CH177593A - Verfahren zum Erhöhen der Austauschfähigkeit von Glaukonit. - Google Patents

Verfahren zum Erhöhen der Austauschfähigkeit von Glaukonit.

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CH177593A
CH177593A CH177593DA CH177593A CH 177593 A CH177593 A CH 177593A CH 177593D A CH177593D A CH 177593DA CH 177593 A CH177593 A CH 177593A
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glauconite
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Permutit Aktiengesellschaft
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Permutit Ag
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  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)

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  Verfahren zum Erhöhen der Austauschfähigkeit von     Glaukonit.            CTlaukonit    wird     a.le        Basenaustauseher    ver  wendet,     und    zwar     als    einer der bekanntesten       Stoffe    dieser Art.     Hierunter    versteht man  Stoffe, :die die     Fähigkeit    besitzen, Basen, wie  Kalk, Magnesium und dergleichen, die die       sogenannte        Härte    des Wassers verursachen.  aus Wasser, mit dem sie in Berührung ge  bracht werden, aufzunehmen und dafür  Alkali an     :dieses    abzugeben.

   Anderseits ver  mögen die     Baeenaustauseher,    wenn sie mit  Kalk, Magnesium     und    ähnlichen Erdalkalien  oder     Erdmetallen    gesättigt sind, durch Be  handeln mit     Alka.lisalzlösungen,    z. B.     Koch-          salzlösungen,    die Härtebildner des Wassers  wieder von sich zu geben und Alkali dafür       aufzunehmen,    so dass sie von neuem zur  W     asserenthärtung    dienen können.  



       Glaukonit,    der durch Waschen und Sie-  
EMI0001.0022     
  
    . <SEP> taen <SEP> von <SEP> Urünsa.nd <SEP> gewonnen <SEP> wird, <SEP> dient
<tb>  *hon <SEP> seit <SEP> langem <SEP> in <SEP> grossem <SEP> Ausmasse <SEP> zur
<tb>  W,ümreilthäärt-ung <SEP> wegen <SEP> seiner <SEP> wertvollen            Eigenmhaften,    die ihn gegenüber den     künst-          lichen        Zeölithen    - mögen diese auf nassem    Wege oder     sonstwie    hergestellt sein - vor  teilhaft     unterscheiden.    Natürlicher     Glaukonit     wurde bisher im allgemeinen schon einer Be  handlung unterzogen, .die bezweckt,

       seine     Oberfläche zu stabilisieren, um     dadurch    .die  nachteiligen     Einwirkungen    des Wassers be  ziehungsweise der zur Regeneration dienen  den Kochsalzlösung zu verhüten.  



  Es sind auch bereits Methoden vorge  schlagen worden, die austauschende Wirkung  des     Glaukonits    zu erhöhen. Diese Methoden  sind aber     entweder    meistens nicht durchführ  bar oder die erzielte Erhöhung des Aus  tausches     ist    bei diesen Verfahren im allge  meinen mehr oder     weniger    nur vorüber  gehend. Alle so behandelten     Glaukonite     zeigen, nachdem sie eine gewisse     Zeit    zur       Was.serenthärtung    verwendet worden     sind,     einen     Rückgang    des Austausches auf den  ursprünglichen Wert, das heisst sie kehren in  den ursprünglichen Gleichgewichtszustand  zurück.  



  Die austauschende Wirkung von Glau-           konit    oder irgend     eines    andern     Basenaus-          taus,ehers        ist    mit     Genaugkeit    nur schwer       festzustellen.    Vergleichbare     Resultate    sind       nur        .dann.    zu erhalten, wenn man .die ver  schiedenen veränderlichen Grössen dabei     be-          räcksichtigt,    wie z. B.

