CH176130A - Elektrode für galvanische Elemente, insbesondere als Grossoberflächenplatte für elektrische Bleisammler. - Google Patents

Elektrode für galvanische Elemente, insbesondere als Grossoberflächenplatte für elektrische Bleisammler.

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CH176130A
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Oerlikon Accumulatoren-Fabrik
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Oerlikon Accumulatorenfabrik
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  Elektrode für galvanische Elemente, insbesondere als     Grossoberfiächenplatte     für elektrische Bleisammler.    Die Erfindung bezieht sich auf Elektro  den für galvanische Elemente. insbesondere  auf solche     Elektrodenplatten    für elektrische  Bleisammler, die unter dem     Namen    Gross  oherflächenplatten bekannt sind. Solche Elek  troden weisen sich kreuzende Giess- und Ka  pazitätsrippen auf.

   Im praktischen Betriebe  hat sich diese     Elektrodenform    besonders be  währt, da in ihr eine grosse Anzahl Vorteile  vereinigt sind, zum Beispiel gute     Giessbarkeit,     günstiges Verhältnis zwischen wirksamer  Oberfläche und Bleigewicht, gute Stromver  teilung zu allen Teilen der     Platte,    gute Säure  zutrittsmöglichkeit und andere. Der Haupt  vorzug besteht aber in der stabilen Konstruk  tion, die einen vorzüglichen     mechanischen     Halt bietet, und auch einen     gewissen    Schutz  gegen im     Laufe    des Betriebes eintretende  Krümmungen gewährt.

   Trotzdem bereitete  bisher bei sehr starker     bezw.    ungleichmässiger  Beanspruchung oder bei nicht sachgemässer  Behandlungsweise ein übermässiges Wachsen    und das damit verbundene     Krümmen,    sowie  als Folge davon     Kurzschlussbildung    und früh  zeitiger Verbrauch der     Platten    immer noch  Schwierigkeiten.  



  Man hat deshalb häufig versucht, durch  besonders feste Einbauarten diese schädlichen  Wirkungen zu     unterbinden.    Doch sind alle  diese Massnahmen     umständlich    und kost  spielig.     Man    hat auch versucht, die einzelnen  Teile, die der     Platte    den Halt verleihen mit  stärkeren Profilen auszuführen.

   Hiermit ist  aber ein Mehraufwand an Blei und damit  ein höherer Kostenpunkt verbunden und  führt dieser Weg auch nicht immer zu den       gewünschten        Resultaten.    Auch hat man zur  Vermeidung des     Wachsens    und     Krümmens     die ganze     Platte    in Teilplatten zerlegt und  zwischen den     einzelnen    Teilplatten     Dehnungs-          schlitze    angeordnet.

   Bekannt ist auch die  Ausführung der positiven     Elektrodenplatten,     die durch Umgiessen von     Einzelplatten    aus  Weichblei mit einem Rahmen- oder Gitter-      werk aus Hartblei hergestellt werden und  zwecks Vermeidung des     Sprengens    des     Hart-          bleirahmens    auch mit Dehnungsschlitzen zwi  schen den     Einzelplatten    und dem Hartblei  rahmen versehen sind. Der     Nachteil    dieser  Konstruktionen besteht darin, dass sie ein  mal umständlich und teuer sind, und zum       andern    das Wachsen und Krümmen der Ein  zelplatten nicht beheben.

   Auch die bei äl  teren, im praktischen Betrieb sich nicht be  währten und deshalb heute verlassenen Aus  führungsformen hin und wieder angebrachten  Schlitze, die zudem meistens nur den Zweck  haben sollten, der Säure gute Zutritts  möglichkeit in das Innere der     Grossober-          flächenplatten    zu geben, konnten das Wach  sen nicht     unterbinden,    da die Anordnung der  selben in bezug auf Vermeidung von Krüm  mungen unzweckmässig war.

   Bei einer älte  ren, heute nicht mehr gebräuchlichen Aus  führung wurden beispielsweise die Kapazi  tätsrippen durch Schlitze, die in der Mitte  zwischen den Giessrippen lagen und Hohl  räume in der Platte für die Säure bilden soll  ten, völlig durchgeschnitten, so dass der sta  bile Zusammenhalt der Platte verloren ging  und die Schlitze bezüglich der Vermeidung  von Krümmungen sich nachteilig auswirkten.  



