CH176686A - Verfahren zur Herstellung von karbidhaltigen Hartmetallen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von karbidhaltigen Hartmetallen.

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CH176686A
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  Verfahren zur Herstellung von     kar        äidhaltigen    Hartmetallen.    Es gibt Hartmetalle, die zum wesent  lichen Teil aus einem harten Karbid     be-          stelien    und aus gepulverten Ausgangsstoffen  durch Sintern hergestellt werden. Bisher  verwendete man bei derartigen Hartlegierun  gen gewöhnlich ein Trägermetall, dessen  Schmelzpunkt erheblich niedriger ist als der       des    Karbids. Das gewöhnlich aus einem  Metall der Eisengruppe bestehende Träger  inetall hat die     Aufgabe,    die einzelnen har  ten     Karbidteilchen    miteinander zu verbin  den und dem Material die notwendige Zä  higkeit zu geben.

   Es ist auch schon vor  geschlagen worden, Hartlegierungen ledig  lich aus einem oder mehreren Karbiden und  einem Metall, insbesondere Wolfram, mit  ähnlich hohem Schmelzpunkt zusammenzu  setzen.  



  Die Erfindung befasst sich mit der letzt  erwähnten Art     von    gesinterten     Ka.rbidlegie-          rungen    ohne niedrig schmelzendes Träger  metall. Erfindungsgemäss     wird    zur Herstel  lung von     ITartmefallen    durch Pressen und         Sintern    pulverförmiger Ausgangsstoffe min  destens ein den überwiegenden Teil des Pul  vergemisches bildendes pulverförmiges Kar  bid eines Elementes der dritten und vierten  Gruppe des periodischen Systems, wie     zzvn     Beispiel Bor, Titan,     Siliziiun.        Zirkon.        Zer,          Thor,

      mit mindestens einem     pulverförmigen,     über 1600   C schmelzenden     11eta11    der fünf  ten und sechsten Gruppe des periodischen       Systems    zusammengesintert, wobei das freie  Metall zum Teil an das Karbid gebunden  wird.  



  Man gelangt auf diese Weise zu Hart  metallen, deren Komponenten nicht nur me  chanisch miteinander verbunden sind, son  dern bei denen ein wesentlicher Teil auch  eine chemische Bindung aufweist. Das ge  sinterte Hartmetall besteht zum Teil aus  mindestens einem Doppelkarbid eines Ele  mentes der     dritten    und vierten Gruppe des  periodischen Systems mit einem Metall der  fünften und sechsten Gruppe des periodi  schen Systems von über 1600   liegendem      Schmelzpunkt und enthält ausserdem noch  mindestens ein über<B>1600'</B> C schmelzendes  Metall der     fünften    und sechsten Gruppe des  periodischen Systems in elementarer Form.

    Wesentlich hierbei ist, dass sämtliche Be  standteile des Endproduktes einen Schmelz  punkt haben, der höher ist als der bisher       mitverwendeter    Metalle der Eisengruppe  und des dieser Eisengruppe     nahestenden     Chroms. .  



  Wird zur Herstellung einer Hartlegie  rung gemäss der Erfindung beispielsweise       Titankarbid    und Wolfram verwendet und  aus diesen gepulverten Komponenten durch  Pressen ein Körper geformt und dann durch  Sintern verfestigt, so besteht das fertige  Endprodukt zum Teil aus einem Doppelkar  bid entweder der     Zusammensetzung            Ti_C        +        W2C    oder     TiWC,     und der Rest aus     Wolframmetall.     



  Bei dem Verfahren nach der Erfindung  wird von dem Karbid eines oder mehrerer  Elemente ausgegangen, das im periodischen  System einer     niedrigeren    Gruppe angehört  als das in elementarer Form verwendete Me  tall. Bisher ist man, abgesehen von dem  Vorhandensein eines     Metalles    der Eisen  gruppe, umgekehrt von dem Karbid eines       Metalles    (z. B.     Wolframkarbid),    das einer  höheren Gruppe angehört, ausgegangen und  hat ein Metall, z. B. Titan, das einer nie  deren Gruppe angehört, hinzugefügt.  



  In der gemäss der Erfindung hergestell  ten Legierung ist zwar ausser dem Doppel  karbid auch elementares Metall und ge  gebenenfalls auch unverändertes, als Aus  gangsstoff verwendetes Karbid vorhanden.  Jedoch erhält man trotzdem äusserst harte  und feste Körper, weil die entstandenen  Doppelkarbide eine ausserordentlich hohe  Härte haben und eine Beeinträchtigung die  ser Härte durch niedrig schmelzende Träger  metalle der Eisengruppe vermieden ist. Das  Herstellungsverfahren verläuft im übrigen    in bekannter Weise. Das Sintern der     Press-          linge    kann in einem oder mehreren Arbeits  gängen erfolgen, gegebenenfalls mit zwi  schengeschalteter mechanischer Bearbeitung  der Oberfläche.

   Als Ausgangskarbide kom  men für das Verfahren nach der Erfindung  vor allem Karbide von Bor, Titan, Silizium-,       Zirkon,        Zer    und     Thor,    in Frage, und als  hochschmelzende Ausgangsmetalle zum Bei  spiel Wolfram,     Molybdän    und     Tantal.  

Claims (1)

  1. PATENTAI\TSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von karbid- haltigen Hartmetallen durch Pressen und Sintern pulverförmiger Ausgangs stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass min destens ein den überwiegenden Teil des Pulvergemisches bildendes, pulverförmi ges Karbid eines Elementes der dritten und vierten Gruppe des periodischen Systems mit mindestens einem pulver förmigen, über 1600 C schmelzenden Metall der fünften und sechsten Gruppe des periodischen Systems zusammen gesintert wird, wobei das freie Metall zum Teil an das Karbid gebunden wird.
    II. Gesintertes Hartmetall, erhalten nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es zum Teil aus mindestens einem Doppelkarbid eines Elementes der dritten und vierten Gruppe des periodischen Systems mit einem Metall der fünften und sechsten Gruppe des periodischen Systems von über<B>1600'</B> C liegendem Schmelzpunkt besteht und ausserdem mindestens ein über<B>1600'</B> C schmelzendes Metall der fünften und sechsten Gruppe des perio dischen Systems in elementarer Form enthält.
CH176686D 1932-07-19 1933-07-12 Verfahren zur Herstellung von karbidhaltigen Hartmetallen. CH176686A (de)

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DE1103598B (de) * 1952-12-29 1961-03-30 Renault Verfahren zur Herstellung abriebfester, hilfsmetallfreier, gesinterter Hartmetall-legierungen

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DE1027883B (de) * 1952-06-20 1958-04-10 Norton Ges M B H Deutsche Gesinterte Hartlegierungen und Verfahren zu deren Herstellung

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