   Korngrösse, Tiefe des       Filtrationsbettes,        Schnelligkeit    des Aus       tausches,    Menge des zur Regeneration ange  wendeten Kochsalzes und so weiter. Der       Gesamtaustausch    kann durch Behandlung  mit hartem Wasser     bis.    zur vollständigen Er  schöpfung der     Enthärtungsfähigkeit    und       darauffolgenddurch    Behandeln mit einer       ausreiohenden    Menge einer Salzlösung zur  Regeneration bestimmt werden,

   wobei die  härtebildenden Anionen - das     Calcium    und       Magnesium    - wieder vollkommen aus dem       Basenaustauscher        entfernt    werden. Die so  erhaltenen     Werte    ergeben den Gesamtaus  tausch, !der jedoch von geringem     praktischem          Wert        ist,    da bei     einem    in der Praxis     benutz-          ten.        Enthärter    aus,

       wirtschaftlichen    Gründen  eine unbegrenzte     Kochsalzmenge    zur Regene  ration nicht     .angewendet    werden kann. Auch  sind die     physikalischen        und        sonstigen        Be-           & ngungen    bei einer     Enthärtungsanlage    im       praktischen:        Betrieb    nicht die gleichen wie  bei     Labo@ratoriumsvers@uchen,    bei denen z. B.

    nur     schmale        Experimentierrohre    als Filter       verwendet        werden.     



  Im     praktischen    Betriebe handelt es sich       um    die     durchschnittliche        Erschöpfung,    be  rechnet auf die Volumeneinheit eines Filter  bettes     eines        Ba@senaustauschers    von grösserer  Fläche     und    Tiefe.

   Die     obern    Schichten des  Filterbettes werden bei dem Wasserdurch  gang von     oben    nach unten mehr erschöpft  als die     untern    und :der     Enthärtunb        vorgang          wird    im     allgemeinen    schon unterbrochen,  bevor die     untern.    Schichten     vollkommen    er  schöpft sind. Die     Erfahrung    hat     weiter    ge  zeigt, -dass     Veränderungen    der zur Regene  ration, angewendeten Salzmenge die Höhe des       Austausches    stark beeinflussen.

   Deshalb  haben nur solche     Bestimmungen    der Aus       tausclifähigk-eit        eines        Ba)s.enaustauachers    einen  grösseren     praktischen    Wert, die eine     bestimmte          Kochsalzmenge    zur Regeneration     verwenden,       weil sieden "nutzbaren     Austau.sch"    ergeben.  Beiden     naehstehen@den    Vergleichen ist auch  nur     dieser    nutzbare Austausch     berücksichtigt.     



  Gemäss der vorliegenden Erfindung kann  ein veränderter     Glaukonit        hergestellt     erden,  der     einen    höheren nutzbaren     Austaus-cher     gibt,     als        ihn    die besten im Handel bekannten.  in bisheriger Weise behandelten     Glaukonite     aufweisen. Diese     Austauscherhöhung    ist so  gross,     dass    sie erhebliche     Änderungen    in der  Bemessung der     Wasserenthärter        hervorruft.     



  1 Liter     eines    in     bisheriger    Weise be  handelten     Glaukonits    vermag im     Grossbetrieb     bei     Verwendung    in einem von oben nach  unten     betriebenen        Enthärter    aus     hartem          Wasser        etwa    3,9     gr    Kalk     (Ca0)    aufzuneh  men, wobei je Liter     Glaukonit    etwa. 22,0     gr     Kochsalz zur     Regeneration        verwendet    wer  den.

   Bei Laboratoriumsversuchen     unter    Ver  wendung von Versuchsröhrchen kann     der     Austausch bei     sehärfster    Beobachtung aller       Bedingungen,        bis    auf etwa 4,5     gr        Ca0    je  1     Liter        Glaukonit    bei einer     Regenerations-          saIzmenge    von 22,5     gr    Kochsalz     gesteigert     werden.

   Im     praktischen    Betriebe wurde fest  gestellt, dass bei Erhöhung dieser Salzmenge  nur eine geringe Steigerung des Austausch  wertes erzielt werden konnte. Bei Laborato  riumsversuchen steigt die     Austauschfähigkeit     je Liter     -Glaukonit    von     etwa;    4,5     gr        Ca0    auf  etwa 5,4     gr,    sofern die angewendete Koch  salzmenge von.     etwa    22,0     gr    auf     etwa    45,0     gr     erhöht wird.

   Die Verwendung der vierfachen  Salzmenge, das     heisst        etwa    90,0     gr    auf 1 Liter  Material     steigert    den     Austausch    lediglich  noch auf 5,7     gr        Ca0,    je, Liter     Glaukonit.     