  Es ist auch bekannt. dass früher     statt    des  bei heute gebräuchlichen     Elektrodenplatten     angewendeten     Gitters    sich kreuzender, hoch  kantgestellter Stäbe vielfach ein mitten durch  die     Platten    durchlaufender Kern in Form  einer     undurchbrochenen    Ebene angewendet  wurde. Bei dieser Anordnung war leicht die  Möglichkeit gegeben, Bleizähne anzuwenden,  die sich frei ausdehnen konnten. Beispiels  weise sei die Platte von Adolf     Miller    aus  dem Jahre 1892 angeführt (siehe Wade,       "Secondary        Batteries".    Aus-. 1909, Seite 86,       Fig.    91).

   Bei dieser Platte verlief der ge  nannte Kern durch die     Mitte    und trug die  Bleizähne, die in der Längsrichtung     unterteilt     und jedesmal um einen halben Zahnabstand  seitlich versetzt waren, so dass sie sich frei  ausdehnen konnten. Zweifellos war dieser Um  stand bei dem damaligen Stande der Tech  nik als erheblicher Vorteil anzusehen. Doch    war mit dem     undurchbrochenen    Kern der  Nachteil verbunden, dass wenn auch das freie  Wachsen der Zähne ermöglicht war, der Kern  als solcher keinen Raum besass, sich in sich  auszudehnen und daher als     Folgeerscheinung     starkes Wachsen der ganzen Platte auftrat.

    Weiter war es infolge des Fehlens der bei  den     heutigen    Platten gebräuchlichen hoch  kant gestellten Giessrippen zur Erreichung  der unbedingt erforderlichen Stabilität nötig,  den Kern verhältnismässig stark zu wählen,  wodurch die Platte im Verhältnis zur ak  tiven Oberfläche schwer und damit teuer  wurde. Auch durch die Anordnung des  Kernes als     zickzackförmige    Ebene wurden die       vorerwähnten    Nachteile keinesfalls     behoben.     



  Bei der üblichen Form von Grossober  flächenplatten bilden die zwischen den  einzelnen Giessrippen liegenden Rippenab  schnitte durchgehende Kapazitätsrippen. Die  in jedem     Kapazitätsrippenabschnitt    infolge  des Wachsens der auf den     Kapazitätsrippen     befindlichen Schicht auftretende Längenaus  dehnung und die daraus resultierenden Kräfte  übertragen sich auf den in der Längsrichtung  anschliessenden     Kapazitätsrippenabschnitt.     addieren sich hier ganz oder zum Teil mit den  Dehnungskräften des letzteren und so fort.  Dadurch entstehen .Spannungen über die  ganze Platte, die das Wachsen und damit das  Krümmen hervorrufen.  



  Diese Nachteile werden nach der Erfin  dung dadurch behoben, dass die äussern Kan  ten der     vertikalverlaufenden    Kapazitätsrip  pen durch     Aussparungen    in Form von Schlit  zen unterbrochen sind, die nicht bis zur gan  zen Plattenstärke durchgehen, so dass der  Verband der sich     kreuzenden    Rippen bestehen  bleibt. Bei dieser Art der Anordnung wird  einmal jedem     Kapazitätsrippenabschnitt    freie  Ausdehnungsmöglichkeit in der Längsrich  tung gegeben und zum     andern    der stabile Zu  sammenhang der ganzen     Elektrodenplatte     nicht gestört.

   Zweckmässig befinden sich die  Schlitze unmittelbar neben, in oder seitlich  der Giessrippe und gehen nur bis zu einer  gewissen Tiefe in die Plätte hinein. Es ist       wichtig,    zur Vermeidung des     Krümmens    die           Anbringung    von Schlitzen, vorzugsweise an  den äussern Kanten der Kapazitätsrippen       bezw.    an den beiden äussern Flächen der  Platte, vorzunehmen, und zwar so, dass die  Stabilität nicht leidet, also an solchen Stel  len, wo eine gewisse Anhäufung des     Blei-          rnatcrials    es gestattet, also an oder auf dem  Kreuzungspunkt zweier Rippen,

   nicht etwa  in dem Teil der     Kapazitätsrippenabschnitte     mitten     zwischen    den zwei Kreuzungsstellen.  



  In der     Fig.    1 ist beispielsweise ein Aus  schnitt Giess- und Kapazitätsrippen perspek  tivisch dargestellt. Die Schlitze a sind un  mittelbar neben den Giessrippen angeordnet.  gehen beispielsweise bis zur Plattenmitte und  sind wechselseitig angebracht.  



