Handapparat zum L¯ten, Schwei¯en und Erwärmen von Werkstüeken.
Es sind bereits Lötkolben bekannt, deren Handgriff als Azetylengasentwickler ausgebildet ist, und solche mit einem Brenner für gasförmigen Brennstoff, bei denen der Kolbengriff als Druckgasbehälter ausgebildet ist. Sie haben aber den Nachteil, da¯ sich viele ständig vorkommende Arbeiten, vor allem aber Schweissarbeiten, damit nicht durchführen lassen, weil es der Beihilfe von Sauerstoff oder Pressluft bedarf, um er höhte Temperaturen zu erreichen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Handapparat zum Löten, Schweissen und Erwär- men von Werkstücken mit als Handgriff ausgebildeten Druckbehältern für gasför- mige Brennstoffe und mit auswechselbaren Brennern zum L¯ten und Schweissen, bei dem je nach den vorzunehmenden Arbeiten und nach der Grösse der Arbeitsstücke, an denen geschweisst, hart gelötet, weich gelötet oder welche erwärmt werden sollen, die Druckbehälter ausgewechselt werden k¯nnen, so da¯ wahlweise mit Sauerstoff Azetylen, Sauerstoff-Wasserstoff oder Press- luft-Azetylen gearbeitet werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes gezeigt ; es sind Zusammenstellungen der Einzelteile f r verschiedene Verwendungszwecke dargestellt.
Es zeigen :
Fig. 1 den Handapparat von der Seite. teilweise im Schnitt, mit Sauerstoff-und Azetylenbehälter und mit Brenner f r leichte Schweissarbeit,
Fig. 2 die gleiche Zusammenstellung wie Fig. 1, von der Brennerseite gesehen,
Fig. 3 den Handapparat von der Seite mit Sauerstoff-und Wasserstoffbehälter und mit Brenner f r schwere Schweiss- arbeiten,
Fig. 4 den Handapparat von der Seite, teilweise im Schnitt, Pressluft-und Aze tylenbehälter abgebrochen, mit Brenner für Hartlötarbeiten an gro¯en Stücken,
Fig. 5 den Handapparat nach.
Fig. 4, jedoch mit Spachtelmesser zum Abziehen alter Farbanstriche,
Fig. 6 den Handapparat von der Seite, teilweise im Schnitt, hergerichtet zur Arbeit nur mit Azetylen allein zum Weiahlöten und Hartlöten kleinster Gegenstände,
Fig. 7 den Handapparat nach Fig. 6 aber mit Lochdüse zur Vornahme kleinster SchweiBarbeiten ohne Schwei¯brenner.
Die als Handgriff ausgebildeten Behälter 1, 2,21,22 und 23 sind für die Aufnahme der zur Erzeugung der Stichflamme je nach dem erwünschten Hitzegrad und der Art der durchzuführenden Arbeiten erforderlichen Gase Sauerstoff, Azetylen, Wasserstoff und Pressluft bestimmt. Diese Behälter sind nach ihrem Abschlussventil 5 respektive 17 mit gleichen Gewindenippeln 20 respective 19 versehen, die den direkten Anschluss an grosse Gasflaschen zwecks Nachfüllung erlauben.
Die für eine bestimmte Arbeit erforderlichen Behälter sind mit zwei Rohrschellen 3 starr miteinander verbunden, deren hintere einen Stützfuss 4 besitzt. Der vorne auf dem untern Behälter sitzende Träger 14 besitzt einen solchen 16, so dass der Apparat ; auf den Boden abgestellt werden kann.
An den Druekbehälter 1 für Azetylen, Fig. 1 und 2, ist ein normales AbschluB- ventil 17, daran der Träger 14 mit dem mit ihm festverbundenen Rohrstück 14a, das ein Klemmauge 15 trägt, angeschlossen. Das Rohrstück 14a ragt aus dem Träger 14 heraus ; auf dessen Endgewinde ist die Mischdüse 11 aufgesetzt, welcher durch einen seitlichen Stutzen 12 Sauerstoff oder Press- luft zugeführt wird.