  Gegenstand der Erfindung     bildet    ein       Verfahren    zum Erhöhen der Austausch  fähigkeit von     Glaukonit,    bei dem dagegen der       praktisch        "nutzbare    Austausch" um 50  und mehr gegenüber     dem.        ursprünglichen          Gleichgewichtszustand        befindliehen        Glau-          konit    gesteigert werden kann.

       Das        bedeutet,          dass        -der    so gewonnene neue     Basenaustäuscher          mit        denselben        Regenerationssa-lzmenge        etwa     50% mehr Wasser     zwischen    zwei Regenera  tionen     enthärten    kann als der heute im Handel  erhältliche     Glaukonit;    mit     andern    Worten:

        Wenn eine gegebene Menge von Salz bei der  Regeneration verwendet wird, so ist der       Ba,senaustaus,eh    des neuen Materials ausser  ordentlich viel höher als der des alten.     NTeben     dieser Steigerung des     "nutzbaren    Aus  tausches" zeigt das neue Material weiter  aber noch einen     starken    Anstieg des Basen  austausches bei Erhöhung der zur Regene  ration angewendeten Salzmenge. Die Ergeb  nisse in dieser Beziehung weichen völlig ab  von denen des gewöhnlichen     Glaukonits.    Eine  Verdoppelung der     Regenerationssalzmenge     steigert den     Austauschwert    des neuen Mate  rials um     etwa.    60% und mehr.  



  Gemäss .der     Erfindung    erfolgt die Er  höhung der Austauschfähigkeit von     Glau-          konit        durch    Erhitzen und anschliessende Al  kalibehandlung, und zwar wird die     AlkaIi-          beha.ndlung    mit     Alkalilaugen        etwa    vom       spezifischen    Gewicht von 1,25     bis    1,89     für    ,der  Hitze vorgenommen.

   Die     Erhitzungstempe-          ratur    bei der     Vorbeha:ndlung    soll etwa zwi  schen 450 und<B>700'</B> liegen.     Vorzugsweise     können Temperaturen von<B>650'</B> angewendet  werden.     Besonders    zweckmässig ist es, die       Vorerhitzung    in Gegenwart von     Reduktions-          tnitteln    vorzunehmen. Nach der Erhitzung  kann das zweckmässig abgekühlte Material  durch heisse     Atznatronlauge    ausgelaugt wer  den. Hierbei     kann        etwa    eine Lauge von 40'       B6    verwendet werden.

   Die Dauer der Be  handlung     kann:        beispielsweise    zwischen einer       halben.    und zwei Stunden schwanken. Statt  der angegebenen starken Lauge kann auch  eine     etwas    schwächere Lauge verwendet wer  den, sofern die     Alkalibehandlung    bei länge  rer Zeit oder bei höherer Temperatur, zweck  mässig unter geringem     Überdruck,    erfolgt.  



  Die Lauge kann wiederholt für     die    Be  handlung neuer     Ansätze    verwendet werden,  wobei sie zweckmässig gereinigt und wieder  auf die     ursprüngliche    Konzentration gebracht  wird. Die Laue entzieht dem     Glaukonit     
EMI0003.0042     
  
    erhebliche <SEP> Mengen <SEP> an <SEP> Kieselsäure.

   <SEP> Es <SEP> ist
<tb>   & her <SEP> vorteilhaft, <SEP> der <SEP> Lauge <SEP> Wasserglas <SEP> zu-            zusetzen,    um die lösende Wirkung auf die im       Glaukonit    vorhandene Kieselsäure zu     ver-          mindern.    Ein     solcher    Zusatz erübrigt sich    jedoch, wenn die Lösung im     Kreislauf        wiede     verwendet     wird.     



  Nach     Behandlung    mit     kaustischer    Soda  kann das Material gewaschen     wei=den,    wobei.  die ersten     Waochwä@sser    zur Wiederverwen  dung des darin enthaltenen     Ätznatrons    auf  gefangen werden können.

   Das so gewonnene  Material besitzt nun schon den hohen nutz  baren Austausch, doch ist     seine    Oberfläche  im allgemeinen     noch    nicht in einem     Gleich-          gewichtszustan:d    gegenüber dem zu ent  härtenden     Wasser.    Daher     empfiehlt    es sich,  das     Material    zu     stabilisieren.     



