Säckchen für Aufbrühmaterial. Gegenstand der Erfindung ist ein Säck chen für Aufbrühmaterial, wie z. B. Tee oder Kaffee, jener Art, die bestimmt ist, in das heisse Wasser zeitweise eingelegt zu werden; um aus dem im Säckchen enthaltenden Stoff einen Aufguss, für ein Getränk zu erzeugen. Das Säckchen zeichnet sich dadurch aus, dass es im wesentlichen aus einer durchsichtigen, geschmeidigen Folie, z.
B. aus einem Zellu- loseprodukt nach Art der unter den Marken "Cellophane", "Glassit" bekannten Stoffen, hergestellt ist, welche Folie feuchtigkeitsfest ist und dabei geruchlos und geschmacklos ist, um den entstandenen Aufguss nicht zu be einflussen; ferner sind diese Säckchen mit zweckmässig kleinen und verhältnismässig weit voneinander gelegenen Öffnungen ver sehen, um der Flüssigkeit. den Zutritt und Austritt mit Bezug auf den Inhalt des Säck chens zu gestatten, wenn letzteres in das die Flüssigkeit enthaltende Gefäss eingebracht wird.
Ein Vorteil gegenüber andern Säckchen für die Aufbereitung eines Aufgusses ist darin zu sehen, dass, durch die Folie des klei nen Sackes hindurch der Inhalt desselben besichtigt werden kann, so dass die Eigen schaft und auch der Rauminhalt des Säck chens leicht bestimmt werden kann, wobei die dem Material des Säckchens eigene ge ringe Starrheit dazu dient, selbst bei Ver packung vieler solcher Säckchen in einem grösseren Behälter eine Zerdrückung und Zermahlung der in den Säckchen enthaltenen Stoffe zu vermeiden.
Die Zeichnungen stellen Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes dar. Fig. 1 zeigt schaubildlich ein gefülltes Säckchen in Beutelform; Fig. 2 zeigt ein ähnliches Säckchen, das jedoch auf Kastenform zurecht gepresst ist; Fig. 3 zeigt ein Säckchen ähnlich der Fig. 2 mit einem Metallverschluss; Fig. 4 stellt ein rechteckiges Säckchen dar, das an den beiden Enden durch eine Naht verschlossen ist;
Fig. 5 zeigt ein aus zwei Kreisscheiben gebildetes Säokchen, wobei die Kreisscheiben an ihren Rändern durch ein Bindemittel vereinigt sind; Fig. G zeigt schaubildlich ein aus einem Folienstreifen gebildetes rohrartiges. Gefüge, aus welchem die Säckchen der Fig. 2, 3 und 4 erzeugt werden können; Fig. 7 zeigt eine abgeänderte Ausfüh rungsform eines Säckchens, und Fig. 8 zeigt schaubildlich ein Säckchen dar, das wegen seiner flachen Gestalt sich besonders empfiehlt.
Zweckmässig wird das. Säckchen aus Zellulosestoff hergestellt, der durchschei nend, weich und wasserdicht ist; z. B. kann regenerierte Zellulose, die durch einen Über zug von Zelluloselack feuchtigkeitsfest ge macht worden ist, verwendet werden. Die Festigkeit dieses. Materials gegen Wasser oder Feuchtigkeit ist im allgemeinen gleich oder selbst grösser als .die von Wachspapier.
Bisher wurden zu dem gleichen Zweck Säckchen aus Gewebe verwendet. Diese Säckchen haben jedoch bestimmte Nachteile. Der Benutzer kann beispielsweise nicht den Inhalt des Säckchens durch das Gewebe hin durch erkennen, ehe er das Säckchen in Ge- brau_eh nimmt. Ferner, und dies ist von grösserer Wichtigkeit, beeinflusst das Ge webe den Geschmack des Aufgusses, wie beispielsweise, den Tee.
