CH176673A - Verfahren zur Bestimmung der Tiefziehfähigkeit von Blechen. - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung der Tiefziehfähigkeit von Blechen.

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CH176673A
CH176673A CH176673DA CH176673A CH 176673 A CH176673 A CH 176673A CH 176673D A CH176673D A CH 176673DA CH 176673 A CH176673 A CH 176673A
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Aktiengesellschaft Stahlwerke
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Ver Stahlwerke Ag
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  Verfahren zur Bestimmung der     Tiefziehfähigl;eit    von Blechen.    Die     Tiefziehfähigkeit    (sog.     Tiefungs-          fähi(Ykeit)    von zum Tiefziehen bestimmten  Blechen pflegt meistens mit     Erichsenappa-          raten    oder mit nach Art der nach     Erichsen     benannten Prüfgeräte ausgebildeten Appa  raten bestimmt zu werden. Bei dieser Prü  fung wird ein Stössel so tief in eine fest ein  gespannte Blechscheibe gedrückt, bis die       herausgepresste        Kuppe    reisst.

   Eine eigentliche       Tiefung,    wie sie in der Praxis vor sich geht,  tritt hierbei nicht ein; das Verfahren stellt  bloss einen verwickelten Zerreissvorgang dar.  Da die Ergebnisse von auf diese Art geprüf  ten Blechen der Wirklichkeit gar nicht ent  sprechen und für die Praxis mehr oder weni  ger wertlos sind, wurden dann allerdings  Prüfverfahren entwickelt, die den in der  Praxis vorkommenden Verhältnissen und Be  dingungen schon näher kamen.

   Beispiels  weise wird bei Anwendung einer zur Durch  führung des Prüfverfahrens dienenden Vor  richtung von     Pomp-Siebel    ein mit kreisför-         migem    Ausschnitt versehenes Blech so lange  gezogen, bis     Rissbildung        eintritt,    während  zum Beispiel beim Verfahren der A. E. G.       (Allg.        Elektr.-Ges.)    aus     kreisrunden    Schei  ben topfförmige Gebilde gezogen werden; in  diesem Fall bildet das Verhältnis des Durch  messers des gezogenen Topfes zum Durch  messer der ursprünglichen Scheibe das Mass  für die     Verformungsfähigkeit    des Bleches.  



  Alle die bisher erwähnten Verfahren zur  Bestimmung der     Tiefungsfähigkeit    haben  aber keineswegs befriedigt, weil im Betrieb  häufig mehrere Züge nacheinander vor  genommen werden, wobei der Werkstoff von  Zug zu Zug Kaltverformung und dabei stei  gende Verfestigung erfährt. Diese Erkennt  nis führte dann zu dem Vorschlag, aus einem  betriebsmässig in einer oder mehreren Stu  fen gezogenen topfförmigen Gebilde Strei  fen auszuschneiden und hernach mittelst des  bereits erwähnten     Erichsengerätes    an den  verformten Streifen die noch vorhandene           Tiefungsfähigkeit    zu messen. Dieses Ver  fahren ist jedoch umständlich, da die Her  stellung der Proben und der hierzu erfor  derlichen Werkzeuge gar nicht einfach ist.

    Es wurde daher versucht, durch Ziehen eines       trapezförmigen        Stückes    eine Verformung  des Werkstoffes zu bewirken, welche der  jenigen beim Tiefziehen ähnlich ist. Hier  bei gilt das Verhältnis der Breite des brei  teren Werkstückendes zu derjenigen des       schmäleren    Endes als Mass für die Tief  zieheignung des Werkstoffes.

   Die nach die  sem Verfahren erzielbaren Verformungen  sind aber ausserordentlich klein, so dass all  gemein gültige Schlüsse auf die     praktischen          Tiefziehverhältnisse    ebenfalls nicht möglich  sind;     beispielsweise    beträgt die     Gesamtver-          formung    nach diesem Verfahren höchstens  25 bis<B>30%,</B> während beim praktischen Tief  ziehen     Verformungen    von 50 bis 70%, ja  selbst noch mehr, entstehen.  



  Es wurde nun durch Versuche heraus  gefunden, dass die     Tiefungsfähigkeit    von  Blechen     in    durchaus einfacher und zugleich  wirtschaftlicher Weise dadurch bestimmt  werden kann, dass die vorhin erwähnte Zieh  probe mit der von     Erichsen    angewandten  Druckprobe verbunden wird, also zuerst ein  zu prüfendes,     trapezförmiges    Blechstück  durch Ziehen in rechteckige Form über  geführt und hernach     mittelst    eines Dornes  bis zum Bruch     ausgebeult    wird. Hierbei     ist     es vorteilhaft, das     Tiefziehgerät    so auszubil  den. dass Blechstücke von ansehnlicher Breite  relativ stark verformt werden können.