  Ein sehr wirksamer Weg zur     Stabilisie-          rüng    des behandelten     Glaukonits    ist das  Waschen mit schwachen Lösungen von       Natriumsilikat.    Dadurch werden anscheinend  gewisse Mengen Kieselsäure, die durch die  Behandlung mit starker     Atznatronlösung          herausgelöst    waren, wieder aufgenommen.  



  Das mit     Natrium.silikat        behandelte    Mate  rial wird dann zweckmässig zunächst ge  waschen. Zur Vollendung der     Stabilisierung     empfiehlt es sich im allgemeinen,     dasselbe     mit einer verdünnten Lösung von käuflichem       Aluminiumsulfat    oder     Eisenchlorid    zu be  handeln. Ein     folgendes        Waschen    und Trock  nen bis zum handelsüblichen Trockengrad  macht     dann    das Material für     den.    Gebrauch  in     Enthärtern    fertig.

   Die     Stabilisierung    kann  aber auch     nur    mit     Silikatlösung    oder nur  Aluminiumsulfat usw. vorgenommen oder  auch die Reihenfolge geändert werden. An  Stelle des oben genannten     Atznatrons    kann  z. B. auch     Ätzkali    oder auch     Pottasche    oder  ein Gemisch dieser miteinander oder mit       Ätznatron    verwendet werden.  



  Der so erhaltene, veränderte     Glaukonit          besitzt    nun den oben     beschriebenen    hohen       "nutzbaren    Austausch" und lässt bei schwa  cher Vergrösserung an der     Oberfläche     Zeichen eines     infolge    starker chemischer Ein  wirkung hervorgerufenen Angriffs     erkennen,     der     als:        Anätzen    'oder Korrosion bezeichnet  werden     kann..     



  Der     gemäss    der oben beschriebenen Ar  beitsweise, und zwar unter reduzierender Er  hitzung bei höheren Temperaturen     usw.    her-      gestellte     Glaukonit    ist stark magnetisch, und  zwar stärker als der ursprüngliche     Glau-          konit.    Der so     veränderte        Glaukonit    ist auch  poröser und besitzt ein entsprechend ge  ringeres Schüttgewicht. Im allgemeinen ist       Glaukonit,    wie er bisher in     Wa.ss-erenthär-          tungsanlagen    in grossem Umfange     verwendet     wird, nicht porös.

   Der nach obiger Arbeits  weise erhaltene veränderte     Glaukonit    jedoch  ist ausgesprochen porös.  



  Dias     Schüttgewicht    des wie oben beschrie  ben aus     Glaukonit    als Rohstoff     hergestellten     neuen     Materials    beträgt     etwa.    1,15 bis 1,2 kg  je Liter, während das von gutem     Ha.ndels-          glaukonitetwa    zwischen 1,25 und     1,45'kg     je Liter liegt.

   Dieses geringere     Schüttge-          wicht    hängt zusammen mit der grösseren       Porosität    des     veränderten        Glaukonits.    Die       Porosität    beträgt     etwa    30 bis     3.5    % vom Ge  samtvolumen, während beim gewöhnlichen       Glaukonit    die     Porosität    15 bis     20%        beträgt.     Der veränderte     Glaukonit    hat somit     eine     künstlich erhöhte     Porosität,

      die über die       natärliche        Porosität    hinausgeht. Dabei ist der  veränderte     Glaukonit    trotz seiner verringer  ten Dichte     und    seiner erhöhten Austausch  fähigkeit gegen heisse oder saure Wässer       widerstandsfähig.    Bei seiner Verwendung  zur     Behandlung        agressiver    oder heisser  Wässer wird er nicht irgendwie bemerkens  wert beeinflusst oder     zerstört.    Er erzeugt  auch keinerlei     Trübung    des Wassers.

   Das  Verhältnis von     Ferro-    zu     Ferrieisen    in dem  bei hoher Temperatur     unter    Reduktion her  gestellten     Material    ist höher als in dem Aus  gangsmaterial.  



  In den beigefügten Zeichnungen sind       Kurven    dargestellt, welche die     eharakteristi-          schen    Eigenschaften des neuen aus     Glau-          konit    hergestellten Materials im Vergleich  zum gewöhnlichen     Glaukonit    zeigen.  



