CH177655A - Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Metalle und Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Metalle und Legierungen.

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CH177655A
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  Verfahren zur Herstellung     kohlenstoffarmer        Netalle    und Legierungen.    Die Herstellung     kohlenstoffarmer    Metalle  und Legierungen ist infolge der bedeutenden  Affinität der Metalle zum Kohlenstoff mit  erheblichen Schwierigkeiten verbunden.  



  Es ist     bekannt,        kohlenstoffarrne        Metalle     und Legierungen dadurch herzustellen, dass  man     zn    einem     kohlenstoffarmen    Metallbade  eine     Beschickung    aus Erz (des gleichen oder  eines andern     Metalles),        siliziumhaltigem    Re  duktionsmittel und Kalkstein zusetzt, wobei       das    Erz durch das     siliziumbaltige        Reduktions-          mittel    reduziert wird.  



  Nach diesem Verfahren wird z. B. nicht  rostender Stahl hergestellt, indem zu einem       kohlenstoffarmen,        überhitzten    Stahlbad Chrom  erz in Mischung mit     siliziumhaltigen    Reduk  tionsmitteln und Kalkstein in solcher Menge  hinzugesetzt wird, dass nach Vollendung der  infolge jenem Zusetzen eintretenden Reak  tionen (Reduktion des Erzes und gegebenen  falls weitere     Raffinierung    des gesamten Pro  duktes) das Metallbad die erwünschte Zusam-         mensetzung,    das gewünschte richtige Ver  hältnis der Legierungsmetalle; erhält.  



  Nach diesem Verfahren aber, nach wel  chem kein kohlenstoffhaltiges Reduktionsmit  tel zur Anwendung gelangt; und bei welchem  vermieden wird, Elektroden in direkter Be  rührung mit dem flüssigen Metall während  des Reduktionsvorganges zur Anwendung zu  bringen, zeigt es sich doch, dass sich ein Er  zeugnis mit veränderlichem und oft zu hohem  Kohlenstoffgehalt ergibt. Der aufgenommene  Kohlenstoff rührt von den Rohmaterialien,  dem Erz, den     siliziumhaltigen    Reduktions  mitteln und dem     Flussmittel    (Kalkstein) her.

    Analysen der zur Anwendung gebrachten       Erze        zeigen,        dass        dieselben        0,04-0,10        %        oder     noch mehr     Kohlenstoff    enthalten. Das Gleiche  ist bei dem zur Anwendung gebrachten  Reduktionsmittel und dem     Flussmittel    der  Fall. Der     Kohlenstoff    rührt wahrscheinlich  wesentlich von während des Transportes  oder der Lagerang in offenen Lagerhäusern      mechanisch     eingemengten    Verunreinigungen  von Pflanzenfasern, Blättern, Erde usw. her.  



  Da man höchstens auf einen Metallertrag  von 60-70  /o rechnen kann, und der grösste  Teil des Kohlenstoffes, sowohl aus dem Erz,  dem Reduktionsmittel, als auch aus dem Fluss  mittel, vom flüssigen Metall aufgenommen  wird, ist es einleuchtend, dass das     Enderzeug-          nis    leicht einen zu hohen und ferner einen  veränderlichen Kohlenstoffgehalt aufweist.  



  Dies lässt sich durch die Anwendung des  Verfahrens gemäss vorliegender Erfindung ver  meiden, indem die oben erwähnte Beschickung  aus Erz,     siliziumhaltigem    Reduktionsmittel  und Kalkstein vor der Zugabe zum Metallbade  zwecks Beseitigung von kohlenstoffhaltigen  Verunreinigungen auf 1000-1100  C, ohne dass  die Bestandteile schmelzen, in einer oxydieren  den Flamme erhitzt wird, so dass der Kohlen  stoff     fortbrennt    und der Kalkstein zugleich  in     Kalziumoxyd    übergeht.  



  Die Bestandteile der Beschickung können  in Stücke einer geeigneten Grösse zerkleinert  (z. B. von der Grösse einer Nuss bis zur Grösse  von     Grieskörnern    oder noch kleiner), gut ge  mischt und als eine verhältnismässig dünne  (etwa 10 cm dicke) Schicht     auf    eine ununter  brochen wandernde Bahn aufgetragen werden,  auf welche sie in einem Ofen (ähnlich dem  im schweig. Patent Nr. 176991 beschriebenen)  im Gegenstrom zur oxydierenden Flamme ge  führt werden.  



  Nach dieser Behandlung kann die glühende  Beschickung aus dem Ofen direkt in geschlos  sene Behälter entleert werden, in welchen  sie abgekühlt und aufbewahrt wird ohne ver  unreinigt zu werden, bis sie angewandt wer  den soll.  



  Sollen die Verbrennungsgase der Heiz  wirkung wegen umlaufend zur Anwendung  gelangen, muss das entweichende Gas bei  spielsweise durch Passieren eines Filters aus       Kaliumhydroxyd    oder dergleichen von Kohlen  dioxyd gereinigt werden. Diese Reinigung,  durch welche auch Schwefel entfernt wird,  ist für die Erzielung eines guten Ergebnisses  von Belang. Es ist ferner für das ganze Ver-    fahren von grösster Bedeutung, eine genügend  oxydierende Flamme zu verwenden.  



  Dieses vorbehandelte, von Kohlenstoff     be-          freiteBeschickungsmaterialkann        danachdirekt     auf ein Metallbad hoher Temperatur und mit  niedrigem Kohlenstoffgehalt geladen werden.  Die berechnete Menge des geglühten Materials  kann dem Bade direkt aus den geschlossenen  Behältern, in denen es aufbewahrt wird; auf  einmal zugesetzt werden, wonach die Reduk  tion ohne Schwierigkeit erfolgt, so dass auf       direktem    Wege ein     kohlenstoffarmes    Metall       bezw.    eine     kohlenstoffarme    Legierung der  erwünschten     Zusammensetzung    hergestellt  wird.  



  Das bisher zur Anwendung gebrachte  Formen der Beschickungsmaterialien zu Zie  geln ist nicht erforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI Verfahren zur Herstellung von kohlen stoffarmen Metallen und Legierungen, bei welchem man eine Beschickung aus Erz sili- ziumhaltigem Reduktionsmittel und Kalkstein zu einem kohlenstoffarmen Metallbade zusetzt, wobei das Erz durch das siliziumhaltige Re duktionsmittel reduziert wird, dadurch gekenn zeichnet, dassdieBeschickungausErz, silizium- haltigem Reduktionsmittel und Kalkstein vor der Zugabe zum Metallbade zwecks Beseiti gung von kohlenstoffhaltigen Verunreinigun gen auf 1000-1100 C,
    ohne dass die Be standteile schmelzen, in einer oxydierenden Flamme erhitzt wird, so dass der Kohlenstoff fortbrennt und der Kalkstein zugleich in Kal- ziumoxyd übergeht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestandteile der Beschickung auf Nussgrösse bis Körner grösse zerkleinert werden, worauf sie in Mischung in einer dünnen Schicht in einem Ofen auf eine ununterbrochen wandernde Bahn aufgetragen werden, auf der sie im Gegenstrom zur oxydierenden Flamme ge führt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickung nach der Behandlung im Ofen aus diesem direkt in geschlossene Behälter entleert wird, in welchen sie ab- gekühlt und aufbewahrt wird, bis sie dem Metallbade zugesetzt wird.
CH177655D 1932-12-31 1933-12-19 Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Metalle und Legierungen. CH177655A (de)

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