   Als       ganz    besonders vorteilhaft für die Durch  führung des Verfahrens haben sich     trapez-          förmigeBlechstücke    erwiesen, die an ihrem  von der breiteren der beiden parallelen     Tra--          pezseiten    gebildeten Ende mit einem sich  verjüngenden, dem andern Ende abgekehrten  Ansatz versehen sind.  



  Die beigegebene Zeichnung stellt zwei  Ausführungsbeispiele von nach einem Ver  fahren gemäss der Erfindung zu behandeln  den     bezw.    bereits teilweise behandelten  Blechstücken dar.         Fig.    1 zeigt ein     trapezförmiges    Blech  stück, wie es bei bekannten Ziehproben ver  wendet zu werden pflegt, und       Fig.    3 dasselbe nach dem Ziehen;       Fig.    2 zeigt ein mit einem     trapezförmigen     Ansatz versehenes, in der Grundform eben  falls     trapezförmiges        Blechstiick    und       Fig.    4 dasselbe nach dem Ziehen.  



  Die Werkstücke sind gemäss     Fig.    1. und  2 an der Oberfläche mit einem rechtwink  ligen Koordinatensystem versehen, so dass  sich nach dem Ziehen die Verformung leicht       erkennen    lässt und ein einwandfreier Schluss  auf die     Tiefungsfähigkeit    des     Materials    ent  sprechend den verschiedenen     Verformungs-          graden    möglich gemacht ist.

   Augenfällig  ist, dass bei Verwendung des Werkstückes  gemäss     Fig.    2 die Bildung     von.    Zipfeln,     wie     solche in dem durch Ziehen des Werk  stückes gemäss     Fig.    1 verformten Stück  gemäss     Fig.    3 ersichtlich sind, vermieden  wird. Die     Werkstücke    werden nach dem  Ziehen noch     mittelst    eines Dornes ausge  beult.  



  Es ist hierbei bei gewöhnlicher Raum  temperatur erfolgende     Kaltverformung    an  genommen, wobei nach den verschiedenen       Verformungsstufen    Verfestigung des Mate  rials eintritt; dass einer solchen Verfestigung  Bedeutung zukommt, sollen die in der nach  stehenden Zahlentafel angeführten Beispiele  dartun.

    
EMI0002.0048     
  
    <I>Zah.len.taf <SEP> el</I>
<tb>  Tiefung <SEP> Verformung <SEP> Resttiefung <SEP> nach
<tb>  Blech <SEP> in <SEP> mm <SEP> bei <SEP> der <SEP> <B>Ei</B> <SEP> richsen <SEP> in <SEP> o% <SEP> der
<tb>  nach <SEP> Ziehprobe <SEP> Tiefung <SEP> der <SEP> un  Erichsen <SEP> in <SEP> o% <SEP> verformten <SEP> Probe
<tb>  A <SEP> 11,8 <SEP> mm <SEP> <B>50% <SEP> 60%</B>
<tb>  B <SEP> 11,9 <SEP> mm <SEP> <B>50%</B> <SEP> 85
<tb>  C <SEP> 11,2 <SEP> mm <SEP> <B>33%</B> <SEP> 50       Die Blechstücke lagen in verschiedenen       Behandlungszuständen    A, B und C vor.

   Bei  der bekannten     Tiefziehprüfung    nach Erich  sen zeigten die drei Blechstücke noch keine  namhaften Unterschiede; hingegen wies bei  vorliegendem Verfahren das Stück A, nach  dem es zuvor eine Verformung von<B>50%</B> er-      fahren hatte, schliesslich nur noch eine     Tie-          fung    (nach     Erichsen)    von<B>60%</B> des     unver-          formten    Werkstückes auf, während beim  Blechstück B nach gleicher Kaltverformung  von<B>50%</B> der     Tiefungswert    nur auf 85  des nicht verformten Werkstückes gesunken  war.

   Beim Blechstück C war der     Tiefungs-          wert    nach nur 33%iger Kaltverformung um       509ö    des     unverformten    Werkstückes zurück  gegangen.  



       harch    das beschriebene kombinierte Ver  fahren ist somit eine einwandfreie Eignungs  prüfung für die     Tiefung    von Blechen mög  lich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Bestimmung der Tiefzieh- fähigkeit von Blechen, dadurch gekennzeich- net, dass ein der Prüfung zu unterziehendes, trapezförmiges Werkstück zuerst aus sei ner Trapezform in Rechteckform gezogen und hernach mittelst eines Dornes bis zum Bruch ausgebeult wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es an einem tra- pezförmigen 'Werkstück, dessen von der brei teren der beiden parallelen Trapezseiten ge bildetes Ende mit einem sich verjüngenden, dem andern Ende abgekehrten Ansatz ver sehen ist, vorgenommen wird.
CH176673D 1934-04-20 1934-08-22 Verfahren zur Bestimmung der Tiefziehfähigkeit von Blechen. CH176673A (de)

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