CH177060A - Quecksilberhochdrucklampe. - Google Patents
Quecksilberhochdrucklampe.Info
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Description
Qnecksilberhochdrucklampe. Bei Quecksilberhochdrucklampen mit Edelgasgrundfüllung und Glühelektroden stellt sich meist schon nach kurzer Brenn dauer eine Schwärzung der innern Lampen gefässwandung ein, die auf eine Zerstäubung der Elektroden, aber auch auf eine gemein same Einwirkung von ultravioletten Strah len und elektrischen Teilchen zurückzufüh ren sein dürfte.
Diese unerwünschte Schwärzung von Quecksilberhochdrucklampen wird erfin dungsgemäss vermieden, wenn der verdampf- bare Quecksilberbodenkörper 0,2 bis 5 Cäsium enthält und zur Herstellung des Ent ladungsgefässes der Lampe ein Aluminium- silikatglas verwendet wird, welches bei einem <B>60%</B> nicht übersteigenden Kieselsäurege halt und mehr als 20 % Tonerde noch geringe Mengen anderer Glasbildner, wie zum Bei spiel Borsäure, Magnesiumogyd und Kal- ziumogyd, enthält.
Bei einer derart ausge bildeten Röhre bildet sich im Betriebe durch Verdampfung des Bodenkörpers neben Queck silberdampf auch eine geringe Menge Cä- siumdampf. Obwohl sich letzterer bei sehr geringer Menge praktisch an der Lichtau strahlung nicht beteiligt und demgemäss die Quecksilberstrahlung nicht merkbar verän dert, so bewirkt,
er jedoch trotz seiner gerin gen Menge im Zusammenhang mit der be- stimmten Beschaffenheit des Lampengefässes, @dass die bis jetzt -unvermeidbare Schwär zung des Lampengefässes weitgehend besei tigt wird.
Beteiligt sich der Cäsiumdampf an der Lichtausstrahlung, wie dies der Fall ist, wenn die Menge des Cäsiumdampfes sich dem angegebenen Höchstwert nähert, so bleibt dennoch die schwärzungsverhindernde Wirkung des Cäsiumdampfes unvermindert erhalten.
Das einen nur geringen Ausdehnungs koeffizienten zwischen 30 und 55. 10-7 be sitzende Aluminiumsilikatglas muss zufolge seiner Zusammensetzung sowohl gegen Quecksilber, als auch Cäsiumdampf bei Tem peraturen von mehr als<B>300'</B> C beständig sein, so dass auch nicht durch chemischen Angriff der in der Röhre anwesenden Metall dämpfe eine Schwärzung des Lampenge fässes eintreten kann.
Eine zweckmässige Zusammensetzung des Lampengefässes ist die folgende:
EMI0002.0011
Si02 <SEP> 57,6
<tb> B203 <SEP> 1,2
<tb> A1203 <SEP> 28,4%
<tb> M90 <SEP> 8-,2'%
<tb> Ca0 <SEP> 4,6 Da ein derartiges Aluminiumsilikatglas eine Entspannungstemperatur von etwa <B>7501</B> C besitzt, so kann in der Lampe gefahrlos eine Quecksilberhochdruckentladung mit mehreren Atmosphären Dampfdruck hergestellt wer den.
Zur Herstellung elektrischer Leuchtröhren mit Kadmiumdampffüllung hat man zwar schon Gläser benutzt, die bei einem zwischen 40 bis 60 % betragenden Kieselsäuregehalt etwas mehr als 20% Tonerde enthielten.
Diese Gläser, die zufolge eines beträchtli chen Gehaltes an Borsäure und Alkalien zur Gruppe der Borosilikatgläser gehörten, sind jedoch infolge ihrer abweichenden Zusam mensetzung zur Herstellung von Quecksilber- hochdrucklampen nicht geeignet. Bei elektri schen Entladungslampen ist es anderseits auch bereits bekannt, Alkaliamalgame als Bodenkörper zu verwenden.
Das dem Queck silber zugemischte Alkali diente hierbei jedoch einem andern Zweck, nämlich meist zur Farbänderung des ausgestrahlten Lich tes und war zudem nicht derart gering wie bei der vorliegenden Quecksilberhochdruck lampe bemessen.
Die Glühelektroden der Quecksilberhoch drucklampe können mannigfache an sich be kannte Ausbildung erhalten und sowohl fremd geheizt werden, als auch nur durch Wirkung der Entladung selbst. Die Glüh- elektroden können aus Erdalkalimetallen oder deren Verbindungen, gegebenenfalls im Gemisch mit gut stromleitenden Metallen, be stehen.
Als besonders zweckmässig haben sieh Glühelektroden erwiesen, die aus einem gepressten und gesinterten Gemisch von etwa 90 Teilen Bariumogyd und Kalziumogyd und 10 Teilen Wolfram bestehen.
Die Erfindung betrifft sowohl Quecksil- berhochdruckleuchtröhren, bei denen im Be- triebszustande noch Quecksilber als Boden körper vorhanden ist, als auch solche, bei denen zufolge einer genauen Bemessung der hineingegebenen Quecksilbermenge alles Quecksilber im Betriebe verdampft, der Dampf also untersättigt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Quecksilberhochdrucklampe mit Edelgas- grundfüllung und Glühelektroden, .dadurch gekennzeichnet, dass der verdampfbare Quecksilberbodenkörper 0,2 bis 5 % Cäsium enthält und dass das Entladungsgefäss der Lampe aus einem Aluminiumsilikatglas be steht,welches bei einem 60% nicht überstei- genden Kieselsäuregehalt und mehr als 20 Tonerde noch geringe Mengen anderer Glas bildner enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE177060X | 1933-08-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH177060A true CH177060A (de) | 1935-05-15 |
Family
ID=5700568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH177060D CH177060A (de) | 1933-08-21 | 1934-07-31 | Quecksilberhochdrucklampe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH177060A (de) |
-
1934
- 1934-07-31 CH CH177060D patent/CH177060A/de unknown
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