Rohrzange, insbesondere Schwedenrohrzange. Rohrzangen, insbesondere die unter der Bezeichnung "Schwedenrohrzangen bekannt gewordenen Ausführungen sind im Verhält- nis@zu der Maulweite der jeweiligen Zangen typen meistens von grosser Länge. Da nun das Hauptgewicht der Zange in das aus Festigkeitsgründen kräftig ausgeführte Maul verlegt werden muss, so ist die Handhabung solcher Zangen, besonders der grösseren<B>Ty-</B> pen, häufig recht anstrengend. Die Benutzung solcher Zangen ermüdet daher den Gehrau cher oft sehr schnell, weil der Hebelarm, an dem das Gewicht der Zange wirkt, verhält nismässig gross ist.
Diese Handhabung wird noch erschwert, wenn die Zange zum Erfas sen von Rohren in Ecken und an schwer zugänglichen Stellen benötigt wird, weil dann das breite und in der Regel in einem Win kel von zirka 90 zum Griff angeordnete Maul das Ergreifen des Rohres nur unter Schwierigkeiten oder gar nicht ermöglicht. Ein breites Maul ist ferner von erheblichem Nachteil, wenn es sich darum handelt, bei- spielsweise schmale Muttern usw. bei eng liegenden Rohrverschraubungen zu erfassen bezw. zu lösen oder anzuziehen.
Alle diese Nachteile sind eine Folge der ausschliesslichen Verwendung gewöhnlicher S.-M.-Stahl- öder anderer Stahlsorte, die eine Unterschreitung bestimmter grösserer Quer schnitte und Maulbreiten bezw. eine Ver minderung des Gesamtgewichtes um nennens werte Beträge aus Gründen der Festigkeit nicht gestatten.
Die Erfindung, die eine Rohrzange, ins besondere eine Schwedenrohrzange zum Ge genstand hat, beseitigt diese Nachteile. Die Erfindung besteht darin, dass die Zange zwecks Erzielung kleiner Abmessungen und eines kleinen Gewichtes aus Siemens-Martin-Stahl mit Zusatz von chromhaltigem Metall besteht.
Durch die Verwendung von solchem Ma terial kann eine wesentliche Verringerung der Abmessungen, besonders Verkleinerung der Querschnitte, geringere Breite des Mauls usw. und als Folge davon eine Gewichtsherabset- zung bis zu zirka 33'/a /o gegenüber Zangen gleicher Art, Grösse und Festigkeit aus ge wöhnlichem S.-M.-Stahl erreicht werden. Durch diese Verringerung der Maulbreite wird die Zange dann befähigt, auch schmälere Muttern usw. bei engliegenden Rohren erfas sen zu können.
Wenn das Kaul der Zange einen Winkel von zirka 75 0 oder weniger, zweckmässigerweise zirka 45o zu einem Griff aufweist, so besteht jede Möglichkeit, die Zange allgemein zu gebrauchen, und zwar ohne dass eine frühzeitige Ermüdung der die Zange benutzenden Person eintritt. Um den durch die Querschnittverminderung auftreten den Nachteil des schmalen Griffes zu besei tigen, wird der Druckschenkel der Zange vorteilhafterweise in Richtung des Griffendes zunehmend verstärkt, beispielsweise verbrei tert.
Damit auch Zangen mit breitem Maul bei Beibehaltung der verminderten Querschnitte und des verminderten Gewichtes verwendet werden können, werden die Backen zweck mässigerweise im Rücken durch eine oder mehrere Rippen verstärkt.
In der Zeichnung sind eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, eine sogenannte Schwedenrohrzange und eine Detailvariante dargestellt.
Die Abb. 1 zeigt die Rohrzange mit schräg gestelltem Maul in Seitenansicht, und zwar bei kleiner Maulöffnung; die Abb. 2 und 3 zeigen dieselbe Zange gegen den Druckschen kel und gegen die Hülse gesehen; die Abb. 4 gibt die gleiche Zange in Seitenansicht bei grösster Maulöffnung, sowie Schnitte nach den Linien A-B, C-D und D---F wieder, während Abb. 5 eine Ansicht und einen Querschnitt der Hülse nach der Linie G-H zeigt.
Die Abb. 6 zeigt den Haken der Aus führungsform, und Abb. 7 zeigt die Detail variante.
Mit Rücksicht auf die grosse Länge dieser Zangen sind die Griffenden abgebrochen ge zeichnet.
In der Abb. 1 ist der Haupthaken der Zange mit 1 und die an seinem obern Ende angebrachte Zangenbacke mit a bezeichnet. Die andere Zangenbacke b bildet das obere Ende des Druckschenkels 2, der in einem Schlitz des Haupthakens 1 geführt wird. Der Druckschenkel 2 ist, wie die Abbildungen er kennen lassen, in Richtung des Griffendes c zunehmend verbreitert und auf der äussern Seite angerundet, um die Benutzung der Zange zu erleichtern. Durch den Bolzen 3 ist der gekröpfte Schenkel 2 gelenkartig mit der Hülse 4 verbunden, die auf dem am Haupt haken 1 angebrachten andern Zangengriff d geführt ist.
Auf diesem Griff ist ein Gewinde 5 angebracht, so dass durch Drehung der Mutter 6 eine Längsversehiebung der Hülse 4 und damit eine Einstellung der Zange für verschiedene Maulweiten möglich wird. Der am Schenkel 2 angebrachte, beidseitig über den Stiel hervorragende Stift 7 dient zur Führung des Stiels 2 an dem Rücken des Hakens 1, wenn eine gegenseitige Verschie bung dieser Zangenteile zwecks Einstellung auf verschiedene Maulweiten vorgenommen wird. Die Hülse 4 ist durch Rippen oder Wulste 8 verstärkt, da die Hülse bei der Benutzung der Zange eine starke Druckbean spruchung erfährt. Die ausserordentlich gün stig gewählten Querschnitte des Mauls, der beiden Griffe und der Hülse sind aus den Darstellungen zu erkennen.
Besonders zeigt Abb. 6 die schmale Ausbildung der Zangen backe a des Haupthakens 1, der der Breite der Backe b am Druckschenkel 2 entspricht. Die Abb. 7 gibt eine Darstellung einer Backe ca wieder, die breiter als der Haupthaken ist und bei der im Rücken eine Verstärkungs rippe angebracht ist; auch die Backe b des Mauls ist hier so breit wie die Backe a und mit einer Rippe versehen.
Das Maul der dargestellten Rohrzange bildet einen Winkel von zirka 45 o mit Griff d. Der Winkel könnte natürlich auch anders sein.
Die dargestellte Zange besteht aus Sie mens-Martin-Stahl mit einem Zusatz von chromhaltigem Metall, z. B. Chrom-Molybdän, Chrom-Mangan oder Chrom-Vanadium,