Ferner wird der Tee in solchen Säckchen bis. zu seinem Gebrauch gerne etwas zermahlen, und die zermahlenen Teeblätter haben dann ein Bestreben, durch die Maschen des Gewebes hindurchzutreten, so dass nicht nur Tee verloren geht. :sondern auch Teekraut im Getränk frei. herum schwimmt. Da das verwendete durchsich tige Material ganz geschmacklos ist, so nimmt das Getränk auch keinen fremden Geschmack an, sondern behält das reine Aroma bei.
Das Säckchen aus dünnem Material-. dehnt sich, vorausgesetzt, dass es nicht prall gefüllt wurde, leicht aus, wenn es ins Wasser ,gelegt wird, und die in ihm enthaltenen getrockneten Blätter oder Blüten haben genügend Raum, sich während der Herstellung des Aufgusses auszudehnen. Zweckmässig werden solche Säckchen in Ge- stalt von flachen Gebilden erzeugt, was eine Aneinanderreihung -der Säckchen in einem grösseren Behälter in dem kleinstmöglichen Rauminhalt und in gefälliger Anordnung ermöglicht.
Die verschiedenen dargestellten Ausfüh rungsformen seien im nachstehenden be- sproehen. Das Säckchen nach Fig. 1 besteht aus einem Bogen von filmartigem Material, wobei zur Sicherung der Verpackung eine Schnur oder ein Faden 10 verwendet wird, dessen freies Ende 11 lang genug ist, um die Etikette 12 aufzunehmen, auf welcher Art oder und Beschaffenheit des im Säck chen enthaltenen Stoffes angegeben wird und die gleichzeitig dazu,
dient, .das Säckchen leicht aus dem Aufgussbehälter zu entfernen. Die Löcher 13 gestatten der Flüssigkeit den Zutritt zum Inhalt, z. B. zu Teeblättern, so dass der Aufguss .durch die Einwirkung des heissen Wassers, auf die Teeblätter durch die Löcher hindurch erzeugt wird.
Das in Fig. 2 gezeigte Säckchen hat einen Boden 14, bestehend auä Verschluss- klappen, die durch einen wasserfesten Kleb- stoff aneinander geklebt sind. Ein derartiges Säckchen kann von Hand oder durch die Maschine hergestellt werden und kann an dem obern Ende bis zum Einfüllen offen bleiben..
Nach der Füllung wird das obere Ende 1,5 umgefaltet und vernäht, wobei die Enden des Fadens 1G,zweckmässig genügend lang verbleiben, damit die Eintauchung und Entnahme des Säckchens aus der Tasse oder dem Topf damit leicht bewerkstelligt wer den kann.
Nach Fig. 3 wird dasselbe Säckchen, das in Fig. 2 gezeigt ist, an dem obern Ende auf sich selbst bei 17 abgefaltet und der ab gefaltete Teil wird durch eine Metallklammer 18 in geschlossenem Zustand gehalten. Auch hier ist an dieser Klammer ein Faden oder eine Schnur 19 befestigt, durch die -die Ein tauchung und Entnahme des Säckchens be werkstelligt werden kann.
In der Anordnung nach Fig. 4 wird auf billige Weise ein Säckchen dadurch erzeugt, da_ss man die beiden Enden 21 einfach auf sich selbst abfaltet und durch Nähte ver schliesst. Mit dem einen dieser Verschluss- enden kann .dann ein Bändchen 23 oder der gleichen verbunden werden, durch welches wieder die Handhabung des Säckchens wäh rend der Herstellung des Aufgusses erfolgen kann.
Alle diese Ausführungsformen zeigen Säckchen, in welchen Löcher 13 für die Durchströmung der Flüssigkeit angeordnet sind; wenn diese Säckchen in Wasser oder in eine andere Flüssigkeit eingehängt wer den, (so. wird gerade, infolge der Dureh3ich- tigkeit des verwendeten folienartigen Mate rials die Anwesenheit des. Säckchens gar nicht wahrgenommen, sondern nur der Inhalt desselben kann gesehen werden.