An den über dem Druckbehälter angeordneten zweiten DruckbehÏlter 2 ist ein Überströmventil 5 aufge- setzt, an das ein Verteilstück 6 angeschlossen ist, das zwei Stutzen 7 und 8 aufweist, und zwar mündet der Stutzen 7 in ein Mano- meter 18 zur ständigen Druckkontrolle, wÏhrend an den Stutzen 8 die Verbindung 9 angeschlossen ist, die über ein Rück- schlagventil 10 in den seitlichen Stutzen 12 der Mischdüse 11 f hrt. An den Austritt der Mischdüse ist ein normaler Schweissbrenner 13 angeschlossen.
Nach Fig. 3 besitzt der Apparat die gleichen Teile wie vorbeschrieben, ist aber so durchgebildet, dass an Stelle des Druckbehälters für Azetylen 1 ein solcher für Wasserstoff 22 und an Stelle des Sauerstoff- behälters 2 ein kleinerer auch f r Sauerstoff 21 entsprechend dem kleineren Bedarf an Sauerstoff angeordnet ist, wobei auf das Abschlussventil 17 des Behälters 22 direkt die Mischdüse 11 aufgeschraubt ist.
Nach Fig. 4 sind für Hartlötarbeiten an grossen Stücken der Druckbehälter 1 für Azetylenund'darüber ein solcher für Pre¯luft 23, vorgesehen, deren Zufuhr über die Organe 5,6,8,9, das Rückschlagventil 10 und den Stutzen 12 in die Mischdüse 11 erfolgt. An den Druckbehälter 1 ist das normale Abschlussventil 17, daran der Träger 14 mit dem mit ihm fest verbundenen Rohrstück 14a angeschlossen, der ein lilemmauge 15 besitzt. Auf das Rohrstück 14a aufgesetzt ist die Mischdüse 11, deren Mündung in das sich nach vorn verengende Brennerrohr 27 geht.
Der Lötkolben 26 mit seinem Halter 25 ist verschiebbar und mit der Schraube 24 im Klemmauge 15 ein- gesetzt, wobei das Brennerrohr 27 verschieb- bar auf dem Halter 25 angeordnet ist, um es je nach der erwünschten Flammgrösse einstellen zu können.
Nach Fig. 5 sind die gleichen Teile zu sammengestellt, wie nach Fig. 4, nur hat hier die Mischdüse 11 eine Mundstückver- längerung 30, auf die ein Spachtelmesser 29 verschiebbar aufgesetzt werden kann, das mit seinem Halter 28 im lS : lemmauge 15 mit Schraube 24 befestigt wird.
Die Zusammenstellung nach Fig. 6 ist zur Vornahme von Weichlötarbeiten und zum Hartlöten kleinster Gegenstände bestimmt. Sie bedarf hierzu des obern Druckbehälters 23 nicht, dessen Überströmreduzier- ventil 5 durch eine Sicherungsschraube 31 nach Wegnahme der andern weiterleiten- den Organe verschlossen wird. Diese Arbei ten erfordern nur den Behälter 1 mit Azetylen mit seinem Abschlussventil 17, an den nur über das Mundstück des Rohres 14a ein Brennerrohr 36, das Luftzufuhrlöcher 37 enthält, auf den Lotkolben 26 mit seinem Halter 25 aufgesetzt ist, wobei das Brennerrohr 36 auf dem Halter 25 und dieser im Klemmauge 15 beliebig eingestellt werden kann.
Die Zusammenstellung nach 7 arbeitet ebenfalls nur mit Azetylen aus dem Behälter 1 und gestattet die Vornahme kleinster SchweiBarbeiten ohne SchweiBbrenner. Auf das Mundstück des Rohres 14a, das an das Abschlussventil 17 angeschlossen ist, ist eine Lochdüse 33 aufgeschraubt, deren vordere Abschlusswand eine Anzahl feiner Bohrungen 34 enthält und die ausserdem an ihrem hintern Ende Luftzuführungsschlitze 35 enthält. liber diese Lochdüse wird ein Brennerrohr 36 geschoben, das mit seinem Halter 32 im Auge 15 verschiebbar, also einstellbar befestigt ist und das ebenfalls Luftzufuhrlöcher 37 enthält, durch die die Luft der Lochdüse zugeführt wird.