Stopfbüchsenloser Flügelradwasserinesser mit beim Messen trocken bleibendem Zifferblatt. Es sind stopfhüchsenlos-e Flügelrad- wassermesser bekannt, bei welchen eine magnetisehe Kupplung die Drehung des Flügelrades auf das Zählwerkübersetzungs- getriebe überträgt.
Dabei besteht aber die Möglichkeit, dass der vom Flügelrad un mittelbar angetriebene Kupplungsteil den andern Kupplungsteil nicht mitnimmt, und zwar entweder bei einer Vergrösserung des Zählwerkwiderstandes oder, wenn der Mag netismus der Magnete durch vagabundierende Erdströme gelitten hat.
Gemäss der Erfindung werden diese Nach teile bei einem stopfbüchsenlasen Flügelrad wassermesser mit beim Messen trocken blei bendem Zifferblatt dadurch vermieden, dass anstatt der Zeiger auf den Zeigerwellen Triebmagnete angebracht sind, die .dazu be stimmt sind, die Drehung von Magnetnadeln zu bewirken, die von einer oberhalb der Triebmagnete angeordneten Platte getragen werden und den Zweck haben, den Zähl- werh,sstand anzuzeigen.
Auf .der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine erste Ausführungsform, während die Fig. 2- und 3 in Draufsieht und im Schnitt eine zweite Ausführungsform darstellen.
Nach Fig. 1 wird an Stelle des: sonst üblichen dicken .Schauglases, das dem im Wassermesser auftretenden Druck standhal ten muss, eine metallische Platte P, zum Bei spiel aus Messing, verwendet, welche von einer dünnen Platte E aus gewöhnlichem Fensterglas überdeckt ist, die keinem Druck standzuhalten braucht. An die Stelle der sonst üblichen Zeiger treten kleine Stabmag nete<B>S</B>, zweckmässig aus. nicht rostendem Stahl. Durch die Platte P sind die Magnete verdeckt, aber genau oberhalb der Magnete sind in der Platte P kreisförmige Vertiefun gen angebracht, um deren Mittelpunkt kleine Magnetnadeln R sich drehen.
Sie dienen; zur Ablesung des Zählwerkstandes, da auf der Oberseite der Platte P -das, Zifferblatt ange bracht ist. Die Magnetnadeln B stehen näm lich genau in der Richtung, in welche sie durch die Stabmagnete S geführt werden.
Die Befürchtung, dass die einzelnen Magnete 8 nicht nur, wie gewünscht, die genau über ihnen befindlichen Magnetnadeln, sondern auch die benachbarten Magnetnadeln beein flussen können, hat sich, wie Versuche er geben haben, ebenso wenig als stichhaltig er wiesen wie die Befürchtung, dass die Anzeige der Magnetnadeln durch Schwächung des eigenen Magnetismus oder desjenigen der Magnete S, sowie durch vagabundierende Erdströme verfälscht werden könnte.
Die sehr geringe Masse der Magnetnadeln und ihre ausserordentlich geringe Reibung bei ihrer langsamen Drehung erfordert zu ihrer sicheren Einstellung so. wenig Magnetismus seitens der Magnete S, wie er selbst nach Be mühungen, die Stabmagnete zu entmagneti sieren, stets zurückbleibt, und ein Versagen dieser Einrichtung ist daher praktisch so gut wie ausgeschlossen.
Selbst wenn das Schauglas- E zufällig zertrümmert wird, lässt sich der jeweilige Zählwerkstand nach Abheben der Platte P aus der Stellung der Magnete S leicht be stimmen.
Das Zifferblatt, das auf der Oberseite der Metallplatte P angebracht ist, ist ebenso wie die Schauglasunterseite vollständig der Benetzung durch :die zu messende Flüssig keit entzogen. Selbst bei raschem Sinken der Aussentemperatur kann sich das Schauglas E nicht mehr an der Innenseite mit Kondens wasser beschlagen. Ausserdem kann man es auf die Platte P aufkleben, nachdem man die Luft zwischen der Metall- und der Glas platte durch Erhitzung der ersteren getrock net hat.
Will man das Zählwerk gegen den Ein fluss der zu messenden Flüssigkeit, die ja meist Trinkwasser ist, schützen, so kann man in an sich bekannter Weise den ganzen Zähl werksraum mit 01 füllen, wenn man die Durchführung .der Flügelradwelle durch den untern Boden dieses Raumes so ausbildet, wie dies in der Zeichnung bei B veranschau- licht ist.
