CH174480A - Anrufvorrichtung für drahtlose Telegraphie und Telephonie. - Google Patents
Anrufvorrichtung für drahtlose Telegraphie und Telephonie.Info
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M19/00—Current supply arrangements for telephone systems
- H04M19/02—Current supply arrangements for telephone systems providing ringing current or supervisory tones, e.g. dialling tone or busy tone
- H04M19/04—Current supply arrangements for telephone systems providing ringing current or supervisory tones, e.g. dialling tone or busy tone the ringing-current being generated at the substations
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Description
Anrufvorriehtung für drahtlose Telegraphie und Telephonie. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Anrufvorrichtung für drahtlose Tele graphie und Telephonie, die ein im Empfän ger angeordnetes Relais aufweist, welches bei mindestens einer vorbestimmten Modula- tionsfrequenz der Senderwelle in Resonanz gerät und dadurch in Tätigkeit tritt. Diese Vorrichtung ermöglicht einer Sendestation, die Empfangsstation jederzeit anzurufen, ohne dass eine Person beständig am Empfänger zu sitzen braucht. Einzige Bedingung ist, dass der Empfänger genau auf die Welle des Sen ders abgestimmt und unaufhörlich im Be triebe ist.
Diese Vorrichtung findet besonders dort Anwendung, wo ein Netz von Empfangssta tionen auf einer bestimmten Welle beständig mit einer Sendestation in Verbindung zu bleiben hat, das ist z. B. der Fall für den Kriminalrundspruch auf kurzen Wellen. Sie kann auch dort verwendet werden, wo eine Anzahl Sender auf einer gemeinsamen Welle andere Stationen jederzeit anrufen können muss (z. B, Notrufe von Schiffen). Ein grosser Vorteil der vorliegenden Vor richtung ist die Unempfindlichkeit ihres Re lais gegen industrielle oder atmosphärische Störungen, weil diese meist einen stark ge dämpften Schwingungsverlauf haben.
Selbst ein zufällig auf der gleichen Welle arbeiten der fremder Sender hat auf das Relais keinen Einfluss, wenn seine Modulation auf die Re sonanzfrequenz bezw. -frequenzen nicht passt.
Beiliegende Zeichnung zeigt in schema tischer Darstellung einige AusführuDgsbei- spiele des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt eine Anrufvorrichtung, deren Relais mit einer Stahlzunge ausgerüstet ist; Fig. 2 ist ein Relais mit zwei Stahlzun gen, und Fig. 3 zeigt die Zusammenschaltung eines Relais nach Fig. 1 oder 2 mit dem Emp fänger.
Auf der Zeichnung ist a die. im Anoden kreis der letzten Röhre des Empfängers lie gende Erregerspule des Relais, und U bezw. b und b1 sind die Stahlzungen. Wenn die Sendestation ihre Trägerwelle durch eine Fre quenz moduliert, auf welche die eine der Stahlzungen eingestellt ist, wird die betref fende Stahlzunge durch die Erregerspule a in Schwingung versetzt und schliesst den Stromkreis: Batterie e, Stahlzunge<I>b,</I> Kontakt<I>d,</I> Elek tromagnet e, Batterie e.
Der Ektromagnet e wird erregt und zieht den Hebel<I>f</I> an. Die Klappe<I>g</I> fällt gegen den Kontakt h herunter; dadurch wird der Signalstromkreis geschlossen Batterie<I>i,</I> Klappe g, Kontakt lz., Signal lt (Heuler, Wecker usw.), Batterie<I>i.</I>
In Fig. 3 sieht man, wie die Anrufvor richtung mit dem Empfänger zusammen ge schaltet wird. Ein Umschalter l ist mit dem Empfänger verbunden und ermöglicht die Einschaltung entweder des Lautsprechers oder der Anrufvorrichtung. Diese Einschaltung könnte auch automatisch geschehen. In die sem Falle würde z. B. wie beim gewöhnli chen Telephon ein Kopfhörer im Ruhezustand an eine bewegliche Gabel aufgehängt sein, welche den Empfänger an das Relais legt. Beim Empfang wird der Kopfhörer abgenom men, die Gabel bewegt sich durch Feder kraft nach oben und schaltet so den Hörer an Stelle des Relais an den Empfänger.
Zur Unterdrückung der vom Extrastrom aus dem Elektromagneten e herrührenden Funken kann parallel zum Stahlzungenkon- takt mit Vorteil ein Kondensator in geschal tet sein (Fig. 1). Dieser Kondensator bewirkt gleichzeitig einen starken Stromstoss, der eine sichere Betätigung des Elektromagnetes e gewährleistet. Zu gross darf' er jedoch nicht sein, da sonst der Entladungsfunken ein Klebenbleiben des _Stahlzungenkorrtaktes zur Folge haben kann.
