CH176359A - Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure.

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  Verfahren zur Herstellung von     Glyoxylsäure.       Es ist bekannt, dass man     Glyogylsäure     herstellen kann, indem man wasserfreies       Kaliumacetat    in der Siedehitze mit einer  konzentrierten wässerigen Lösung von     Kalium-          dichloracetat    umsetzt. Bei dieser Reaktion  bildet sich zunächst die     Diacetyl-dioxyessig-          säure    beziehungsweise deren     galiumsalz.    Zur  Darstellung des     glyoxylsauren    Kaliums muss  diese     Diacetylverbindung    dann noch einer  Hydrolyse durch Verkochen mit einer grossen  Wassermenge unterworfen werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass man die       Glyoxylsäure    erhält, wenn man ein Metall  salz der     Dichloressigsäure    anstatt in konzen  trierter, in verdünnter wässeriger Lösung mit  einem Metallsalz einer andern organischen  Säure umsetzt und das Reaktionsprodukt  dann ansäuert. Zur Erzielung guter Ausbeuten  verwendet man das Metallsalz der andern  organischen Säure zweckmässig in Mengen  von 'etwa 2     Mol    auf 1     Mol        Dichloressigsäure     gerechnet.

      Je mehr man sich von dieser Menge 2     Mol     Salz der andern Säure entfernt, indem man  weniger Salz der Säure verwendet, umso  schlechter werden im allgemeinen die Aus  beuten an     Glyoxylsäure.    Eine Vermehrung  des Salzes der andern Säure über 2     Mol     hinaus kann, sogar in manchen Fällen eine  Steigerung der Ausbeute bewirken.  



  Als Salze der andern Säure können ver  wendet werden: Salze von Essigsäure,     p-Chlor-          benzoesäure,        Phtalsäure,        Terephtalsäure,        m-          Benzoedisulfosäure,    Buttersäure,     Benzoesäure     und andere.  



  Man erhält, wenn man erfindungsgemäss  arbeitet, nicht erst das     diacetylglyoxylsaure,     sondern sofort das     glyoxylsaure    Salz. Es  wird also der Umsatz des     Dichloracetats    zum       Diacetyldioxyacetat    und dessen     Verseifung     zum     Glyogylat    beim vorliegenden Verfahren  in einer Operation durchgeführt.

   Über diese  wesentliche Vereinfachung der Herstellung  hinaus hat die von uns gefundene Dar-      stellungsweise noch den Vorzug,     dass    die  Reaktion unter milden Bedingungen abläuft,  eine Tatsache, die sich bei der Empfindlich  keit der     Glyoxylsäure    und ihrer Verbin  dungen vor allem in einer     Ausbeutesteigerung     bemerkbar macht.  



  Man kann zum Beispiel zweckmässig so  arbeiten, dass man zum Beispiel     Natrium-          dichloracetat    in der 10-15 fachen     Menge     Wasser löst und mit 2     Mol        Natriumacetat     während beispielsweise 36-60 Stunden unter       Rückfluss    kocht. Der Fortgang der Reaktion  kann durch     Titration    des in der Lösung sich  bildenden Chlorions verfolgt werden. Nach  Beendigung des Prozesses wird die     Glyoxyl-          säure    aus der Lösung ihres Salzes nach dem  Ansäuern nach bekannten Methoden isoliert.

    <I>Beispiel:</I>  1. 500     gr        Dichloressigsäure    werden in  6 Liter Wasser gelöst und mit Natronlauge  neutralisiert. Nach Zugabe von 1100     gr     kristallisiertem     Natriumacetat    wird die Flüs  sigkeit während 48 Stunden im schwachen  Sieden gehalten.

   Nach dem Verdampfen des  Wassers     hinterbleibt    ein Salzgemisch von       glyoxylsaurem    Natrium, Kochsalz und ge  ringen Mengen nicht umgesetztem Natrium-         dichloracetat,    aus dem die     Glyoxylsäure    durch  Ansäuern nach bekannten Methoden isoliert       wird.        Die        Ausbeute        beträgt        90%.     



  2. 400     gr        Dichloressigsäure    und 1140     gr          Benzoesäure    werden mit 492     gr    Na OH neu  tralisiert unter Zusatz von 3 Liter     Wasser.     Man hält das Reaktionsgemisch 20 Stunden  unter 2,

  5     at        Kohlensäuredruck    bei guter  Rührung bei einer Temperatur von etwa  <B>110'.</B> Nach der Reaktion wird mit 418     gr          38        %        iger        Salzsäure        angesäuert        und        die        Ben-          zoesäure        abgeschleudert.    Aus dem stark ein  geengten     Zentrifugat,    das durch     Nutschen     von     Na0l    befreit wurde,

   wird die     Glyoxyl-          säure    nach bekannten Verfahren gewonnen.  Die Ausbeute beträgt etwa     80-85'/o,    auf  die umgesetzte     Dichloressigsäure    berechnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Glyoxyl- säure, dadurch gekennzeichnet, dass man dichloressigsaure Salze mit Salzen anderer organischer Säuren in verdünnter wässeriger Lösung zur Reaktion bringt und das Reak tionsprodukt dann ansäuert.
CH176359D 1933-05-04 1934-04-30 Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure. CH176359A (de)

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