Die Bohrung des Rohres B soll da bei so gross sein, dass ein ni@tallitche Berüh rung der Innenwandung des Rohres B mit ,der Flügelradwelle nicht eintritt, damit eine zusätzliche Reibung vermieden wird. Sobald einmal der Messer unter Druck steht, kann bei genügend enger Bohrung B ein Ölverlust nicht mehr eintreten.
Damit auch dann, wenn sich ausser 01 etwas Luft im Zähl werksraum befindet, kein Wasser eintreten kann, lässt sich -die Dichtung der Flügelrad- welle auch unter Anwendung einer an sich bekannten Vorkammer ausbilden. Dabei kann man noch das Flügelrad mit einem Hohl raum versehen, so .dass es in der zu messen den Flüssigkeit schwimmt, wodurch auch der Vorteil der Entlastung des untern, vom Was ser benetzten Lagers der Flügelradwelle gegeben ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2 und 3 sind in Übereinstimmung mit der oben beschriebenen Ausführungsform eine Anzahl von Magnetnadeln 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7 vorgesehen, die durch-je einen zuge hörigen Magneten, von denen auf der Zeich nung nur die drei Magnete 8, 9, und 10 sicht bar sind, verstellt werden. Die beispielsweise U-förmig gebogenen Magnete 8, 9 und 10 werden von dem Flügelrad aus über nicht mitgezeichnete, an sich bekannte Über setzungsgetriebe verstellt so, dass sie die Durchflussmenge in verschiedenen Einheiten anzeigen.
Die Zifferblätter sind nicht mit gezeichnet.
Um nun beispielsweise die Anzeige der mittleren Magnetnadel 7 gegenüber den An zeigen der übrigen Magnetnadeln stärker in Erscheinung treten zu lassen, ist diese Mag netnadel mit einem urimagnetischen Zeiger 11 fest verbunden. Der Zeiger 11 besteht bei spielsweise aus Zelluloid, Messing oder einem ähnlichen Baustoff. Der Zeiger 11 ist so gross, bemessen, dass er über den Magnet nadeln 1 bis 6 spielt. Nach aussen hin ist der Zeiger 11 durch eine Glasplatte 12 ab gedeckt.
Um zu erreichen, dass der zum Zei ger 11 gehörige Triebmagnet 9 und die zu- gehörige Magnetnadel 7 den gleichen Ab stand voneinander und auch die gleiche Grösse wie die übrigen Triebmagnete und zugehöri gen Magnetnadeln haben können, ist der Triebmagnet 9 in einer mittleren Aussparung 13 auf .der Unterseite der die Magnetnadeln tragenden Platte 14 angeordnet.
Die Platte 14 besteht ebenfalls aus unmagnetischem 1Vla- terial, zum Beispiel aus Messing, und die Magnetnadeln 1 bis. 6 sind in kreisförmigen, an der Oberseite der Platte 14 vorgesehenen Aussparungen in der Nähe des Randes ge lagert und mittelst kleiner Glasscheiben 16 abgedeckt.
Für gewisse Verwendungszwecke er scheint es zweckmässig, auch die am Rande der Zeigerplatte sichtbaren Magnetnadeln 1 bis 6 zu kürzen und mit Zeigern aus un- magnetischem Material in der ursprünglichen Grösse der ungekürzten Magnetnadeln starr zu verbinden. Gegebenenfalls ist gleich zeitig auch eine entsprechende Verkürzung der zu den verkürzten Magnetnadeln gehöri gen Triebmagnete vorzunehmen.
Man kann gewünschtenfalls bei der Aus führung nach Fig. 3 auch die Magnetnadel 7 in der gleichen Ebene anordnen wie die Magnetnadeln 1. und 4, wenn man den sie antreibenden Dauermagneten, 9 entsprechend naeh unten versetzt, so dass er in gleicher Höhe zu liegen kommt wie die Dauermagnete 8 und 10. In diesem Falle wäre die Magnet nadel 7 nicht unmittelbar mit dem unmag- netischen Zeiger 11 zu verbinden, sondern mittelbar unter Zwischenschaltung der Welle.