       Fig.    2     stellt    in perspektivischer Ansicht  beispielsweise einen Ausschnitt     einer        andern          Ausführungsform    von     Elektrodenplatten    dar,  bei     welcher    die Schlitze b ebenfalls unmittel  bar neben den Giessrippen angeordnet sind,  jedoch hier beispielsweise nur etwa bis zum  ersten Viertel der     Plattenstärke    'hineingehen  und in einer Reihe angebracht sind.  



  In     Fig.    3 ist beispielsweise ein Ausschnitt  einer     Elektrodenplatte    in     perspektivischer     Ansieht dargestellt, bei welcher die Giess  rippen selbst die Schlitze c tragen, durch wel  che die äussern Kanten der vertikalverlaufen  den Kapazitätsrippen unterbrochen sind. Die  hier angeordneten Schlitze werden im Laufe  des Betriebes beim Wachsen der einzelnen       hapazitä.tsrippenabschnitte    enger und bilden  einen Raum, der verhindert, dass sich die  Dehnungskräfte über die ganze Platte fort  pflanzen können.  



  Die     Anbringung    der Schlitze kann ent  weder mechanisch durch Sägen, Hobeln oder  Fräsen oder beim Guss erfolgen. Die Ab  messung der Schlitze kann so gewählt wer  den, dass keine Verringerung der aktiven       Oberfläche    der     Elektrodenpla.tte        eintritt.     



  Bei der in     Fig.    4 perspektivisch an einem  Ausschnitt dargestellten Ausführungsform  der Elektrode sind Schlitze     d.    dadurch gebil  det, dass die Giessrippen weniger breit sind  als die Plattenstärke. Durch Untersuchungen  hat sich gezeigt,     dass    solche Elektroden den    besonderen     Vorteil    besitzen,     .dass    der An  griffspunkt der     Dehnungskräfte    mehr in die       Mitte    verlegt wird.

   Das die Krümmung er  zeugende Biegemoment wird durch die Ver  ringerung des Hebelarmes     verkleinert,    so dass  bei dieser     Ausführungsform    der Elektroden  platte neben der     Kompensierung    der Deh  nungskräfte durch die besondere Anordnung  der Schlitze als weitere Sicherheit gegen  Krümmungen der Angriffspunkt des Hebel  armes für etwaige auftretende Dehnungs  kräfte in die Nähe der     Plattenmitte    verlegt  wird, so dass ein wesentliches, die Krümmung  hervorrufendes     Biegnngsmoment    nicht auf  treten kann.

   Zwar treten ähnliche     Verhä1t-          nisse    in geringerem Masse ein, wenn im Laufe  des     Betriebes    die Kapazitätsrippen sich all  mählich an der Spitze abnutzen. Dieser Zu  stand tritt aber erst gegen Ende der Lebens  dauer in Erscheinung, so dass sich der gün  stige Einfluss, besonders wenn inzwischen  Krümmungen schon aufgetreten sind, nicht  mehr     auswirken    kann. Bei der Ausführungs  form nach vorliegender Erfindung wirkt sich  der vorgenannte günstige Einfluss, schon be  ginnend bei der Formation der Elektroden  platten, laufend während der vollen Betriebs  zeit aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrode für galvanische Elemente, ins besondere als Grossoberflächenplatte für elek trische Bleisammler, mit sich kreuzenden Giess- und Kapazitätsrippen, dadurch ge kennzeichnet, dass die äussern Kanten der vertikalverlaufenden Kapazitätsrippen .durch Aussparungen in Form von Schlitzen unter brochen sind, die nicht bis zur ganzen Plat tenstärke durchgehen, so dass der Verband fl:er sich kreuzenden Rippen bestehen bleibt. UNTER ANSPRtrCHE 1. Elektrode nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die Schlitze unmittel bar neben den Giessrippen liegen und wechselseitig angeordnet sind. ?.
    Elektrode nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze unmittel- bar neben den Giessrippen liegen und in einer Reihe angeordnet sind. 3. Elektrode nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen in Form von Schlitzen in den Giessrippen an geordnet sind. Elektrode nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze dadurch gebildet sind, dass die Giessrippen weniger breit sind als die Plattenstärke.
CH176130D 1933-03-28 1934-03-06 Elektrode für galvanische Elemente, insbesondere als Grossoberflächenplatte für elektrische Bleisammler. CH176130A (de)

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