Das Relais kann leicht derart gebaut wer den dass eine Abweichung von 1-211/o von der Eigenschwingung der Stahlzunge (98 oder 102 Schwingungen statt 100 z. B.) genügt, um die Resonanzwirkung nicht eintreten zu lassen. Man kann daher leicht zwei Stahl zungen im Relais anbringen, jede auf eine andere Modulationafrequenz abgestimmt: die eine Modulationsfrequenz, z. B. 120, kann zum gleichzeitigen Anruf mehrerer Empfangs stationen benützt werden, wozu in jedem Re lais die eine Stahlzunge auf 120 abgestimmt wird; die ändere Stahlzunge enthält in jedem Relais eine verschiedene Frequenz (z. B. 97 für die Empfangsstationen A, 99 für die Station B, 108 für C, usw.) und wird für den Aufruf einer bestimmten Station benützt.
Natürlich kann der gleichzeitige Anruf aller Stationen auch dadurch herbeigeführt wer den, dass der Sender die Modulationsfrequenz langsam ändert, so dass der Reihe nach alle Relais in Bewegung gesetzt werden.
Wenn die Modulationsfrequenz des Sen ders genau mit der Eigenschwingung der Stahlzunge im Relais übereinstimmt, so wird das Signal im Bruchteil einer Sekunde aus gelöst; diese Übereinstimmung ist mit einem Niederfrequenzoszillator ohne weiteres erreich bar. Ein Versagen des Relais ist nicht zu befürchten, wenn der Empfänger genau auf die Senderwelle eingestellt bleibt und wenn die Trägerwelle des Senders beim Fadin g nicht unter ein gewisses Minimum sinkt. Natürlich muss die Ausführung des Relais genau sein, so dass ein Versagen aus rein mechanischen Gründen ausser Betracht fällt.
Wenn die Resonanz der Stahlzunge schar ausgeprägt sein muss, das heisst wenn die Stahlzunge wirklich nur auf die genaue Ei genschwingung ansprechen muss, ist der gern des Erregermagnetes a aus Weicheisen. Er kann auch ein permanenter Magnet sein.- In diesem Falle erhält die Stahlzunge eine mag netische Vorspannung, das heisst sie wird beständig etwas vom Magneten angezogen. Ihre Eigenschwingung ist dann etwas stär ker gedämpft; die Resonanzkurve ist flacher, aber das Relais bleibt bei geringen Frequenz änderungen empfindlicher.
Der Erregermagnet könnte selbstverständ lich zwei Spulen aufweisen, genau wie bei einem Kopfhörer. Statt einer Stahlzunge könnte man auch eine Membran oder eine Stimmgabel verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anrufvorrichtung für drahtlose Telegraphie und Telephonie, gekennzeichnet durch ein im Empfänger angeordnetes Relais, welches bei mindestens einer vorbestimmten 1VIodulations- frequenz der Senderwelle in Resonanz gerät und dadurch in Tätigkeit tritt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Anrufvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet; dass das Relais einen Erregermagneten und mindestens eine Stahl zunge aufweist. 2. Anrufvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigen- Schwingungsfrequenz der Stahlzunge mit der vorbestimmten DIodulationsfrequenz übereinstimmt. 3.Anrufvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Erreger inagnet des Relais einen permanenten Mag neten als gern aufweist. 4. Anrufvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Reso nanzschwingungen gebrachte Stahlzunge den Stromkreis eines Elektromagnetes schliesst, welcher den Stromkreis einer Signalvorrichtung steuert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH174480T | 1934-03-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH174480A true CH174480A (de) | 1935-01-15 |
Family
ID=4425473
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH174480D CH174480A (de) | 1934-03-10 | 1934-03-10 | Anrufvorrichtung für drahtlose Telegraphie und Telephonie. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH174480A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1103818B (de) * | 1954-05-26 | 1961-03-30 | Nl Ind Radio Artikelen Nira Nv | Rufanlage |
| DE1184252B (de) * | 1958-09-26 | 1964-12-23 | Siemens Ag | Anordnung zur induktiven Signaluebertragung mit Tonfrequenz |
-
1934
- 1934-03-10 CH CH174480D patent/CH174480A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1103818B (de) * | 1954-05-26 | 1961-03-30 | Nl Ind Radio Artikelen Nira Nv | Rufanlage |
| DE1184252B (de) * | 1958-09-26 | 1964-12-23 | Siemens Ag | Anordnung zur induktiven Signaluebertragung mit Tonfrequenz |
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