CH176688A - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von reinem Magnesiummetall. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von reinem Magnesiummetall.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von reinem Magnesiummetall. Die Erfindung bezieht sich auf die Ge winnung von reinem Magnesiummetall aus magnesiummetallhaltigem Gut, insbesondere aus Rohmagnesium oder aus magnesiumme- tallreichen Ausgangs- oder Abfallstoffen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Magnesium durch Vacuumd-estillation in Gegenwart eines inerten oder reduzierend wirkenden Gases von nichtflüchtigen Verun reinigungen zu trennen und die Dämpfe in Form eines flüssigen Niederschlages zu kon densieren.
Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Gewinnung von reinem Mabgnesiummeta11 aus magnesiummetallhaltigem Gut durch Destil- lation, insbesondere durch Vacuumdestilla- tion, in Gegenwart eines nicht oxydierenden Gases unter Kondensation der Dämpfe in Form eines flüssigen Niederschlages ist da durch gekennzeichnet, dass man das flüssige Kondensat in vorgelegtes Kohlenwasser- Stofföl eintropfen lässt. In dieser Weise aus geführt, liefert die Destillation unmittelbar Magnesiummetall in Form von reinen Kör nern,
indem verunreinigende Fremdstoffe von den Kohlenwasserstoffölen, die sich mit dem geschmolzenen Metall nicht mischen, aufge nommen und entfernt werden. Es wird also das Magnesium nicht nur unmittelbar in der für viele Zwecke sehr geeigneten Körnerform gewonnen, sondern überdies bei der Konden sation noch weiter gereinigt, was besondere Bedeutung hat, weil bei der Destillation stets staubförmige Verunreinigungen von den ent wickelten Metalldämpfen mitgerissen werden.
Ferner besteht die Möglichkeit, die gereinig ten Magnesiumkörner mit dem Öl zusammen aus der Vorlage auszuschleusen, wodurch auch die Ausbringung des Magnesiums aus dem Destillationsapparat vereinfacht wird; dies fällt besonders ins Gewicht, wenn die Destillation unter vermindertem Druck vor sich geht. Als besonders lästiger Übelstand macht sich die Verunreinigung der entwickelten Me talldämpfe durch mitgerissenen Staub dann geltend, wenn es sich um die Weiterverarbei tung von staubförmigem Magnesium handelt.
Ein solcher Staub entsteht bei der Raffina- tion von kompaktem .Magnesiummetall durch Destillation als unerwünschtes Nebenprodukt. Ferner wird solcher Staub planmässig im Zuge eines zweistufigen Verfahrens zur Dar stellung von metallischem Magnesium durch Reduktion von ogydischen Magnesiumver- bindungen gewonnen (Patent Nr.156815). In ,der ersten Stufe dieses Verfahrens wird zufolge Ausführung der Reduktion bei Tem peraturen,
die oberhalb des Siedepunktes des metallischen Magnesiums liegen, das Magne sium aus den ogydischen Verbindungen in Form von Dämpfen in Freiheit gesetzt, die hernach durch Abkühlung auf eine Tempera tur unterhalb des Erstarrungspunktes des Magnesiums in staubförmigem Zustand kon densiert werden. Bei Verwendung von Kohle als Reduktionsmittel besteht der sich hiebei bildende Staub aus einem Gemisch von Mag nesiumogyd und Kohle, in welchem das Magnesiummetall kolloidal verteilt ist.
Bei der Überführung dieses Magnesiumstaubes in kompaktes Magnesiummetall durch Destil lation, :die hernach in der zweiten Stufe vor genommen wird, leistet das vorliegende Ver fahren besonders gute Dienste, indem es die Möglichkeit bietet, die Reste staubförmiger Beimengungen, die auch bei sorgfältiger Entstaubung der Dämpfe am Wege zur Kon- densatiOnszone in die Kondensationskammer mit hineingeraten, vollkommen wegzuschaf fen.
Man erhält durch Auffangen des flüs sigen Kondensates unter einer Schicht eines Kohlenwasserstofföls aus. dem unreinen Staub unmittelbar granuliertes Feinmagne sium in Form von silberweissen kugeligen Körnern .(Durchmesser 10 bis 20 mm), die nur 0,019 % Verunreinigungen enthalten.
Kohlenwasserstofföle von besonderer Be schaffenheit sind für das Verfahren nicht er forderlich; hochsiedende Mineralöldestilla- tionsprodukte von geringer Viskosität und verhältnismässig hohem Flammpunkt, wie zum Beispiel Transformatoröl oder leichtes Spindelöl, sind ohne weiteres verwendbar.
Zur Ausführung einer :solchen Destilla tion dient eine Vorrichtung, bestehend aus einer Destillationskammer, die durch eine beheizte Leitung mit einem gleichfalls be heizten, den Kondensator umschliessenden Hohlgefäss verbunden ist. Der Erfindung gemäss ist der untere Teil dieses Gefässes ausserhalb :des Heizraumes als Vorlage mit Abfüllvorrichtung ausgebildet, aus welcher eine Fördervorrichtung Flüssigkeit ent nimmt, um sie durch eine Reinigungsvorrieh- tung, zum Beispiel ein Filter oder derglei chen hindurch im Kreislauf zurückzusenden.
Eine beispielsweise gewählte Ausfüh rungsform einer solchen Vorrichtung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ansicht der ganzen Vorrichtung teilweise im Vertikalschnitt, Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 im vergrösserten Massstab .dar, und Fig. 3 zeigt eine Einzelheit im Schnitt nach der Linie III III der Fig. 2.