  Die voll ausgezogenen     Kurven    zeigen das  Verhalten eines     Durchschnittsmusters    des  neuen     veränderten        Materials    (obere Kurve)       beziehungsweise        das-des    gewöhnlichen     Glau-          konits    (untere     Kurve)    bei verschiedenen zur       Regeneration        angewendeten    Salzmengen.

      Die Kurven lassen     erkennen,        :dass    das ver  änderte     Material        (Glaukonit)    bei einer zur  Regeneration angewendeten Salzmenge von  22,0     gr    je     Liter        Glaukonit    einen nutzbaren  Austausch von 6,00     gr        Ca0        erreicht,    während  der gewöhnliche     Glaukonit    mit.     der    gleichen  Menge Salz nur einen Austauschwert von  4,5     gr        Ca0    je     Liter    besitzt.  



  Weiter     zeigt,das-    Diagramm,     :dass    bei Ver  doppelung der Salzmenge auf     etwa    45,0     gr     je Liter     Material    der nutzbare     Austauschwert          .des        neuen    veränderten     Glaukonits        von,    6     gr          Ca0/1    auf     etwa    9,5     gr        Ca0    je Liter, das  heisst etwa     601%    steigt, während der des ge  wöhnliGhen     Glaukonits    nur wenig,

   nämlich  von 4,5     gr        Ca0/1    auf 5,2     gr        Ca0/1,    also  nur um etwa     157o        ansteigt.    Die erhebliche       Steigerung    .des     Austausehwertes.    bei erhöhter  Salzmenge rechtfertigt :

  diese bei dem neuen       Material,    nicht aber bei gewöhnlichem     Glau-          konit.    Eine so erhebliche Erhöhung .der     Aus-          tauschfähigkeit,d,es    Materials ist deshalb sehr  wertvoll, weil hierdurch die     Materialmenge     und die Apparatur erheblich kleiner werden.       Auch    ist es im     Betriebe    sehr     erwünscht,    zeit  weise selbst     unter    Erhöhung der Kosten -der       Enthärtung    die Leistung vorübergehend  steigern zu können.

           Beispiel:     Gut gereinigter und gesiebter     Glaukonit     wird mit handelsüblichem schweren Brennöl  angefeuchtet und die Mischung     unmittelbar     durch eine Flamme erhitzt, bis eine Tempe  ratur von etwa 650       erreicht    ist. Die Er  hitzung, die zweckmässig in einem innerlich  geheizten     Drehofen,    erfolgt, soll etwa ein bis  zwei Stunden dauern.. Der heisse     Glaukonit          wird    dann abgekühlt und in einen mit  Dampf geheizten offenen Kessel gebracht,  wo er mit starker auf etwa 100 bis.<B>110'</B> er  wärmter     Ätznatronlauge        etwa    60 Minuten  lang behandelt wird.

   Nach Ablassen der       Ätznatronlauge        erfolgt    Waschen des     Glau-          konits;    er wird dann mit einer Lösung von  käuflichem     Wasserglas    oder     Natriumeilikat     von etwa 4       B6    durcheinander gerührt, dann  wieder     ausgelaugt    und     gewaschen,    um end-           lich    in gleicher Weise mit einer Lösung von  Aluminiumsulfat oder Alaun von<B>2,5'</B>     B6     behandelt zu werden.

   Nach erneutem     Wa-          sehen,    bis keine Säurereaktion mehr vorhan  den, ist er dann für den Gebrauch. im     Basen-          austauschfilter    fertig.  



       Bei    der oben     geschilderten    Behandlung  des     Glaukonits    werden etwa 2 Liter Brennöl  auf 10 Liter = 14 bis 15 kg gereinigten       Glaukonits    verwendet. Die Behandlung des  reduzierten     Materials    mit     Ätznatron    erfor  dert auf 1 Liter des reduzierten     Materials     etwa 2 Liter einer     Atznatronlösung,    die  etwa 0,4 kg festes.     Ätznatron    im Liter ent  hält.

   Nach dieser Behandlung mit     Itznatron     lässt man die     kaustische    Soda ablaufen und  wäscht mit etwa     2/3    ihres Volumens an  Wasser aus. Die alkalische Lauge, die ab  gelaufen ist, und das erste     Waschwasser    ent  halten den grössten Teil des Natrons und er  hebliche     Mengen        Kieselsäure;

      diese Laugen  werden durch     Zugabe    von etwa.     0,'32    kg  festen     Ätznatrons    auf je 1     Liter        Glaukonit     für eine zweite Behandlung wieder     verwend-          bar    gemacht.  



