CH177729A - Elektrischer Mehrmotorenantrieb mit ständer- und läuferseitig gekuppelten Asynchronmotoren, insbesondere für Krempelsätze. - Google Patents

Elektrischer Mehrmotorenantrieb mit ständer- und läuferseitig gekuppelten Asynchronmotoren, insbesondere für Krempelsätze.

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CH177729A
CH177729A CH177729DA CH177729A CH 177729 A CH177729 A CH 177729A CH 177729D A CH177729D A CH 177729DA CH 177729 A CH177729 A CH 177729A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Elektrischer     Nehrmotorenantrieb    mit Ständer- und läuferseitig gekuppelten       Asynchronmotoren,    insbesondere für     Krempelsätze.       Die Erfindung betrifft einen elektrischen       Mehrmotorenantrieb    mit Ständer- und     läufer-          seitig    elektrisch     gekuppelten        Asynchronmo-          toren,    der insbesondere für     Krempelsätze    ge  eignet ist.

   Bei den bekannten Antrieben die  ser Art     benutzte    man zum     Ein-    und Aus  schalten eine besondere Steuer- oder Regel  walze, mit der der Antrieb stufenweise     ein-          bezw.        wieder     wurde.  



  Diese bisherige     Ausführung    mit     einer     Schaltwalze hat sich bei     richtiger        Bedienung          durchaus    bewährt; wenn .sich das, Bedie  nungspersonal jedoch nicht an .die     Vorsehrif-          ten    hält und zu langsam ein-     bezw.    zu  schnell abschaltet, treten erhebliche betrieb  liche Nachteile auf.

   Beim Einschalten wer  den in einer ersten     Schaltstellung    lediglich  die Ständer ans Netz gelegt,     wodurch    heftige       mechanische    Stösse an den Maschinen auftre  ten, falls die Läufer aus irgendwelchem    Grunde aus der räumlich gleichen Phasen  lage, herausgebracht waren.  



  Nach Öffnen des Läuferkreises dürfen  die Ständer erst     abgeschaltet    werden. wenn  die Motoren zum     Stillstand    gekommen     --ind,     was infolge der grossen Schwungmassen etwa       i/2    Minute oder noch länger dauert. Insbe  sondere während der Pause     und    bei Arbeits  schluss nehmen die Arbeiter jedoch hierauf  keine     Rücksicht,    sondern schalten sofort voll  ständig ab,     oo    dass der gleichmässige Aus  lauf verloren geht. Das. hat aber ein Stauen  oder Reissen     des        Vliessee    zur Folge.  



  Gemäss der Erfindung werden diese       Nachteile        dadurch    vermieden,     dass:    je ein ge  meinsames Schütz für alle     Ständer        und    für  alle Läufer und     Steuerorgane    vorgesehen  sind, durch welche diese Schütze in zwang  läufiger Reihenfolge geschaltet werden. Da  bei werden die     Läufer:stromkreiGe    nach dem      Anlegen der Ständer an Spannung geschlos  sen, so dass die     Motoren        sofort        anlaufen     können.

   Die     Stossbeanspruchung        isst    daher       geringer,    weil sie sich     zum    Teil     bereits    wäh  rend des Anlaufvorganges vollzieht.  



  Die Erfindung sei anhand zweier Aus  führungsbeispiele näher erläutert.  



  Bei dem     Mehrmotorenantrieb    nach der       Abb.    1 dient zum Ein- und     Auss;ehalten    der  Ständer 1, 2 und 3 eines     Dreikrempelsatzes          ,das    gemeinsame     dreiphaGzge        Ständerschütz     4, während .die Läufer 11,     12,    und 1-3, die       ebenso    wie     die    Ständer     elektrisch    miteinan  der gekuppelt sind,     durch    ein     gemeinsames          Läuferschütz    5     gesteuert    werden.

   Dieses  Schütz .schliesst und öffnet den     Sternpunkt     des gemeinsamen Anlass-     bezw.    Betriebswi  derstandes 14 im Läuferkreis.  



  Zum     Ein-    und     Ausschalten    dienen die       Druckknöpfe    6     und:    7,     die    über     eine        Wippe     8 miteinander verbunden     sind.    Der     Ein-          s-chaltdruckknopf    6 schliesst die Kontakte 9  und schaltet damit das     Ständerschütz    4 un  mittelbar ein.