Gemäss .dem in der Zeichnung veranschau lichten Beispiel hat die Destillierkammer 1 die Gestalt eines Rohres, das eine geeignete Heizvorrichtung, zum Beispiel einen elektri schen Strahlungsofen 2, durchquert. Das zu destillierende Gut wird in den Fülltrichter 3 eingeschüttet und gelangt über die mit den Abschlussorganen 5 und 6 ausgestattete Schleusenkammer 4 in einen Vorratsbehälter 7, aus dem es durch eine Schnecke 8 oder dergleichen kontinuierlich der Destillahons- kammer 1 zugebracht wird, in welcher eine Schnecke 9 oder dergleichen den Transport. des Gutes besorgt.
Der Rückstand fällt in einen Sammelbehälter 10, aus dem :er über eine Schleusenkammer 11 mit Ab:schlussorga- nen 5a und 6a ausgebracht wird. Der Samm ler 10 und die Kammer 11, sowie auch die Kammer 4 und der Behälter 7 sind durch gesonderte absperrbare Leitungen mit der Vacuumpumpe verbunden.
Von der Mitte der Destillationskammer 1 geht ein Rohr 12 aus (Fig. 2), das taugen- tial in eine zylindrische, unten konisch ver jüngte Entstaubungskammer 13 einmündet. Das untere Ende der Kammer steht mit dem Staubsammelraum 14 in Verbindung. In die Decke der Kammer 13 ist der vertikale Schenkel eines Rohrkrümmers 15 zentrisch eingesetzt, der die Verbindung zwischen der Kammer und dem zylindrischen Hohlgefäss 16 herstellt.
Aus den in die Entstaubungskammer 13 eintretenden Dämpfen wird der Staub haupt sächlich durch Fliehkraftwirkung am zylin drischen Mantel der Kammer niedergeschla gen und fällt in den Sammelraum 14, wäh rend die gereinigten Dämpfe durch das Rohr 15 zum Kondensator ziehen. In den obern Teil des Gefässes 16 ist der Kondensator 17 derart eingesetzt, dass die zuströmenden Dämpfe den untersten Teil der Kühlfläche bestreichen. Die Leitung 18 führt zur Vacuumpumpe. Das Hohlgefäss 16 durchsetzt mit seinem untern Teil -den beheizten Raum und kann überdies durch zusätzliche Vor richtungen, die in der Zeichnung nicht dar gestellt .sind, gekühlt werden.
Der Boden des Hohlgefässes ist verjüngt und mündet in eine Abfüllvorrichtung, die eine Entnahme des Destillates ohne Aufhebung des Vacuums ermöglicht. In der bezeigten Ausführungs form dient diesem Zweck -die durch Ventile 20 und 21 abgeschlossene Kammer 1'9, ,durch die das erstarrte Gut ausgemhleus.t wird.
Statt dessen kann man auch eine andere b@e- kannte Abfüllvorrichtung, zum Beispiel eine barometrische Vorlage für Vakuumdestilla- tion oder eine Doppelvorlage, die ein Um schalten ermöglicht, an die Vorlage anschlie ssen.
Im untern. Teil ist das Hohlgefässi 16 durch eine Leitung 23 mit der Saugseite einer Pumpe 22 verbunden. In die an die Druckseite der Pumpe angeschlossene Lei tung 24 ist;
ein Filter 25 eingesehaltet, aus dem sich die gereinigte Flüssigkeit in einen Vorratsbehälter 2ss ergiesst, um sodann durch Leitung 27 in die Vorlage zurückzugelan.gen.
Die in das, Flohlgefäss 16 einströmenden Magnesiumdärnpfe werden an der Kühlfläche ,des Kondensators, 1'I verdichtet und tropfen in das vorgelegte Kohlenwasserstofföl ein.
Durch die Ventile 20, 2,1 werden die Metall körner mit Öl ausgeschleust. Durch den Um lauf -der vorgelegten Flüssigkeit über ,das Fil ter 25 wird eine ,ständige Entfernung der vom<B>01</B> aufgenommenen Verunreinigungen bewirkt und eine unerwünschte Erhitzung des Öls hintangehalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Gewinnung von .reinem Magnesiummetall aus. mag-nesiummetallhalti- gem Gut durch Destillation in Gegenwart eines nicht oxydierenden Gases unter Kon- densation der Dämpfe in;Form eines. flüssi gen Niederschlages, dadurch gekennzeichnet, dass man das flüssige Kondensat in vorgeleg- tee Kohlenwasserstofföl eintropfen lässt. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren gemäss Patentanspruch I, da- .durch gekennzeichnet, dass man die Destil lation im Vaeuum vornimmt. 2.Verfahren gemäss, Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass man,die durch Eintropfen des Kondensates, in Kohlen- wasserstofföl entstandenen Mabg'nesium- körner mit .dem Öl zusammen ausschleust. ss.Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Rohmagnesium als Ausgangsstoff angewendet wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I, .da durch gekennzeichnet, dass magnesiumme- tallreiche Ausgangsstoffe angewendet werden. 5.Verfahren .gemäss Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, d@ass, magnesiumme- tallreiche Abfallstoffe angewendet wer- .den. PATENTANSPRUCH Ir Vorrichtung zur Ausführung des, Ver fahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einer Destillationskammer, die durch eine be heizte Leitung mit einem gleichfalls beheiz ten,den Kondensator umschliessenden Hohl- gefäss, verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, ,dass der untere Teil dieses Gefässes ausserhalb des Heizraumes als Vorlage mit Abfüllvor- richtung ausgebildet ist, aus welcher Vorlage eine Fördervorrichtung Flüssigkeit entnimmt. um sie durch eine Reinigungsvorrichtung hindurch im Kreislauf zurückzusenden.UNTERANSPRUCH 6: Vorrichtung nach Patentanspruoh II, da durch gekennzeichnet, dass :die Reinigungs vorrichtung ein Filter ist.
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