CH175090A - Uberzugsmasse zum Zementieren von Eisen und Stahl. - Google Patents

Uberzugsmasse zum Zementieren von Eisen und Stahl.

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CH175090A
CH175090A CH175090DA CH175090A CH 175090 A CH175090 A CH 175090A CH 175090D A CH175090D A CH 175090DA CH 175090 A CH175090 A CH 175090A
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iron
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Bardt Hans
Issar Dr Budowski
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Bardt Hans
Issar Dr Budowski
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      Überzugsmasse    zum Zementieren von Eisen und Stahl.    Die Erfindung     betrifft    eine     Überzugs-          masse    zum Zementieren von Eisen und Stahl.  



  Stahl oder Eisen mit geringem Kohlen  stoffgehalt wird oft einer     Aufkohlung.    auch  "Zementierung genannt, unterworfen, wie dies  bisher meistens durch die     sogenannte    Ein  satzhärtung geschieht, indem die zu härtenden  Teile in Kohlenstoff abgebenden Härte  pulvern in Einsatzkästen sorgfältig verpackt  und dann viele Stunden oder Tage lang einer  ununterbrochenen Glühbehandlung ausge  setzt werden. Nach erfolgter Abkühlung  werden die dem Einsatzkasten entnommenen  Gegenstände von neuem erhitzt und so der       fichlusshärtung    unterworfen.  



  Bei dieser Arbeitsweise verursacht das  Verpacken der Werkstücke im Einsatzpulver  und das erforderliche sorgfältige     Versohmie-          ren    der Einsatzkästen hohe Kosten, zumal  das Kastenmaterial schnell abgenutzt und  verbraucht wird. Hierzu kommt noch der  Aufwand für Härtepulver, Heizstoffe, Ar  beitszeit und Arbeitslöhne.

   Die Wärme-         behandlung        erfolgt    dabei unter den denkbar       ungünstigsten    Bedingungen, weil das das  Härtegut umgebende     Härtepulver    einen  nahezu idealen Wärmeisolator darstellt und  ,die dem Kastenrand oder den Kastenwänden  näher liegenden Teile schon längst die erfor  derliche Temperatur und daher     eine    erheb  liche     Aufkohlung    erfahren haben, bevor     die     im Innern     bezw.    im Zentrum der Kästen lie  genden Teile die     Zementationstemperatur     erreicht haben.  



  Die ungleichmässige Erwärmung ver  ursacht erfahrungsgemäss ein starkes Ver  ziehen der Werkstücke. Eine sorgfältige  Temperaturkontrolle im Innern der     einzelnen     Kästen ist praktisch gleichfalls schwer  durchführbar.  



  Um diesen Schwierigkeiten aus dem  Wege zu gehen, hat man in     .neuer    Zeit viel  fach das Zementieren in geschmolzenen, vor  wiegend     Cyanide    enthaltenden Salzbädern       ausgeführt.    Auch diese erfordern, abgesehen  von der hohen Giftigkeit der zur Verwendung      gelangenden Salze, kostspielige Sonderein  richtungen und auch noch eine ausgedehnte  Wärmebehandlung.  



  Es     gelingt    nun den zu     zementierenden          Gegenständen    Kohlenstoff in geeigneter  Weise und in kürzester Zeit zuzuführen,  indem man eine     Überzugsmasse    verwendet,  welche gemäss der Erfindung neben einem  Kohlenstoff abgebenden Stoff ein fein ver  teiltes Metall der Eisengruppe oder eine ein  solches Metall bildende Verbindung,     sowie     eine Alkali- oder     Erdalkaliverbindung    einer  organischen Säure und freies Alkali, mit  einer Flüssigkeit gemischt, enthält.  



  Als für diesen Zweck hervorragend ge  eignete Kohlenstoff abgebende Stoffe haben  sich verschiedene     Koksarten,        insbesondere          Torfkoks,    erwiesen. Geeignete Metallpulver  sind solche des Eisens, Nickels oder Kobalts.  Als geeignete Verbindungen     organischerSäu-          ren    mit Alkalien oder Erdalkalien haben sich       Oxalate,    Acetate und     Formiate,    sowie Ge  mische derselben als brauchbar     erwiesen.     



  An Stelle der fein verteilten Metalle kön  nen auch solche Metallverbindungen Anwen  dung finden, welche bei     häherei        Temperatur     durch Reaktion mit einem der übrigen     Ma-          terialbestandteile    zu Metall reduziert wer  den.  



  Die Anwendung der     Überzugsmasse,    die       Pastenform    haben kann, kann in der Weise  erfolgen, dass die zu     zementierenden    Gegen  stände durch Eintauchen in die Masse, zum  Beispiel     Paste,    oder durch Aufstreichen der  selben mit einer .genügend starken     -Gberzugs-          schicht    versehen, direkt der Erwärmung aus  gesetzt werden,

   wobei die     Überzugsschicht     sofort erhärtet und ohne Rücksicht auf die  anzuwendende Temperatur auch für längere  Zeitdauer     einen        ausreichenden    Schutz der  Werkstoffoberfläche vor Oxydation gewährt    und jede     gewünschte        Zementationstiefe    zu  erzielen gestattet.  



  <I>Beispiel:</I>  100 Gewichtsteile     Koks,    2     Gewichtsteile          \ickelhydroxyd,    15     Gewichtsteile    Barium  oxalat, 15 Gewichtsteile     Bariumformiat,    10  Gewichtsteile     Strontiumcarbonat    und 1.0 Ge  wichtsteile     Kaliumhydroxyd    werden     innig          gemischt    und in<B>150</B> Gewichtsteilen Wasser,  welches 5 % Leimstoffe gelöst enthält, zu  einer Paste verrührt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Überzugsmasse zum Zementieren von Eisen und Stahl, dadurch gekennzeichnet, da.ss sie neben einem Kohlenstoff abgebenden Stoff ein fein verteiltes Metall der Eisen- grupe oder eine ein solches Metall bildende Verbindung, sowie eine Alkali- oder Erdal- kaliverbindung einer organischen Säure und freies Alkali mit einer Flüssigkeit gemischt, enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Überzugsmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Überzugs masse Pastenform hat. 2. Überzugsmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kohlenstoff abgebende Stoff Torfkoks ist. 3.
    Überzugsmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie eine Ver bindung eines Meta-lles der Eisengruppe enthält, welche bei höherer Temperatur durch Reaktion mit einem der übrigen Be standteile der Überzugsmasse zu Metall reduzierbar ist.
CH175090D 1932-07-16 1933-07-13 Uberzugsmasse zum Zementieren von Eisen und Stahl. CH175090A (de)

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