und ist nun mehr gleichsam in Bläschenform im Dielek- trikum enthalten.
Der Druck innerhalb dieser Bläschen steigt asympthotisch bis zu dem Wert an, der bei Lösung des Gases im Tränk- hompound vorlag-. Man kann somit, auf diese Weise je nach der Vorbehandlung des Tränk- mittels bezw. des Kabels beliebige Drucke innerhalb der Hohlräume, die sich im Betrieb hilden, erzielen. Praktisch wird man sich damit begnügen, den Druck so hoch zu wäh len, dass bei der herrschenden elektrischen Beanspruchung und Hohlraumgrösse kein Glimmen auftreten kann.
Bei verhältnis mässig geringer spezifischer Beanspruchung (beispielsweise bei Kabeln, bei denen das Di- elektrikum bereits aus mechanischen Grün den verhältnismässig stark bemessen ist), ge nügt beispielsweise ein Druck von einer Atmosphäre. Bei höheren Beanspruchungen (beispielsweise bei Hochspannungskabeln, bei denen man wiederum aus mechanischen Gründen auf eine relativ knappe Bemessung angewiesen ist), sind höhere Drucke erfor derlich, die etwa \? bis 10 Atmosphären und eventuell mehr betragen können.
Je nach der Höhe des Druckes, der im Kabel zugelassen ist, und je nach dem Ma terial, aus dem der Mantel besteht, wird man dafür Sorge tragen, dass eine unnötige oder unzulässige Weitung des Mantels nicht ein treten kann. Verwendet man als Mantel material beispielsweise Blei, so ist es zweck mässig, dieses bei hohen Drucken in bekann ter Weise, beispielsweise durch eine Druck bandage, druckfest zu gestalten.
Die Hoch spannungskabel können dem Gürteltyp, dem metallisierten Typ oder dem Dreimanteltyp angehören; ihre Leiter können Massivleiter, Vollseile oder Hohlseile sein, und die Kabel Ein- oder Mehrleiterkabel. In besonderen Fällen kann es auch zweckmässig sein, die ummantelten Kabel in an sich bekannter Weise in druckfesten Rohren zu verlegen. in denen auf das ummantelte Kabel von aussen her ein Druck ausgeübt wird, um eine Weitung des Mantels zu verhindern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Imprägniertes dielektrisches Material für Hochspannungskabel, -Kondensatoren oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Tränkmittel Gase in solcher Menge und unter solchem Druck gelöst sind, dass bei Vorhandensein von Hohlräumen Gas aus dem Tränkmittel entweicht und die Hohlräume unter einen solchen Druck setzt, dass ein Glimmen vermieden wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Dielektrisches Material nach dem Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Tränkmittel inaktive 'Gase gelöst sind.Z. Dielektrisches Material nach dem Patent anspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Druckes je nach der Höhe der dielektrischen Be anspruchung gewählt ist. 3. Dielektrisches Material nach dem Patent anspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als fester Bestandteil des Isoliermaterials ein Faserstoff verwendet ist. 4. Dielektrisches Material nach dem Patent anspruch I und den Unteransprüchen 1 und<B>2</B>, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger für das Tränkmaterial ein Film material verwendet ist.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines impräg nierten dielektrischen Materials für Hoch spannungskabel, -Kondensatoren oder derglei chen nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas in einen der zur Herstellung des .dielektrischen Materials verwendeten, dielektrische Eigenschaften auf weisenden Stoffe vor dem Tränkprozess ein geführt wird. UNTERANSPR-CCHE 5.Verfahren nach dem Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas dem Tränkmittel vor dem Tränkprozess einver leibt wird. 6. Verfahren nach dem Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas in die trockene Isolation vor dem Impräg nieren eingeführt wird. i. Verfahren nach. dem Patentanspruch II und dem Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das in die trockene Iso lation eingeführte Gas mit solchem Druck bemessen wird, dass entsprechend der ge wählten Zeit beim Imprägnieren das Gas praktisch vollkommen im Tränkmittel ge löst wird.
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