   Beim     Drücken        des1'        Knopfeis     6     schliesst    auch der     Ausschaltdruckknopf    7  seine Kontakte 10 und bereitet damit das       Einschalten    des     Läuferschützes    5 vor. Die       Einschaltung        dieses        Schützes    5 geschieht  aber erst durch Kontakte     2'4    am Ständer  schütz 4, die in an sich     bekannter    Weise ver  zögert schalten. Diese     Verzögerung    hat den  Zweck, durch,     zunächst    alleiniges.

   Einschal  ten der     Ständer    die Motorläufer in räumlich  gleiche Phasenlage zu stellen, falls sie durch  irgendwelche Umstände aus dieser Stellung       herausgebracht    sein     sollten.    Durch     das.    An  sprechen des     Läuferschützes    5 läuft dann  der     Maschinensatz    im Gleichlauf bis auf eine  Drehzahl hoch, die durch die Grösse des ge  meinsames     Läuferwiderstandes-    14 gegeben       ist.     



  Zum     Ausschalten    wird der     Knopf    7     ge-          .drückt.    Dadurch fällt das     @    Läuferschütz 5  sofort ab,     und    durch das Öffnen     des    Stern  punktes des gemeinsamen     Widerstandes    14  laufen die Motoren, die     ständerseitig    an       Spannung    bleiben, in bekannter Weise im  Gleichlauf aus.

   Durch die     mechanische    Ver-         bindung    des     Druckknopfes    6 mit dem     Druck-          knopf    7     wird        auch    der Kontakt 9. geöffnet.       Das    Ausschalten des gemeinsamen     Ständer-          schützes    4     ist    aber damit nur vorbereitet,  da es. sich     zunächst    noch über die     TJmge-          hungsleitung    19 selbst hält.

   Erst nachdem  die Maschinen zum     Stillstand    gekommen  sind,     wird:    .das Schütz 4 abgeschaltet. Das  kann     beispielsweise    durch einen     Unterbre-          ahungskontakt    im     Selbsthaltestromkreis    des  Schützes 4 geschehen; man     kann,das    Abfal  len des Schützes aber besser selbsttätig her  beiführen.

   Hierfür gibt die     Zeichnung    ein       Ausführungsbeispiel.    Zwischen zwei Leitun  gen des     Läuferkreisas    ist ein von der     Läu-          ferspannung        abhängiges.        Wärmerelais:

      15 ge  legt, dem     beispielsweise    ein Widerstand 16  vorgeschaltet ist.     Über    die     Kontakte    17     des     Relais     ist    der     Erregerkreis        des,        gemeinsamen          Ständerschützes    4 geführt.

   Diese     Anordnung     macht von -der     Erscheinung    Gebrauch,     dass     mit abnehmender Drehzahl die Läuferspan  nung wächst und damit der     das;        Wärmere-          lais    durchfliessende Strom, so     d:ass,    nach     einer     gewissen einstellbaren     Zeit    dieses Relais an  spricht.

   An die Stelle     dieses        Relais    kann  auch beispielsweise ein beim Ausschalten in  Gang gesetztes Zeitrelais     treten,        das    beim       Drücken    des     Knopfes    7 oder beim Abfallen  des Schützes 5     eingeschaltet    wird.  



  Beim     Ausführungsbeispiel    der     Abb.    1  war für das Einschalten wie auch das Aus  laufen die     dreiphasige        Ständerspeisung    ange  nommen. Es besteht aber auch die     Möglich-          keit,    diese Vorgänge in einphasiger Schal  tung vorzunehmen. Es brauchen dann nur  zwei     Ständerphasen    über     das        gemeinsame          Ständerschütz        und    die dritte     Ständerphase     über das:     Läufei@,schütz        geführt    zu werden.  



  Hierfür gibt die     Abb.    2 ein Ausfüh  rungsbeispiel.     Hierin        sind    nur     ,die    Phasen R  und     S    über das gemeinsame     Ständerschütz    4  geführt, während die Phase T durch Kon  takte am Läuferschütz 5 geschaltet wird.  Es ergibt sich dann gegenüber dem ersten  Beispiel folgende     untersahiedliehe    Arbeits  weise:      Beim zunächst erfolgenden     Ansprechen     des Schützes 4 werden die Ständer 1, 2 und  3 nur einphasig ans Netz gelegt.

   Die da  bei auftretende     Magnetisierung        genügt    zu  einer Einstellung der Läufer in räumlich  gleiche Phasenlage. Erst gleichzeitig     mit    der  Herstellung des     Sternpunktes    des     Läuferwi-          derstandes    1,4 wird dann die dreiphasige       Ständerschaltung    hergestellt. Bei dieser  Schaltung besteht die Möglichkeit, den ge  meinsamen Läuferwiderstand 14 so, klein zu  wählen,     .dass    die Motoren im     Betrieb    mit  nahezu normaler     asynchroner    Drehzahl lau  fen, wodurch der Wirkungsgrad .des. Antrie  bes verbessert wird.  