  Bei :der Reduktion des     Glaukonits    unter  Anwendung hoher Temperaturen kann an  Stelle der     Zumi.sehung    des reduzierenden  Mittels zum     Glaukonit    z. B. auch 01 während  der Erhitzung oder, nachdem die gewünschte  Temperatur erreicht ist, Öl oder reduzierende  Gase in den Ofen eingeführt werden.  



       Statt    schwerem     Brennöl        können        auoh     leichtere 01e     verwendet    werden, .oder Wasser  stoff, Leuchtgas, Blaugas., Holzkohle     und     anderes. Alle diese reduzierenden     Mittel     liefern     gleichartige        Ergebnisse.    Es wurde       ,jedoch    festgestellt, dass     Seh-,veröl    besonders  geeignet und billig ist.

   Bei Verwendung von  Holzkohle wird beispielsweise so verfahren,  dass man :den     Glaukonit    mit     einer    Menge von  etwa 2 bis 10%     Holzkohlepulver    vermischt       =d        diese    Mischung der oben angegebenen       Zrhiteung    aussetzt.

   Nach dem Abkühlen       wird    die Holzkohle     beziehungsweise    deren       Reste        durch    einen leicht     durchfühmbaren          Schlämmprozess    von dem     Glaukonit        getrennt.       Die weitere Behandlung erfolgt wie oben  beschrieben.  



  Durch     Verwendung    des neuen     Glaukonits     konnte     beispielsweise    in einem     Basenaus-          tausehfilter    die     zwischen    zwei Regeneratio  nen erzielbare Weichwassermenge um etwa  75 bis<B>80%</B> dadurch gesteigert werden, dass  man in ihm den nach der     Erfindung    herge  stellten     Glaukonit    an Stelle von gewöhn  lichem verwendete, während der tägliche  Salzverbrauch nur um     etwa   <B>50%</B> erhöht zu       %verden        brauchte.     



  Die Verbesserung des     nutzbaren    Aus  tausches, der bei der     Herstellung    des ver  änderten     Glaukonits    gemäss. der     vorliegenden     Erfindung     erzielt        wird,    ist eine bleibende.  Das, neue Material gelangt bei     Verwendung     in einem     Basenaustauschfilter    schnell in den  Beharrungszustand, in dem die erhöhte       Awetauschfähigkeit    erhalten bleibt.

   In die  sem     Beliarrungs.zustand    enthält der ver  änderte     Glaukonit    mehr austauschbares Al  kali auf die     Gewichtseinheit        beziehungsweise     Volumeneinheit bezogen als der gewöhn  liebe,     früher        verwendete        Glaukonit    in seinem       Beharrungszustand.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Erhöhen der Austausch fähigkeit von Glaukonit durch Erhitzen und anschliessende Alkalibehandlung,dadurch ge kennzeichnet, dassman die Alkalibeha-ndlung mit Alkalilaugen vom spezifischen, Gewicht von etwa. 1,25 bis 1,39 in der Hitze vor nimmt. UNTERANSPR-CCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man die der AlkaIi- behand.lung vorausgehende Erhitzung bei Temperaturen von etwa 450 his <B>700'</B> vor nimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Erhitzung reduzierend vor nimmt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- kennzeichnet, da .ss. man. als Reduktions mittel eehweres Brennöl verwendet, mit ,dem man das Ausgangsmaterial tränkt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die AlkaIi- behandlung unter geringem Überdruck vornimmt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeiohnet, dass man den Alkahlaugen noch Natrium silikat zusetzt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, .dass. man .die zur Behandlung verwendeten Laugen, beziehungsweise Waschlaugen nach entsprechender Regeneration für weitere Ansätze wieder verwendet. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das, erhitzte und mit Alkalilösüngen behandelte Material mit Aluminiumsulfatlösungen nachbe handelt. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet"dass man das erhitzte und mit Alkalilaugen behandelte Material mit Natriumsilikatlösungen nachbehandelt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man an die Alkali behandlung eine kombinierte Behandlung mit Aluminiumsulfat- und Natriumsilikat- lös:ungen in beliebiger Reihenfolge an schliesst.
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