Sollten für gewisse Benutzer selbst die Fäden oder Bän der aus nichtdurchsichtigem Stoff anstossend wirken, so können selbst diese Teile, die der Eintauchung und Entnahme dienen, durch Streifen aus! durchsichtigem Material ersetzt werden. So ist beispielsweise der Streifen 23 in Fig. 4 und 5 als ein durchsichtiger Strei fen gedacht.
In Fig. 4 ist das eine Ende die ses Streifens zwischen: die beiden Schichten am Verschluss eingenäht und womöglich auch verklebt, während in Fig. 5 das Ende des Streifens 93 zwischen zwei Kreisscheiben eingeklebt ist, die an ihren Rändern anein ander befestigt sind, so dass in dem von den Rändern umschlossenen Raum ein linsen förmiges Säckchen 24 entsteht, das den Kaffee oder Tee aufnimmt. Ein derartiges kreisrundes Säckchen besonders passt sich dem Boden der Tasse an und ist kaum wahr nehmbar.
Die Benutzung eines Streifens 23 zur Einbringung und Entfernung des Säck ehens hat ferner den Vorteil, dass ein -der artiger Streifen aus Zellulosefolie der Kapil- larwirkung nicht unterworfen isst, so dass also auch dieser Streifen durch den Aufguss .des Getränkes keine unschöne Einfärbung und Formveränderung annimmt.
Infolge .der Abwesenheit dieser Kapillai-wirkung wird auch die Gefahr beseitigt, dass die Flüssig keit, da diese Streifen gewöhnlich über den Rand der Tasse oder des Topfes hinaus- ragen, über den Rand des Gefässes hinaus- steigt und schliesslich auf das Tischtuch oder dergleichen tropft.
Bei der Füllung solcher Säckchen wird zweckmässig im Innern derselben genügend freier Raum gelassen, so da-ss sich z. B. die Blät ter entfalten oder aufschwellen können, und bei den in, Fig 2 und 3 dargestellten flachen Ausführungsformen können solche Säckchen verhältnismässig dicht nebeneinander einge packt werden, ohne dass Gefahr bestünde, da-ss ein Zerdrücken der Teeblätter und eine Erzeugung von Teestaub stattfinden würde.
Zur Herstellung .der in Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Säckchen wird ein grösserer Bogen aus durchsichtiger Folie in Streifen geschnitten, wobei die Ränder, wie in Fig. G bei 25 angedeutet, mit einem wasserfesten Klebstoff vereinigt werden, und dieses Rohr gefüge kann nachher auf passende Länge geschnitten werden.
Fig. 7 zeigt ein Säckchen mit einem Me- tallverschluss in Gestalt einer Kappe 26, die durch Fältelung eines Flansches in Ver- schlussbeziehung zum Säckchen bleibt, wobei auch hier ein Faden 27 an dieser Metall klappe befestigt ist.
Die in Fig. 8 dargestellte Ausführungs form empfiehlt sich wegen ihrer flachen: Ge sta1t. Hier ist das durchsichtige Bogen material mit parallelen Reihen von kleinen und verhältnismässig weit voneinander liegen den Löchern A versehen. Dieses Säckchen wird hergestellt, indem ein rechteckiges: Stück aus durchsichtigem Material auf sich selbst in seiner Mitte einmal quer abgefaltet wird, wie bei B gezeigt, und die Ränder werden durch Nähte C aneinander befestigt.
An einer Ecke E ist wieder eine Schnur D .oder dergleichen zur Einbringung und Entfer nung des Säckchens in die Tasse dargestellt, und an dieser Schnur kann wieder eine Eti kette befestigt werden, welche den Her stellungsort oder die Art des Inhaltes des Säckchens angibt. Infolge der flachen Aus bildung dieses Säckchens wird in diesem flachen Säckchen das Material gegen Zer- drücken geschützt, wobei jedoch immerhin genügend Raum für die Ausdehnung der Teeblätter belassen ist, wenn dieses Säckchen in einen Topf oder eine Tasse, die heisses Wasser enthält, eingebracht wird.