  Der     Gleichlauf    geht dabei während des       Betriebes,    verloren; die möglicherweise auf  tretenden Drehzahlschwankungen sind     dabei     jedoch so klein,     dass,    sie     keinen    nennenswer  ten     Einfluss    auf die gewünschte Garnnummer  haben, so dass, insbesondere in der Streich  garnspinnerei keine Bedenken gegen diese  Schwankungen bestehen.

   Die beim Abschal  ten     .des        Läuferschützes    5     wieder    eintretende  einphasige     Schaltung    der Ständer zwingt die  Motoren jedoch durch     dasisynchronisierende     Moment .sofort wieder in Gleichlauf, .der bis  zum Stillstand aufrechterhalten wird.  



  Die     synchronisierenden    Momente beim  Übergang aus der dreiphasigen     Betriebs8tel-          lung    in die einphasige Auslaufstellung sind  so gross, dass bei starrer Kupplung, zum Bei  spiel Zahnrad- oder     Kettenautrieb,    uner  wünschte Stösse und damit     mechaniselhe    Be  anspruchungen auftreten     und        anderseits,     durch die     starre    Kupplung mit den grossen       Schwungzn.assen    :

  das Einstellen in die räum  lich gleiche Phasenlage     erschwert        wird.    Zur  Behebung dieses Nachteils können die Mo  toren über     nachgiebige.    Mittel mit den  Arbeitsmaschinen     verbunden    werden.     Als     besonders zweckmässig erscheinen hierfür  Gummikeilriemen oder in die Triebwerke     ein-          geschaltete    elastische     Mittel,        wie        Federn    oder  dergleichen. Auch     Rutschkupplungen    sind  verwendbar.  



  An die Stelle der gezeichneten     Druck-          knopfsteuerung    können auch andere Steuer-    mittel treten. So kann     beispielsweise        das     Läuferschütz     anstatt    über den     Druckknopf     7 auch mit einem     Hilfsrelais    geschaltet wer  den.

   Auch ist es möglich, die Schalteinrich  tungen an.     verschiedenen    Stellen des Ma  schinensatzes, zu     wiederholen,        so.,dass    das     Ein-          und        Ausschalten        bezw.    nur     des    Ausschalten  an mehreren Stellen     möglich    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Mehrmotorenantrieb mit stän- der- und läuferseitig gekuppelten Asynchron motoren, insbesondere für Krempelsätze, ge kennzeichnet durch je ein gemeinsames Schütz für alle Ständer und für alle Läufer und durch Steuerorgane, durch welche die Schütze in zwangläufiger Reihenfolge so geschaltet werden,
    dass beim Einschalten die Läuferstromkreise nach dem Anlegen der Ständer an Spannung geschlossen werden, wobei für das. Stillsetzen des Antriebes Mit tel vorgesehen sind, welche die .Ständer erst abschalten, wenn .die Motoren zum Stillstand gekommen sind. UNTERANSPRüCHE 1.
    Antrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass über .das gemeinsame Ständersehütz nur zwei Ständerphasen führen, die dritte, Ständerphasedagegen über das. Läuferschütz geführt ist, wobei die Motoren mit den Arbeitsmaschinen elastisch gekuppelt sind. 2. Antrieb nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Läuferschütz in Abhängigkeit vom Ständerschütz mit Verzögerung einge schaltet wird. 3.
    Antrieb nach Patentanspruch und den Un- teransprüehen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kommandoschalter (6, 7) für das, Ein- und Ausschalten .der Schütze (4, 5) in zwangläufiger Ab hängigkeit voneinander stehen. 4.
    Antrieb nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 bis 3, dadurch .gekennzeich- net, dass, beim Stillsetzen des Antriebes ,das Ständersehütz durch ein Zeitrelais ausgeschaltet wird.
    5. Antrieb nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 bis, 3, dadurch gekennzeich net, -dass beim Stillsetzen des Antriebes, das Ständerschütz durch ein. von der Läufer- spannung abhängiges Wärmerelais ausge schaltet wird.
CH177729D 1933-05-06 1934-02-05 Elektrischer Mehrmotorenantrieb mit ständer- und läuferseitig gekuppelten Asynchronmotoren, insbesondere für Krempelsätze. CH177729A (de)

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