CH175068A - Verfahren zum Nachweis geringer Gas- oder Dampfmengen in Luft oder andern Gasen. - Google Patents
Verfahren zum Nachweis geringer Gas- oder Dampfmengen in Luft oder andern Gasen.Info
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Description
Verfahren zum Nachweis geringer Gas- oder Dampfmengen in Luft oder andern Gasen. Die Erkennbarkeit geringer gasförmiger Beimischungen in Luft oder andern Gasen findet bei den bisher bekannten Nachweis methoden ihre natürliche Grenze in der ge ringen Menge des nachzuweisenden Gases. Gase können aber in vielen Fällen schon toxisch wirken, ohne dass sie die für eine der bekannten Nachweisarten nötige Kon zentration erreicht haben. Auch die Probe- nahme und der Transport sehr grosser schwach verunreinigter Luftmengen ist schwierig.
Diese Übelstände sollen erfindungsgemäss dadurch vermieden werden, dass das nach zuweisende Gas auf einem gasbindenden Mittel angereichert und dort durch ein Reagenzmittel erkennbar gemacht wird. Als gasbindendes Mittel kann man weisse oder farblose Gele, vorzugsweise gieselsäuregel benutzen, durch die man das zu untersuchende Gasgemisch hindurchsaugt. Das Gel kann vorher oder nachher mit einem Reagenzmittel getränkt werden.
Ausser Kieselsäuregel sind auch Alumi- niumhydroxydegel oder ähnliche Gele brauch- bar. Auf den weissen oder farblosen Gelen macht sich eine durch das gesuchte Gas bewirkte Farbänderung besonders deutlich bemerkbar.
<I>Beispiel 1:</I> Gekörntes Kieselsäuregel wird mit einer verdünnten Kobalt-2- Sulfatlösung (1:100) in Wasser getränkt und etwa 20 ems des getränkten Gels, das schwach rosa gefärbt ist, in ein Glasrohr von etwa 2 cm lichter Weite gebracht. Saugt man durch dieses Rohr einen ammoniakhaltigen Luftstrom, so tritt eine Blaufärbung der ersten Gelschicbt ein. Auf einem gleichartig getränkten Fliesspapier streifen würde die Farbänderung nicht oder doch erst nach viel längerer Zeit eintreten.
<I>Beispiel 2:</I> Fein gekörntes Titanoxydgel wird in ein Glasrohr von etwa 2 cm lichter Weite ge füllt und eine auf Phosgen zu prüfende Luft hindurchgesaugt. Das Phosgen wird dabei in den ersten Gelschichten angereichert, so dass es durch die Farbänderung einer nach dem Durchsangen auf das Gel gebrachten Lösung von Diphenylamin und p-Dimethylamino- benzaldehyd in Xylol wesentlich schneller erkennbar gemacht wird, als dies bei einem mit den gleichen Reagenzien befeuchteten Fliesspapierstreifen der Fall sein würde.
Das neue Verfahren hat auch noch den weiteren Vorteil, dass die eigentliche Prüfung, zum Beispiel bei der Ausführungsform nach Beispiel 2, nicht am Ort der Probenahme, sondern im Laboratorium vorgenommen wer den kann. Auch lassen sich auf diese Weise haltbar Beweisstücke für das Vorhandensein von schädlichen Gasen gewinnen. Daher hat das Verfahren besonders für die Gewerbe hygiene und den Luftschutz Bedeutung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Nachweis geringer Gas- oder Dampfmengen in Luft oder andern Gasen, dadurch gekennzeichnet, dass das nachzuweisende Gas auf einem gasbindenden Mittel angereichert und dort durch ein Rea- genzmittel erkennbar gemacht wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gas durch ein weisses oder farbloses Gel saugt, das mit einem Reagenzmittel getränkt ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gas durch ein weisses oder farbloses Gel saugt und dieses nachher mit einem Reagenzmittel tränkt. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Gel Kieselsäuregel verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Gel Kieselsäuregel verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE175068X | 1933-05-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH175068A true CH175068A (de) | 1935-02-15 |
Family
ID=5691938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH175068D CH175068A (de) | 1933-05-24 | 1934-05-18 | Verfahren zum Nachweis geringer Gas- oder Dampfmengen in Luft oder andern Gasen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH175068A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746725C (de) * | 1936-11-26 | 1944-10-02 | Farbpapier zum Erkennen von Kampfstoffen | |
| DE750997C (de) * | 1937-03-14 | 1951-10-31 | Draegerwerk Heinr U Bernh Drae | Pruefroehrchen fuer Gasspuergeraete |
-
1934
- 1934-05-18 CH CH175068D patent/CH175068A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746725C (de) * | 1936-11-26 | 1944-10-02 | Farbpapier zum Erkennen von Kampfstoffen | |
| DE750997C (de) * | 1937-03-14 | 1951-10-31 | Draegerwerk Heinr U Bernh Drae | Pruefroehrchen fuer Gasspuergeraete |
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